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behindert und verrückt feiern Pride Parade am 10. Oktober online

Logo: behindert und verrückt feiern Parade Berlin
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Foto: Organisationsteam behindert und verrückt feiern Parade

Berlin (kobinet) Am 10. Oktober 2021 findet die achte "behindert und verrückt feiern“ Pride Parade statt. Wie im Jahr 2020 haben sich die Veranstalter*innen aufgrund der noch sehr hohen Verbreitung des Coronavirus für ein Online-Format entschieden. Diesmal aber findet die Parade als Livestream direkt aus dem SO 36 in Kreuzberg statt. Der Link zum Livestream wird auf der Webseite https://www.pride-parade.de und auf dem Facebook-Event https://www.facebook.com/events/809140046459305) geteilt werden, wie es in der Ankündigung der Veranstalter*innen heißt.

"Ab 17 Uhr werden Rede, Interviews, Spoken Word, Konzert und DJ abwechselnd im Livestream erscheinen. Wir können zwar nicht durch Berlin ziehen, aber wir können diesen Moment der Freude, des Kampfes und der Party zusammen genießen. Dabei wollen wir auch hören, wie es Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychiatrischen Diagnosen in dieser Zeit mit der Pandemie geht. Wir haben in den letzten Monaten wieder festgestellt, wie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen Gewalt ausüben, sogar tödlich werden können. Vier Menschen sind in Potsdam ermordet worden, und ein paar Monate danach sind die Bewohner*innen einer Einrichtung vor der Überflutung nicht evakuiert worden. Das Recht auf selbstbestimmtes und selbständiges Leben ist unantastbar! Kein Mensch sollte gezwungen sein, in einer Einrichtung zu leben – alle dürfen ein eigenes Zuhause haben", heißt es in der Ankündigung der Pride Parade.

Und weiter heißt es dort: "Wir haben ebenfalls festgestellt, wie sich unser Leben durch die Pandemie verändert hat. Einerseits müssen sich viele von uns wegen der Gefahr einer Ansteckung stark zurückziehen. Einsamkeit nimmt ganz besonders bei uns zu. Andererseits haben viele nicht behinderte Menschen entdeckt, was es heißt isoliert zu sein, es wurden auch viele Lösungen ausprobiert, wie zum Beispiel zunehmend hybride und digitale Live-treffen, in der Schule, im Alltag, bei der Arbeit. Wir hoffen, dass viele Treffen hybrid bleiben, um mehr Barrierefreiheit zu schaffen. Noch dazu wissen wir, dass immer mehr Menschen von Long Covid betroffen sind, und sehr plötzlich nicht nur Behinderung erfahren, sondern sich mit Ärtz*innen und ihrem Umfeld auseinandersetzen müssen, damit ihr Zustand anerkannt wird. Trotzdem wollen wir auch die Solidarität und die Freude feiern und Spaß haben! Deshalb ist das Motto der diesjährigen Parade: Paradestream – Behindert und Verrückt durch die Pandemie."

Im Livestream werden Vorträge und Interviews über Corona von behinderten und verrückten Menschen zu hören sein – wie Eugenija, Carmela, Wiete und Rahel. Zwei Künstler*innen werden zu Gast sein, Pablo und Ika, die ihre sehr poetischen Texte vortragen werden. Es handelt sich um Spoken Word, also gesprochene Gedichte. Selbstverständlich gibt es dazwischen Musik: ein paar Lieder von Faulenza, Punk Musik von Banana of Death und am Ende des Livestreams gegen 19:30 Uhr mit Supa Star Sound System tanzen.

Es wird wieder Gebärdensprachdolmetscher_innen geben und die Veranstalter*innen bemühen sich um eine Audiodeskription. Die Pride Parade wird von einem Bündnis aus behindertenpolitischen, psychiatriekritischen, feministischen und queeren Einzelpersonen organisiert.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdegjv1