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Antwort auf Beschwerde bei Lufthansa unerfreulich

Foto zeigt Andrea Schatz am Flughafen Berlin
Andrea Schatz am Flughafen Berlin
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Die Antwort auf ihre Beschwerde bei der Lufthansa findet Andrea Schatz unerfreulich. Die Entschuldigung, dass ihr am 15.08.2021 das Boarding verweigert wurde, hat die Berlinerin zur Kenntnis genommen. Allerdings habe sie gehofft, dass nach fast 4 Wochen „Recherchen bei den zuständigen Abteilungen“ auf den ungerechtfertigten Grund für die verweigerte Beförderung eingegangen worden wäre, schrieb Schatz der Fluggesellschaft.

Bei ihrer Dienstaufsichtsbeschwerde sei es um die konkrete Situation gegangen, "die mir der Kapitän des Flugs LH202 zumutete und die daraus entstandenen Folgen". Aber dazu enthalte das Schreiben nichts, sondern Allgemeinplätze. Bei ihrer Beschwerde geht es um eine Pflichtverletzung bei der Beförderung von Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität.

"Der Kapitän verweigerte meine Beförderung und den Transport meines Rollstuhls obwohl - mein Rollstuhl gemäß der Lufthansa-Transportbedingungen für Rollstuhlbatterien korrekt angemeldet war", hält Andrea Schatz in ihrer Antwort auf das Schreiben der Lufthansa fest. Sie sei spätabends am Gate stehen gelassen worden, "weil der Kapitän offensichtlich die Batterie-Transportbedingungen nicht kannte und die von Lufthansa erteilte Genehmigung ignorierte."

"Aufgrund der Willkür und des Versagens des Kapitäns sowie der Unkenntnis maßgeblicher Mitarbeiter*innen wurde ich körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Knapp 2 Wochen litt ich an posttraumatischen Beschwerden (Muskel- und Nervenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Alpträume, Ohrgeräusche)", so die Berlinerin. "Schämen Sie sich nicht, für dieses erlittene Unrecht eine „Entschädigung“ von 250 € anzubieten?"

"Mir ist bekannt, dass mir gemäß der Fluggastrechte-Verordnung (VO (EG) Nr. 261/2004) eine Ausgleichszahlung von 250 € (Flüge bis 1.500 km) bei Verspätungen, Annullierungen oder Nicht-beförderung, z.B. wegen Überbuchung zusteht.Ich habe aber keine „Kompensation für die große Verspätung Ihrer Reise“ gefordert, wie Sie es bezeichnen."

Andrea Schatz fordert eine Klarstellung, "welche Sicherheiten ich habe, dass ich bei meinem nächsten Flug mit diesem Rollstuhl (fest verbaute Lithium-Batterien, Transportzertifikat der Batterien gemäß den Richtlinien der IATA) garantiert befördert werde".

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfjwy50