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Jürgen Dusel: „Euthanasie“-Opfer rasch offiziell anerkennen

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Anlässlich des heutigen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar fordert Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, dass auch die Opfer der von den Nationalsozialisten durchgeführten und beschönigend genannten „Euthanasie“ offiziell anerkannt werden.

Schlichtung gescheitert – Klage eingereicht: Behinderte Menschen müssen zu allen Zeiten mit der Bahn fahren können

Hublift am Berliner Hauptbahnhof
Hublift am Berliner Hauptbahnhof
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat beim Verwaltungsgericht Berlin gegen das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie gegen das Eisenbahnbundesamt (EBA) Klage eingereicht. Damit soll erreicht werden, dass Menschen mit Behinderungen immer mit der Bahn fahren können, solange Züge rollen. Vorangegangen war ein langjähriges Schlichtungsverfahren, das letztlich scheiterte. Prozessbevollmächtigter ist Rechtsanwalt Prof. Dr. Oliver Tolmein von der Kanzlei Menschen und Rechte aus Hamburg, wie die ISL mitteilte.

Impulspapier des Runden Tisches Triage

Symbol Ausrufezeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Der Runde Tisch Triage hat ein gemeinsames Impulspapier für die weitere Diskussion und Entwicklung entsprechender Regelungen nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Triage vorgelegt. Der Runde Tisch Triage ist ein Zusammenschluss der LIGA Selbstvertretung, der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) sowie des Forums behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ).

Gastgeberstädte für Special Olympics World Games Berlin 2023 bekannt gegeben

Juliana Rößler, Athletenrat SO Berlin, freut sich auf das Host Town Program 2023.
Juliana Rößler, Athletenrat SO Berlin, freut sich auf das Host Town Program 2023.
Foto: LOC Special Olympics World Games Berlin 2023 / Camera 4 – Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet) Vom 17. bis 25. Juni 2023 finden die Special Olympics World Games Berlin 2023 statt. Auf dem Weg dorthin wurden jetzt weitere Entscheidungen getroffen – die 216 Gastgeberstädte (Host Towns) wurden veröffentlicht. Somit steht nun der Weg für 216 kommunale Projekte offen, welche das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik einleiten. Dieses stiftet ein neues Miteinander und öffnet den Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics World Games Berlin 2023 hinaus.

Menschen mit Demenz dürfen nicht benachteiligt werden

Stilisiertes großes "A" mit dem Text:  Deutschen Alzheimer Gesellschaft - Selbsthilfe Demenz
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Nachdem das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Bundesregierung Entscheidungsgrundlagen für Triage-Situationen gesetzlich regeln muss, verweist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) darauf, dass der europäische Dachverband Alzheimer Europe bereits im April 2020 ein Positionspapier zur Triage verfasst hatte, welchem sich die DAlzG angeschlossen hat. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft befürchtet, dass ohne entsprechende Regelungen die Gefahr besteht, Menschen mit Demenz alleine aufgrund ihrer Diagnose zu benachteiligen, wenn es um die Vergabe begrenzter Intensivbetten geht.

Erfolgreiche Petition für Barrierefreiheit im Wald

Per Busch mit Führhündin Peggy vor Holzgeländer im Wald
Per Busch mit Führhündin Peggy vor Holzgeländer im Wald
Foto: Kathrin Meyer

Kassel (kobinet) Gerade während der Corona-Beschränkungen haben viele Menschen die Wälder als erlaubten Freiraum genutzt und genossen. Für Per Busch sind Waldaufenthalte nachhaltig gesund und sollten für möglichst viele Menschen möglich sein. U.a. mittels einer erfolgreichen Petition hat sich Per Busch aus Kassel für mehr Barrierefreiheit im Wald erfolgreich stark gemacht und bleibt auch weiterhin am Thema dran. Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3, der folgendes Interview mit dem engagierten blinden Waldliebhaber führte, ist das eine gute Nachricht zur Inklusion.

Bewährungsprobe in Sachen Partizipation für neue Regierung bei Triage

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Wir werden für mehr Teilhabe und politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen an wichtigen Vorhaben auf Bundesebene sorgen.“ So steht es auf Seite 80 im Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Regierungskoalition. Dass es dabei noch einiges – vor allem für das Bundesgesundheitsministerium – zu lernen gibt, zeigt sich derzeit bereits zu Beginn des Beteiligungsprozesses für die Entwicklung gesetzlicher Regelungen zur Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle einer Triage. Die Beschwerdeführer*innen vor dem Bundesverfassungsgericht und andere wichtige Akteur*innen wurden bei einer ersten Einladung des Ministeriums für einen Austausch schlichtweg vergessen, was auf Twitter für entsprechende Reaktionen gesorgt und mittlerweile einiges in Bewegung gebracht hat.

Gedenken für „Euthanasie“-Opfer

Gedenk- und Informationsort für die 'Euthanasie'-Opfer
Gedenk- und Informationsort für die ‚Euthanasie‘-Opfer
Foto: Irina Tischer

Berlin/Haar (kobinet) Am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wird an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee vor 77 Jahren erinnert und der weltweiten Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gedacht. Die AG Selbst Aktiv von Menschen mit Behinderungen in der SPD Berlin wird an diesem Tag ebenfalls einen Kranz am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin-Tiergarten niederlegen. Auch an der “Heilanstalt” Eglfing-Haar soll vom Behindertenverband Bayern am 27. Januar um 17:30 Uhr ein Kranz niedergelegt werden.

Stelle für Schlichtungsstelle in Rheinland-Pfalz ausgeschrieben

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Mainz (kobinet) Das rheinland-pfälzsiche Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD) hat für den nächstmöglichen Zeitpunkt eine unbefristete Stelle für eine Sachbearbeitung (m/w/d) beim Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen für eine Schlichtungsstelle zur Umsetzung von Barrierefreiheit und des Landesinklusionsgesetzes / Durchsetzungsstelle für digitale Barrierefreiheit ausgeschrieben. Darauf weist der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, hin.

Bundestag diskutiert heute über Impfpflicht

Grafik, Spritze und Mensch und Serumflächschen
Impfen
Foto: pixabay

Berlin (kobinet) Seit Monaten sorgt das Thema Impfpflicht für emotionale Diskussionen. Heute, am 26. Januar, findet im Deutschen Bundestag eine gut dreistündige Orientierungsdebatte zur Impfpflicht statt. Unter Tagesordnungspunkt 3 des Bundestagsplenums steht für heute ab 15:05 Uhr die vereinbarte Debatte zur SARS-Cov-2-Impfpflicht auf dem Programm des Bundestages, die u.a. im Livestream auf www.bundestag.de übertragen wird. Da bei diesem Thema der Fraktionszwang aufgehoben ist, dürfte es eine spannende und zum Teil sehr persönliche Debatte werden, wie bereits bei anderen ethischen Debatten des Bundestages.

Erster rollstuhlgeeignete Kleinbus auf Bischkeks Straßen

Aisima, eine junge behinderte Frau, war erste Fahrgästin des Rollibusses
Aisima, eine junge behinderte Frau, war die erste Fahrgästin
Foto: André Nowak

BERLIN (kobinet) Auf Bitten des Kirgisischen Behindertenverbandes KROI hatte der Allgemeine Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD) mit Hilfe vieler Unterstützer einen rollstuhlgeeigneten Kleinbus beschafft, dessen Finanzierung organisiert und das Fahrzeug schließlich in Kirgisitan dem kirgisischen Behindertenverband übergeben. Dank der Solidarität aus Deutschland fährt so ab Oktober 2021 das erste rollstuhlgeeignete Fahrzeug auf Bischkeks Straßen. Inclusio tv hatte diese Reise begleitet und einen Film darüber gemacht.

Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer vertreten grüne Behindertenpolitik

Proträtbilder von Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer
Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer
Foto: Stephanie Aeffner/Sabine Arndt und Corinna Rüffer/Yaph Trier

Berlin (kobinet) Die Fraktionen im Deutschen Bundestag haben zwischenzeitlich die thematischen Zuständigkeiten für diese Legislaturperiode weitgehend geklärt. So hat auch die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mittlerweile bestimmt, dass die Behindertenpolitik zukünftig von Stephanie Aeffner und Corinna Rüffer gemeinsam mit entsprechender thematischer Prioritätensetzung vertreten wird. Dazu wurde die bisherige Position der behindertenpolitischen Sprecherin von den Grünen zur Berichterstatterin umbenannt, so dass die beiden mit entsprechenden Zuständigkeiten gemeinsam die Behindertenpolitik prägen können.

Haushaltsmittel für Barrierefreiheit erhöhen und verstetigen

Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) Vor der möglicherweise finalen Abstimmung des thüringischen Gesamthaushaltes für 2022 am 27. Januar im Haushalts- und Finanzausschuss des thüringischen Landtags plädiert die LIGA-Selbstvertretung Thüringen für eine Aufstockung und Verstetigung der Haushaltsmittel für Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit. „Wir freuen uns sehr über das Barrierefreiheitsförderprogramm, dass der Landesbehindertenbeauftragte auf den Weg gebracht hat“, so Thomas Brückner, Vorstandsmitglied der LIGA und Ansprechpartner für die AG Barrierefreiheit „aber wir wissen auch, dass selbst die beeindruckende Zahl von 1 Million Euro an Mitteln angesichts der aktuellen Preisentwicklung schnell aufgebraucht sein können.“

95 Jahre Interessenvertretung gehörloser Menschen

Logo des DGB
Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Foto: DGB

Berlin (kobinet) Vor 95 Jahren, am 15. und 16. Januar 1927, trafen sich Vertreter*innen von Stadt-, Landes- und Fürsorgeverbänden der Gehörlosen in Weimar und gründeten einen Verband, der heute als Deutscher Gehörlosen-Bund (DGB) bekannt ist. Aus diesem Anlass veröffentlicht der Verband ein Video, in dem DGB-Präsident Helmut Vogel die Geschichte des Verbands zusammenfasst und an drei wichtige Begriffe erinnert, die das Handeln des Verbands prägen: Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung.

Aktionstag: Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Am 5. Mai 2022 feiert der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sein 30jähriges Jubiläum. Er wurde 1992 von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zusammen mit dem Europäischen Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) initiiert und findet 2022 mit vielfältigen Aktionen im Zeitraum zwischen dem 23. April und 8. Mai statt. Darauf weist die Aktion Mensch hin, die den Protesttag auch dieses Jahr wieder koordiniert und durch Projektförderungen und Materialien unterstützt.

Konkrete Zeitpläne und konsequente Beteiligung gefordert

Warnschild mit Ausrufezeichen
Warnschild mit Ausrufezeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die Teilnehmer*innen eines Online-Austauschs des NETZWERK ARTIKEL 3 waren sich darin einig, dass der Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Regierungskoalition eine Reihe von spannenden Formulierungen für die Weiterentwicklung der Behindertenpolitik im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention enthält. Um die schönen Worte in konkrete Taten umzusetzen, braucht es nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 nun aber konkrete Zeitpläne zur Umsetzung der Maßnahmen und vor allem eine konsequente Beteiligung behinderter Menschen und ihrer Verbände bei der Umsetzung.

Kinderhilfswerk fordert mehr Bildungsgerechtigkeit

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tag der Bildung fordert das Deutsche Kinderhilfswerk umfangreiche und ambitionierte Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Die Kinderrechtsorganisation vermisst an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Und auch bei der Integration von geflüchteten Kindern ins Bildungssystem gibt es aus Sicht des Kinderhilfwwerkes noch viel zu tun.

Jugendliche aus einkommensarmen Familien benachteiligt

Emoji Rollinutzer am Desktop
Emoji Rollinutzer am Desktop
Foto: Aktion Mensch

STUTTGART (kobinet) Trotz der fortschreitenden Digitalisierung und der Förderprogramme an Schulen in Baden-Württemberg weist jeder vierte Schüler im Land erhebliche Lernlücken auf. Das wird durch die aktuelle forsa-Umfrage vom November 2021 belegt. Aus diesem Grunde fordert der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg zum heutigen „Internationalen Tag der Bildung“ einheitliche digitale Lernangebote und eine einheitliche Lernplattform vom Land sowie das Entwickeln neuer pädagogischer Konzepte für den Online-Unterricht.

Echte Arbeitsplätze statt billig entlohnter Leiharbeit auf ausgelagerten Arbeitsplätzen

Porträt: Ulrich Scheibner
Ulrich Scheibner
Foto: Gabriele Scheibner

Winsen a. d. Aller (kobinet) Für Ulrich F. Scheibner von der virtuellen Denkwerkstatt ist es dringend notwendig, dass über die billig entlohnte Leiharbeit der „Werkstatt“-Beschäftigten auf sogenannten ausgelagerten Arbeitsplätzen offen und öffentlich diskutiert wird. Die Verantwortung für dieses Billigangebot an Leiharbeitenden aus den „Werkstätten“ tragen seiner Ansicht nach aber nicht nur die „Werkstätten“, sondern seit 2008 auch alle Bundestage und Bundesregierungen, denn damals wurden entsprechende Weichen gestellt. Viele der ausgelagerten Arbeitsplätze könnten zum Beispiel mittels des Budget für Arbeit in reguläre Arbeitsverhältnisse bei den entsprechenden Arbeitgeber*innen umgewandelt werden.

UNESCO Welttag der Bildung: LIGA Selbstvertretung Thüringen gibt Startschuss für Veranstaltungsreihe

Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) Zum heutigen 1. Welttag Bildung der UNESCO wirbt die LIGA Selbstvertretung Thüringen für ihre geplante Veranstaltungsreihe zur schulischen Inklusion. „Als LIGA wollen wir den Betroffenen eine Plattform zum Austausch bieten“, so der Geschäftsleiter Alexander Brick. Insbesondere die Frage der Förderschulen und deren Verortung in der Thüringer Bildungslandschaft führten regelmäßig zu teils heftigen Kontroversen.

Christian Judith kandidiert auf Platz 22 in Schleswig-Holstein

Christian Judith
Christian Judith
Foto: privat

Brarupholz (kobinet) Der langjährige Aktivist der Behindertenpolitik, Christian Judith, hat versucht, einen aussichtsreichen Listenplatz für die Landtagswahl am 8. Mai in Schleswig-Holstein bei den Grünen zu erringen. Am Ende hat es am 22. Januar beim Landesparteitag der Grünen aber nur für Platz 22 gereicht. Damit Christian Judith in den Landtag gewählt wird, bräuchten die Grünen in Schleswig-Holstein nun ein Spitzenergebnis.

Pflegeheime drohen zum Armenhaus zu werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Kosten für die Pflege im Heim steigen ungebremst. Im Bundesdurchschnitt liegen sie aktuell bei 2.179 Euro im Monat, 111 Euro mehr als vor einem Jahr. Das zeigen Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek). Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Schon das dritte Jahr in Folge müssen Pflegeheimbewohner Kostensteigerungen im dreistelligen Bereich hinnehmen. So schnell können Renten und Einkommen gar nicht wachsen. Schon jetzt ist jeder dritte Heimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen. Geht das so weiter, wird das Pflegeheim zum Armenhaus, in dem nur noch Sozialhilfeempfänger leben.“

Cringe: Hat DIN-SPEC Leichte Sprache eine Zukunft?

Schild: Halt! Bitte Leichte Sprache
Logo: Halt! bitte leichte Sprache
Foto: Mensch zuerst

Berlin (kobinet) Anfang 2020 war „Kick-off des DIN SPEC-Projektes zum Thema „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“ in Berlin. Initiator ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Referat Va 1 Gleichstellung behinderter Menschen.“ Siehe Artikel https://kobinet-nachrichten.org/2020/03/03/regelwerk-deutsche-leichte-sprache-startet/

Was ist daraus geworden?

Die Wannseekonferenz

Szene aus dem Film "Die Wannseekonferenz"
Bürokraten von millionenfachem Mord
Foto: ZDF/Julia Terjung

Berlin (kobinet) Am 20. Januar 1942 trafen sich 15 Männer und eine Frau zu einer „Besprechung mit Frühstück“ in einer Villa am Berliner Wannsee. Beschlossen wurde der millionenfache Mord an den europäischen Juden. 80 Jahre nach der „Wannseekonferenz“ zeigt das Zweite Deutsche Fernsehen einen Film von Matti Geschonneck (Regie) und Magnus Vattrodt (Buch).

Momentaufnahme 246

Schnee liegt auf trockenem Gras
Schnee
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die gtue Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schffen sie selbst; sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen. (Fjodor Michailowitsch Dostojewskij)

60 Jahre Lebenshilfe Bayern

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: gemeinfrei

ERLANGEN (kobinet) Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit dem Jahr 1962 als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein – feiert also in diesem Jahr ihr 60jähriges Jubiläum. Der Verband hat heute gut 160 Mitglieds-Organisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten mehr als 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Die Lebenshilfe hat auch in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut. Diese zählen rund 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen.

Studie zur Barrierefreiheit in der Verwaltung oder „Barrierefreiheit nervt“

Titelseite mit Grafik, Autor Basanta E. P. Thapa
Titelseite Studie Barrierefreie Verwaltung
Foto: Kompetenzzentrum Öffentliche IT Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Berlin (kobinet) „Barrierefreiheit nervt.“ Fehlende Barrierefreiheit nervt mehr!.
In der Kurzstudie „FÜR MEHR BARRIEREFREIHEIT IN DER DIGITALEN VERWALTUNG“ beschreibt der Autor Basanta E. P. Thapa, Kompetenzzentrum Öffentliche IT, Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS, den Zustand , die Hemmnisse und Lösungswege.

Eine kleine Inhaltsangabe und Kurzkommentar.

Barrierefrei regieren? – Echt behindert-Podcast mit Stephanie Aeffner

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) In der neuesten Ausgabe des Deutsche Welle Podcast Echt behindert! ist die Bundestagsabgeordnete der Grünen Stephanie Aeffner zu Gast. Unter dem Titel „Barrierefrei regieren?“ geht es u.a. im Gespräch mit der ersten rollstuhlnutzenden Frau als Bundestagsabgeordnete um die Barrierefreiheit im Bundestag und die Vorhaben der neuen Regierungskoalition.

Landesbeirat verurteilt behindertenfeindliche Äußerungen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Mainz (kobinet) In seiner Sitzung vom 20. Januar 2022 hat der rheinland-pfälzische Landesbeirat zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen die behindertenfeindlichen Aussagen des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Bad Kreuznach im Dezember 2021 scharf verurteilt und eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Neues Dialog Labor im Dialoghaus in Hamburg

Hamburg - Blick auf das Rathaus
Hamburg – Blick auf das Rathaus
Foto: H. Smikac

HAMBURG (kobinet) Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bei DIALOG IM DUNKELN und DIALOG IM STILLEN beweisen seit mehr als 20 Jahren wie wichtig Themen wie Empathie, Inklusion und Barrierefreiheit sind. Das Dialoghaus in der Hamburger Speicherstadt startet morgen das neue DIALOG LAB, ein Dialoglabor in welchem Besucherinnen und Besucher aufgefordert sind, mitzudenken und ihre Ideen mit einzubringen.

Alzheimer Gesellschaft kritisiert Spiegel-Artikel

Stilisiertes großes "A" mit dem Text:  Deutschen Alzheimer Gesellschaft - Selbsthilfe Demenz
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) In ihrer Jubiläumsausgabe hat die bekannte Zeitschrift „DER SPIEGEL“ unter anderem einen Artikel mit der Überschrift „Ich wünschte, mein Mann wäre tot“ einer anonymen Autorin als Essay veröffentlicht. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft – Selbsthilfe Demenz hat in einem offenen Brief zu diesem Artikel Stellung genommen und ihn kritisiert.

Triage-Situationen diskriminierungsfrei gestalten

Jessica Schröder
Jessica Schröder
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin/Bremen (kobinet) Jessica Schröder von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat die Online-Veranstaltung Triage-Situationen diskriminierungsfrei gestalten des Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen, Arne Frankenstein, die am 17. Januar 2022 durchgeführt wurde, verfolgt und dazu für die kobinet-nachrichten einen Kommentar verfasst.

Zuzahlung in der Pflege explodiert und der Staat sieht zu

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) weist auf eine Schreckensnachricht für alle Pflegebedürftigen hin: Die Zuzahlungen für die Pflege im Heim sind weiter gestiegen – im Schnitt auf einen monatlichen Eigenanteil von 2.179 Euro. Das sind nach Angaben des SoVD 111 Euro mehr als im Vorjahr. SoVD-Präsident Adolf Bauer daher sieht hier äußerst dringenden Handlungsbedarf.

Inklusion vom Rand- zum Leitthema machen

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) „Inklusion ist für die Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und mich ein gesellschaftliches Kern- und Leitthema und fristet noch zu oft ein Nischendasein. Aufgrund der Wichtigkeit dieses Themas werde ich auch künftig für die Linksfraktion den Sprecherbereich ‚Inklusion und Teilhabe‘ übernehmen. Denn noch immer werden vielerorts Menschen von Barrieren im Alltag eingeschränkt oder sind von real existierender Exklusion betroffen.“ Dies erklärte Sören Pellmann, der auch in der letzten Legislaturperiode die Funktion des Sprechers für Inklusion und Teilhabe der Linksfraktion im Bundestag ausübte.

IGEL-Podcast zur Ausnutzung der Experten in eigener Sache

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben beschäftigt sich Sascha Lang mit der Ausnutzung der Expert*innen in eigener Sache. Dabei kritisiert er, dass die Einbringung der Expertise behinderter Menschen oft als selbstverständlich und ohne entsprechende Vergütung genommen und erwartet wird.

Jahresbericht 2021 zur Beratung öffentlicher Stellen für Leichte Sprache

Symbol leichte Sprache
Signet von Inclusion Europe für Texte in Leichter Sprache
Foto: © European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe. More information at www.inclusion-europe.eu/easy-to-read

Berlin (kobinet) Auf der im Aufbau befindlichen Webseite der Tandem-Beratung Leichte Sprache wurde der Jahresbericht 2021 veröffentlicht.

Gustavo im Schloss Biesdorf

Foto aus der Gustavo-Ausstellung in Schloss Biesddorf
GUSTAVO – gracias BERLIN
Foto: sch

Berlin (kobinet) Noch bis zum 4. März zeigt das Schloss Biesdorf beeindruckende Werke des spanischen Künstlers Gustavo. Der 83-Jährige, der auf seinem Landsitz bei Capdepera auf Mallorca lebt und arbeitet, war lange an der Spree zu Hause.

20.000 potentielle Budgets für Arbeit

Plakat: Budget für Arbeit nutzen
Logo: Budget für Arbeit nutzen
Foto: NW3

Berlin (kobinet) Nach Informationen der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) arbeiten derzeit ca. 20.000 Werkstattbeschäftigte auf ausgelagerten Arbeitsplätzen. Für das NETZWERK ARTIKEL 3 sind dies 20.000 behinderte Menschen, von denen für viele relativ schnell ein gerechteres sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit der Nutzung des Instruments des Budget für Arbeit geschaffen werden könnte.

Thema Triage vorrangig ethische, juristische und soziale Frage

Logo: BODYS
Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Das breite mediale Echo zur Triage-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat nach Ansicht von Franziska Witzmann und Prof. Dr. Theresia Degener vom Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) gezeigt: „Das Thema Triage ist keineswegs nur eine medizinische, sondern in erster Linie eine ethische, juristische und soziale Frage.“ Es bedürfe daher einer gesamtgesellschaftlichen Debatte, die der Umsetzung des Beschlusses durch den Gesetzgeber vorausgehe.

Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein öffnet wieder am 24. Januar

Opferbiografien im Gedenkbereich der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Opferbiografien im Gedenkbereich der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Foto: Juergen Loesel

Pirna (kobinet) Ab dem 24. Januar öffnet die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein wieder für Besucherinnen und Besucher zu den gewohnten Öffnungszeiten. Wie in anderen Kultureinrichtungen im Freistaat Sachsen gilt auch hier die 2G-Regel, also die Pflicht zum Nachweis einer vollständigen Corona-Schutzimpfung oder der vollständigen Genesung von einer COVID-19-Erkrankung.