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UNESCO Welttag der Bildung: LIGA Selbstvertretung Thüringen gibt Startschuss für Veranstaltungsreihe

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LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) Zum heutigen 1. Welttag Bildung der UNESCO wirbt die LIGA Selbstvertretung Thüringen für ihre geplante Veranstaltungsreihe zur schulischen Inklusion. "Als LIGA wollen wir den Betroffenen eine Plattform zum Austausch bieten“, so der Geschäftsleiter Alexander Brick. Insbesondere die Frage der Förderschulen und deren Verortung in der Thüringer Bildungslandschaft führten regelmäßig zu teils heftigen Kontroversen.

"Bei uns gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern erst einmal nur Erfahrungen von Betroffenen. Diese sollen Grundlage für weitere Gespräche sein“, erläutert Alexander Brick das Konzept für die erste Veranstaltung. Für Andrea Grassow, stellvertretende Geschäftsleiterin und selbst Pädagogin, ist klar, dass von gelebter Inklusion alle profitieren. "Dort wo Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen zusammenkommen, werden Kompetenzen ausgebildet, die über den reinen Unterrichtsstoff hinausgehen“, betont sie. "Daher wollen wir schauen, an welchen Stellen es gelingt und wo Hemmnisse der Inklusion entgegenstehen, um einer inklusiven Bildungslandschaft möglichst nahe zu kommen“, fasst Andrea Grassow ein Ziel der Reihe zusammen.

LIGA-Vorstandsmitglied und Heil-, Sonder- und Integrationspädagogin Julia Fischer verweist auf die bestehenden Probleme. "Wenn Schülerinnen, Schüler und Eltern eine echte Wahlfreiheit zwischen den Schularten haben wollen, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen.“ Dabei gehe es nicht nur um die bauliche Substanz, sondern insbesondere auch um Personal. "Solange es nicht ausreichend geschultes Personal für eine individuelle Förderung in allgemeinbildenden Schulen gibt, ist eine freie Entscheidung für eine Schulart weder für die Kinder noch für die Eltern möglich. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf.“

Den Auftakt bildet ein Onlineforum am 3. März um 16.00Uhr. In einem ersten Schritt sollen aktive und ehemalige Schülerinnen und Schüler, Eltern und Pädagogen ins Gespräch kommen. Interessierte können sich über die Geschäftsstelle unter der E-Mailadresse [email protected] anmelden. Im Laufe des Jahres sollen weitere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Akteuren folgen, so dass am Ende ein möglichst umfangreiches Bild entstehe. Die weiteren Themen richten sich auch nach den Ergebnissen der vorherigen Veranstaltungen und werden später bekannt gegeben.

Erfurt (kobinet) Kategorien Nachricht

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