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Nachdenkliches happy birthday zu 32 Jahre ISL im Lichte der Triage-Anhörung

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin (kobinet) „Die ISL wird heute 32 Jahre alt. Seit über drei Jahrzehnten setzt sie sich mit anderen für Gleichberechtigung und Chancengleichheit behinderter Menschen ein. Ausgerechnet heute sind wir zur #Triage-Anhörung im #Bundestag geladen, um mit anderen darüber zu diskutieren“, schrieb Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, die am 19. Oktober 1990 in Erlangen gegründet wurde, einen nachdenklichen Geburtstagsgruß als er auf dem Weg zur Anhörung in den Deutschen Bundestag war.

Besuch des inklusiven Kulturstammtisch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle

Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Jennifer Sonntag ertastet ein Kunstwerk
Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) „Unser inklusiver Kulturstammtisch war diesmal zu Besuch im Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Wir sind eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und checken die verschiedenen Kultureinrichtungen unserer Stadt gemeinsam auf Barrierefreiheit. Das Kunstmuseum Moritzburg war nach dem Stadtmuseum, dem Opernhaus und dem Lucks-Kino nun unsere 4. Station.“ Über diese Initiative berichtet die Inklusionsbotschafterin und Journalistin Jennifer Sonntag aus Halle.

Podcast Echt behindert: Haushaltsgeräte größtenteils nicht bedienbar

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) „Größtenteils nicht bedienbar! – Moderne Haushaltsgeräte und die Barrierefreiheit“, so lautet der Titel der 55. Ausgabe des Podcast zu Barrierefreiheit und Inklusion Echt behindert! der Deutschen Welle. Zu Gast beim Podcast „Echt Behindert!“ ist Silvia Hame und Luciano Butera von der Initiative „Home Designed for All“. Sie berichten u.a. davon, welchen Problemen sie als blinde Menschen im Alltag zwischen Waschen und Kochen begegnen und was sie unternehmen, um Bewusstsein für ein Problem zu schaffen, das oft schlichtweg nicht wahrgenommen wird.

Bayerische Sozialministerin feiert neue Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung

Portraitfoto der Ministerin, junge Frau mit blondem haar
Ulrike Scharf, Staatsministerin im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Foto: StMAS/Tina Nötel

München (kobinet) Mit gleich drei Pressemeldungen feiert sich die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf für die Förderung von Plätzen für Menschen mit Behinderung in sogenannten Werkstätten. Mit einer Förderung von insgesamt knapp 6,5 Million € wurden in München, Regensburg und im niederbayrischen Pocking insgesamt 175 Werkstattplätze gefördert. Dass die UN Behindertenrechtskonvention, die auch in Bayern gilt, hier eine andere Vorgabe macht, interessiert im bayerischen Staatsministerium scheinbar nicht.

Gefährliche Stolperfallen

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter auf dem Gehweg
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

Berlin (kobinet) Nach Protesten behinderter Menschen bleiben E-Scooter als gefährliche Stolperfallen ein Ärgenis, das zunehmend öffentlich diskutiert wird. Inzwischen haben auch die Christdemokraten das Thema entdeckt. Viele Berliner ärgern sich, wenn diese Roller wild irgendwo abgestellt werden. „Es muss dafür Sorge getragen werden, dass die Roller nicht kreuz und quer rumliegen“, wurde CDU-Fraktionschef Kai Wegner in der Presse zitiert. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat eine Verbandsklage für freie Gehwege eingereicht. Der Berliner Senat soll eine Sondernutzungserlaubnis für den E-Scooter-Verleih erst dann erteilen, wenn es flächendeckend verpflichtende Abstellflächen gibt.

Ferda Ataman will Diskriminierungsschutz bei Triage stärken

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Sarah Eick

Berlin (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, begrüßt den Gesetzentwurf zur so genannten Triage, spricht sich aber an einigen Punkten für Ergänzungen aus. Der Bundestag berät derzeit Änderungen im Infektionsschutzgesetz, um Menschen mit Behinderung im Falle knapper intensivmedizinischer Kapazitäten („Triage-Situation“) vor Benachteiligungen zu bewahren. Heute, am 19. Oktober, findet von 14:30 bis 16:30 Uhr die Anhörung zum Gesetzentwurf im Gesundheitsausschuss des Bundestages statt.

Dr. Werner Wolff – Autor des Buches „Inklusion statt ‚Sorgenkind'“

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Über ein Leben mit Behinderung gibt es viele Veröffentlichungen und Erfahrungsberichte. In ihnen berichten die von Behinderungen Betroffenen über ihr Leben, ihren Lebensweg und über jene Barrieren, die ihnen dabei das Leben schwieriger machten. Für einen Überblick zur Geschichte eines Lebens mit Behinderung in Deutschland lohnt es sich, das Buch „Inklusion statt ‚Sorgenkind‘ – Schwerbehinderte in der DDR, mit Vergleichen zur BRD“ zur Hand zu nehmen. Autor dieses Buches ist Dr. Werner Wolff.

Triage-Anhörung wird im Parlamentsfernsehen übertragen

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zwei Stunden nimmt sich der Bundestagsausschuss für Gesundheit heute am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr Zeit, um Behindertenverbände und Expert*innen zum Gesetzentwurf für Regelungen im Falle einer Triage anzuhören. Welche Fragen dabei von den Abgeordneten gestellt werden, wer von den ca. 70 Verbandsvertreter*innen und Einzelsachverständigen dabei konkret von den Abgeordneten befragt wird und zu Wort kommt und welche Änderungsanträge sich daraus im weiteren Gesetzgebungsverfahren abzeichnen könnten, das kann heute am 19. Oktober live im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de von 14:30 bis 16:30 Uhr via Internet unter www.bundestag.de verfolgt werden.

Wege bereiten für inklusives Wohnen

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) In den vergangenen Jahren sind an vielen Orten in Deutschland inklusive Wohnformen entstanden. Die innovativen Projekte zeigen auf, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und in der Mitte der Gesellschaft wohnen können. Ihre Erfahrungen machen jedoch auch deutlich, welche großen Hürden bei der Umsetzung bestehen. Damit inklusives Wohnen zukünftig für jeden Menschen möglich ist, hat der evangelische Fachverband für Teilhabe (BeB) gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen Empfehlungen an die Politik herausgegeben.

Im Regen stehen gelassen und zum Hintereingang geschickt

Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Protest für Menschenrecht und Inklusion in Wien
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „‚Im Regen stehen gelassen‘ und ‚zum Hintereingang geschickt‘ – das sind die symbolträchtigen Reaktionen der höchsten bundespolitischen Verantwortungsträger:innen zu den berechtigten Menschenrechtsforderungen von Menschen mit Behinderungen in Österreich.“ So fällt das Resümee zur großen Inklusionsdemo am 28. September 2022 des Vizepräsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Klaus Widl, im Gespräch mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS aus. Rund 4.000 Menschen – an manchen Orten auch bei strömendem Regen – hatten am 28. September gegen die massiven Versäumnisse bei der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich demonstriert.

ISL-Podcast zur Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz

Projekt-Banner: Das lass' ich mir nicht bieten
Projekt-Banner: Das lass‘ ich mir nicht bieten
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Die Schlichtungsstelle für das Behindertengleichstellungsgesetz“, so lautet der Titel des neuesten Podcast des Projektes „Das lass‘ ich mir nicht bieten – Wege durch den Rechtsdschungel“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), „In dieser Podcast Folge klären wir euch über die Funktion, die Aufgaben und die Verfahren der Schlichtungsstelle zum Behindertengleichstellungsgesetz auf. Diese Schlichtungsstelle schlichtet in allen Streitfragen die Regelungsbereiche des Behindertengleichstellungsgesetzes betreffen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

Lesung im Dunkeln auf der Frankfurter Buchmesse

Sabine Lohner
Sabine Lohner
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobinet) Am 9. September 2022 berichtete das Projekt „Gute Nachrichten zur Inklusion“ über die Bücherwurm WhatsApp-Gruppe, die von Sabine Lohner seit über zwei Jahren koordiniert wird. Nun führt Sabine Lohner zusammen mit der Autorin Marie Gamillscheg am 20. Oktober von 19:30 Uhr bis 21:00 bei der Frankfurter Buchmesse in der Orangerie im Günthersburgpark eine gemeinsame Lesung aus Gamillschegs aktuellem Buch „Aufruhr der Meerestiere“ (Luchterhand Verlag) im Dunkeln durch. Die Lesung steht unter dem Motto: „Reading in the Dark – Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere“. Dabei soll auch aufgezeigt werden, wie Lesen ohne zu sehen funktioniert und welche unterschiedlichen Zugänge zu Büchern es für blinde und sehbehinderte Menschen gibt.

52 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft

Dekoration - DB-Logo - weißer Untergrund, rote Buchstaben DB und roter Randin einem Wartebereich
Dekoration – DB-Logo in einem Wartebereich
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Berlin (kobinet) Nach Auskunft des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) seit Verkaufsstart rund 52 Millionen Mal an Neukunden verkauft worden. Zudem hätten monatlich rund zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten das vergünstigte Ticket automatisch erhalten, heißt es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag.

Triage-Gesetz: NETZWERK ARTIKEL 3 entzaubert Mythen

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Mythen, die sich in der Diskussion um eine diskriminierungsfreie Zuteilung knapper intensivmedizinischer Ressourcen hartnäckig halten, werden heute am 18. Oktober durch das NETZERK ARTIKEL 3 e.V. entzaubert. Morgen, am 19. Oktober, wird in einer öffentlichen Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags über ein Gesetz zur Regelung der Triage debattiert. Von Triage-Situationen spricht man bei Zuteilungsentscheidungen, wenn die Ressourcen nicht mehr für alle ausreichen und entschieden werden muss, wer stirbt und wer dank Behandlung eine Überlebenschance erhält.

Deutschen Taubblindenwerk setzt Kooperation mit Hannover United fort

Gruppenbild mit einer Frau und drei Männern.davon einer mit Rollstuhl
Bei der Vereinbarung der weiteren Kooperation
Foto: Deutsches Taubblindenwerk

HANNOVER (kobinet) Auch in der kürzlich gestarteten neuen Spielzeit der 1. Rollstuhlbasketballbundesliga (RBBL1) kann die Mannschaft von Hannover United auf die Unterstützung des Deutschen Taubblindenwerks zählen. Die Einrichtung für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung steht als Kooperationspartner seit 2019 fest an der Seite des erfolgreichen Rollstuhlbasketball-Vereins. Die Partnerschaft soll nun durch gemeinsame Projekte noch weiter vertieft und Begegnungen im Sinne von sozialer Teilhabe und Inklusion geschaffen werden.

CDU/CSU bringt Teilhabe von Gehörlosen ins Gespräch

Portraitfoto von Hubert Hüppe im dunklen Anzug, weißem Hemd und dunklem Binder
Pressefoto Hubert Hüppe
Foto: René Golz

BERLIN (kobinet) Auf Initiative des Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Gesundheitsausschuss, Hubert Hüppe hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Kleine Anfrage mit dem Titel „Teilhabe von Gehörlosen in Deutschland“ in den Bundestag eingebracht.

Nachdenken über „Sorgenkinder“ und Inklusion

Titel des Buches - dazwischen  DDR-Briefmarken zur Rehabilitation in der DDR, daruntere Symbol der Aktion Sorgenkind
Deckbaltt des Buches von Dr. Werner Wolff
Foto: Kopie: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Besonders an Jahrestagen wie dem „Tag der Deutschen Einheit“ wird immer wieder einmal darüber nachgedacht, wie sich in den vergangenen Jahren alles so entwickelt hat. Wenn es dabei um die Geschichte der Selbsthilfe-Verbände geht, dann ist das nicht ganz einfach. Zwar verfügen mehrere Verbände über eigene Aufzeichnungen ihrer Geschichte, es gibt jedoch kaum Unterlagen, die ein Gesamtbild der Entwicklung der Selbsthilfearbeit nachzeichnen. Das gilt insbesondere für ein früheres Leben als Schwerbehinderter in der DDR.

Konkrete Zeitpläne für behindertenpolitische Maßnahmen gefordert

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Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Vor gut einem Jahr erhielt die rot-grün-gelbe Regierungsmehrheit bei der Bundestagswahl ihr Wählervotum. Nachdem die neue Regierung im ersten Jahr ihrer Regierungszeit viele Herausforderungen zu managen hatte, ist es jetzt nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung höchste Zeit, konkrete Pläne für die Umsetzung der behindertenpolitischen Ziele der Koalition vorzulegen. Den wohlklingenden Inhalten des Koalitionsvertrags, beispielsweise im Hinblick auf die Verpflichtung privater Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit und für einen barrierefreien öffentlichen Nah- und Fernverkehr, müssten nun konkrete Zeitpläne und Taten folgen, fordert LIGA-Sprecher Ottmar Miles-Paul.

Trauer um Tod von Kupa Mutombo

Logo: Kellerkinder
Logo: Kellerkinder
Foto: Kellerkinder e.V.

Berlin (kobinet) Der in Berlin ansässige Verein Kellerkinder unterstützt die Presserklärung der Opferberatungsstelle ReachOut zum Tod von Kupa Ilunga Medard Mutombo infolge eines brutalen rassistischen Polizeieinsatzes und trauert um dessen Tod. „Am 14.9.2022 befand sich Kupa Ilunga Medard Mutombo in einem betreuten Wohnheim in Spandau für seelisch und psychisch krank gemachte Menschen. Er sollte in ein Krankenhaus verlegt werden“, heißt es in der Presseinformation als Ausgangspunkt des fatalen Übergriffs, der zum Tod führte.

Wer kommt bei der Anhörung zum Triage-Gesetz zu Wort?

Bundestag Besprechungsraum
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wenn am Mittwoch, den 19. Oktober, die auf zwei Stunden angesetzte öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags zum Infektionsschutzgesetz in Sachen Nichtdiskriminierung behinderter Menschen in Triage-Situationen stattfindet, sind hierfür fast 70 Organisationen und vier Einzelsachverständige geladen. Interessierte Beobachter*innen fragen sich dabei im Vorfeld der Anhörung, wer von den vielen Eingeladenen letztendlich zu Wort kommen wird, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihnen von den Ausschussmitgliedern entsprechende Fragen gestellt werden. Die Anhörung, die am 19. Oktober von 14:30 bis 16:30 Uhr im Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen und am Folgetag in der Mediathek veröffentlicht wird, verspricht also spannend zu werden. Denn von den Ergebnissen dürfte auch abhängen, welche Änderungsanträge die Fraktionen im weiteren Gesetzgebungsverfahren einbringen und beschließen werden.

Partizipation der Selbstvertretung für inklusive Kinder- und Jugendhilfe

Logo bbe e.V.
Logo Bundesverband behinderten und chronisch kranker Eltern e. V.
Foto: bbe e.V.

Hannover (kobinet) Ein aus dem Partizipationsfonds des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziertes dreijähriges Projekt des Verein Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) soll den Prozess der inklusiven Ausgestaltung der Kinder- und Jurgendhilfe aus Sicht der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung begleiten. Das vorrangige Ziel besteht darin, dass sich behinderte Kinder und Jugendliche und Eltern mit Behinderung mit ihren Selbstvertretungsverbänden in die Umsetzung der Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gleichberechtigt einbringen.

Fast 162.000 schwerbehinderte Arbeitslose im September 2022

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) 161.965 schwerbehinderte Menschen waren im September 2022 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Dies sind immer noch über 8.000 mehr schwerbehinderte Arbeitslose als vor der Pandemie im September 2019 gemeldet waren. Damals waren 153.538 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Die Forderung des Inklusionsbeirats der Staatlichen Koordinierungsstelle nach „Null-Toleranz für Null-Beschäftigter“ mit einer kräftigen Erhöhung der zu zahlenden Ausgleichsabgabe für die über 44.000 beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber, die keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, ist also aktueller denn je.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg fordert armutsfeste Grundsicherung

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Leere Geldbörse
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STUTTGART (kobinet) Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg warnt zum Auftakt der heute beginnenden landesweiten Aktionswoche „Armut bedroht Alle“ vor einer drastischen Verschärfung der Armut infolge der Energiekrise und steigenden Inflation. Der Verband fordert eine dauerhafte Energiekostenkomponente beim Wohngeld, welche die realen Preissteigerungen berücksichtigt. Der Regelsatz in der Grundsicherung müsse um 200 Euro erhöht und die Kosten für Wärme und Strom auch schon für dieses Jahr vollumfänglich übernommen werden.

Sachsen befragt alle am Tourismus Beteiligten

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus erarbeitet gegenwärtig eine neue Tourismusstrategie für den Freistaat, welche dann zum „Masterplan Tourismus“ entwickelt wird. In diesem Zusammenhang befragt sie zur Zeit mit einer breit angelegten Umfrage alle, die am Tourismus in Sachsen beteiligt sind.

ISL fordert nichtdiskriminierende Regelungen zur Triage

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) fordert Regelungen zur Triage nach dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung behinderter Menschen. Seit dem 13. Oktober befassen sich Bundestag und Bundesrat mit dem Gesetzesentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, der die Regelung zur Triage enthalten wird. Dieser muss laut Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Dezember 2021 Vorkehrungen treffen, damit behinderte Menschen bei medizinischen Versorgungsengpässen in Pandemien nicht diskriminiert werden. Die ISL und deren Vorstandsmitglied Jenny Bießmann appellieren an die Politik, „in den nächsten Wochen müssen noch einige Verbesserungen auf den Weg gebracht werden, damit behinderte Menschen in Zeiten knapper medizinischer Ressourcen nicht benachteiligt werden. Der jetzige Entwurf wird weder Menschenrechten noch dem Prinzip der Lebenswertindifferenz gerecht.“

Veranstaltung zur Selbstvertretung behinderter Geflüchteter

Symbol Information

Berlin (kobinet) Zum Start des neuen Projektes „Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland“ lädt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) geflüchtete Menschen in Deutschland mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen zur Auftaktveranstaltung am Freitag, den 21. Oktober 2022 von 15:00 bis 17:00 Uhr ein. Gemeinsam mit erfahrenen Selbstvertreter*innen für die Belange von Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen und langjährigen Peer-Berater*innen soll das Projekt vorgestellt und Möglichkeiten der Selbstvertretung aufgezeigt werden.

Bessere Teilhabe an Mobilität gefordert

Christine Braunert-Rümenapf
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Foto: LB Berlin

Berlin (kobinet) Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz, die am 12. und 13. Oktober stattgefunden hat, hat sich die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, in einem offenen Brief an die Berliner Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Bettina Jarasch, gewandt. Darin fordert sie, bei Nachfolgelösungen für das 9-Euro-Ticket die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Mobilität besser zu gewährleisten. Mit der Förderung des ÖPNV müssten der schnellere Ausbau der barrierefreien Infrastruktur einhergehen sowie unmittelbar Maßnahmen ergriffen werden, welche die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Mobilität gewährleisten.

DBSV-Resolution zur Zukunft der Gesundheitsberufe

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Laut Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sollen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zukünftig nur noch an Hochschulen ausgebildet werden. Das hätte nach Ansicht des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) fatale Folgen: Die wichtigste Berufsausbildung für blinde und sehbehinderte Menschen würde wegfallen. Nun hat der Verbandsrat des DBSV den Forderungen Nachdruck verliehen. Eine Resolution zur Zukunft der Gesundheitsberufe wurde vom Verbandsrat verabschiedet, wie es im Newsletter dbsv-direkt heißt.

Maßnahmen gegen Kinderarmut und gerechte Besteuerung im Kampf gegen Armut gefordert

Foto Geld
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut am 17. Oktober fordert VdK-Präsidentin Verena Bentele eine gerechte Besteuerung im Kampf gegen Armut. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert anlässlich dieses Tages mehr Maßnahmen gegen Kinderarmut.

Wohnung für inklusives Wohnen finden

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Auch Vici wurde nach langer Suche endlich fündig: Sie lebt jetzt in einer eigenen Wohnung, in der sie im Alltag alleine zurechtkommt. Dieses Glück haben nur wenige Menschen mit Behinderung, denn nur rund 2 % der Wohnungen in Deutschland sind barrierefrei. Kübra hat Vici zu Hause besucht“, heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch mit Verweis auf den neuesten gut 22minütigen Beitrag zum inklusiven Wohnen in der VLOG-Serie der Aktion Mensch.

Kevin Kleiber will andere inspirieren, eigene Ziele zu verwirklichen

Kevin Kleiber in Mexiko
Kevin Kleiber in Mexiko
Foto: privat

Löhnberg (kobinet) Rund 460 Projekte und Personen haben die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis zu erhalten. Ein Projekt, das für den Publikumspreis vorgeschlagen wurde, ist das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team mit dem Titel „Mobilität beginnt im Kopf“. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit Kevin Kleiber, der selbst einen Rollstuhl nutzt und einen Auslands-Freiwilligendienst mit Unterstützung des in Essen ansässigen Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenhang (bezev) absolviert hat. Noch bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagement Preis und damit auch für das Projekt von Kevin Kleiber und seinem Team abgestimmt werden.

Momentaufnahme 279

Kriegsgräberstätte in Elsass
Kriegsgräberstätte
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Tod, der trennet nicht, der Tod Vereinigt,

Das Leben ist’s, was uns gewaltsam trennt. (Heinrich Heine)

Landessozialgericht stärkt Recht auf Selbstbestimmung

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

CELLE (kobinet) Kassen haben nicht das Recht, Schwerbehinderten vorzuschreiben, welche Hilfsmittel sie nutzen möchten. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle in einem kürzlich veröffentlichtem Urteil entschieden. Um weitgehend fit und mobil bleiben zu können wollte ein 49-jährige Kläger trotz seiner Querschnittslähmung keinen Elektrorollstuhl sondern einen Aktivrollstuhl mit Zuggerät.

Inklusion: mehr als eine Checkliste zum Abhaken

Symbol Ausrufezeichen

Erlangen (kobinet) Auf Einladung des Inklusionsprojekts LAUT (Leben, Arbeiten und Teilhaben in einer inklusiven Gesellschaft) kamen am 5. Oktober 2022 in der Heinrich-Lades-Halle Erlangen geladene Gäste und interessierte Arbeitgeber*innen zusammen, um Perspektiven und Chancen beruflicher Inklusion für unternehmerische Herausforderungen zu hinterfragen. Moderator und Inklusionsaktivist Raul Krauthausen machte dabei auf den Unterschied zwischen Teilhabe und Teilgabe aufmerksam. Denn tatsächlich sei es so, dass Menschen mit Behinderungen oft zuschauen, aber nur selten aktiv mitgestalten. Nur dann jedoch könnte man wirklich von Inklusion sprechen. Leider, so Krauthausen, wird dem Personenkreis zu selten die Möglichkeit gegeben, sich auszuprobieren und noch seltener die Chance eröffnet, ihr Können im beruflichen Kontext unter Beweis zu stellen, wie es in dem Bericht heißt.

Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner ist verstorben

Professor Dörner bei einem Vortrag
Foto von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
Foto: ForseA e.V.

Hollenbach (kobinet) Wie uns erst heute bekannt wurde, verstarb er bereits am 25. September 2022 im Alter von 88 Jahren in Gütersloh. Zu seinen ersten Verdiensten zählt die Aufarbeitung der Arbeit der Ärzte im „Dritten Reich“ durch die Veröffentlichungen der Akten des Nürnberger Ärzteprozesses. Sein ganzes Leben widmete er dem Paradigmenwechsel im Umgang der Gesellschaft mit der Psychiatrie. Ihm ist zu verdanken, dass die ausgrenzenden Strukturen, wie sie in der Nachkriegszeit immer noch bestanden, auf den Prüfstand kamen und nach und nach überwunden wurden.

Bundesamt sieht Defizite bei der Hilfsmittelversorgung

Schild mit Bundesadler und dem Namen des Amtes an zwei Pfeilern befestigt
Schild am Eingang des Bundesamtes für Soziale Sicherung
Foto: BAS

BERLIN (kobinet) Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat kürzlich die Qualität der Hilfsmittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung untersucht und seine Erkenntnisse und Empfehlungen in seinem „Sonderbericht über die Qualität der Hilfsmittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung“ zusammengefasst. In diesem Bericht stellt das BAS große Defizite in der Hilfsmittelversorgung fest.

Barrierefreie Mobilität ist Menschenrecht

Auto mit Heckklappe und Schräge
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Foto: Rolf Barthel

BERLIN (kobinet) Die im Personenbeförderungsgesetz verankerte Barrierefreiheit gilt seit der Novellierung 2021 auch für verbundene Verkehrssysteme wie Taxen – das stellt der Landesverband Berlin-Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) klar. Es ist ein herber Schlag für die darauf angewiesenen Menschen, so betont dieser Verband, wenn einzelne Taxiinnungen und Taxiunternehmen auch in Berlin und Brandenburg für die Beförderung von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer mit einem Aufpreis von bis zu 10 Euro werben

Hunderte Behindertenaktivist*innen forderten Rechte in Brüssel ein

Plakat: Fix the System: Not me
Plakat: Fix the System: Not me
Foto: ENIL

Brüssel (kobinet) „Vom 26. bis zum 28. September fand der vom European Network on Independent Living (ENIL) veranstaltete Freedom Drive 2022 statt. Drei Tage lang versammelten sich hunderte Menschen mit Behinderungen aus 28 Ländern Europas in Brüssel, um das Bewusstsein für die anhaltende soziale Ungleichheit von Menschen mit Behinderungen in institutionellen Einrichtungen zu schärfen. Die soziale Ungleichheit schließt uns von der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft und dem Zugang zu Rechten aus. Die anhaltenden Diskussionen um ein unabhängiges Leben führten während der Pandemie zu tausenden Todesfällen und in jüngerer Zeit waren die in Institutionen untergebrachten Personen Ziele im Ukrainekrieg“, dies schreibt Stefanie Geiser vom Verein Rhein-Main inklusiv in ihrem Bericht über den Freedom Drive, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Wie kann ein blinder Mensch beweisen, dass er kein Roboter ist?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Wer kennt sie nicht, die Sicherheitsabfragen im Internet, die feststellen sollen, ob man ein Mensch oder ein Roboter ist – in der Fachsprache „Captcha“ genannt. Meist findet die Prüfung in Form von Bildrätseln statt, man soll Ampeln zählen oder verzerrte Buchstaben erkennen. Was für viele User nicht ganz einfach oder lästig ist, stellt Menschen mit Seheinschränkungen vor unlösbare Aufgaben. Doch was sind die barrierefreien Alternativen? Damit beschäftigt sich ein breites Bündnis anlässlich des heutigen Tages des Weißen Stockes.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft vergibt Forschungsförderung

Stilisiertes großes
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat im Jahr 2022 Beiträge zur Forschungsförderung vergeben. Sie betragen insgesamt rund 400.000 Euro. Mit dieser Summe werden sechs Projekte gefördert, welche die medizinische und pflegerische Versorgung der Betroffenen verbessern sollen.