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Bündnis fordert: Deutschland braucht einen Sozialgipfel

Infozeichen
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Foto: public domain

Berlin (kobinet) Ein breites Bündnis aus dem Sozialverband Deutschland (SoVD), dem Sozialverband VdK Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und der Tafel Deutschland fordert Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sofort einen Sozialgipfel einzuberufen. In dem gemeinsamen Brief heißt es: „Angesichts steigender Preise für Energie und Lebensmittel sowie den Folgen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges haben mittlerweile viele Menschen in Deutschland Angst vor der Zukunft. Sie wissen nicht, wie sie die höheren Rechnungen für Strom, Gas und Öl bezahlen und wie sie durch Herbst und Winter kommen sollen.“

20 Jahre kobinet Nachrichten gefeiert

hypride Mitgliedervsersammlung mit einem Teil der kobinet-Mannschaft Gruppenbild
Mitgliederversammlung 2022, mit Irina Tischer, Andreas Vega, Rolf Barthel, Martin Ladstätter (online), Gerhard Bartz (online), Ottmar Miles-Paul, Hubertus Thomasius, Franz-Schmahl und Tom Kallmeyer.
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) So schnell geht das, kaum hat sich der Verein Kooperation Behinderter im Internet e. V. (kurz kobinet) gegründet ist er 20 Jahre am Ball der Behindertenpolitik. Aber seit mehr als 20 Jahren veröffentlichen wir Nachrichten.

Gestern war der 20. Jahrestag der Gründung des Vereins Kooperation Behinderter im Internet e. V. (kobinet)..

In eigener Sache: Wartungsarbeiten an unseren Systemen

Kobinet-Logo auf Hintergrund
Kobinet-Logo auf Hintergrund
Foto: Tom Kallmeyer

Berlin (Kobinet)

Berlin (Kobinet) Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ab Mittwoch, den 17.08.2022, ca. 15.00 Uhr bis Freitag, den 19.08.2022, ca.15.00 Uhr werden wir Wartungsarbeiten an unseren Systemen durchführen und unsere Webseite überarbeiten. Deshalb werden die kobinet-nachrichten in diesem Zeitraum leider nicht zur Verfügung stehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,

Aufruf zur Kundgebung und kollektiver Bahnfahrt von Köln Messe Deutz nach Frankfurt

Signal der Bahn mit zwei Armen, die nach oben zeigen und somit auf freie Fahrt hinweisen
Freie Fahrt
Foto: Ch.Smikac

Köln (kobinet) Der rollfende Widerstand – direkte Aktion gegen Barrieren ist eine bunte Gruppe aus Menschen mit und ohne Behinderung. Sie wollen für den barrierearmen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel demonstrieren. „Am Freitag, den 19. August, ab 10.00 Uhr am (noch nicht barrierefreien) Bahnhof Köln Messe Deutz. Gegen 12.00 geht’s los mit dem 9 Euro Ticket und mehreren Rollstuhlfahrer*innen nach Frankfurt am Main (dort ist der Sitz der Bahn und selbst in Frankfurt sind nicht alle Fern- und Regionalverkehr-Bahnhöfe barrierefrei). Kommt vorbei oder begleitet uns auf der Zugfahrt!“ heißt es im Aufruf für die Kundgebung und Aktion.

Der Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen braucht eine Überprüfung

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Der NRW-Schulkonsens braucht eine Überprüfung.“ Diese Ansicht vertritt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag für den Bildungsklick. „Die neue Landesregierung will NRW zur ersten klimaneutralen Industrieregion machen. Wie passt zu der zukunftsgerichteten Wirtschaftspolitik der rückwärtsgewandte Schulkonsens, der mit dem hierarchisch gegliederten Schulsystem seinen ‚Frieden‘ macht und mit der Vorstellung einer inklusiven Gesellschaft nicht kompatibel ist?“ fragt die Journalistin in ihrem Beitrag.

Deutschland im Jahr 2022 – ein Land voller Barrieren

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Deutschland ist ein Land voller Barrieren: Nur rund 2 Prozent der Wohnungen sind barrierefrei, nur 10 Prozent der Arztpraxen und des Einzelhandels. Keine Kommune hat – wie gesetzlich vorgeschrieben – zum Stichtag am 1. Januar 2022 ihren gesamten ÖPNV barrierefrei umgerüstet. Aber auch schwierige Formulare in Behörden oder fehlende Angebote in Gebärdensprache grenzen Menschen mit Behinderung aus und verhindern die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft. Mit ihrer Aufklärungskampagne #OrteFürAlle weist die Aktion Mensch daher in diesem Jahr erneut auf diesen gravierenden Missstand hin, wie diese in ener Presseinformation mitteilte.

Nordrhein-Westfalen: Claudia Middendorf bleibt Behinderten- und Patientenbeauftragte

Claudia Middendorf
Claudia Middendorf
Foto: Claudia Middendorf

Düsseldorf (kobinet) Auf Vorschlag von Minister Karl-Josef Laumann hat das nordrhein-westfälische Landeskabinett Claudia Middendorf in ihrem Amt als Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind unter anderem die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen, die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen im Gesundheitswesen, die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt und die Patientenorientierung, wie es in einer Presseinformation der nordrhein-westfälischen Landesregierung heißt.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz muss endlich reformiert werden

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Zum gestern veröffentlichten Bericht der Antidiskriminierungsbeauftragten Ferda Ataman fordert die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz endlich reformiert werden muss. Auch andere Verbände haben sich dazu zu Wort gemeldet.

Antidiskriminierungsbeauftragte hat Jahresbericht vorgestellt

Ferda Ataman
Ferda Ataman
Foto: Wikipedia

Berlin (kobinet) Die Zahl der gemeldeten Fälle von Diskriminierungen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Das zeigt der Jahresbericht 2021 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den die vor kurzem gewählte Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, heute am 16. August im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Im Jahr 2021 gab es demnach mehr als 5.600 Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle, die mit einem vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützten Diskriminierungsmerkmal zusammenhingen. Das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte der Antidiskriminierungsstelle, die 2006 gegründet wurde.

Weibernetz trauert um Jutta Harbusch

Jutta Harbusch
Jutta Harbusch
Foto: Weibernetz

Kassel (kobinet) „Am Abend des 10. August 2022 starb unsere langjährige Freundin und Verbündete Jutta Harbusch im Alter von 66 Jahren. Wir sind traurig und können es noch gar nicht fassen, dass sie nicht mehr bei uns ist“, hieißt es in einem Nachruf der politischen Interessenvertretung behinderter Frauen, dem Weibernetz.

Werden in Kanada teure Patient*innen zum assistierten Suizid überredet?

Symbol Fragezeichen
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Foto: ht

Kassel (kobinet) Werden in Kanada teure Patient*innen zum assistierten Suizid überredet? Dieser Frage geht Gernot Kramper in einem Bericht im stern nach und schildert einige Erfahrungen. „Kanada hat ein sehr liberales Gesetz über assistierte Selbsttötungen. Nun besteht der Verdacht, dass Behinderte und Patienten überredet werden, eine Euthanasie zu beantragen, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken“, heißt es in der Einführung seines Artikels vom 13. August.

Immer noch über 8.500 arbeitslose Schwerbehinderte mehr als vor der Pandemie

Symbol Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Nürnberg (kobinet) Im Juli 2022 waren bei der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 163.092 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar weniger als in den beiden Vorjahren während der Corona-Pandemie, vergleicht man die Zahl aber mit dem Juli 2019, als Corona noch keine Rolle spielte, sind dies über 8.500 schwerbehinderte Arbeitslose mehr, die derzeit gemeldet sind. Damals, im Juli 2019, waren es 154.550 schwerbehinderte Menschen, die bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet waren.

Inklusives Expert*innen Netzwerk (iXNet) der Akademiker*innen mit Behinderung informiert

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Berlin (kobinet) kobinet wurde informiert und wir reichen das gern weiter.

Zitat: „Wir freuen uns, Sie über das Fortbestehen des „Inklusiven Expert*innen Netzwerk (iXNet)“ von und für Akademiker*innen mit Behinderung in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) zu informieren! Die Idee, ein solches spezielles digitales Peer-Support-Angebot für hochqualifizierte Menschen mit Behinderung zu schaffen, entstand 2020. Impulsgeber war damals der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker (AG-S SBA). Durchgeführt wurde das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Institut für Empirische Soziologie (IfeS) in Kooperation mit REHADAT, dem Hildegardis-Verein und dem AG-S SBA. Finanziert wurde das iXNet-Projekt aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Seit Mai 2020 wurde eine informative Webseite mit unterschiedlichen Angeboten entwickelt und erprobt, u.a. Info-Veranstaltungen, Workshops, Austausch in Foren, Webinare, Mentoring, Beratung und Coaching.“

Was ist Inklusion?

Grafik: Exklusion - Integration - Inklusion
Grafik: Exklusion – Integration – Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Wir sehen alle anders aus, haben verschiedene Talente und unterschiedliche Bedürfnisse. Damit wir in einer Gesellschaft gleichberechtigt miteinander leben können, brauchen wir Inklusion. Was das genau heißt? Und wo wir Inklusion noch einbringen müssen? Das erklären wir dir.“ So heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch, der auf ausführliche Infos zum Thema auf der Internetseite der Aktion Mensch verweist.

Etat des Gesundheitsministerium schrumpft 2023 deutlich

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Gesundheitsetat bewegt sich wieder in Richtung Vor-Corona-Niveau – und das deutlich. Der Einzelplan 15 des Regierungsentwurfes für den Bundeshaushalt 2023 (20/3100) umfasst für 2023 Ausgaben von 22,06 Milliarden Euro gegenüber 64,36 Milliarden Euro in diesem Jahr. Das entspricht einem Minus von rund 66 Prozent. Im Vor-Corona-Jahr lag das Soll bei 15,3 Milliarden Euro. Als Einnahmen sind mit 104,17 Millionen Euro rechnen (2022 waren 104,52 Millionen Euro) veranschlagt. Über diese Planungen für den Bundeshaushalt 2023 berichtet der Informationsdienst Heute im Bundestag.

SoVD fordert ernsthafte Debatte über soziale Gerechtigkeit

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Die Lage ist ernst, so viel steht für den Sozialverband Deutschland (SoVD) fest. „Von unseren Mitgliedern wissen wir, dass die finanziellen Sorgen und Nöte bei vielen Menschen immer größer werden. Wenn ich dann aber höre, dass Finanzminister Christian Lindner sein Steuerentlastungsprogramm für sozial ausgewogen hält, bin ich nur noch sprachlos. Ein Entlastungspaket, bei dem 70 Prozent der Entlastungen den 30 Prozent mit dem höchsten Einkommen zu Gute kommen, ist ein Schlag ins Gesicht für Rentnerinnen und Rentner, Geringverdienende sowie viele andere Menschen. Es muss dringend und in erster Linie Entlastungen für die unteren und mittleren Einkommen geben. Daran führt aus unserer Sicht kein Weg vorbei“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

In eigener Sache: Wartungsarbeiten an unseren Systemen

Kobinet-Logo auf Hintergrund
Kobinet-Logo auf Hintergrund
Foto: Tom Kallmeyer

Berlin (Kobinet)

Berlin (Kobinet) Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ab Mittwoch, den 17.08.2022, ca. 15.00 Uhr bis Freitag, den 19.08.2022, ca.15.00 Uhr werden wir Wartungsarbeiten an unseren Systemen durchführen und unsere Webseite überarbeiten. Deshalb werden die kobinet-nachrichten in diesem Zeitraum leider nicht zur Verfügung stehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,

Triage – zum Thema der Antidiskriminierungspolitik machen

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Das NETZWERK ARTIKEL 3 befürchtet, dass wenn die bislang verfassungsrechtlich geschützte Lebenswertindifferenz im Zusammenhang mit den geplanten gesetzlichen Regelungen im Falle einer Triage aufgegeben wird und die vermeintlich Schwächeren zugunsten der vermeintlich Stärkeren geopfert werden, die gesamte Gesellschaft in eine bedrohliche Schieflage gerät. Deshalb hat sich Dr. Sigrid Arnade vom Vorstand des NETZWERK ARTIKEL 3 an die unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman gewandt.

163 Milliarden Euro im Haushaltsplan für Arbeit und Soziales vorgesehen

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Etat für Arbeit und Soziales wird auch im nächsten Jahr der mit Abstand größte Posten im Bundeshaushalt sein. Im entsprechenden Regierungsentwurf (20/3100) sind nach Informationen von Heute im Bundestag Ausgaben von 163,33 Milliarden Euro vorgesehen, das ist mehr als ein Drittel des Gesamtetats. In diesem Jahr beläuft sich der Etat von Bundesminister Hubertus Heil (SPD) auf 161,08 Milliarden Euro. Die Einnahmen sollen 2023 mit 2,79 Milliarden Euro höher ausfallen als in diesem Jahr (1,76 Milliarden Euro), heißt es in dem Bericht.

Menschenrechte behinderter Menschen sicherstellen

Bild vom Besuch von Boris Mijatovic im ZsL Kassel
Bild vom Besuch von Boris Mijatovic im ZsL Kassel
Foto: fab

Kassel (kobinet) „Spätestens seit dem Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland am 26. März 2009 ist klar, dass es bei Fragen der Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen um Menschenrechtsfragen geht und diese auch so behandelt werden müssen.“ Das betonte der Kasseler Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Boris Mijatovic, bei einem Besuch im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Begleitet wurde er dabei vom Vorsitzenden der Kasseler Rathausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Steffen Müller.

Ist es bereits 5 nach 12? – Inklusion und Nachhaltigkeit im Zeichen des Klimawandels

Irmgard Badura und Jürgen Ganzmann bei der Präsentation
Irmgard Badura und Jürgen Ganzmann bei der Präsentation
Foto: ZsL Erlangen

Erlangen (kobinet) Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter Erlangen (ZsL) reagiert auf die globale Problematik des Klimawandels und präsentierte auf einer Pressekonferenz als möglichen innovativen Lösungsansatz die Idee eines grünen Multifunktionsparkhauses, das Inklusion und Nachhaltigkeit vereinen kann.

BSK-Dialog: Barrierefreie Umwelt – Was braucht es dafür vom Bund?

Logo des BSK
BSK-Logo
Foto: BSK

Berlin (kobinet) Nach fast zweijähriger Pause veranstaltet der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) wieder eine Podiumsdiskussion in der Reihe BSK im Dialog. Aktuelles Thema: „Barrierefreie Umwelt – Was braucht es dafür vom Bund?“ Die Veranstaltung findet am 9. September von 17 Uhr bis 19 Uhr in den Räumen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen in der Mauerstraße 93 in 10117 Berlin statt.

SoVD-Appell: Entlastung der Ärmsten darf nicht nur Lippenbekenntnis sein

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) nimmt die Ankündigung von Bundeskanzler Olaf Scholz, dass es weitere Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger angesichts der hohen Inflation geben wird, mit Wohlwollen zur Kenntnis. Gleichzeitig betont SoVD-Präsident Adolf Bauer aber, dass auch klar sein muss, dass es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben darf. „Von den geplanten Steuererleichterungen profitieren Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen kaum – sie treffen die Preissteigerungen aber mit besonderer Härte. Sozial ausgeglichen sind die Maßnahmen aus Sicht des SoVD daher keineswegs“, betonte Adolf Bauer.

Nachgefragt: Bundeskompetenzzentrum Deutsche Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache im Koalitionsvertrag

Text: Mehr Fortschritt wagen; Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Titel des Koalitionsvertrages zwischen SPD, BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN und FDP
Foto: Screenshot HT

Berlin (kobinet) Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung ist mehr als 200 Tage alt. Auf Seite 78 (Link zum Koalitionsvertrag) steht:

„Darüber hinaus sorgen wir baldmöglichst dafür, dass Pressekonferenzen und öffentlicheVeranstaltungen von Bundesministerien und nachgeordneten Behörden sowie Informationen zu Gesetzen und Verwaltungshandeln in Gebärdensprache übersetzt und untertitelt werden sowie die Angebote in leichter bzw. einfacher Sprache ausgeweitet werden. Dazu richten wir einen Sprachendienst in einem eigenen Bundeskompetenzzentrum Leichte Sprache/ Gebärdensprache ein.“

Wir haben nachgefragt.

PDF nicht barrierefrei

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wer sich mit den Stellungnahmen zum Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes befasst, in dem es vor allem darum geht, wie die Nichtdiskriminierung behinderter Menschen im Falle einer Triage sichergestellt werden soll, stößt man immer wieder auf die Anmerkung „PDF nicht barrierefrei“. Lediglich vier von den mittlerweile 30 auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit eingestellten Stellungnahmen von Verbänden weisen den Hinweis „PDF barrierefrei“ auf. Eine äusserst geringe Zahl, um sich ausführlich barrierefrei über eine solch lebenswichtige Frage informieren zu können und das in einer Zeit, in der es eine Verpflichtung des Bundes zu barrierefreien Informationen gibt, so die Kritik von behinderten Menschen, die sich mit dem Thema befassen.

Bremer Pilotprojekt erprobt Zuordnung von Assistenz an Schulen

Flagge Bundesland Bremen
Flagge Bundesland Bremen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Bremen (kobinet) Assistenzkräfte sollen in Bremen künftig nicht mehr einem einzelnen Kind zugeordnet sein, sondern der Schule. Das hat der Senat einem Bericht des Weser Kuriers zufolge nun beschlossen. Das Konzept des Pilotprojektes, das an drei Standorten starten soll, sieht dem Bericht zufolge den Wechsel von individuellen zu systemischen Assistenzen vor, so dass sich eine Assistenzkraft künftig nicht mehr ausschließlich um ein Kind kümmern, sondern für mehrere Kinder da sein kann.

Demo für Rechte behinderter Menschen in Erfurt

Logo: LIGA Selbstvertretung Thüringen
LIGA Selbstvertretung Thüringen
Foto: LIGA Selbstvertretung Thüringen

Erfurt (kobinet) „Der Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen veranstaltet eine Demo zu den Rechten für Menschen mit Behinderungen. Die Besonderheit dabei: Es sprechen nur Betroffene und Peer-Organisationen! Seid am 6. September ab 16:00 Uhr vor der Staatskanzlei LAUT dabei und unterstützt unsere gemeinsamen Anliegen.“ Diesen Appell für die Teilnahme an der Demonstration in Erfurt hat die Liga Selbstvertretung Thüringen auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

VdK: Finanzminister setzt völlig falsche Prioritäten

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat gestern die Eckpunkte für ein „Inflationsausgleichsgesetz“ vorgestellt. Dabei geht es vor allem um den Abbau der sogenannten kalten Progression. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass der Finanzminister damit völlig falsche Prioritäten setzt.

Fachkräftemangel und fehlende Azubis betreffen auch die Behindertenhilfe

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Der akute Mangel an Fachkräften und die sinkende Zahl von Schülernnen und Schülern in der Heilerziehungspflege verschärfen nach Informationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württtemberg auch die Situation in Behinderteneinrichtungen in diesem Bundesland. Besonders betroffen sind demnach Wohn- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderung. Hier drohen massive Versorgungsengpässe in den Wohngruppen sowie der Assistenz und Alltagsbegleitung für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe.

Menschen mit Behinderung brauchen dringend mehr Hilfe

Links stilisierte Hand deren Finger die Buchstaben HI bilden, rechts Name der Organisation
Neues Logo von Handicap International
Foto: HI – Handicap International

MÜNCHEN (kobinet) Wie die Hilfsorganisation Handicap International betont, so brauchen Menschen mit Behinderungen in Afganistan dringend mehr Hilfe. Seit der Machtübernahme der Taliban hat sich nach Einschätzung dieser Hilfsorganisation die humanitäre Lage dramatisch verschlechtert. Vor allem Menschen mit Behinderung kämpfen mit dem schlechten Gesundheitssystem und der desaströsen Wirtschaftskrise.

Neues Projekt zum Studieren mit einer psychischen Erkrankung gestartet

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Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet) Laut aktueller Studien liegt der Anteil der Studierenden, deren Beeinträchtigung sich erschwerend auf ihr Studium auswirkt, bei elf Prozent; davon haben 53 Prozent eine psychische Erkrankung, Diese sind immer noch stark Vorurteilen, Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt und haben selten die Chance, gleichberechtigt an der Hochschulbildung teilzuhaben. So gibt es immer wieder Schwierigkeiten bei der Bewilligung von Nachteilsausgleichen und bei der Kostenübernahme von Leistungen zur Teilhabe. Um diese Missstände zu beseitigen und im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in Artikel 24 chancengerechte Zugangsund Studienbedingungen für alle Studierende zu realisieren, rückt das kombabb-Kompetenzzentrum Nordrhein-Westfalen das Thema „Studieren mit einer psychischen Erkrankung“ in den Fokus.

Barrierefreiheit und Inklusion bei den European Championships in München

Logo: European Championships Munich 2022
Logo: European Championships Munich 2022
Foto: European Championships Munich 2022

München (kobinet) Mit den European Championships Munich 2022 empfängt München die größte Sportveranstaltung seit den Olympischen Sommerspielen 1972. Vom 11. bis 21. August 2022 kämpfen Europas beste Athlet*innen in den Sportarten Beachvolleyball, Kanu-Rennsport, Klettern, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Tischtennis, Triathlon und Turnen um die begehrten Goldmedaillen. „Wir wollen ein Event organisieren, das die Bedürfnisse verschiedenster Anspruchsgruppen berücksichtigt und alle willkommen heißt“, heißt es auf der Website mit relevanten Informationen zum Thema Barrierefreiheit und der inklusiven Ausgestaltung der European Championships Munich 2022.

Aktion Mensch wirbt für mehr Einstellung behinderter Menschen

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) 49,7 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind vom Fachkräftemangel beeinträchtigt. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts ist damit ein neuer Höchststand erreicht. Gleichzeitig zeigt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, dass Ende Juni 2022 insgesamt 161.974 schwerbehinderte Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet waren. „Das sind gut qualifizierte Mitarbeiter*innen, die ebenso leistungsfähig und belastbar sind wie Kolleg*innen ohne Behinderung“, betont Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, die für mehr Einstellungen behinderter Menschen wirbt.

Probleme mit Stromkosten für Hilfsmittelbetrieb

Portraifoto von Dennis Riehle
ABiD-Sozialberater Dennis Riehle
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die Deutschen erwarten dieser Tage stark erhöhte Stromrechnungen. Aufgrund des Gasmangels ist mit erheblichem Preisanstieg bei der Elektrizität zu rechnen. Gerade sozial Schwächere wissen durch die explodierende Inflation ohnehin nicht mehr, welche Sparmaßnahmen im Alltag noch ergriffen werden können. Denn oftmals sind vor allem private Haushalte an die Grenzen des Möglichen gekommen – und das gilt gemäß Aussagen des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD) nicht zuletzt für Menschen mit einem Handicap, die oftmals auf elektrische Hilfsmittel angewiesen sind und hierbei nicht auf etwaigen Stromfluss verzichten können.

Cécile Lecomte berichtet über Rausschmiss aus ICE

Cécile Lecomte bei der Bahnprotestaktion am 5.5.22 am Brandenburger Tor
Cécile Lecomte bei der Bahnprotestaktion am 5.5.22 am Brandenburger Tor
Foto: omp

Lüneburg (kobinet) Die Aktivistin Cécile Lecomte engagiert sich nicht nur für Maßnahmen gegen den Klimawandel, sondern streitet immer wieder auch für eine barrierefreie Mobilität, vor allem auch bei der Bahn. Nun berichtet die Rollstuhlnutzerin in Schrift und Video auf ihrer Internetseite über einen Rausschmiss aus dem ICE.

Wie kommunizieren taubblinde Menschen?

Lormalphabet
Lormalphabet
Foto: public domain

Marburg/Lahn (kobinet) Heinrich Landesmann, alias Hieronymus Lorm, der Erfinder des Lorm-Alphabets, hat heute Geburtstag. Er wurde am 9. August 1821 geboren und wuchs als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Wien auf. Im Alter von 15 Jahren ertaubte Hieronymus Lorm und verlor einen Großteil seiner Sehkraft. Deshalb musste er sein Studium der Musik aufgeben. Doch fest entschlossen bildete er sich weiter, wurde Schriftsteller und Dichter. Seine Erfindung, das Lorm-Alphabet, ermöglicht bis heute, dass taubblinde Menschen mit ihrer Umwelt kommunizieren können. In Deutschland gibt es nach offiziellen Angaben circa 12.000 taubblinde Menschen, doch die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Darauf weist der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf hin, der den kobinet-nachrichten diesen Beitrag zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte.

Kassandra Ruhms Ausstellung bunt ist schöner wird im Saarland gezeigt

Poster: Liebe - Mama, Mama und die 2 Mädels im Park
Poster: Liebe
Foto: Kassandra Ruhm

Merchweiler (kobinet) Die saarländische Gemeinde Merchweiler im Landkreis Neunkirchen freut sich, die Bremer Künstlerin Kassandra Ruhm zur Ausstellung ihrer Serie „bunt ist schöner“ gewonnen zu haben. Die großformatige Ausstellung mit Motiven auf Bauzaunbannern im Format 340 x 173cm wird in Kooperation mit den Phantasie- und Mittelaltertagen im Deutsch-Französischen Garten vom 10. August bis Montag, 15. August gezeigt. Die Ausstellung ist zu sehen am Zugang des Festivalgeländes am Eingang Süd außen an der Festivaleinzäunung.

Constantin Grosch in heiße Phase des Landtagswahlkampfs gestartet

Constantin Grosch vor seinem Wahlkampfbus und Plakat
Constantin Grosch vor seinem Wahlkampfbus und Plakat
Foto: privat

Hameln (kobinet) Wenn am 9. Oktober diesen Jahres die Abgeordneten des nächsten niedersächsichen Landtags gewählt werden, dann steht hierfür auch Constantin Grosch zur Wahl. Der langjährig behindertenpolitisch und in der Kommunalpolitik Aktive tritt als Direktkandidat der SPD für die niedersächsische Landtagswahl des Wahlkreises Hameln, Hessisch Oldendorf und Rinteln an. Mittlerweile hat Constantin Grosch die heiße Phase des Landtagswahlkampfs eingeläutet, so dass die ersten Plakate von ihm in der Region schon zu sehen sind.

Protagonistinnen und Protagonisten für Ausstellung gesucht

Sitzende Frau im höheren Lebensalter und nach Fehlbelastung der Wirbelsäule
Alt werden mit Handicap
Foto: Heino Ehlers

HANNOVER (kobinet) Im Rahmen der „Blauen Zone“ sucht der in Hannover lebende Fotograf Heino Ehlers Protagonistinnen und Protaginsten im höheren Lebensalter, Menschen mit Abweichungen vom allgemein anerkannten Idealzustand, die bereit sind, sich fotografieren zu lassen. Diese sind für eine Ausstellung vorgesehen, welche gemeinsam erarbeitet wird und und im kommende Jahr im Pavillon stattfinden wird. Diese Ausstelung soll dann zeigen, daß ein Leben mit Einschränkungen nicht negativ ist.

Sozialverband fordert Sozialgipfel

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Angesichts der Existenzängste breiter Bevölkerungskreise hat sich der VdK-Nordrhein-Westfalen in einem Brief an Ministerpräsident Wüst gewandt und einen NRW-Sozialgipfel gefordert. Dieser könne, so der VdK, für höhere Sozialleistungen und gegen Existenzangst bundesweit Impulse setzen. Gerade diejenigen, die mit ihrem Geld ohnehin kaum über die Runden kommen, bräuchten dringend höhere Sozialleistungen und steuerliche Entlastungen.