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Wunschzettel zur schulischen Inklusion

Weihnachtsbaum
Weihnachtsbaum
Foto: finemayer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Kassel (kobinet) Zum 4. Advent hat die kobinet-nachrichten ein Wunschzettel einer Mutter eines behinderten Kindes in Sachen schulische Inklusion erreicht. Sie will nicht, dass ihr Namen genannt wird, weil das evtl. Nachteile für ihr Kind zur Folge haben könnte. Diesem Wunsch kommen die kobinet-nachrichten nach, auch wenn dies wohl eine der stärksten Anzeichen sind, dass etwas nicht stimmt, wenn Menschen sich nicht trauen, ihre Situation zu schildern, weil sie befürchten, dass sie dann Nachteile haben.

Die Illusion der Inklusion – Wenn Sonderlösungen zum Standard erklärt werden

Straße, Baustelle mi Pfeilschild auf die Rechte Seite ausweichen, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Dauerbaustelle „Inklusion“ => Sonderwege
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die Idee von Inklusion wird in vielen öffentlichen Debatten und Berichten immer wieder als ein großes gesellschaftliches Ziel angepriesen. Doch ein genauer Blick auf Formulierungen wie „Zugang zu (Inklusions-)Sport als Standard“ offenbart, dass wir uns oft nur mit einer Fassade der Inklusion begnügen. Statt wirklich alle Menschen gleichberechtigt in bestehende Strukturen einzubinden, werden Sonderlösungen geschaffen, die als inklusiv verkauft werden, jedoch die Trennung und Isolation der Betroffenen zementieren.

Steamingangebot von abm inclumedia vom 23. bis 27. Dezember 2024

Logo: abm inclumedia
Logo: abm inclumedia
Foto: abm inclumedia

München (kobinet) Das Streamingangebot von abm inclumedia bietet in der kommenden Woche wieder Filmberichte an. „Von Montag, 23.12.24 – Freitag, 27.12.24 sehen Sie ab 18:00 Uhr und als Wdh. um 19:00 Uhr bzw. 20:00 Uhr unsere Filme in folgender Reihenfolge:

„TV Includo in Sachsen” (Mit unserem bundesweiten Schulprojekt sind wir diesmal in Sachsen unterwegs).

„TV Includo in Potsdam“ (Mit unserem bundesweiten Schulprojekt sind wir diesmal in Sachsen unterwegs).

Neue Norm Interview: „Ich kämpfe immer noch mit Rollenklischees“

Logo: Die Neue Norm
Die Neue Norm
Foto: BR

Berlin (kobinet) „Egal welche Projekte umgesetzt werden sollen, am Ende geht es immer um das eine: Gelder, Zuschüsse, Fördermittel. Sabine Grützmacher sitzt seit 2021 für die Grünen im Deutschen Bundestag und ist dort unter anderem Mitglied im Finanzausschuss. Mit Jonas Karpa spricht sie über Rollenklischees in der Politik, Barrieren die sie als Autistin erfährt und warum für sie Finanzpolitik gelebte Sozialpolitik ist.“ So heißt es in der Ankündigung eines Interviews, das auf der Plattform Die Neue Norm mit dem Titel „‚Ich kämpfe immer noch mit Rollenklischees.‘ Im Gespräch mit Grünen-Politikerin Sabine Grützmacher“ veröffentlicht wurde.

Von Weihnachten zur Feedbackrunde Humor – Sonntag Trifft IGEL

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2024
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Von Weihnachten zur Feedbackrunde Humor – Sonntag Trifft IGEL“, so lautet der Titel der monatlichen Podcastreihe Sonntag trifft IGEL im Dezember 2024, die im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) ausgestrahlt wurde. In dieser Episode des IGEL-Podcasts trifft Gastgeber Sascha Lang auf die Autorin und Moderatorin Jennifer Sonntag, um über Humor, Weihnachten und Inklusion zu sprechen. Gemeinsam reflektieren sie die letzte Comedy-Folge des Podcast und werfen einen Blick darauf, wie Humor Barrieren überwinden kann – oder auch nicht, wie es in der Ankündigung heißt.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 3

Ein verschlossenes, rostiges Gittertor mit Kette und Schloss, dahinter unscharfe Bäume im Nebel, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
persönliche Befreiung
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Wege zur persönlichen Befreiung

Ist es möglich, sich von der erzwungenen Gruppenzugehörigkeit zu befreien, ohne den Kontakt zur Realität und den gesellschaftlichen Strukturen zu verlieren? Vollständig mag das kaum gelingen, da Kategorien wie „Behinderung“ tief in gesellschaftlichen Wahrnehmungen und Institutionen verankert sind. Doch es gibt Wege, um persönliche Freiheit und Selbstbestimmung zu stärken – selbst innerhalb eines Systems, das auf Fremdzuschreibung basiert.

Die Notwendigkeit, unbequem zu bleiben

Ausschnitt einer Hausfassade mit bröckelndem Putz und Rissen, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Inklusion – Hinter der Fassade
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Inklusion – ein Begriff, der Fortschritt, Gerechtigkeit und Menschlichkeit verspricht. Er steht für eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird, in der Barrieren abgebaut und Gleichberechtigung geschaffen werden. Doch für diejenigen, die echte Inklusion einfordern, ist die Realität oft ernüchternd. Statt als Verbündete wahrgenommen zu werden, gelten sie häufig als Unruhestifter – Kritiker, die vermeintlich das Engagement anderer torpedieren. Dabei ist Kritik an unzureichenden Maßnahmen keine Ablehnung von Fortschritt, sondern ein entscheidender Schritt, um Inklusion aus der Sackgasse symbolischer Politik zu befreien.

Editorial zur Literaturbeilage Dezember 2024

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Alte Schreibfeder
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Hier kommt die aktuelle Nummer der zweimonatlich erscheinenden kobinet-Literaturbeilage. Was gibt es darin zu lesen? Eine westdeutsche Nikolausgeschichte aus der Frühzeit der alten Bundesrepublik und eine ostdeutsche Ex-Punkerin erzählt bzw. schreibt ihre TV-Story fort. Außerdem vergnügliche Miniaturen von einem Marburger Blinden und einem Schweizer Rollstuhlfahrer. – Der kleine Hans-Willi in der ersten Geschichte, der auf dem Küchensofa sitzend die 1950er-Jahre-Plätzchentüte aus den Händen des Nikolaus entgegennimmt, könnte, inzwischen graubärtig, selber einen Nikolaus spielen, einen erblindeten.

Sankt Nikolaus

Abbild des Behindertenausweises vom Autor von 1988
Hans-Willi Weis Behindertenausweis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Welch langer Weg von Kleinasien europawärts in nördlicher Richtung über Meer und Land bis hinauf zu uns ins Dorf. Vom Bischof zu Myra an der kleinasiatischen Mittelmeerküste im dritten nachchristlichen Jahrhundert bis zu dem weißbärtigen Mann im roten Kapuzenmantel mit dem Sack über der Schulter, den ich als Kind Jahr für Jahr am 6. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit, das Wohnzimmerlicht ausgeschaltet und meine Nase an die Fensterscheibe gedrückt, draußen auf der Straße im Lichtkegel der Laterne zu erspähen hoffte. Die Laterne war keine Funzel mit hutförmigem Lampenschirm von anno dazumal, sondern eine helle Neonleuchte. Über der Straßenmitte zwischen Nachbars Haus und unserem Haus hing sie an einem Elektrokabel, das jeweils am Dachansatz der einander zugekehrten Hausecken befestigt war. Dort geriet sie bei stärkeren Windböen arg ins Schlingern und wurde irgendwann einmal von einer Böe derart gerüttelt und geschüttelt, dass das Kabel riss und sie an dessen Strippe durch die Luft gewirbelt auf dem Asphalt zerbarst. Ein blechernes Scheppern, lauter als das Pfeifen des nächtlichen Sturms, weckte meine Eltern und mich aus dem Schlaf und am andern Morgen waren das durch den Sturmwind vom Dach gerissene Stromkabel und die auf der Fahrbahn zerschmetterte Laterne die erste Nachricht des Tages.

Das Weihnachtsfest gestern – und heute?

Porträt mit Lesebrille
Walter Beutler
Foto: Walter Beutler

Berlin (kobinet) Die berührendsten Erinnerungen an Weihnachten stammen aus meiner Kindheit: Glitzernder Tand am Baum, der Duft nach Kerzenlicht und abgebrannten Streichhölzern im Weihnachtszimmer, nach Nelken und Zimt. Die Geschenke unter dem Baum strahlten einen Zauber aus, der später der Gier zum Opfer fiel. Wir vier Kinder und Papa und Mama waren um das strahlende Tännchen versammelt.

Der Schalk im Nacken. Oder wie ich einmal Fallschirm gesprungen bin. Und Spuren im Schnee

Porträt
Wilhelm Gericke
Foto: Wilhelm Gericke

Berlin (kobinet) Die beiden erzählerischen Miniaturen über „Spuren im Schnee“ und über den sprichwörtlichen Schalk, der gelegentlich auch einmal Behinderten im Nacken sitzt, sind von Wilhelm Gerike, blind seit seiner Geburt 1966. Heute arbeitet er als Medienfachmann beim Deutschen Verband Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf. – Einige werden, wohl zurecht, die Geschichte über den Schalk im Nacken auch als eine Verneigung lesen vor dem großen jüdischen Satiriker Ephraim Kishon. Dessen humoristische Kurzgeschichten in der alten Bundesrepublik eine schwindelerregende Auflage erzielten und deren Lektüre man, oh Wunder, der so lesebesessenen BookTok GENZI nur wärmstens empfehlen kann. (Aus dem Editorial)

Wo sind all die anderen blinden TV-Frauen?

Jennifer Sonntag vor der Kamera
Jennifer Sonntag vor der Kamera
Foto: privat

Berlin (kobinet) Als kleines Mädchen stellte ich mir manchmal vor, wie es wäre, eine Fernsehmoderatorin zu sein. Ich bestaunte die Frauen auf dem Bildschirm, die so versiert auf ihr Blatt und mir dann wieder direkt ins Gesicht blickten. Die Erwachsenen sagten zu mir, dass man für einen solchen Beruf „gute“ Augen bräuchte. Ich war bereits hochgradig sehbehindert und würde zukünftig erblinden. So vergaß ich diesen Kindheitswunsch für eine sehr lange Zeit. Heute bereitet es mir großes Vergnügen, dem kleinen Mädchen von damals „High Five“ zu geben, denn viele Jahre später moderierte ich als blinde TV-Frau meine eigenen Fernsehformate.

Ein „Zu-viel“ an Barrierefreiheit!?!

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Leer (kobinet) „Ein ‚Zu-viel‘ an Barrierefreiheit!?!“ lautet ein Beitrag, den Karolin Rixecker den kobinet-nachrichten zum 3. Advent geschickt hat. Dabei beschäftigt sie sich mit Adventskalendern – und vor allem wie barrierefrei diese sind bzw. nicht sind.

Klare Worte von Jan Böhmermann: Wie Deutschland Ausgrenzung als Inklusion verkauft

Screenshot des ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann zur Inklusion
Screenshot des ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann zur Inklusion
Foto: ZDF

Mainz (kobinet) Passend zum Wohlfahrts- und verwässernden Inklusionsgedudel, das vor allem in der spendenreichen Vorweihnachtszeit seinen Höhepunkt erreicht, hat sich Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale in einer klaren und faktenreichen Form der Frage gewidmet, wie Deutschland Ausgrenzung als Inklusion verkauft. „Inklusion – Mangelhaft! Menschen mit Behinderung sind in Deutschland oft mit Barrieren konfrontiert. Sie können an selbstverständlichen Dingen nicht teilnehmen. Einrichtungen wie Förderschulen und Werkstätten tragen häufig weiter zur Ausgrenzung bei“, heißt es in der Ankündigung der Sendung Royale des ZDF vom 13. Dezember 2024, die in die Mediathek eingestellt wurde und bei der die UN-Behindertenrechtskonvention eine wichtige Rolle spielt.

IGEL-Podcast zur schwellenlosen Barrierefreiheit

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „Schwellenlos schafft Barrierefreiheit – Wie die Firma Alumat Übergänge überwindbar gestaltet“, so lautet der Titel der mittlerweile 225. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Episode des IGEL Podcast spricht der Podcast-Macher Sascha Lang mit Claudia Rager-Frey und Christian Rager von der ALUMAT Frey GmbH. Das familiengeführte Unternehmen hat mit seinen innovativen Magnet-Türdichtungen die Barrierefreiheit revolutioniert, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.

Drei Fragen an Dr. Jörg Lichter zum Inklusionsbarometer Arbeit

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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Dr. Jörg Lichter, Senior Director Research des Handelsblatt Research Institutes, plädiert in einem Interview mit der Aktion Mensch anlässlich des vor kurzem veröffentlichten Inklusionsbarometer Arbeit u.a. dafür, dass die von der Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wie auch des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes endlich umgesetzt werden. Zudem sollten auch die Investitionen in die Arbeitsmarktintegration – in die berufliche Weiterbildung sowie die Aktivierung und berufliche Eingliederung – spürbar erhöht werden. Zudem könne die aktuelle Erhöhung der Ausgleichsabgabe im Sinne des „Nudging“ das Bewusstsein für die Pflicht erhöhen, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Im Folgenden dokumentieren die kobinet-nachrichten das Interview der Aktion Mensch mit Dr. Jörg Lichter.

Als Mensch mit Behinderungen bin ich es satt als Bittsteller behandelt zu werden

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Bremen (kobinet) „Ich richte meine Worte an alle Institutionen, Organisationen und Behörden die Entscheidungen über Menschen mit Behinderungen treffen. Als Mensch mit Behinderungen bin ich es satt als Objekt zweiter Klasse behandelt zu werden. Ich bin es satt als Bittsteller behandelt zu werden, der unserem Staat und der Gesellschaft auf der Tasche liegt, um angebliche Vorteile zu erschleichen.“ So brachte Udo Schmidt in seinem persönlichen Statement beim 29. Bremer Behindertenparlament am 6. Dezember 2024 seine Stimmung und Gefühle auf den Punkt. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten das Statement von Udo Schmidt bei der Veranstaltung.

Wer legt fest, was leistungsfähig und schön ist?

Cover des Podcast Im Aufzug vom 5.12.2024
Cover des Podcast Im Aufzug vom 5.12.2024
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl und eine chronische Erkrankung sind in der aktuellen Episode des Podcast von Raul Krauthausen im Aufzug versammelt. „Oder – wie wir es auch in unserem Podcast ‚Die Neue Norm‘ sagen – drei Journalist*innen. Ich habe meine Kolleg*innen Karina Sturm und Jonas Karpa eingeladen, um über unser gemeinsames Projekt zu sprechen. Darüber, was Normen überhaupt für uns bedeuten und wen […]“, schreibt Raul Krauthausen in der Ankündigung des Podcast mit dem Titel „Wer legt fest, was leistungsfähig und schön ist?“

Selbstvertretung junger Menschen mit Beeinträchtigungen äußert sich im IGEL-Podcast

Cover des IGEL-Podcast mit jungen Menschen mit Beeinträchtigung
Cover des IGEL-Podcast mit jungen Menschen mit Beeinträchtigung
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Uder (kobinet) „Junge Menschen äußern sich – Selbstvertretung junger Menschen mit Beeinträchtigungen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), der zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2024 erschienen ist. In dieser Episode blicken Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul mit jungen Menschen mit Beeinträchtigung auf eine besondere Veranstaltung in Uder, bei der junge Menschen mit Behinderungen ihre Ideen zur Inklusion und Teilhabe präsentierten. Dabei wurden auch zentrale Herausforderungen und Fortschritte im Rahmen der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe (IKJHG) thematisiert.

Sichtweisen-Podcast mit Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg

Logo des Podcast Sichtweisen
Logo des Podcast Sichtweisen
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Wie kann Deutschland die gleichberechtigte Teilhabe aller weiter fördern? Und wie kann Inklusion demokratische Werte stärken? Diese und weitere Fragen beantwortet Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im neuen Sichtweisen-Interview des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV). „Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen beleuchtet er die Hürden bei der Umsetzung wichtiger Gesetzesvorhaben, wie dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und dem Bundesteilhabegesetz, und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Schritte für eine barrierefreie Zukunft“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 2

Jugendliche sitzen in einer Reihe mit Blick auf Strand und Meer auf einer gepflasterten Promenade, ruhige Atmosphäre, Schwarz-Weiß-Aufnahme
freiwilliger Gruppenzwang?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Freiwilligkeit und Zwang in der Gruppenzugehörigkeit

Gruppenzugehörigkeit ist für viele Menschen ein bereichernder Teil ihrer Identität. Sie treten Gemeinschaften bei, die ihre Interessen, Leidenschaften oder Ziele teilen – sei es ein Sportverein, ein Künstlerkollektiv oder eine Gruppe von Fotograf*innen. Doch für Menschen mit Behinderungen ist diese Zugehörigkeit oft nicht freiwillig, sondern wird von außen durch gesellschaftliche Zuschreibungen und Strukturen erzwungen.

Im Gegensatz zu freiwilligen Gruppen, die durch geteilte Interessen und Selbstbestimmung geformt werden, basiert die erzwungene Gruppenzugehörigkeit auf Merkmalen wie Behinderung oder Alter. Sie wird nicht gewählt, sondern durch äußere Umstände und Institutionen vorgegeben. Diese Dynamik schafft nicht nur Konflikte zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung, sondern führt auch zu Spannungen innerhalb der Gruppe, die in ihrer Vielfalt oft verkannt wird.

Inklusion in Nordrhein-Westfalen – Landesbehindertenbeauftragte Claudia Middendorf im Interview

Cover des IGEL-Podcast mit Claudia Middendorf
Cover des IGEL-Podcast mit Claudia Middendorf
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Düsseldorf (kobinet) „Inklusion in Nordrhein-Westfalen – Landesbehindertenbeauftragte Claudia Middendorf im Interview“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Damit setzt der Macher des IGEL-Podcast seine Podcast-Reihe von Interviews mit Landesbehindertenbeauftragten fort. „In dieser Episode steht das Thema Inklusion im Mittelpunkt. Unsere Gästin ist die Landesbehindertenbeauftragte aus Nordrhein-Westfalen Claudia Middendorf. Wir sprechen über Herausforderungen und Erfolge im Bereich Inklusion und die wichtige Rolle von Politik, Gesellschaft und Institutionen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

Neue Landesregierung Sachsens will mutig neue Wege gehen

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) In Sachsen haben sich  die Landesverbände der CDU und der SPD auf die Inhalte für einen Koalitionsvertrag verständigt. In der Mitte der vergangenen Woche wurde dieser von den Vertretern beider Parteien vorgestellt. Der 110 Seiten umfassende Vertrag steht unter dem Titel. „Mutig neue Wegen gehen“ und gibt damit ein interessantes Versprechen. Das wird um so gewichtiger wenn  man bedenkt, dass hier eine Minderheitsregierung verspricht, mutig neue Wege zu gehen.

Nicht für die Gesellschaft, sondern in der Gesellschaft sichtbar sein

Emailschild
Ausgeschlossen!
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) In der jüngsten Diskussion um die Ausstellung „Drei, Zwei, Eins“ im Schloss Charlottenburg, die in Kooperation mit den Special Olympics durchgeführt wurde, wurde mir erneut bewusst, wie komplex und widersprüchlich der Begriff „Inklusion“ in der Kunst und der Gesellschaft gehandhabt wird. Die Ausstellung stellt Athlet:innen mit Trisomie 21 in den Mittelpunkt und betont, dass ihre Arbeit einen Beitrag zur Aufklärung und zum Abbau von Berührungsängsten leisten soll. Doch wie immer wieder betont, liegt für mich der Haken in der Präsentation: Was hier als Inklusion bezeichnet wird, hat nichts mit echter Teilhabe zu tun.

Für einen Wahlkampf der Taten statt weiterer Ankündigungen

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am 23. Februar 2025 wird voraussichtlich die vorgezogene Bundestagswahl stattfinden. So bleiben den Bundestagsabgeordneten noch ca. 80 Tage um ihre Hausaufgaben zu machen, vor allem ihre Hausaufgaben in der Behindertenpolitik. Denn da ist in den letzten Jahren so manches liegengeblieben. Vieles, was vor allem der Ausschuss der Vereinten Nationen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention von Deutschland fordert, harrt also weiterhin der Umsetzung. Angesichts der üblichen Ankündigungs- und Kritikmeldungen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember plädiert kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul für einen Wahlkampf der Taten statt weiterer Ankündigungen, was man irgendwann mal tun müsste oder möchte, wenn man nur (wieder) gewählt wird. Vor allem die Abgeordneten von SPD, den Grünen, aber auch von der CDU/CSU könnten nun zeigen, wie man fraktionsübergreifend für klare Regelungen zur Barrierefreiheit, zum Gewaltschutz oder für inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten behinderter Menschen sorgen kann. Immerhin gelang es schon vor geraumer Zeit in 80 Tagen um die Welt zu reisen, vielleicht geht in 80 Tagen ja auch was in Sachen Behindertenpolitik im Bundestag?

Seheingeschränkter Comedian Timur Turga zu Gast bei der 100sten Folge des PRO RETINA Podcasts

Logo: PRO RETINA Deutschland
PRO RETINA Deutschland
Foto: PRO RETINA Deutschland

Bonn (kobinet) Am 1. Dezember 2024 wurde die 100ste Folge des PRO RETINA Podcasts „Blind verstehen“ ausgestrahlt. Das Thema: Humor. Mit dem seheingeschränkten Comedian Timur Turga sprach das Podcast-Team von PRO RETINA über die Wirkung von Humor und seine Grenzen. Mit der Jubiläumsfolge des PRO RETINA Podcasts feiert die Selbsthilfeorganisation zugleich die Erfolgsgeschichte dieses Formats.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung

Spiegelung eines Kindes in einer Pfütze. Verzerrungen durch Kiefernnadeln im Wasser und umgebende Bäume schaffen eine surreale, fast traumartige Atmosphäre. - Schwarz-Weiß-Fotografie.
Wer oder was bin ich?
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Das eigene Selbstbild ist für viele Menschen ein stabiler Anker, ein inneres Konzept, das sich durch Erfahrungen und Reflexion formt. Für Menschen mit einer Behinderung gestaltet sich dieser Prozess jedoch oft komplexer. Die Gesellschaft, und insbesondere staatliche Institutionen, neigen dazu, das Leben behinderter Menschen durch spezifische Regelungen und bürokratische Kategorien zu lenken. Doch was passiert, wenn das eigene Selbstbild in Konflikt mit der gesellschaftlich vorgegebenen Identität steht?

Drei Fragen an Christina Marx zum Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch

Christina Marx
Christina Marx
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung hat sich verschlechtert. Sowohl die Arbeitslosenzahlen als auch die Arbeitslosenquote sind im vergangenen Jahr gestiegen. Besonders drastisch: Immer mehr Unternehmen kommen ihrer gesetzlichen Pflicht, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, nicht nach. Der Anteil der Betriebe, die die vorgegebene Fünf-Prozent-Quote vollständig erfüllen, ist auf einen Tiefstwert gesunken. Das geht aus dem diesjährige Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes hervor, das am 29. November 2024 veröffentlicht wurd. Im folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten ein Interview mit der Pressesprecherin der Aktion Mensch Christina Marx zum Thema.

70. Jubiläum der ZAV – Warum sie so wichtig ist für Akademiker*innen

Cover des IGEL-Podcast zu 70 Jahre ZAV
Cover des IGEL-Podcast zu 70 Jahre ZAV
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Bonn (kobinet) „70. Jubiläum der ZAV – Warum sie so wichtig ist für Akademiker*innen“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „Ein Gespräch mit dem langjährigen Mitarbeiter Torsten Prenner. In dieser Episode des IGEL Podcasts feiern wir das 70-jährige Bestehen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), einer Fachstelle der Bundesagentur für Arbeit. Gastgeber Sascha Lang spricht mit Torsten Prenner, langjährigem Mitarbeiter der ZAV, über ihre wichtige Arbeit zur Unterstützung schwerbehinderter Menschen und Fachkräfte aus dem Ausland“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.

Waren Gesetzesblockaden zur Nichtdiskrimierung und Barrierefreiheit Teil der FDP-D-Day-Strategie?

Person mit kobinet-T-Shirt mit Blick auf den Reichstag
Person mit kobinet-T-Shirt mit Blick auf den Reichstag
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die politischen Turbulenzen nach dem Bekanntwerden der internen Ausstiegspläne der FDP aus der Ampelkoalition, in denen vom „D-Day“ und von einer „offenen Feldschlacht“ die Rede ist, lassen auch behinderte Menschen und ihre Verbände aufhorchen. Während immer wieder gepredigt wurde, wie wichtig Aufklärung und Bewusstseinsbildung in Sachen Nichtdiskriminierung und Barrierefreiheit auch in der Politik ist, stellt sich nun die Frage, ob die Blockade einiger der FDP-geführten Ministerien bei der Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG) und durch das Nichts-Tun bei der Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Teil dieser Ausstiegsstrategie der FDP war. Denn vor allem in den letzten Wochen wurde der schon längst fertige Entwurf für die Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz immer wieder vom FDP-geführten Bundesjustizministerium blockiert. Intern war sogar von einer persönlichen Blockade von Bundesjustizminister Marco Buschmann von der FDP die Rede. Nun soll dieser Marco Buschmann Generalsekretär der FDP werden.

Wir sind nämlich nicht alle gleich: Sigrid Arnade zu 30 Jahren Benachteiligungsverbot im Grundgesetz

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

Berlin (kobinet) „‚Wir sind nämlich nicht alle gleich‘ – Perspektiven auf Artikel 3 im Grundgesetz: Gestern. Heute. Morgen“, so lautet der Titel eines Podcast des digiateln deutschen Frauenarchivs, in dem auch Prof. Dr. Sigrid Arnade zu Wort kommt. „Wen hat der Artikel 3 empowert, wen empowert er noch? Wen schließt er aus? Wie wird der Gleichheitsgrundsatz umgesetzt und wie sollte er in Zukunft umgesetzt werden?“ heißt es in der Ankündigung des knapp 15minütigen Podcast. Dabei wirken folgende Personen mit: Nadine Ackah-Mensah, Prof. Dr. Sigrid Arnade, Helene Shani Braun, Christina Clemm, Kübra Dalkılıç und Dr. Marina Grasse.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im November 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Ein Likörchen gegen den Frust – der kobinet-nachrichten Monatsrückblick November 2024“. So hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im November 2024 getitelt. Im Gespräch mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat Sascha Lang eine ganze Reihe von behindertenpolitischen Themen angesprochen, die vielen derzeit schwer im Magen liegen. Es blieb aber auch Zeit angesichts der 222. Episode des IGEL-Podcast zwar nicht das Schnapsglas, aber ein symbolisches Likörgläschen auf diese Zahl und damit auch auf das unermüdliche Wirken der Akteur*innen des IGEL-Podcast zu erheben. „November Blues: Ein Monat voller Herausforderungen – von politischen Turbulenzen wie geplatzten Koalitionen bis hin zu enttäuschten Hoffnungen in der Behindertenbewegung“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast. Es gibt aber auch ein paar gute Nachrichten.

Bis jetzt dreimal lebenslänglich

Rollstuhlfahrer mit dunkler Hotes und Weste, weißem Hemd und rötlich gemustertem Schlips vor Ferkhäusern
Dr. Karsten Lippmann in den Straßen seiner Heimatstadt Halberstadt
Foto: Julia Bornkessel

HALBERSTADT (kobinet) Der bevorstehende Welttag für Menschen mit Behinderungen steht kurz bevor. Für viele Menschen, insbesondere jene, die in ihrem Leben Behinderungen erfahren, ist dieser Tag ein Anlass für intensive Gespräche zu den Themen „Behinderung“ und „Inklusion“ sowie für die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und Demonstrationen für Inklusion und  mehr Barrierefreiheit. Dr. Karsten Lippmann, der Vorsitzende des ABiD-Instituts Behinderung & Partizipation (IB&P) wird ebenfalls zum Welttag für Menschen mit Behinderungen zu Demonstrationen gehen. Er hat sich jedoch auch die Zeit genommen, einen Beitrag für die Alice-Salomon-Hochschule (ASH) zu schreiben, der sich mit der Bedeutung der Physiotherapie für diesen Personenkreis der Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Mit seinem persönlichen Blick auf die Zukunft des Studienangebotes für Ergo- und Physiotherapeuten an der ASH Berlin gibt er zugleich einen Einblick in seine persönlichen Erfahrungen als schwerbehinderter Mensch. Unter der Überschrift „Bis jetzt dreimal lebenslänglich: Plädoyer eines Dauer-Patienten für die Weiterentwicklung eines Berufsfeldes – Erfahrungen aus 45 Jahren Physiotherapie“ beschäftigt er sich darin mit der Bedeutung der Physiotherapie für diesen Personenkreis, auch mit Blick auf die Zukunft des Studienangebotes für Ergo- und Physiotherapeuten an der ASH Berlin und er gibt Einblick in seine persönlichen Erfahrungen als schwerbehinderter Mensch.

Karsten Lippmann hat diesen Beitrag den „kobinet-Nachrichten“ zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt und wir tun das, vor  allem, weil persönliche Erfahrungen mit dem Behindertsein / Behindertwerden gerade am Welttag für Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Thema sind.

Barrierefreiheit gelingt nur mit Einbindung des Sachverstandes von Betroffenen

Eine Person am Ufer der Spree gegenüber einem großen Gebäude mit dem Berliner Fernsehturm im Hintergrund
Andrè Nowak gegenüber dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Foto: privat

BERLIN (kobinet) Die Nationalen Plattform Zukunft des Tourismus (NPZT) ist eine Plattform mit 130 Mitgliedern aus  allen Bereichen des Tourismus. André Nowak ist als stellvertretender Vorsitzender des ABiD-Instituts Behinderung & Partizipation sowie als Sprecher der AG Tourismus des Deutschen Behindertenrates der einzige Vertreter der Menschen mit Behinderungen und ihrer Organisationen in dem vom Bundeswirtschaftsministerium im Mai 2023 gebildeten Gremium. Er hat sich jetzt mit einer „Wortmeldung“ zur Arbeit der Nationalen Plattform Zukunft des Tourismus an die Öffentlichkeit gewandt. Anlass für seine Wortmeldung war das vom für den Tourismus zuständige Bundesministerium herausgegebene Papier unter der Überschrift „Destination Zukunft – Tourismus gemeinsam gestalten“.

Was Sigrid Arnade am Küchentisch mit Robert Habeck zu besprechen hätte

Sigrid Arnad an einem Schreibtisch sitzend auf dem die Tastatur eines Computers zu sehen ist. Im Hintergrund Bücherregal
Dr. Sigrid Arnade
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Wie einem Bericht von ZEIT ONLINE zu entnehmen ist, will der Kanzlerkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, zu Bürgerinnen und Bürgern nach Hause kommen und Wahlkampf an Küchentischen betreiben. Dies hat Prof. Dr. Sigrid Arnade vor kurzem zum Anlass genommen, den Vizekanzler und Kanzlerkandidat der Grünen zu sich nach Hause an ihren Küchentisch einzuladen. Die kobinet-nachrichten haben bei Sigrid Arnade nachgefragt, ob sie schon eine Reaktion auf die Einladung erhalten hat und vor allem, was die seit Jahrzenten engagierte Behindertenrechtlerin und Sprecherin der LIGA Selbstvertretung denn mit Robert Habeck zu besprechen hätte, wenn dieser zusagt und bei ihr vorbei kommt.

Ärztliche Zwangsbehandlung? Ausweitung auch am Lebensende: Öffentlichkeit und Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Pfeil mit Knoten
BVerfG entscheidet
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Es gibt Öffentlichkeit, die es nicht in die Öffentlichkeit schafft!

Engagierte Teile der Zivilgesellschaft -ihre Organisationen und Menschen- hatten im Verfahren auf breiter Basis Stellung bezogen, sich vernetzt und gegen die Ausweitung der Durchführungsorte ärztlicher Zwangsmaßnahmen gestellt. Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen Psychiatrieerfahrener -obwohl nicht zur Stellungnahme aufgerufen-, Berufsverbände, Menschenrechtsinstitutionen und Wissenschaft haben kritisches Erfahrungswissen, rechtliche Bestimmungen und internationale Evidenz der Unwirksamkeit zusammengetragen. Diese Kooperationen sollten intensiviert werden, denn das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.11.2024 zur Ausweitung der rechtlichen Optionen ärztlicher Zwangsmaßnahmen nach BGB hinsichtlich ihrer möglichen Durchführungsorte – nun auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe und stationären Altenpflege- zeigt auch die Schwächen einer ungleichen öffentlichen Meinungsbildung.

Offener Brief zu Problemen mit dem Persönlichen Budget in Sachsen-Anhalt

Ausrufezeichen
Ausrufezeichen kursiv, weiß auf schwarz
Foto: ht

Magdeburg (kobinet) Mit einem offenen Brief hat sich der Stammtisch „Selbstbestimmt leben Magdeburg“ an die Öffentlichkeit gewandt. Aufgrund der Misere, dass das Persönliche Budget in Sachsen-Anhalt schlecht bis gar nicht umgesetzt wird, hatte der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Walbrach am 18. November 2024 zu einem Fachgespräch zum Thema Persönliches Budget im Arbeitgebermodell eingeladen. Das Fachgespräch wird vom Stammtisch im Hinblick auf das Agieren der Vertreter*innen des Sozialministeriums und der Sozialagentur Sachsen-Anhalt als Farce betrachtet, wie aus dem offenen Brief hervorgeht. Die Mitglieder des Stammtisch betonen, dass man in Sachsen-Anhalt noch weit von einer Diskussion auf Augenhöhe entfernt sei. Im folgenden dokumentieren die kobinet-nachrichten den offenen Brief des Stammtisch Selbstbestimmt leben Magdeburg.

Mein Leben war geprägt von der zunächst amtsärztlich attestierten „Bildungsunfähigkeit“

Uwe Heineker
Uwe Heineker
Foto: privat

Kassel (kobinet) Uwe Heineker ist nicht nur ein „alter Hase“ in der Bewegung für die Rechte beeinträchtigter Menschen. Er hat auch in seinem Beitrag zum 2024 erschienenen Buch „Von Behinderung befreit: Inklusive Alternativen zur Sonderwelt bei Bildung, Arbeit und Wohnen“ seinen eigenen Weg mit den behindertenpolitischen Strukturen der 50er Jahre bis heute beleuchtet. Wie kam es zu dem Buchbeitrag und was hat das Leben von Uwe Heineker geprägt. Diesen Fragen ist kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview mit Uwe Heineker nachgegangen. Uwe Heineker nimmt übrigens demnächst an einer Veranstaltung der Volkshochschule Frankfurt teil. „Sind Werkstätten für viele Menschen mit Behinderung die einzig mögliche Arbeitsstelle? Gibt es andere Möglichkeiten zu arbeiten? Wie müssen sich Strukturen und der Arbeitsmarkt verändern?“ Um diese Fragen geht es bei der Veranstaltung am 28. November 2024 von 18.00 – 20.00 Uhr im Stadthaus Frankfurt, Markt 1, 60311 Frankfurt, zu der die Frankfurter Volkshochschule einlädt.

IGEL-Podcast: Wie kann Gewalt gegen Frauen und Mädchen abgebaut werden?

Cover IGEL-Podcast zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und Mädchen
Cover IGEL-Podcast zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und Mädchen
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Mainz (kobinet) „Wie kann Gewalt gegen Frauen und Mädchen abgebaut werden – Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und Mädchen“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und Mädchen, der heute am 25. November begangen wird. Zu Gast bei Sascha Lang und beim IGEL-Podcast sind Nina Becker vom Projekt COBRA, einer Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Rheinland-Pfalz, und Ellen Kubica, Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, die sich leidenschaftlich für die Stärkung und den Schutz von Frauen mit Behinderung einsetzt, heißt es in der Ankündigung des Podcast.

Wusstest du dass Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS) exkludieren kann?

Cover des IGEL-Podcast zu MCS
Cover des IGEL-Podcast zu MCS
Foto: omp

Bad Segeberg (kobinet) „Wusstest du dass Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS) exkludieren kann?“ So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei spricht der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Britta Wilkens über Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS). „MCS ist eine seltene und oft unsichtbare Erkrankung, die Betroffene im Alltag massiv einschränkt“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.