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Wie ist es um die Facharztversorgung behinderter Menschen bestellt?

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Derzeit wird einmal wieder diskutiert, ob es gerechtfertigt ist, dass Kassenpatient*innen ungleich länger auf einen Facharzttermin warten müssen als Privatpatient*innen  (siehe https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/krankenkassen-diskriminierung-gesetzlich-privat-versicherte-100.html Die Redaktion der kobinet-nachrichten fragt sich, wie es in diesem Zusammenhang um die Versorgung behinderter Kassenpatient*innen bestellt ist und hat mit zwei Betroffenen[1] gesprochen, die einen Termin für eine Magnetresonanztomographie (MRT) brauchten.

Reisekostenzuschüsse für Global Disability Summit bis zum 10. Januar beantragbar

Logo: bezev
Logo des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev)
Foto: bezev

Essen (kobinet) Deutschland richtet Anfang April 2025 gemeinsam mit den Co-Gastgebern Jordanien und der International Disability Alliance (IDA) den nächsten Global Disability Summit in Berlin aus. Dieser findet zum dritten Mal statt und bringt Regierungen, internationale Organisationen, Zivilgesellschaft, einschließlich Organisationen von Menschen mit Behinderungen, Wissenschaft und den Privatsektor zusammen, um die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit, aber insbesondere in Ländern des Globalen Südens zu stärken. Um die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen aus Deutschland zu unterstützen, können diese Dank der Aktion Mensch einen Zuschuss zu ihren Reise- und Unterkunftskosten in Berlin beantragen. Es können bis zu 90 Prozent der anfallenden Kosten bis maximal 550 € pro Person bezuschusst werden. Der Zuschuss kann über den folgenden Link beantragt werden: Reisekostenzuschuss für eine Teilnahme am GDS – bezev und schließt die Teilnahme am Civil Society Forum ein, das bereits am 1. April 2025 stattfinden wird.. Darauf hat Dr. Gabriele Weigt die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Ableismus statt Coaching – Ein Erfahrungsbericht über Barrieren in der Kunstwelt

Schwarz-Weiß-Porträt von Ralph Milewski mit dramatischer Beleuchtung von unten, die markante Schatten und starke Kontraste hervorhebt und dem Bild eine intensive, ausdrucksstarke Wirkung verleiht
Ableismus – da vergeht einem das Lachen!
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die Suche nach einem geeigneten Fotocoaching gestaltete sich für mich als Rollstuhlnutzer und ambitionierten Fotografen schwieriger als erwartet. Dabei ging es mir nicht um Sonderwege oder spezielle Programme, sondern um ein Angebot, das meine Bedürfnisse berücksichtigt, ohne mich auf meine Behinderung zu reduzieren. Mein Erfahrungsbericht zeigt, dass der Weg zu echter Gleichberechtigung in der Kunstwelt noch weit ist.

Bayerischer Bezirketag wünscht sich die teilhabepolitische Steinzeit zurück

Markus Ertl
Markus Ertl
Foto: privat

Lenggries (kobinet) Der Inklusionsbotschafter Markus Ertl hat sich die Forderungen des Bayerischen Bezirketags für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags genauer angeschaut und ist der Ansicht, dass dieses nicht unkommentiert bleiben sollte. „Stellen Sie sich künftig bei jeder einzelnen Forderung die Frage, ob sich diese mit der UN-Behindertenrechtskonvention vereinbaren lässt“, so lautet eine Schlussfolgerung von Markus Ertl nach der Durchsicht des Forderungspapiers.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 6 Stigmatisierung – Behinderung ist keine Eigenschaft

Stephan Laux mit Hund
Der junge Stephan Laux hält auf dem Boden sitzen einen Boxer im Arm
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (kobinet)

Lang, lieb und lustig!

Auf Einladung von Ralph Milewski schreibt Stephan Laux im 6. Teil dieser Serie über das Thema Stigmatisierung anhand von eigenen Erfahrungen und seinen Erfahrungen als Mitarbeiter in der Behindertenhilfe.

IGEL-Podcast: 200 Jahre Brailleschrift – für Blinde nicht mehr wegzudenken

Cover des IGEL-Podcast zu 200 Jahre Brailleschrift
Cover des IGEL-Podcast zu 200 Jahre Brailleschrift
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „200 Jahre Brailleschrift – für Blinde nicht mehr wegzudenken“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des IGEL-Podcast, die deren Macher Sascha Lang am 4. Januar 2024, am Geburtstag des Erfinders der Brailleschrift Louis Braille, veröffentlicht hat. Zu Gast im IGEL-Podcast ist Dr. Jürgen Trinkus, Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein (BSVSH). Als leidenschaftlicher Verfechter der Brailleschrift teilt Dr. Trinkus spannende Einblicke in die Geschichte und Bedeutung dieser revolutionären Schriftform.

Kolleginnengespräch: Wie kann unser Gesundheitswesen inklusiver werden?

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Foto: ht

Gelsenkirchen (kobinet) Andreas Heither und Wibke Roth von der Koordinierungsstelle der KSL.NRW sprechen in einem Hör-Beitrag als Vertreter*innen der AG Inklusive Gesundheit welche Vorhaben die KSL.NRW 2025 umsetzen und dies unter Berücksichtigung dieser Fragen: Wie kann unser Gesundheitssystem inklusiver werden und welche Zugänge gibt es bereits? Und welche Schlüssel brauchen wir, um noch mehr Inklusion zu ermöglichen?

IGEL-Jahresrückblick auf die Behindertenpolitik 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kniebis (kobinet) „Bronze, Böhmermann und Bundestag – Ein Jahr Inklusion im Wandel“, so hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den am 1. Januar 2025 erschienenen Podcast mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Dezember 2024 und den damit verbundenen Jahresrückblick getitelt. In der Episode 231 des IGEL-Podcasts blickt Sascha Lang gemeinsam mit Ottmar Miles-Paul auf das vergangene Jahr 2024 zurück und wagt einen Ausblick auf 2025. Im Fokus steht der politische und gesellschaftliche Umgang mit Inklusion.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 5

in Kind steht neben einer Barriere, hinter der sich Konstruktionen befinden, die wie Pferde aus recycelten Materialien aussehen, darunter Plastikflaschen und Räder. schwarz-weiß-Foto
Außenseiterrolle vs. Fremdzuschreibung
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Im Spiegel der Außenseiterrolle

Mein kobinet-Kollege Hans-Willi Weis empfahl mir kürzlich die Sendung „Außenseiter – Annäherung an eine bedrohte Art“ aus der Reihe Essay und Diskurs im Deutschlandfunk. Die dort aufgeworfenen Fragen über Außenseiterrollen und gesellschaftliche Dynamiken haben mich zum Nachdenken angeregt und bieten interessante Parallelen zu meinen bisherigen Überlegungen über die Identitätsfalle der Behinderung. Gleichzeitig zeigen sich grundlegende Unterschiede, die eine weitergehende Analyse erfordern.

Die kobinet-Redaktion wünscht ein gutes 2025

Kalender 2025
Kalender 2025
Foto: pixabay

Kassel (kobinet) Und schon schreiben wir in der Datumsangabe das Jahr 2025. Auch in diesem Jahr wird es wieder viele Nachrichten zur Behinderten- und Sozialpolitik auf der Plattform der kobinet-nachrichten geben. Die kobinet-Redaktion wünscht allen dabei nicht nur ein gutes 2025, sondern auch, dass es viele gute Nachrichten in Sachen Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit in diesem Jahr geben wird, über die der Online-Nachrichtendienst berichten kann.

kobinet-Team wünscht guten Rutsch ins Jahr 2025

2 Sektgläser
2 Sektgläser
Foto: Fotografie_Reimann In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Kassel (kobinet) Ein bewegtes und in vielerlei Hinsicht auch anstrengendes Jahr geht zu Ende. Das Team des Online-Nachrichtendienstes der kobinet-nachrichten, das zum Teil seit über 25 Jahren rein ehrenamtlich arbeitet, hat auch in diesem Jahr versucht, die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der Behindertenpolitik und der Unterstützung behinderter Menschen aufzugreifen. Herausgekommen sind dabei weit über 2.000 Nachrichten, Interviews, Kolumnen, Berichte und auch die Veröffentlichung vieler Bilder. Die engagierten Techniker des kobinet-Teams haben es 2024 zudem geschafft, dass im laufenden Betrieb ein neues Redaktionssystem entwickelt und eingeführt wurde. Und 12 mal gab es den Monatsrückblick auf die Berichterstattung der kobinet-nachrichten des letzten Monats in Zusammenarbeit mit dem IGEL-Podcast. Viel wurde also geschafft in diesem Jahr, auch wenn viele politische Hoffnungen nicht erfüllt wurden. Vieles hat das kobinet-Team auch nicht geschafft, viele mögliche und wichtige Berichte mussten leider auch in diesem Jahr liegen bleiben, weil auch das ehrenamtliche Engagement Grenzen hat. Denn letztendlich soll die Arbeit auch Spaß machen. Und deshalb wünscht das Team der kobinet-nachrichten, verbunden mit einem großen Dank an alle, die Informationen geliefert und die kobinet-nachrichten gelesen, geteilt oder geliked haben, einen richtig schönen Jahresausklang mit Spaß und Zuversicht.

Mühsames Zündeln an den Strukturen des Werkstättensystems

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Kassel (kobinet) „Zündeln an den Strukturen“ lautet der Titel des Roman, den Ottmar Miles-Paul über die Situation in den sogenannten Werkstätten für behinderte Menschen und zu Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschrieben hat. Wie mühsam es in der Realität jedoch ist, diese festgefahrenen Strukturen der Ausgrenzung behinderter Menschen, der Beschäftigung weit unter dem Mndestlohn und der außerordentlich geringen Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt aufzuweichen und echte Reformen herbeizuführen, hat sich leider auch dieses Jahr gezeigt. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit Ottmar Miles-Paul, der in diesem Jahr 20 Lesungen aus seinem Roman mit intensiven Diskussionen über das Werkstättensystem, aber vor allem auch über gute Beispiele der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durchgeführt hat, wie sich die Situation in diesem Bereich Ende 2024 darstellt.

IGEL-Podcast: Sascha Lang im Gespräch mit der Künstlichen Intelligenz über Inklusion

Cover des IGEL-Podcast mit der Künstlichen Intelligenz
Cover des IGEL-Podcast mit der Künstlichen Intelligenz
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) Wenn es noch eines Meisterstücks bedurft hätte, dann ist es die letzte Ausgabe des Jahres 2024 des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der mittlerweile 230. Episode des IGEL-Podcast vom 30. Dezember 2024 hat sich dessen Macher Sascha Lang nämlich selbst übertroffen und sich auf ein spannendes Experiment eingelassen. Er hat nämlich ein Interview zur Inklusion und Barrierefreiheit mit der Künstlichen Intelligenz geführt. „Was sagt die KI zur Inklusion – Fragen und Informationen der künstlichen Intelligenz“, lautet der Titel dieser Ausgabe des IGEL-Podcast, die zum Jahresende erschienen ist.

Ich kann auch ohne: Die Geschichte einer chronisch kranken Frau

Buchcover: ich kann auch ohne
Buchcover: ich kann auch ohne
Foto: Andrea Ziller

Lenggries (kobinet) Der Inklusionsbotschafter Markus Ertl hat mit der Buchdebütantin Andrea Ziller, beide aus Lenggries, über ihr Buch mit dem Titel „ich kann auch ohne: Die Geschichte einer chronisch kranken Frau“ gesprochen. Andrea Ziller leidet an einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Und das schon sehr sehr lange. Ein Leben voller Schmerzen und erfolgloser Diagnosen und Therapien. Inzwischen in München behandelt und operiert, hat sie neue Kraft geschöpft und sich mit Ihrem Buch ihre Geschichte, ihr Leiden und auch ihr Glück, von der Seele geschrieben, wie Markus Ertl berichtet.

Inklusionsscheck oder Inklusionsschreck?

Eine Bühne mit dem Schriftzug „INCLUSION“ zeigt stilisierte Figuren, darunter Personen mit und ohne Behinderung, vor einem großen Publikum in einem Saal.
„Inklusion“ verkommt zum Modewort
Foto: Ralph Milewski / DALL·E

Fladungen (kobinet) Staatliche Charity statt nachhaltigem Wandel?

Die Nachricht über den Inklusionsscheck NRW wirft viele Fragen auf – vor allem, ob solche Programme tatsächlich zur Förderung von Inklusion beitragen oder nur als symbolische Geste dienen. Seit seiner Einführung im Jahr 2019 scheint sich dieses System zunehmend als Ersatz für gesetzlich verankerte Ansprüche auf Barrierefreiheit und das Versprechen auf Inklusion zu etablieren. Dass die Zahl der bewilligten Schecks 2024 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, mag auf den ersten Blick positiv erscheinen. Doch ein genauerer Blick auf die geförderten Maßnahmen offenbart erhebliche Schwächen und macht deutlich, dass der Inklusionsscheck keine echten Lösungen bietet, sondern die bestehende Symbolpolitik fortschreibt und ein System einmaliger Projekte sowie inklusionspolitischer Rhetorik zementiert.

Brauchen wir ein Nachteilsausgleichgesetz also eine Revolution im Sozialsystem?

Cover des IGEL-Podcast mit Heinrich Buschmann
Cover des IGEL-Podcast mit Heinrich Buschmann
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Brauchen wir ein Nachteilsausgleichgesetz also eine Revolution im Sozialsystem?“ Dieser Frage geht der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, in der aktuellen Episode des Podcast nach. Dabei sprach er mit Heinrich Buschmann von Mobil mit Behinderung über die Idee eines Nachteilsausgleichsgesetzes (NAC) und die Vision einer revolutionären Veränderung des deutschen Sozialsystems.

Behindertenpolitischer Jahresrückblick von EU-Schwerbehinderung

EU-Schwerbehinderung
EU-Schwerbehinderung
Foto: EU-Schwerbehinderung

Berlin (kobinet) „Ein aufregendes Jahr geht zu Ende – Weihnachtsgeschenke sind ausgeblieben – Ein kleiner Rückblick auf ein aufregendes Jahr.“ So heißt es in der Ankündigung des Films des Nachrichtendienst EU-Schwerbehinderung zum behindertenpolitischen Jahresrückblick auf das Jahr 2024, der nun auf YouTube veröffentlicht wurde.

Das kobinet-Team wünscht schöne und erholsame Feiertage

Tannenbäume im Schnee
Tannenbäume im Schnee
Foto: Susanne Göbel

Kniebis (kobinet) Schon wieder ist das Jahr fast zu Ende und Weihnachten steht vor der Tür. Das nimmt das Team der kobinet-nachrichten zum Anlass, um Danke zu sagen und schöne und erholsame Feiertage zu wünschen. Nach dem ereignisreichen Jahr, nach den vielen Beiträgen, die in den kobinet-nachrichten auch 2024 veröffentlicht werden konnten, ist es Zeit, Danke zu sagen. Danke an die Leser*innen der kobinet-nachrichten und die Treue so Vieler zum Teil schon seit über 20 Jahren. Danke an all diejenigen, die die Beiträge der kobinet-nachrichten weiterverbreitet, geliked oder geteilt haben. Danke vor allem auch an diejenigen, die die Redaktion mit Informationen für Nachrichten zur Behindertenpolitik versorgt haben. Danke an die fleißigen Schreiber*innen der kobinet-nachrichten und Danke für die Techniker*innen, die das System der kobinet-nachrichten so gut am Laufen halten und immer wieder nötige Neuerungen anpassen. Und ein großes Dankeschön für alle, die mit den kobinet-nachrichten kooperieren, wie beispielsweise das Team des IGEL-Podcast.

Das Team des IGEL-Podcast kommt zu Wort und sagt Danke

Cover der Danke-Ausgabe des IGEL-Podcast
Cover der Danke-Ausgabe des IGEL-Podcast
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Das IGEL-Team meldet sich zu Wort“, so lautet der Titel der neuesten Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die kurz vor Weihnachten 2024 veröffentlicht wurde und eine Danke-Ausgabe des Podcast darstellt. „Mehr als 11.200 Downloads pro Monat. 228 Episoden seit dem 4.4.2021. Mehr als 10.260 Minuten Podcast. Über 100 verschiedene Gäste und Gästinnen, so die Bilanz von Sascha Lang, der in dieser Podcast-Serie sein Team zu Wort kommen lässt und einfach nur Danke sagt – an das Team und die Hörer*innen des Podcast.

Behindertenpolitischer Gabentisch bleibt weitgehend leer

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Während noch die letzten Geschenke für Weihnachten besorgt werden und die Gabentische so langsam bestückt werden, ist eines im Vorfeld des diesjährigen Weihnachtsfestes schon klar: Der behindertenpolitische Gabentisch bleibt in diesem Jahr trotz einer Vielzahl von wiederholten Versprechungen weitgehend leer. Auch wenn es keiner mildtätiger Gaben in Sachen Behindertenpolitik vonseiten der Politik bedürfte und es schlichtweg ausreichen würde, wenn diese ihren Verpflichtungen aus der von Deutschland bereits 2009 ratifizierten Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gerecht würde, will aus behindertenpolitischer und menschenrechtlicher Sicht dieses Jahr, wie schon in so vielen Jahren zuvor, keine rechte Freude unter dem weitgehend leeren Gabentisch aufkommen, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul am Vorabend des 24. Dezember 2024 feststellt.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 4

Blick auf eine Außenanlage in einem Altenheim durch einen Sichtschutzzaun. Viele alte Menschen sitzen in Rollstühlen bei einem Fest, aufgereiht vor einer Bühne. Auf dem Bilder der SChriftzug
Ableismus in Sonderform
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Reflexion über subtile Formen von Ableismus in der Kunstwelt

Vor einiger Zeit hatte ich eine interessante und aufschlussreiche Begegnung, die mich dazu veranlasst hat, über die subtilen Formen von Ableismus nachzudenken, die immer noch tief in unserer Gesellschaft verankert sind – selbst in gut gemeinten Situationen.

Als Künstler mit einer körperlichen Behinderung bin ich es gewohnt, auf Vorurteile und gut gemeinte, aber oft fehlgeleitete Angebote zu stoßen. Vor einigen Wochen empfahl mir ein befreundeter Künstlerkollege eine Ausschreibung für einen Kunstpreis. Er hatte den Wettbewerb in einer renommierten Kunstzeitschrift entdeckt und an mich gedacht. Zunächst war ich dankbar, dass er mich auf diese Möglichkeit hinwies. Doch beim Durchlesen der Ausschreibung fiel mir auf, dass der Preis ausschließlich für Menschen mit „geistigen oder psychischen Handicaps mit Assistenzbedarf“ vorgesehen war – etwas, das weder auf mich noch auf meine künstlerische Praxis zutrifft.

IGEL-Podcast zur menschenzentrierten Unternehmenskultur

Cover des IGEL-Podcast mit Kerstin Michels
Cover des IGEL-Podcast mit Kerstin Michels
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Menschenzentrierte Unternehmenskultur – wie die eigene Betroffenheit Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen zu einem besseren Leben verhelfen kann“, so lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die deren Macher Sascha Lang kurz vor Weihnachten 2024 veröffentlicht hat. In dieser Episode des IGEL-Podcasts spricht Sascha Lang mit Kerstin Michels, Mitgründerin von voIIo, über das Thema menschenzentrierte Unternehmenskultur. Sie teilt dabei ihre persönliche Geschichte, wie sie mit einer Hörbehinderung umgeht und welche Herausforderungen sie in ihrer Karriere gemeistert hat.

Wunschzettel zur schulischen Inklusion

Weihnachtsbaum
Weihnachtsbaum
Foto: finemayer In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Kassel (kobinet) Zum 4. Advent hat die kobinet-nachrichten ein Wunschzettel einer Mutter eines behinderten Kindes in Sachen schulische Inklusion erreicht. Sie will nicht, dass ihr Namen genannt wird, weil das evtl. Nachteile für ihr Kind zur Folge haben könnte. Diesem Wunsch kommen die kobinet-nachrichten nach, auch wenn dies wohl eine der stärksten Anzeichen sind, dass etwas nicht stimmt, wenn Menschen sich nicht trauen, ihre Situation zu schildern, weil sie befürchten, dass sie dann Nachteile haben.

Die Illusion der Inklusion – Wenn Sonderlösungen zum Standard erklärt werden

Straße, Baustelle mi Pfeilschild auf die Rechte Seite ausweichen, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Dauerbaustelle „Inklusion“ => Sonderwege
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Die Idee von Inklusion wird in vielen öffentlichen Debatten und Berichten immer wieder als ein großes gesellschaftliches Ziel angepriesen. Doch ein genauer Blick auf Formulierungen wie „Zugang zu (Inklusions-)Sport als Standard“ offenbart, dass wir uns oft nur mit einer Fassade der Inklusion begnügen. Statt wirklich alle Menschen gleichberechtigt in bestehende Strukturen einzubinden, werden Sonderlösungen geschaffen, die als inklusiv verkauft werden, jedoch die Trennung und Isolation der Betroffenen zementieren.

Steamingangebot von abm inclumedia vom 23. bis 27. Dezember 2024

Logo: abm inclumedia
Logo: abm inclumedia
Foto: abm inclumedia

München (kobinet) Das Streamingangebot von abm inclumedia bietet in der kommenden Woche wieder Filmberichte an. „Von Montag, 23.12.24 – Freitag, 27.12.24 sehen Sie ab 18:00 Uhr und als Wdh. um 19:00 Uhr bzw. 20:00 Uhr unsere Filme in folgender Reihenfolge:

„TV Includo in Sachsen” (Mit unserem bundesweiten Schulprojekt sind wir diesmal in Sachsen unterwegs).

„TV Includo in Potsdam“ (Mit unserem bundesweiten Schulprojekt sind wir diesmal in Sachsen unterwegs).

Neue Norm Interview: „Ich kämpfe immer noch mit Rollenklischees“

Logo: Die Neue Norm
Die Neue Norm
Foto: BR

Berlin (kobinet) „Egal welche Projekte umgesetzt werden sollen, am Ende geht es immer um das eine: Gelder, Zuschüsse, Fördermittel. Sabine Grützmacher sitzt seit 2021 für die Grünen im Deutschen Bundestag und ist dort unter anderem Mitglied im Finanzausschuss. Mit Jonas Karpa spricht sie über Rollenklischees in der Politik, Barrieren die sie als Autistin erfährt und warum für sie Finanzpolitik gelebte Sozialpolitik ist.“ So heißt es in der Ankündigung eines Interviews, das auf der Plattform Die Neue Norm mit dem Titel „‚Ich kämpfe immer noch mit Rollenklischees.‘ Im Gespräch mit Grünen-Politikerin Sabine Grützmacher“ veröffentlicht wurde.

Von Weihnachten zur Feedbackrunde Humor – Sonntag Trifft IGEL

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2024
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom Dezember 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Von Weihnachten zur Feedbackrunde Humor – Sonntag Trifft IGEL“, so lautet der Titel der monatlichen Podcastreihe Sonntag trifft IGEL im Dezember 2024, die im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) ausgestrahlt wurde. In dieser Episode des IGEL-Podcasts trifft Gastgeber Sascha Lang auf die Autorin und Moderatorin Jennifer Sonntag, um über Humor, Weihnachten und Inklusion zu sprechen. Gemeinsam reflektieren sie die letzte Comedy-Folge des Podcast und werfen einen Blick darauf, wie Humor Barrieren überwinden kann – oder auch nicht, wie es in der Ankündigung heißt.

Zwischen Selbstbild und Fremdzuschreibung: Die Identitätsfalle der Behinderung – Teil 3

Ein verschlossenes, rostiges Gittertor mit Kette und Schloss, dahinter unscharfe Bäume im Nebel, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
persönliche Befreiung
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Wege zur persönlichen Befreiung

Ist es möglich, sich von der erzwungenen Gruppenzugehörigkeit zu befreien, ohne den Kontakt zur Realität und den gesellschaftlichen Strukturen zu verlieren? Vollständig mag das kaum gelingen, da Kategorien wie „Behinderung“ tief in gesellschaftlichen Wahrnehmungen und Institutionen verankert sind. Doch es gibt Wege, um persönliche Freiheit und Selbstbestimmung zu stärken – selbst innerhalb eines Systems, das auf Fremdzuschreibung basiert.

Die Notwendigkeit, unbequem zu bleiben

Ausschnitt einer Hausfassade mit bröckelndem Putz und Rissen, Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Inklusion – Hinter der Fassade
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Inklusion – ein Begriff, der Fortschritt, Gerechtigkeit und Menschlichkeit verspricht. Er steht für eine Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird, in der Barrieren abgebaut und Gleichberechtigung geschaffen werden. Doch für diejenigen, die echte Inklusion einfordern, ist die Realität oft ernüchternd. Statt als Verbündete wahrgenommen zu werden, gelten sie häufig als Unruhestifter – Kritiker, die vermeintlich das Engagement anderer torpedieren. Dabei ist Kritik an unzureichenden Maßnahmen keine Ablehnung von Fortschritt, sondern ein entscheidender Schritt, um Inklusion aus der Sackgasse symbolischer Politik zu befreien.

Editorial zur Literaturbeilage Dezember 2024

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Alte Schreibfeder
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet) Hier kommt die aktuelle Nummer der zweimonatlich erscheinenden kobinet-Literaturbeilage. Was gibt es darin zu lesen? Eine westdeutsche Nikolausgeschichte aus der Frühzeit der alten Bundesrepublik und eine ostdeutsche Ex-Punkerin erzählt bzw. schreibt ihre TV-Story fort. Außerdem vergnügliche Miniaturen von einem Marburger Blinden und einem Schweizer Rollstuhlfahrer. – Der kleine Hans-Willi in der ersten Geschichte, der auf dem Küchensofa sitzend die 1950er-Jahre-Plätzchentüte aus den Händen des Nikolaus entgegennimmt, könnte, inzwischen graubärtig, selber einen Nikolaus spielen, einen erblindeten.

Sankt Nikolaus

Abbild des Behindertenausweises vom Autor von 1988
Hans-Willi Weis Behindertenausweis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Welch langer Weg von Kleinasien europawärts in nördlicher Richtung über Meer und Land bis hinauf zu uns ins Dorf. Vom Bischof zu Myra an der kleinasiatischen Mittelmeerküste im dritten nachchristlichen Jahrhundert bis zu dem weißbärtigen Mann im roten Kapuzenmantel mit dem Sack über der Schulter, den ich als Kind Jahr für Jahr am 6. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit, das Wohnzimmerlicht ausgeschaltet und meine Nase an die Fensterscheibe gedrückt, draußen auf der Straße im Lichtkegel der Laterne zu erspähen hoffte. Die Laterne war keine Funzel mit hutförmigem Lampenschirm von anno dazumal, sondern eine helle Neonleuchte. Über der Straßenmitte zwischen Nachbars Haus und unserem Haus hing sie an einem Elektrokabel, das jeweils am Dachansatz der einander zugekehrten Hausecken befestigt war. Dort geriet sie bei stärkeren Windböen arg ins Schlingern und wurde irgendwann einmal von einer Böe derart gerüttelt und geschüttelt, dass das Kabel riss und sie an dessen Strippe durch die Luft gewirbelt auf dem Asphalt zerbarst. Ein blechernes Scheppern, lauter als das Pfeifen des nächtlichen Sturms, weckte meine Eltern und mich aus dem Schlaf und am andern Morgen waren das durch den Sturmwind vom Dach gerissene Stromkabel und die auf der Fahrbahn zerschmetterte Laterne die erste Nachricht des Tages.

Das Weihnachtsfest gestern – und heute?

Porträt mit Lesebrille
Walter Beutler
Foto: Walter Beutler

Berlin (kobinet) Die berührendsten Erinnerungen an Weihnachten stammen aus meiner Kindheit: Glitzernder Tand am Baum, der Duft nach Kerzenlicht und abgebrannten Streichhölzern im Weihnachtszimmer, nach Nelken und Zimt. Die Geschenke unter dem Baum strahlten einen Zauber aus, der später der Gier zum Opfer fiel. Wir vier Kinder und Papa und Mama waren um das strahlende Tännchen versammelt.

Der Schalk im Nacken. Oder wie ich einmal Fallschirm gesprungen bin. Und Spuren im Schnee

Porträt
Wilhelm Gericke
Foto: Wilhelm Gericke

Berlin (kobinet) Die beiden erzählerischen Miniaturen über „Spuren im Schnee“ und über den sprichwörtlichen Schalk, der gelegentlich auch einmal Behinderten im Nacken sitzt, sind von Wilhelm Gerike, blind seit seiner Geburt 1966. Heute arbeitet er als Medienfachmann beim Deutschen Verband Blinde und Sehbehinderte in Studium und Beruf. – Einige werden, wohl zurecht, die Geschichte über den Schalk im Nacken auch als eine Verneigung lesen vor dem großen jüdischen Satiriker Ephraim Kishon. Dessen humoristische Kurzgeschichten in der alten Bundesrepublik eine schwindelerregende Auflage erzielten und deren Lektüre man, oh Wunder, der so lesebesessenen BookTok GENZI nur wärmstens empfehlen kann. (Aus dem Editorial)

Wo sind all die anderen blinden TV-Frauen?

Jennifer Sonntag vor der Kamera
Jennifer Sonntag vor der Kamera
Foto: privat

Berlin (kobinet) Als kleines Mädchen stellte ich mir manchmal vor, wie es wäre, eine Fernsehmoderatorin zu sein. Ich bestaunte die Frauen auf dem Bildschirm, die so versiert auf ihr Blatt und mir dann wieder direkt ins Gesicht blickten. Die Erwachsenen sagten zu mir, dass man für einen solchen Beruf „gute“ Augen bräuchte. Ich war bereits hochgradig sehbehindert und würde zukünftig erblinden. So vergaß ich diesen Kindheitswunsch für eine sehr lange Zeit. Heute bereitet es mir großes Vergnügen, dem kleinen Mädchen von damals „High Five“ zu geben, denn viele Jahre später moderierte ich als blinde TV-Frau meine eigenen Fernsehformate.

Ein „Zu-viel“ an Barrierefreiheit!?!

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Foto: ht

Leer (kobinet) „Ein ‚Zu-viel‘ an Barrierefreiheit!?!“ lautet ein Beitrag, den Karolin Rixecker den kobinet-nachrichten zum 3. Advent geschickt hat. Dabei beschäftigt sie sich mit Adventskalendern – und vor allem wie barrierefrei diese sind bzw. nicht sind.

Klare Worte von Jan Böhmermann: Wie Deutschland Ausgrenzung als Inklusion verkauft

Screenshot des ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann zur Inklusion
Screenshot des ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann zur Inklusion
Foto: ZDF

Mainz (kobinet) Passend zum Wohlfahrts- und verwässernden Inklusionsgedudel, das vor allem in der spendenreichen Vorweihnachtszeit seinen Höhepunkt erreicht, hat sich Jan Böhmermann im ZDF Magazin Royale in einer klaren und faktenreichen Form der Frage gewidmet, wie Deutschland Ausgrenzung als Inklusion verkauft. „Inklusion – Mangelhaft! Menschen mit Behinderung sind in Deutschland oft mit Barrieren konfrontiert. Sie können an selbstverständlichen Dingen nicht teilnehmen. Einrichtungen wie Förderschulen und Werkstätten tragen häufig weiter zur Ausgrenzung bei“, heißt es in der Ankündigung der Sendung Royale des ZDF vom 13. Dezember 2024, die in die Mediathek eingestellt wurde und bei der die UN-Behindertenrechtskonvention eine wichtige Rolle spielt.

IGEL-Podcast zur schwellenlosen Barrierefreiheit

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IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „Schwellenlos schafft Barrierefreiheit – Wie die Firma Alumat Übergänge überwindbar gestaltet“, so lautet der Titel der mittlerweile 225. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Episode des IGEL Podcast spricht der Podcast-Macher Sascha Lang mit Claudia Rager-Frey und Christian Rager von der ALUMAT Frey GmbH. Das familiengeführte Unternehmen hat mit seinen innovativen Magnet-Türdichtungen die Barrierefreiheit revolutioniert, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.

Drei Fragen an Dr. Jörg Lichter zum Inklusionsbarometer Arbeit

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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Dr. Jörg Lichter, Senior Director Research des Handelsblatt Research Institutes, plädiert in einem Interview mit der Aktion Mensch anlässlich des vor kurzem veröffentlichten Inklusionsbarometer Arbeit u.a. dafür, dass die von der Bundesregierung angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes wie auch des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes endlich umgesetzt werden. Zudem sollten auch die Investitionen in die Arbeitsmarktintegration – in die berufliche Weiterbildung sowie die Aktivierung und berufliche Eingliederung – spürbar erhöht werden. Zudem könne die aktuelle Erhöhung der Ausgleichsabgabe im Sinne des „Nudging“ das Bewusstsein für die Pflicht erhöhen, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Im Folgenden dokumentieren die kobinet-nachrichten das Interview der Aktion Mensch mit Dr. Jörg Lichter.

Als Mensch mit Behinderungen bin ich es satt als Bittsteller behandelt zu werden

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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Bremen (kobinet) „Ich richte meine Worte an alle Institutionen, Organisationen und Behörden die Entscheidungen über Menschen mit Behinderungen treffen. Als Mensch mit Behinderungen bin ich es satt als Objekt zweiter Klasse behandelt zu werden. Ich bin es satt als Bittsteller behandelt zu werden, der unserem Staat und der Gesellschaft auf der Tasche liegt, um angebliche Vorteile zu erschleichen.“ So brachte Udo Schmidt in seinem persönlichen Statement beim 29. Bremer Behindertenparlament am 6. Dezember 2024 seine Stimmung und Gefühle auf den Punkt. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten das Statement von Udo Schmidt bei der Veranstaltung.

Wer legt fest, was leistungsfähig und schön ist?

Cover des Podcast Im Aufzug vom 5.12.2024
Cover des Podcast Im Aufzug vom 5.12.2024
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl und eine chronische Erkrankung sind in der aktuellen Episode des Podcast von Raul Krauthausen im Aufzug versammelt. „Oder – wie wir es auch in unserem Podcast ‚Die Neue Norm‘ sagen – drei Journalist*innen. Ich habe meine Kolleg*innen Karina Sturm und Jonas Karpa eingeladen, um über unser gemeinsames Projekt zu sprechen. Darüber, was Normen überhaupt für uns bedeuten und wen […]“, schreibt Raul Krauthausen in der Ankündigung des Podcast mit dem Titel „Wer legt fest, was leistungsfähig und schön ist?“