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Widersprüche sind Hoffnung

Großfoto am Eingang der Ausstellung
Autocorso vor dem Hauptbahnhof nach deutschem Sieg der Fußball-WM 1990
Foto: sch

Berlin (kobinet) Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig zeigt Fotos von Martin Jehnichen aus den Jahren 1988 bis 1990. Als Student aus Westdeutschland war er mittendrin bei den Protesten am 40. Gründungstag der DDR und fotografierte das brutale Vorgehen der Staatsmacht. Wie so viele Protestler wurde Jehnichen geschlagen, verletzt und festgenommen. Aufgrund seines bundesdeutschen Passes kam er aber rasch frei und wurde des Landes verwiesen. Nach dem Fall der Mauer kam er zurück und lebt bis heute in der Leipziger Südvorstadt.

Gute Ratschläge für den Weg zur Barrierefreiheit

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Wer damit beginnt, sich mit Barrierefreiheit beschäftigt und barrierefreie Angebote gestalten möchte, steht erst einmal vor einem großen Berg an Fragezeichen, die alle in den Fragen münden: „Wo fange ich an ?“ und „Wie gestalte ich diese Arbeit ?“ Den Wunsch, barrierefreie Angebote machen zu können, den gibt es eigentlich überall. Nur scheint das praktische Umsetzen dieses Zieles nicht ganz so einfach zu sein. Noch viel zu oft ist es auch so, dass mit gutem Vorsatz und sehr viel Energie an das barrierefreie Gestalten gegangen wird. Bald wird dann jedoch festgestellt, dass die Zeit des entsprechenden Projektes viel zu kurz ist oder das veranschlagte Geld doch nicht reicht

Schwesterlichkeit statt Brüderlichkeit?

Nicoletta Rapetti
Nicoletta Rapetti
Foto: privat

Heidelberg (kobinet) Für den ersten interdisziplinären Frauenkongress Heidelbergs am 21. September 2024 wurde Nicoletta Rapetti gebeten, sich einige Gedanken zum Thema Schwesterlichkeit aus der Perspektive von behinderten Frauen zu machen. Dies hat sie zum Anlass genommen, direkt über eine vermeintliche Schwesterlichkeit nachzudenken, darüber, was es sei, einfach der bessere Gegensatz zu Brüderlichkeit? Den daraus entstandenen Beitrag hat Nicoletta Rapetti den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Sehr später Rückblick auf den Tag des barrierefreien Tourismus im Rahmen der ITB 2024

Mann an einem roten Pult mit  der Aufschrift Tag des barriierefreien Tourismus
DIETER JANECEK, der Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus bei seinem Grußwort
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Im Rahmen der Internationalen Tourismus Messe ITB hatte am 6. März in Berlin der 12. Tag des Barrierefreien Tourismus stattgefunden. Eigentlich wollten wir von der kobinet-Redaktion schon viel früher an diese Veranstaltung erinnern, aber wir wollten das auch mit der Möglichkeit verbinden, die Materialien des Tages des Barrierefreien Tourismus selbst nachlesen zu können. Und das ist erst jetzt möglich geworden.

Karriereambitionen von Menschen mit Behinderungen

Ausrufzeichen
No body found to use for abstract…
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Menschen mit Behinderungen sind auf dem „1.Arbeitsmarkt“ weiterhin sehr selten anzutreffen. Mit Aspekten der Frage, warum das so ist, hat sich auch das Institut der Deutschen Wirtschaft beschäftigt und zur Thematik, welche Faktoren die Karriereambitionen von Menschen mit Behinderungen beeinflussen, eine Studie veröffentlicht. Wenn man die Faktoren der Karriereambitionen untersucht, sollte man jedoch nicht enttäuscht sein, wenn Menschen mit Behinderungen derzeit in Führungspositionen unterrepräsentiert sind. Sie müssten ja wohl, bevor sie Führungspositionen besetzen können, erst einmal im Arbeitsprozess präsent sein. Die Studie liefert dennoch interessante Sichtweise auf das Thema „Erwerbstätigkeit mit Behinderung“

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juli 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Die Zeit läuft ab! – Die Regierung ist gefordert endlich Nägel mit Köpfen zu machen“, so lautet der Titel des Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juli 2024 im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, und der Redakteur der kobinet-nachrichten, Ottmar Miles-Paul, hatten in ihrem bereits traditionellen Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik und die Berichte der kobinet-nachrichten vom Juli 2024 trotz Urlaubszeit viel zu bereden. Es ging um den Begriff Behinderung, die immer noch fehlenden Entwürfe für Gesetzesreformen zur Barrierefreiheit der Bundesregierung, um Erfahrungen mit Diskriminierung und den Umgang damit, Zwangsbehandlungen und vieles mehr.

Blinde Barbie, empowernd oder nicht?

Jennifer Sonntag am Laptop
Jennifer Sonntag am Laptop
Foto: privat

Halle (kobinet) „Vor 65 Jahren ist die Barbie-Puppe in die Spielzeugläden eingezogen und ist seitdem ein Kassenschlager. Immer wieder wurde die Puppe wegen eines unrealistischen Körperbildes kritisiert. Ein neues Modell soll dabei helfen, das zu ändern. Der Spielzeughersteller Mattel setzt mit der blinden Barbie den eigenen Angaben nach seine Bemühungen fort, ein breiteres Abbild der Gesellschaft zu zeigen. Eine immer größer werdende Kollektion mit integrativen Modellen solle dazu beitragen und deshalb gibt es die Barbie nun auch mit einer Sehbehinderung. Die neue Puppe hat einen Stock und trägt eine Sonnenbrille, wie das Unternehmen mitteilte“, heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks auf BR24. Diese Neuheit hat die blinde Journalistin Jennifer Sonntag veranlasst, folgenden Kommentar für die kobinet-nachrichten zu verfassen, in dem sie u.a. der Frage nachgeht, inwieweit die blinde Barbie empowernd oder nicht ist.

Ich wünsche euch den Mut, die Welt auf den Kopf zu stellen

Cover des IGEL-Podcast von Ellen Keune mit Ulrike 'Ehler
Cover des IGEL-Podcast von Ellen Keune mit Ulrike ‚Ehler
Foto: IGEL-Media

Schorndorf (kobinet) „Ich wünsche euch den Mut, die Welt auf den Kopf zu stellen“, so lautet der Titel des aktuellen Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zum nunmehr dritten Mal wurde der IGEL-Podcast von Ellen Keune gestaltet, die alle zwei Monate einen Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung veröffentlicht. Dieses Mal war Ulrike Ehler bei Ellen Keune im IGEL-Podcast zu Gast, die ihre Geschichte und Geschichten zur Persönlichen Zukunftsplanung erzählte.

Persönliches Bedürfnis ist nicht leicht zu lösen

Toilette mit Handstützen links und rechts des Beckens
Barrierefreie Toilette (nicht für alle aber ein Anfang)
Foto: H. Smikac

MAGDEBURG (kobinet) Im Leben gibt es immer wieder einmal Anlässe, sich an Personen zu erinnern, die man früher kannte. Bei mir ist das häufig meine Großmutter. „Bist Du Gottes Sohn, dann hilft Dir selbst !“ hatte sie immer gesagt und das ist mir wieder eingefallen als ich die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion an den Landtag von Sachsen-Anhalt in die Hand bekam. Die Linksfraktion hatte nach den öffentliche Toiletten an Bahnhöfen beziehungsweise Haltepunkten in Sachsen-Anhalt gefragt.

Malu Dreyer aus der rheinland-pfälzischen Landespolitik verabschiedet

Malu Dreyer bei ihrer Abschiedsrede am 10.7.2024 in Mainz
Malu Dreyer bei ihrer Abschiedsrede am 10.7.2024 in Mainz
Foto: omp

Mainz (kobinet) Mit Malu Dreyer hat sich am 10. Juli 2024 eine Institution der rheinland-pfälzischen Landespolitik verabschiedet, die weit über das Bundesland hinausgestrahlt hat. Elf Jahre lang setzte Malu Dreyer in der Behindertenpolitik Zeichen, die bundesweite Ausstrahlung hatten, und elf Jahre lang führte sie Rheinland-Pfalz als Ministerpräsidentin. „ZusammenLand“, diesen Begriff hat Malu Dreyer nicht nur geprägt, sondern wie bei ihrer Verabschiedung im Hof der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei deutlich wurde, auf vielfältige Weise mit Leben gefüllt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul war als ehemaliger Landesbehindertenbeauftragter von Rheinland-Pfalz zusammen mit der derzeitigen Landesbeauftragten Ellen Kubica bei der Verabschiedung von Malu Dreyer in Mainz dabei.

Wo bleibt der Referentenentwurf für das Behindertengleichstellungsgesetz?

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Berlin (kobinet) Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich am 5. Juli 2024 auf einen Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 geeinigt. Nun müsste endlich der Weg für eine Reihe von Reformen frei sein, die im Koalitionsvertrag verankert sind und noch abgearbeitet werden müssen. Das findet zumindest kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der in seinem Kommentar der Frage nachgeht, wo der längst überfällige Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgestzes für mehr Barrierefreiheit nun bleibt.

Barrierefreiheit erhellt die Welt

Prof. Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Figur der Freiheitsstatue im Rollstuhl
Prof. Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Figur der Freiheitsstatue im Rollstuhl
Foto: H.-Günter Heiden

Berlin (kobinet) Anlässlich des US-amerikanischen Nationalfeiertages am 4. Juli hat die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, Prof. Dr. Sigrid Arnade, mit der Freiheitsstatue Lady Liberty ein Gespräch über die Herstellung von Barrierefreiheit in den USA und in Deutschland geführt.

„Ich weiß nicht, warum Sie da so behindert lachen?“

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Ich weiß nicht, warum Sie da so behindert lachen?“ Ein solcher Ausspruch, der eher im Sprachreportoire mancher Jugendlicher zu vermuten wäre, die sich zuweilen mit „Spasti“ oder „du bist wohl behindert“ bezeichnen und damit behinderte Menschen abwerten, hat nun auch Einzug in den Deutschen Bundestag gehalten, wo dieser heute von Beatrix von Storch geäußert wurde. Dass im Bundestag solche Sprüche geklopft werden, das ist nicht alltäglich. Und wenn Beatrix von Storch von der AfD dies ausgerechnet in ihren Redebeitrag einer Sitzung des Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einbaut, dann ist dies zusätzlich inakzeptabel und knüpft an ähnliche Verfehlungen einiger ihrer Parteikolleg*innen an. Und dabei hat gerade erst am 2. Juli 2024 der Sozialverband Deutschland (SoVD) wiederholte behinderten- und menschenfeindliche Äußerungen der AfD verurteilt.

Von Barrieren und Barrikaden

Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Cover des Buches Körperkult und Behinderung von Udo Sierck
Foto: AG Spak

Hamburg (kobinet) „Von Barrieren und Barrikaden“, so lautet der Titel eines Gesprächs mit Udo Sierck über sein neues Buch „Körperkult und Behinderung“ mit einem Mitschnitt seines Vortrags zu den „Kontinuitäten von Menschenbildern“ im Rahmen der Woche des Gedenkens, das in der Radiosendung „map the gap – Soziale Arbeit im Dialog (S12)“ dokumentiert wird. „Udo Sierck ist ein Saboteur von Selbstverständlichkeiten“, heißt es in der Sendung.

Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wenn der Monatsrückblick durch eine Sommergrippe gestört wird“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juni 2024. Normalerweise befragt der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zu den behindertenpolitischen Ereignissen im vergangenen Monat. Aufgrund einer Sommergrippe mit beschränkter Sprachfähigkeit drehte Ottmar Miles-Paul dieses Mal den Spieß um und befragte Sascha Lang zu dessen Eindrücken über die behindertenpolitischen Ereignisse im Juni 2024. Herausgekommen ist ein interessanter Perspektivwechsel.

Grundgesetzergänzung vor 30 Jahren war sehr bewegender Tag

H-Günter Heiden mit Buch vor dem Reichstag
H-Günter Heiden mit Buch vor dem Reichstag
Foto: Sigrid Arnade

Berlin (kobinet) Vor genau 30 Jahren, am 30. Juni 1994, hat der Bundestag im Berliner Reichstagsgebäude das Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes beschlossen. Das beinhaltete auch die Änderung von Artikel 3 Absatz 3 mit dem neuen Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Welche Bedeutung dieser Tag für H.-Günter Heiden hat, dazu und zu vielen anderen Themen rund um den damaligen Erfolg der Behindertenbewegung führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit dem Autor des vor kurzem erschienen Buchs „Behindertenrechte in die Verfassung! Der Kampf um die Grundgesetzergänzung 1990-1994“ ein Interview.

Mut-Tour wieder unterwegs

Mut-Tour machte Station in Leipzig
Über Depressionen reden – Mut-Tour auf dem Leipziger Marktplatz
Foto: MUT-TOUR

Berlin (kobinet) Die Mut-Tour ist wieder unterwegs in Deutschland. Zehn Tandemteams auf dem Fahrrrad und zwei Wanderteams mit und ohne Pferdebegleitung sind in diesem Sommer dabei. Nach dem Start am 1. Juni in Bremen und 3 800 Kilometern wird am 3. September das Ziel in Osnabrück erreicht. Die Tour will ein starkes Zeichen für weniger Angst und Scham im Umgang mit Depression setzen. „Bei Depressionen soll keiner allein bleiben“, sagte eine Leipzigerin dem kobinet-Koresspondenten. Sie hat mit ihrer Tochter die Tandemtour von Pönitz bis auf den Marktplatz der Messestadt begleitet.

IGEL-Podcast zur Geschichte der Grundgesetzergänzung in Artikel 3

Cover des IGEL-Podcast mit H.-Günter Heiden mit dessen Buch zur Grundgesetzergänzung
Cover des IGEL-Podcast mit H.-Günter Heiden mit dessen Buch zur Grundgesetzergänzung
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Berlin (kobinet) „Die Geschichte der Grundgesetzergänzung in Artikel 3“, so lautet der Titel der aktuellen und mittlerweile 191. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der erfolgreiche Kampf der Behindertenbewegung für die Änderung des Grundgesetzes in den Jahren 1990 -1994 ist bisher wenig bekannt und bisher noch nicht umfassend dokumentiert. H.-Günter Heiden hat sich daher daran gemacht, diese Geschichte in Form seines am 19. Juni 2024 erschienenen Buches ‚Behindertenrechte in die Verfassung! Der Kampf um die Grundgesetzergänzung 1990-1994“ aufzuarbeiten. Der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang veröffentlichte daher ein Tag nach Erscheinen des Buches ein Interview mit dessen Autor H.-Günter Heiden über Aspekte der Entstehungsgeschichte der Aufnahme des Benachteiligungsverbots behinderter Menschen ins Grundgesetzt, über dessen Bedeutung und über die weiteren Perspektiven auf dem Weg zur Gleichstellung behinderter Menschen.

Landesgleichstellungsgesetz für Behinderte seit 25 Jahren in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Während die Verbände auf Bundesebene derzeit auf die Reformvorschläge der Bundesregierung für das 2002 verabschiedete Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) warten, blickt Berlin schon auf eine längere Geschichte der Gleichstellungsgesetzgebung für behinderte Menschen zurück. Genau gesagt, konnte die Bundshauptstadt vor kurzem das 25jährige Bestehen des ersten Landesgleichstellungsgesetzes für behinderte Menschen begehen. Am 29. April 1999 hat das Abgeortnetenhaus von Berlin das Landesgleichberechtigungsgesetz beschlossen. Wie es zu diesem ersten Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetz für behinderte Menschen in Deutschland kam, was dies auf sich und welche Bedeutung es heute hat, darüber führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit dem Hobby-Historiker der kobinet-nachrichten und Anwalt Dr. Martin Theben und der Landesbehindertenbeauftragten von Berlin Christine Braunert-Rümenapf folgendes Interview.

Wenn die Pakete über Barrieren stolpern

DHL-Packstation mit Detailbild  eines Bediendisplays auf welchem zu sehen ist, dann man  nur schwer etwas erkennen kann.
Packstation mit Detailbild eines Bediendisplay
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Der Online-Handel gehört zu den Wirtschaftsbereichen, die sich in hohem Tempo entwickeln. Im Jahr 2023 belief sich der Umsatz im E-Commerce in Deutschland auf 85,4 Milliarden Euro und das ist eine Fortsetzung der Entwicklung nach oben. Das allein ist Grund genug einmal zu fragen: Und wie kommt das alles bei den Kundinnen und Kunden an ? Mit anderen Worten: Wie barrierefrei kommen alle diese Päckchen und Pakete bei den Bestellern an ?

Podcast: Feedback zu Barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 16. Juni 2024
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 16. Juni 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Feedbackrunde zur Episode „Festivalsaison – Barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden“, so lautet der Titel der 190. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der einmal monatlich erscheinenden Ausgabe unter dem Motto „Sonntag trifft IGEL“ tauschen sich die Journalistin Jennifer Sonntag und der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang über Themen aus, die die beiden beschäftigen. Dieses Mal steht eine große Feedbackrunde zum Thema des letzten Podcast über die barrierefreie Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen im Mittelpunkt des Gesprächs der beiden.

Wenn das Vorgaukeln einer falschen Realität zur Exklusion führt

Cover des IGEL-Podcast mit Stephan Laux
Cover des IGEL-Podcast mit Stephan Laux
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Villmar-Weyer

Bad Segeberg / Villmar-Weyer „Wenn das Vorgaukeln einer falschen Realität zur Exklusion führt“, so hat der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die 189. Episode getitelt. Zu Gast bei Sascha Lang ist dieses Mal der kobinet-Kolumnist und in der langjährig in der Eingliederungshilfe Erfahrene Stephan Laux.

Barrierefreie Kulturerlebnisse und viel Natur

Große Bühne mit Felswänden und Bäumen im Hintergrund. Vordergrund mit Reihen vieler Zuschauer
Während der Eröffnungsgala auf der Felsnbühne Rathen
Foto: Michael Schmidt

BERLIN (kobinet) Mit dem Sommer kommen wieder die Möglichkeiten, Kultur in der Natur zu erleben, ein Theater in schöner natürlicher Umgebung zu besuchen sowie dort Konzerte, bekannte Opern, Operetten oder Schauspiele zu erleben. Es hat schon einen besonderen Reiz, beim Froschkonzert in ein Theater zu gehen oder beim Nachhauseweg dem Gesang einer Nachtigall zu lauschen. Nur – wo sind solche Orte zu finden, vor allem wenn man zudem bestimmte Bedingungen an die Barrierefreiheit stellen muss. Wir haben uns dazu einmal die Ratschläge der Arbeitsgruppe „Leichter Reisen“ angesehen und das herausgesucht, was aus eigener Erfahrung zu empfehlen wäre.

Inklusion – ein Nachruf

Nicoletta Rapetti
Nicoletta Rapetti
Foto: privat

Heidelberg-Bergheim (kobinet) Für Nicoletta Rapetti vom Ganzheitlichen Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter und chronisch erkrankter Frauen und Mädchen (BiBeZ) ist es nicht verstehbar, wenn Menschen eindeutig Unmenschlichkeit wählen. Und für sie ist noch weniger verstehbar, wenn dabei zugesehen und Menschlichkeit nicht verteidigt wird. „Denn wer sich offen gegen Inklusion positioniert, positioniert sich offen gegen Vielfalt und Menschlichkeit“, schreibt die Sozialpädagogin, Systemische und Antidiskriminierungsberaterin in einem Kommentar mit dem dem Titel „Inklusion – ein Nachruf“ zu den Ergebnissen der Europawahl und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024.

Es braucht inklusive Strukturen zur gleichberechtigten Teilhabe

Corrina Rüffer
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Die Aussonderung von Menschen mit Behinderungen in besondere Wohnformen, Werkstätten für behinderte Menschen oder Förderschulen muss beendet werden. Dazu sind wir spätestens seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Es ist skandalös, dass noch derart vielen Menschen aufgrund einer Behinderung die Teilhabe an einem Leben in der Gesellschaft verwehrt wird. Es braucht endlich inklusive Strukturen, damit alle Menschen ihr Menschenrecht auf gleichberechtige Teilhabe in allen Bereichen wahrnehmen können.“ Darauf wies die Berichterstatterin zur Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Störfaktor im Wahllokal?

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Foto: privat

Halle (kobinet) Die blinde Journalistin Jennifer Sonntag hatte sich auf die diesjährige Europa- und Kommunalwahl gut vorbereitet. Für die Europawahl gab es eine Wahlschablone für blinde Menschen und eine zugehörige CD. Sie konnte sich im Vorfeld in Ruhe einhören und eintasten. Für die Kommunalwahl gab es das leider nicht. Aber das Problem war dann letztendlich eine Wahlhelferin ohne Gespür und Kenntnis über die Rechte von Menschen, die einen Assistenzhund nutzen. Deshalb hat Jennifer Sonntag den folgenden Bericht über eine ihr verleidete Wahl an die kobinet-nachrichten geschickt.

Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit zu gewährleisten

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

Berlin (kobinet) „Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu gewährleisten, insbesondere bei der Mobilität, beim Wohnen, im Gesundheitswesen und im digitalen Bereich.“ Darauf wies der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2024

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Monatsrückblick Mai 2024 – Siehe gute Nachrichten und schlechte Nachrichten“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) den Podcast zum Monatsrückblick über die Nachrichten der kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik im Mai 2024. Als Gesprächspartner von Sascha Lang stand dafür wieder kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zur Verfügung und hatte zum geschäftigen Monat Mai auch einiges zu sagen.

„Ich setze meine Behinderung nicht in den Vordergrund“

Cover des IGEL-Podcast mit Wiebke Hendess
Cover des IGEL-Podcast mit Wiebke Hendess
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Ich setze meine Behinderung nicht in den Vordergrund“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Inklusator Sascha Lang sprach dabei mit Wiebke Hendess, die diese Ausspruch getätigt hat.

Graf Zahl auf neuen Wegen für das Budget für Arbeit

Graf Zahl an seinem Arbeitsplatz
Graf Zahl an seinem Arbeitsplatz
Foto: Barbara Vieweg

Jena / Hamburg (kobinet) Im Februar 2019 hat Graf Zahl einen Job im Rahmen des Budget für Arbeit angetreten. Die kobinet-nachrichten berichteten damals über seine ersten Erfahrungen. Auch bei der Werkstättenmesse war die Sesamstraßen-Figur mit dabei und unermüdlich bei der Aufklärung für die Möglichkeiten des Budget für Arbeit aktiv. Nun geht der Graf neue Wege, wie die kobinet-nachrichten im Interview mit dem Grafen, der nie mit dem Zählen aufhört, erfuhren.

Es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren

Stephanie Aeffner
Stephanie Aeffner
Foto: Stephanie Aeffner/Sabine Arndt

Berlin (kobinet) Ein zentrales Vorhaben im Bereich der Barrierefreiheit ist die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes und eine Verpflichtung privater Anbieter zur Herstellung von Barrierefreiheit oder mindestens angemessener Vorkehrungen. Dieses Vorhaben befindet sich nach Informationen von Stephanie Aeffner derzeit in Vorbereitung und Gespräche zwischen den Ministerien würden dazu geführt. Hier gelte es, keine Zeit mehr zu verlieren. Darauf wies die Berichterstatterin zur Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Stephanie Aeffner, auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Raul Krauthausen im Aufzug mit Jürgen Dusel

Cover des Podcast Im Aufzug mit Jürgen Dusel
Cover des Podcast Im Aufzug mit Jürgen Dusel
Foto: Raul Krauthausen

Berlin (kobinet) „Warum passiert in Sachen Inklusion in Deutschland so wenig?“ Diese und eine Reihe weiterer Fragen hat Raul Krauthausen vor kurzem mit Jürgen Dusel in seiner Podcast-Reihe „Im Aufzug“ diskutiert. „Menschen, die mit Demokratie ein Problem haben, haben meistens auch mit Inklusion ein Problem“, wir der Bundesbehindertenbeauftragte auf dem Cover des gut einstündigen Podcast zitiert.

IGEL-Podcast zur 21. SightCity in Frankfurt

Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2024
Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2024
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Wie wars – 21. SightCity in Frankfurt“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei sprach der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, mit Christian Stahlberg vom Podcast Sightviews und mit Dagmar Krutzki, der Leiterin der SightCity.

Für Stephanie Aeffner ist das Grundgesetz etwas ganz besonderes

Portraitfoto Stephanie Aeffner, eine junge Frau mit langen blonden Haaren
No body found to use for abstract…
Foto: Stephanie Aeffner

Berlin (kobinet) Dass für Stephanie Aeffner das Grundgesetz etwas ganz besonderes ist, das machte die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen mittels eine Instagram-Videos deutlich. Vor allem auch deshalb, weil vor 30 Jahren der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes mit aufgenommen wurde.

Zwischen blühenden Rosen das Leben genießen

Parklandschaft mit Springbrunnen in Bildmitte, Rosenbeeten im Vordergrund und Staketbogen mit Rosen im linken Bildteile
Im Rosengarten in Forst (Lausitz)
Foto: PatLografie – Patrick Lucia

FORST (LAUSITZ) (kobinet) Die Reisezeit hat wieder begonnen und mit ihr auch die Hauptblütezeit der Rosen. Warum also nicht einmal in eine Stadt fahren, in der es viele dieser „Königinnen der Blumen“ gibt. Im Südosten Brandenburgs, unmittelbar an der Grenze zur Republik Polen, lädt die Stadt Forst (Lausitz) zu Entdeckungen ein, welche vermutlich noch nicht jeder kennt.

Versprechen des Grundgesetzes umsetzen

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Kassel (kobinet) Über 45 Jahre hat es gedauert bis der Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Und dies nur unter massivem Druck behinderter Menschen und ihrer Verbände und der Tatsache, dass andere Gruppen wieder nicht berücksichtigt wurden. 30 Jahre nach Aufnahme des Benachteiligungsverbots behinderter Menschen im Grundgesetz ist es nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul nun allerdings an der Zeit, dass das im Grundgesetz verankerte Versprechen der Nichtbenachteiligung behinderter Menschen endlich ernsthaft angepackt und umgesetzt wird. Anlässlich des heutigen 75. Geburtstags des Grundgesetzes am 23. Mai 2024 hat sich Ottmar Miles-Paul dazu ein paar Gedanken gemacht.

„Behinderung“ im Grundgesetz – 1948/49 nur „vergessen“?

Hans-Günter Heiden
Hans-Günter Heiden
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Wurde von den Vätern und den wenigen Müttern des Grundgesetzes behinderte Menschen nur „vergessen“ als das Benachteiligungsverbot des Grundgesetzes heute vor 75 Jahren formuliert und beschlossen wurde? Oder steckt dahinter eine bis heute verbreitete Denkweise über behinderte Menschen? Dieser und anderen Fragen geht H.-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 heute am 23. Mai, da das Grundgesetz 75 Jahre alt wird, in seinem Zwischenruf für die kobinet-nachrichten nach.

Erinnerungskultur partizipativ und inklusiv gestalten

Logo des Projektes geh denken inklusiv
Logo des Projektes geh denken inklusiv
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten haben vor kurzem über das von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) initiierte Projekt „geh-denken-inklusiv“ berichtet. kobinet-Redakteur Ottmar Miles Paul führte nun mit den Mitarbeiter*innen des Projektes Hannah Kindlein und Thomas Künneke ein Interview über die Ziele des Projekts, das u.a. Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen ermutigen möchte, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen.

Elke Gerdes: Weg auf den ersten Arbeitsmarkt ebnen

Elke Gerdes
Elke Gerdes
Foto: privat

Bremen (kobinet) Elke Gerdes engagiert sich seit 20 Jahren für Inklusion. Zuerst im schulischen Bereich und nun verstärkt auch im Bereich des Übergangs behinderter Jugendlicher auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Ottmar Miles-Paul vom Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion hat die engagierte Bremerin auf einen Kaffee getroffen und mit ihr folgendes Interview über ihr Engagement und ihre Ziele geführt.

Die Festivalsaison – barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden

Cover der Episode des IGEL-Podcast mit Sonntag trifft IGEL vom 19.5.2024
Cover der Episode des IGEL-Podcast mit Sonntag trifft IGEL vom 19.5.2024
Foto: IGEL-Media

Halle / Bad Segeberg (kobinet) „Die Festivalsaison – barrierefreie Teilhabe kennt noch viele Hürden“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In der einmal monatlich erscheinenden Ausgabe unter dem Motto Sonntag trifft IGEL tauschen sich die Journalistin Jennifer Sonntag und der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang über das Thema aus.