
Foto: Michael Gerr
Berlin (kobinet) "Inklusionsaktivist*innen zeigt Flagge bei der Aktion für Barrierefreiheit am 10. September in Berlin", mit dieser Botschaft wendet sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar an die Inklusionsaktivist*innen, die sich im realen Leben und im Internet tummeln. "Wie oft haben wir beschworen, dass Aktionen nötig sind, um unsere Forderung für Barrierefreiheit und Inklusion in die Politik zu tragen und zum Erfolg zu führen? Wie oft haben wir beschworen, dass wir gemeinsam aktiv sein müssen? Und wieviele Diskussionen wurden dafür geführt und entsprechende Posts über alle möglichen Kanäle verschickt? Nun gilt es. Wir haben eine realistische Chance, einen Schritt vorwärts in Sachen konkreter Regelungen zur Barrierefreiheit zu kommen. Doch dafür müssen wir etwas tun. Inklusionsaktivist*innen aus allen Ecken kommt am 10. September um 10:00 Uhr ans Brandenburger Tor und seid bei der Kundgebung mit anschließender rollender Demo dabei", schreibt Ottmar Miles-Paul.
Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul
Wie oft haben wir beschworen, dass Aktionen nötig sind, um unsere Forderung für Barrierefreiheit und Inklusion in die Politik zu tragen und zum Erfolg zu führen? Wie oft haben wir beschworen, dass wir gemeinsam aktiv sein müssen? Und wieviele Diskussionen wurden dafür geführt und entsprechende Posts über alle möglichen Kanäle verschickt? Nun gilt es. Wir haben eine realistische Chance, einen Schritt vorwärts in Sachen konkreter Regelungen zur Barrierefreiheit zu kommen. Doch dafür müssen wir etwas tun. Inklusionsaktivist*innen aus allen Ecken kommt am 10. September um 10:00 Uhr ans Brandenburger Tor nach Berlin und seid bei der Kundgebung mit anschließender rollender Demo dabei“, schreibt Ottmar Miles-Paul.
Im Koalitionsvertrag hat die rot-grün-gelbe Regierungskoalition einiges versprochen. So auch die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz für mehr Barrierefreiheit und einen besseren Schutz vor Diskriminierung. Und dieses Versprechen gilt es nun einzufordern. Und wir haben dabei sogar realistische Chancen, denn ein Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz steht anscheinend kurz vor der Veröffentlichung.
Wie oft haben wir Forderungen erhoben, ohne aktuelle Chance, etwas zu erreichen. Nun haben wir eine ganz konkrete Chance für mehr Barrierefreiheit vor Augen und diese gilt es ganz konkret zu nutzen. Wenn wir ein gutes Gesetz erreichen wollen, dann müssen wir Flagge zeigen. Denn andere politische Themen und entsprechenden poltischen Druck dafür gibt es bereits genug. Wir müssen zeigen, dass uns Barrierefreiheit wichtig ist und öffentlich Präsenz beweisen, sonst fallen unsere Anliegen am Ende wieder unter den Tisch.
Bewegen wir uns also und machen richtig Wirbel. Kommt zur Kundgebung, werbt dafür, dass auch andere Leute kommen, macht mit bei der rollenden Demo am 10. September. Und diejenigen, die nicht dabei sein können, macht in den sozialen Medien so viel Rummel, dass die Öffentlichkeit und Presse darauf aufmerksam wird und unsere Forderung nach mehr Barrierefreiheit und Inklusion in aller Munde ist. Redet mit euren Bundestagsabgeordneten, dass die sich dafür einsetzen.
Ob wir hier erfolgreich sind, daran werden wir uns am Ende messen lassen müssen. Ob wir wirklich gemeinsam vorgehen können, das gilt es jetzt zu beweisen.




