Veröffentlicht am 15.06.2026 18:55 von Hubertus Thomasius in der Kategorie Nachricht
Neurodem Foto: Neurodem
Erfurt – Juni 2026 (kobinet) Europäisches Erasmus+-Projekt fördert Selbstvertretung, gesellschaftliche Teilhabe und Innovation
Wie können neurodivergente junge Menschen ihre Interessen wirksam vertreten und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „NeuroDem – Empowering Neurodivergent Youth to act as Changemakers for Inclusive Democratic Advocacy and Innovation“. Der Projektname NeuroDem steht dabei für die Verbindung von Neurodivergenz und Demokratie.
Veröffentlicht am 15.06.2026 10:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gebärdensprache Foto: Pixabay/Elf-Moondance
MÜNCHEN (kobinet) Über Jahrzehnte hinweg wurde gehörlosen Kindern an bayerischen Schulen der Gebrauch ihrer natürlichen Sprache – der Gebärdensprache – unter Androhung und Anwendung physischer und psychischer Gewalt systematisch verboten. Die verheerenden, irreversiblen Folgen dieser Praxis (Sprachdeprivationssyndrom) wurden im Januar 2026 im Abschlussbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) umfassend wissenschaftlich belegt. Während der Sonderschullehrer-Berufsverband (BDH) am 25. April 2026 die historische Verantwortung für den Oralismus übernommen und die Gebärdensprachgemeinschaft offiziell um Entschuldigung gebeten hat, verharrt die bayerische Staatsregierung in einer defensiven Haltung.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland blicken behinderte Menschen und ihre Verbündeten mit Sorge auf das Erstarken und die Positionen der AfD. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist beispielsweise auch in Österreich auf großes Interesse gestoßen. Einem Kommentar des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS zufolge zeige diese klar, „dass die AfD eine Gefahr für Menschenrechte ist. Die Partei hat eine klare Vorstellung einer homogenen Volksgemeinschaft. Personengruppen, die nicht in diese Vorstellung passen, werden systematisch abgewertet und offen angegriffen. Menschen mit Behinderungen passen nicht in das Menschenbild der AfD. Die AfD und andere rechtsgerichtete Parteien, die nach denselben Mustern handeln, sind eine klare Gefahr für Menschen mit Behinderungen. Die Ergebnisse der Analyse sind somit nicht nur für Deutschland relevant“, wie Katharina Müllebner im Fazit ihres Kommentars über die Positionen der AfD in einem aktuellen BIZEPS-Beitrag schreibt.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen brauchen verlässliche Informationen, starke Netzwerke und gute Zugänge zu Unterstützung. Genau dafür stehen unsere Plattformen inklusion.de und der Familienratgeber. Um diese Angebote regional sichtbar zu machen, suchen wir engagierte Inklusions-Partner*innen. Hast du Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte? Dann sei dabei! Hier erfährst du mehr über die Aufgaben, Anforderungen und Vorteile für dich und deine Organisation als Inklusions-Partner*in.“ So heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Als Inklusions-Partner*in setzt du dich aktiv für Teilhabe ein, stärkst Netzwerke vor Ort und wirst Teil eines bundesweiten Zusammenschlusses für Inklusion und Barrierefreiheit. Du bringst Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung mit, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte: Respekt, Vielfalt und Teilhabe. Wir unterstützen dich dabei mit Materialien, Austausch, Sichtbarkeit, Qualifizierungsmaßnahmen und einer Honorierung“, heißt es weiter auf der Internetseite der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
SAARBRÜCKEN (kobinet) Heute beginnen im Saarland die Nationalen Sommer-Spiele von Special Olympics Deutschland. Vom 15. bis 20. Juni werden über 4.000 Sportlerinnen und Sportler, darunter viele aus Vereinen und Einrichtungen der Lebenshilfe, an den Sommer-Spielen von Special Olympics teilnehmen. Auch fast 500 Unified Partner gehen an den Start. Sie haben keine Behinderung und spielen gemeinsam mit den Athleten mit kognitiver Beeinträchtigung zum Beispiel in einer Fußball-Mannschaft oder einem Tischtennis-Doppel. Zur Eröffnungsfeier im Saarbrücker Ludwigsparkstadion werden auch der Bundesvorstand und die Landesvorsitzenden der Lebenshilfe teilnehmen. Am Rande der Spiele ist zudem ein Treffen mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger geplant. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesministerin für Gesundheit, ist ein großer Fan der Sportlerinnen und Sportler mit sogenannter geistiger Behinderung: „Wer wie ich vor drei Jahren die Weltspiele in Berlin miterlebt hat, weiß, wie leidenschaftlich und gleichzeitig fair es bei den Special Olympics zugeht.“ Schmidt hofft sehr, dass zahlreiche Sportbegeisterte aus dem Saarland und darüber hinaus die Athletinnen und Athleten anfeuern und die Medien über diese besonderen Wettbewerbe ausführlich berichten werden. Zudem appelliert sie an alle Sportvereine, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Türen zu öffnen: „Der Sport hat die Kraft, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu verbinden. Er ist ein starker Motor für mehr Inklusion in unserem Land.“
Veröffentlicht am 15.06.2026 06:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet) Nachdem der Termin für die Anhörung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), in dem es unter anderem darum geht, ob Unternehmen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen zur Teilhabe behinderter Menschen verpflichtet werden, am 22. Juni 2026 von 15:00 bis 16:30 Uhr fest steht, ist noch offen, wann das Gesetz endgültig im Bundestag debattiert und beschlossen wird. Da die Vorschau auf die Tagesordnung für die nächste Sitzungswoche des Bundestages vom 24. bis 26. Juni die zweite und dritte Lesung der Reform des BGG nicht vorsieht, dürfte das Gesetz voraussichtlich am 9. oder 10. Juli 2026 im Bundestag debattiert und beschlossen werden. So bleibt denjenigen, die am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr vor dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages protestieren und sich für Änderungen des heftig kritisierten Gesetzentwurfs der Bundesregierung durch den Bundestag einsetzen noch bis Anfang Juli Zeit, Druck für entsprechende Änderungsanträge zu machen.
Veröffentlicht am 15.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: BR24 Foto: BR24
Laaber (kobinet)
„Eigentlich soll der Bahnhof in Laaber im Landkreis Regensburg barrierefrei werden. Doch beim Umbau hat die Bahn Rampen in einer Unterführung ohne Ersatz abgebaut. Der Bahnhof bleibt so für Rollstuhlfahrer kaum nutzbar.“ So heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks, auf den Albin Göbel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Eigentlich soll der Bahnhof barrierefrei umgebaut werden.
Veröffentlicht am 15.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Gründung des ZsL Sachsen Foto: ZsL Sachsen
Dresden (kobinet) Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZSL-Sachsen) möchte das Thema Persönliche Assistenz bekannter machen – für Assistenznehmer*innen als auch für Assistenzgeber*innen. Sören Haak berichtet für die kobinet-nachrichten über zwei Austauschtreffen zum Thema und die verschiedenen Herausforderungen und Chancen, die mit der Nutzung Persönlicher Assistenz verbunden sind.
Veröffentlicht am 14.06.2026 16:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
BERLIN (kobinet) Vom 15. bis 20. Juni 2026 finden die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 statt. Mehr als 4.300 Athletinnen und Athleten treten dann in 27 Sportarten bei Deutschlands größtem inklusiven Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung an. Fans können die Wettbewerbe und Höhepunkte der Spiele bundesweit live im Fernsehen, per Stream und über digitale Kanäle verfolgen. Dies wird durch die Medienallianz von Special Olympics Deutschland möglich gemacht. Die Medienpartner ARD, BILD, DAZN, Deutsche Telekom mit MagentaTV, ProSiebenSat.1, RTL, Sky und ZDF begleiten die Nationalen Spiele mit umfangreicher Berichterstattung und Live-Angeboten.
Veröffentlicht am 14.06.2026 10:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Versorgungswert – Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Episode des IGEL-Podcast getitelt. Dabei spricht Sascha Lang mit Christiana Hennemann, der Geschäftsführerin von RehaKind, über die Herausforderungen und Chancen der Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Veröffentlicht am 14.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Budget für Arbeit nutzen Foto: Netzwerk Artikel 3
Bonn / Berlin (kobinet) Bei der Online-Veranstaltung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Wie geht es weiter mit dem Teilhabegesetz“ hat sich auch Dagmar Greskamp von der Aktion Mensch in der Diskussion zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Aktion Mensch Informationen zum Budget für Ausbildung und zum Budget für Arbeit in Leichter Sprache veröffentlicht hat. Es sei wichtig, dass behinderte Menschen, die in Werkstätten arbeiten bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten wollen, verständliche Informationen über Fördermöglichkeiten bekommen, betonte Dagmar Greskamp. Neben der Möglichkeit, die Infos herunterzuladen sollen auch bald wieder gedruckte Exemplare des Infoblattes bestellt werden können.
Veröffentlicht am 13.06.2026 13:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Abschlussklasse 2026 des Wahlfachs Diakonie am
Paul-Schneider-Gymnasium in
Meisenheim, Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi
MEISSENHEIM (kobinet) Ziel des seit mehr als 20 Jahren bestehenden Wahlfachs Diakonie am Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim, das in Kooperation mit der Stiftung Kreuznacher Diakonie angeboten wird, ist es die Begeisterung junger Menschen für soziale Berufsfelder wecken und gleichzeitig wichtige Kernkompetenzen für das spätere Leben vermitteln. Die Besonderheit des Projekts liegt in der Struktur der Stiftung Kreuznacher Diakonie als erfahrener Komplexträger. Durch ein breites Spektrum an hauseigenen Hilfefeldern bietet die Partnerschaft den Jugendlichen vielfältige Einblicke und Erfahrungsmöglichkeiten direkt aus erster Hand. Gerade hat wieder ein Jahrgang seine Abschlusszertifikate erhalten. Da die Stiftung Kreuznacher Diakonie als Komplexträger in den verschiedensten sozialen und medizinischen Kernbereichen aktiv ist, erstrecken sich die Stationen des Wahlfachs über ein tief gestaffeltes Praxis-Spektrum: Etwa in der Hospizarbeit, wo die Jugendlichen Einblicke in die sensible und würdevolle Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase erhalten. So baut das Projekt Barrieren ab, schafft echte Berührungspunkte und begeistert Jugendliche frühzeitig für die Vielfalt sozialer Berufe.
Veröffentlicht am 13.06.2026 06:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo zur BGG Reform am 15. Juni 2026 in Hamburg Foto: privat
Hamburg (kobinet) „Wir werden laut – und wir brauchen euch! Kurz bevor das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) in die Expert*innenanhörung geht, zeigen wir der CDU Hamburg: So geht es nicht weiter! Wir haben es satt, immer wieder vertröstet zu werden. Wir haben es satt, um unsere Rechte bitten und betteln zu müssen, nur um irgendwo rineinzukommen. Barrierefreiheit ist kein Gefallen, sondern ein Menschenrecht. Statt unverbindlicher Versprechen brauchen wir endlich klare, verbindliche Regeln. Kommt zur Kundgebung und setzt mit uns ein deutliches Zeichen für echte Barrierefreiheit! Am 15.06.2026 von 15:00–17:00 Uhr vor der CDU Hamburg, Leinpfad 74, 22299 Hamburg. Keine Ausnahmen. Keine leeren Phrasen. Barrierefreiheit jetzt!“ So heißt es in einem Facebook-Post auf den Kassandra Ruhm die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Neben der Demonstration am 15. Juni 2026 wurde bereits von René Schaar, dessen Petition für echte Barrierefreiheit bei der BGG-Reform von über 160.000 Menschen unterstützt wird, eine Demonstration vor der Anhörung im Bundestag am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr am Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin angekündigt.
Veröffentlicht am 13.06.2026 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Heidi Reichinnek und Sören Pellmann: Barrierefreiheit ist kein Luxus Foto: Heidi Reichinnek
Berlin (kobinet) „Die Bundesregierung will das Behindertengleichstellungsgesetz ändern, aber die Privatwirtschaft soll wieder außen vor bleiben. Begründung: zu teuer. 8 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland hören seit Jahrzehnten denselben Satz: ‚Ihr seid uns zu teuer.‘ Aber Barrierefreiheit ist kein Bonus. Sie ist ein Menschenrecht. Und solange die Würde von Menschen gegen Unternehmensbilanzen aufgerechnet wird, machen wir Krach.“ So heißt es in einem Post von Heidi Reichinnek von den LINKEN mit einem Sharepic zusammen mit Sören Pellmann. Dieses Statement der LINKEN macht im Vorfeld der am 22. Juni 2026 anstehenden Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) deutlich, wie unterschiedlich die Positionen der Regierungsfraktionen aus CDU/CSU und SPD und der Opposition im Bundestag sind.
Veröffentlicht am 12.06.2026 16:33 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Bayern Foto: Gemeinfrei, public domain
MÜNCHEN (kobinet) Die Lebenshilfe Regensburg hat in Beratzhausen zeitgemäße Wohnplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, die in einer Werkstätte beschäftigt sind. Die Wohnstätte verfügt über 24 barrierefreie Einzelzimmer – sechs davon sind für Rollstuhlfahrer. In einer der drei Wohngemeinschaften sind die Einzelzimmer mit einer eigenen Kochzeile ausgestattet. Außerdem gibt es gemeinsame Aufenthalts- und Speiseräume. Das Besondere an dem Bau ist, dass ein Teil des Gebäudes in einer ehemaligen evangelischen Erlöserkirche integriert ist, in der auch ein Kinderhort beheimatet ist. Die gute Infrastruktur der Wohnstätte mit einem nahegelegenen Bahnhof ermöglicht eine Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Landkreis und in der Stadt Regensburg. Die Lebenshilfe Regensburg hat die Wohnstätte errichtet und dafür knapp 3,5 Millionen Euro Fördermittel vom Freistaat Bayern erhalten.
Veröffentlicht am 12.06.2026 13:18 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Geld für Exklusion Foto: Ralph Milewski
BERLIN (kobinet) Im Kanzleramt tagt seit Monaten eine Arbeitsgruppe, die Kürzungen im Sozialbereich auslotet. Was durchgesickert ist, ist nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes alarmierend: Schulassistenzen für Kinder mit Behinderung sollen wegfallen, der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung verschoben werden. Die Bundesregierung hat sich nach eigenen Angaben noch keine abschließende Meinung gebildet. Wohlfahrtsverbände, andere Sachverständige oder der Beauftragte für Menschen mit Behinderung wurden dazu bislang nicht angehört. Jetzt legt der Paritätische Gesamtverband aus eigener Initiative lösungsorientierte Ideen und Vorschläge vor. Der Paritätische erkennt an, dass viele Kommunen in finanzieller Notlage stecken und grundsätzlicher Reformbedarf dringend geboten ist. Er warnt aber eindringlich vor Kürzungen, die die Lebenslagen von Menschen verschlechtern, die ohnehin benachteiligt sind. Viele der bekannt gewordenen Vorschläge verlagern Kosten allenfalls, aber leisten keinen Beitrag zu einem effizienten Ressourceneinsatz. Der Verband legt deshalb 37 konkrete Vorschläge vor, wie Kosten sinnvoll gesenkt, Prozesse vereinfacht und soziale Leistungen solide finanziert werden können. Sie kommen aus allen Bereichen der Sozialpolitik, von Gesundheit und Pflege über Grundsicherung und Eingliederungshilfe bis hin zur Staatsorganisation selbst.
Veröffentlicht am 12.06.2026 13:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde
HAMBURG (kobinet) Anlässlich der aktuellen Sparvorschläge der Bundesregierung im Bereich Pflege, Eingliederungshilfe und Hilfsmittelversorgung zeigten sich die Mitglieder des Leben mit Behinderung Hamburg Elternvereins am 11. Juni auf ihrer Mitgliederversammlung besorgt. Für den Verein, der in diesem Jahr sein 70. Jubiläum feiert, sind die Ankündigungen eine Abkehr von Inklusion und Teilhabe. Vieles was in der Vergangenheit erreicht wurde und zum Teil als rechtssicher galt, wird nun in Frage gestellt. „Unser Aufschrei ist groß und wir werden keine Ruhe geben“, so das Resümee von Kerrin Stumpf, der Geschäftsführerin des Elternvereins.
Veröffentlicht am 12.06.2026 11:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Protest der Berufsbetreuer*innen am 11. Juni 2026 in Hamburg Foto: Paul Schirnhofer/BdB
Hamburg (kobinet) Zur Eröffnung der 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo) in Hamburg am 11. Juni 2026 haben etwa 60 Berufsbetreuer*innen vor Ort lautstark mehr (und schnellen) Einsatz auf landespolitischer Ebene für das Betreuungswesen gefordert. Die 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo), auf der sich am 11. und 12. Juni die Justiz-minister*innen der Länder in Hamburg treffen, ist in besonderer Weise geeignet, die heikle Lage von Deutschlands Betreuungswesen zu thematisieren, da hier die landesseitige Zuständigkeit für das Betreuungswesen liegt. Viele Berufsbetreuer*innen arbeiten unter erheblichem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck. Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen (BdB) sieht akuten politischen Handlungsbedarf und warnt vor einem weiteren Wegbrechen professioneller Betreuungsstrukturen: Wenn noch mehr Berufsbetreuer*innen in andere, fairer vergütete Berufe wechseln und Betreuungsvereine schließen, verstärkt sich auch der Druck auf die Betreuungsbehörden weiter. „Das bedeutet konkret, dass damit die Unterstützung von Hunderttausenden Menschen gefährdet ist“, machte BdB-Vorsitzende Hülya Özkan vor Ort deutlich. Der Verband, dessen Geschäftsstelle in Hamburg sitzt, hatte deshalb zu einer Protestaktion in der Hamburger HafenCity aufgerufen.
Veröffentlicht am 12.06.2026 10:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
SAARBRÜCKEN (kobinet) Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem SOD-Vertreter Hartmut Augustin ein Interview gegeben und darin zum Engagement Ihres Bundeslandes für die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 Stellung genommen. Anke Rehlinger unterstreicht darin den Gedanken, als Gesellschaft Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken zu müssen. Die kobinet-Redaktion veröffentlicht dieses Interview im Folgendem im Wortlaut.
Veröffentlicht am 12.06.2026 08:07 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK lehnt wesentliche Regelungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, das die Solidarität in der Krankenversicherung gefährde, ab. „Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz spart an den falschen Ecken. Statt einer solidarischen Finanzierung belastet es gezielt jene, die ohnehin wenig haben – wie Geringverdiener, Alleinverdiener-Familien und chronisch Kranke“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Der VdK fordert vom Bund einen Bundeszuschuss für versicherungsfremde und familienpolitische Leistungen, der alle Kosten abdeckt. Die geplanten Maßnahmen greifen zu kurz: Zwar werden die Bundesmittel für Grundsicherungsempfänger bis 2030 erhöht, gleichzeitig sinkt aber der allgemeine Bundeszuschuss erheblich.
Veröffentlicht am 12.06.2026 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet)
„Barrierefreiheit im Schlafzimmer? Ja, bitte! Aber eben auch beim Arzt, im Café, im Stadion, im Supermarkt, im Onlineformular, im Arbeitsleben und in der ganzen Privatwirtschaft. Denn Friedrich Merz und die Union tun so, als wären wir für die Wirtschaft ‚unzumutbar‘. Steht so im Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Menschen mit #Behinderung sind nicht unzumutbar. Barrierefreiheit ist kein Luxus. Barrierefreiheit ist Teilhabe.“ So heißt es in einem Facebook-Post von René Schaar, der mit einem Aufruf für eine Demonstration am 22. Juni 2026 von 14:00 bis 17:00 Uhr am Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin verbunden ist. Denn dort findet an dem Tag von 15:00 bis 16:30 Uhr die äusserst wichtige Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) statt, der von vielen Verbänden scharf kritisiert wird.
Veröffentlicht am 12.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
SAARBRÜCKEN (kobinet) Von Montag bis Samstag, vom 15. bis zum 20. Juni, finden die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 im Saarland statt. Rund 4.500 Sportlerinnen und Sportler nehmen an Deutschlands größter inklusiver Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung teil. Mit insgesamt 11 Wettbewerbsdisziplinen an 12 Sportstätten, der Eröffnungsfeier, zahlreichen Veranstaltungsorten und einem umfangreichen Rahmenprogramm kommt der Landeshauptstadt Saarbrücken dabei eine Schlüsselrolle zu. Der überwiegende Teil der Wettbewerbe wird in Saarbrücken ausgetragen: Die Landeshauptstadt wird zum zentralen Treffpunkt für Athletinnen und Athleten, Delegationen, Volunteers sowie Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet.
Veröffentlicht am 12.06.2026 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Ausstellung Foto: #AbleismusTötet
Bremen (kobinet) „Von Schutzräumen und Tatorten – Gewalt in stationären Einrichtungen“, so lautet der Titel der Ausstellung der Initiative #AbleismusTötet, die vom Landesbehindertenbeauftragten von Bremen gemeinsam mit dem Demokratiezentrum des Landes Bremen (Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration) und der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen vom 15. bis 24. Juni 2026 m Theater Bremen gezeigt wird. Die Wanderausstellung (siehe https://www.ableismus.de/toetet/de/ausstellung) der Journalistin Karina Sturm zeigt, wie alltäglich Gewalt für viele Menschen mit Behinderungen ist – besonders in Systemen wie (teil-)stationären Wohneinrichtungen. Sie basiert auf dem Rechercheprojekt #AbleismusTötet von AbilityWatch und richtet sich an Fachkräfte, Angehörige, Betroffene, politische Entscheidungsträger:innen und die breite Öffentlichkeit, wie Kai Steuck vom Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen den kobinet-nachrichten mitteilte.
Veröffentlicht am 12.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Deutschland Lage Niedersachsen Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
Hannover (kobinet) Mit großer Resonanz und vollem Engagement hat das „Netzwerk Inklusion Niedersachsen“ am 2. Juni 2026 sein Kick-off-Treffen erfolgreich veranstaltet. Mehr als 40 Personen aus dem Kreis der Inklusionsbeauftragten und Arbeitgebervertretungen folgten der Einladung ins Tagungszentrum der Polizei Niedersachsen. Teilgenommen haben auch Geschäftsführende sowie Vertretungen von Personalabteilungen und schwerbehinderter Menschen. Sie alle setzten damit ein deutliches Zeichen für die Bedeutung von Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Darauf hat die Landesbehindertenbeauftragte von Niedersachsen, Annetraud Grote mittels einer Presseinformation hingewiesen.
Veröffentlicht am 11.06.2026 17:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Adler Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Das lange geforderte Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde heute am 11. Juni 2026 in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Auch wenn der Gesetzentwurf der Bundesregierung weit von dem entfernt ist, was für einen effektiven Diskriminierungsschutz in Deutschland nötig wäre und das Bündnis AGG Reform Jetzt! vorgeschlagen hatte, wird das Gesetz nach der heutigen Bundestagsdebatte im Ausschuss beraten. Vertreter*innen der Bündnisses hoffen nun auf das Engagement der Bundestagsabgeordneten, dass sie entsprechende Verbesserungsanträge einbringen und beschließen, um die Position von diskriminierten Menschen in Deutschland zu stärken.
Veröffentlicht am 11.06.2026 14:09 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand deutliche Nachbesserungen am geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefordert. Angesichts bundesweiter Proteste und der anstehenden Bundesratsberatung am Freitag warnte Hildenbrand vor einseitigen Belastungen zulasten der Versicherten, der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Krankenhäuser.
Veröffentlicht am 11.06.2026 13:04 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Ausrufezeichen rot Foto: ht
BERLIN (kobinet) Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung sehen beim GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz deutlichen Nachbesserungsbedarf. Der Bundestag muss das morgen beginnende parlamentarische Verfahren nutzen, um drohende Versorgungslücken zu schließen. Besonders kritisch sind die geplanten Änderungen bei den Hilfsmitteln. Ein Rollstuhl, ein Hörgerät oder ein Sprachcomputer sind für Menschen mit Behinderung unverzichtbar. Sie entscheiden darüber, ob eine Person mobil ist, sich verständigen, lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Die Fachverbände warnen deshalb davor, die Festbeträge auszuweiten und die Versorgung mit Hilfsmitteln damit stärker an pauschalen Preisgrenzen auszurichten. Das birgt die Gefahr, dass komplexe Versorgungsbedarfe unberücksichtigt bleiben und Betroffene häufiger um eine passende Versorgung streiten oder zusätzliche Kosten selbst tragen müssen. Weiteren Nachbesserungsbedarf gibt es bei der Familienversicherung: Sie muss für Eltern behinderter Kinder auch beitragsfrei bleiben, wenn das Kind älter als 7 Jahre ist. Die Ausfallzeiten sind bei Familien mit behinderten Kindern aufgrund des länger bestehenden und aufwändigeren Pflege- und Unterstützungsbedarfs wesentlich länger als bei Kindern ohne Behinderung. Schließlich sollte auch die Einnahmenseite der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt werden. Versicherungsfremde Leistungen müssen daher endlich aus Steuermitteln finanziert werden, ohne dass gleichzeitig der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds gekürzt wird. Die Beiträge überwiegend durch Einsparungen in der Versorgung und bei den Versicherten zu stabilisieren, ist zu kurz gedacht.
Berlin (kobinet) Anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), die heute am 11. Juni 2026 voraussichtlich ab 15:55 Uhr im Deutschen Bundestag stattfindet, appelliert das Bündnis AGG Reform-Jetzt! an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, den vorliegenden Entwurf im parlamentarischen Verfahren deutlich nachzubessern. Das Bündnis, ein Zusammenschluss von Fachverbänden und Communityorganisationen, sieht zwar erste wichtige Fortschritte, kritisiert jedoch, dass die Reform den aktuellen Herausforderungen beim Schutz vor Diskriminierung nicht gerecht wird. Zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des AGG sei der Handlungsbedarf größer denn je. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnete im Jahr 2025 mit 13.067 Beratungsanfragen einen neuen Höchststand. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei rassistischer Diskriminierung, deren gemeldete Fälle seit 2019 erheblich zugenommen haben. An zweiter Stelle stehen Diskriminierungen, die behinderte Menschen erleben mussten.
Veröffentlicht am 11.06.2026 08:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick
Berlin (kobinet) Vor der heutigen Debatte zur ersten Lesung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Änderungen des Allemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Bundestag zeigt eine aktuelle Repräsentativbefragung einen deutlichen Rückhalt in der Bevölkerung für einen stärkeren Schutz vor Diskriminierung in Deutschland. „Anders als oft behauptet, ist die Gesellschaft nicht gespalten beim Thema Antidiskriminierung, sie hat hier eine klare Haltung: 85 Prozent der Befragten wünschen sich eine Verbesserung des rechtlichen Schutzes vor Diskriminierung“, sagte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, am 11. Juni 2026 in Berlin. 88 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass es flächendeckend Beratungsstellen für von Diskriminierung Betroffene geben sollte und 82 Prozent sprachen sich für längere Fristen aus, um gegen Benachteiligung vorzugehen. Bisher liegt diese Frist bei zwei Monaten. Auch für die Einführung eines Verbandsklagerechts, um Betroffene vor Gericht zu vertreten, sprachen sich 82 Prozent der Befragten aus.
Veröffentlicht am 11.06.2026 07:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Halloween-Bild mit AGG-Katze Foto: omp
Berlin (kobinet) Voraussichtlich ab 15:20 Uhr wird heute, am 11. Juni 2026, die auf 35 Minuten angesetzte Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Plenum des Deutschen Bundestags stattfinden und auf www.bundestag.de übertragen. Dabei debattieren die Bundestagsabgeordneten über ein Gesetzgebungsverfahren, das längst überfällig ist, weil das 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erhebliche Lücken beim Diskriminierungsschutz aufweist und EU-Richtlinien für einen besseren Diskriminierungsschutz dringend umgesetzt werden müssen. Die Ampelregierung hatte bereits die Reform des AGG angekündigt, was allerdings nicht gelang. Über 100 Organisationen haben sich vor vier Jahren zum Bündnis AGG Reform Jetzt! zusammengeschlossen und Vorschläge für die Reform gemacht, die im Gesetzentwurf der Bundesregierung weitgehend unberücksichtigt bleiben. Daher ruht die Hoffnung nun ähnlich wie bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) auf den Bundestagsabgeordneten, dass diese in der weiteren Behandlung des Gesetzes entsprechende Änderungsanträge zur Stärkung der Position von diskriminierten Menschen in Deutschland beschließen.
Veröffentlicht am 11.06.2026 07:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) „Wir alle arbeiten gemeinsam daran, dass es weniger Barrieren gibt. Ein Ziel ist, dass Einfache Sprache öfter benutzt wird. Alle Menschen sollen verstehen, warum das gut ist. Es gibt viele Themen, die alle Menschen beschäftigen. Zum Beispiel: Menschen werden diskriminiert, weil sie nicht aus Deutschland kommen. Oder weil sie nicht lesen und schreiben können. Ein anderes Thema, das die Menschen in Berlin beschäftigt: In vielen Kiezen werden Miet-Wohnungen gekündigt. Oder die Mieten werden stark erhöht. Deswegen müssen Menschen ihre Wohnung verlassen. Und kleine Geschäfte müssen schließen. Wir möchten diese Themen auf die Bühne holen: In Einfacher Sprache, damit viele Menschen verstehen und mitreden können. Dafür organisiere ich mit der Stadtteilkoordination Friedrichshain-Ost eine Lesung. Die Lesung wird in der Pablo-Neruda-Bibliothek stattfinden. Eine Autorin und zwei Personen vom LEA Leseklub werden auf der Bühne lesen. Ich möchte euch dazu herzlich einladen: Am Freitag, 12. Juni 2026 um 18:00 Uhr.“ Darauf hat Jessica Schröder die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 11.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Das berufsbegleitende Fernstudium Bachelor Soziale Arbeit von WINGS ist eine Antwort auf den Fachkräftemangel an Sozialarbeiter Foto: iStock
WISMAR (kobinet) Im sozialen Sektor in Deutschland ist der Fachkräftemangel schon jetzt deutlich spürbar. Viele Sozialarbeiter sind an ihrer Belastungsgrenze und haben mehr Fälle zu betreuen als sie bearbeiten können. Laut Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft wird sich die Lage bis 2028 noch weiter verschärfen, mehr als 21.150 Stellen werden voraussichtlich nicht mit qualifizierten Kräften besetzt werden können. Abhilfe schaffen hier flexible, akademische Qualifizierungen wie das berufsbegleitende Fernstudium Bachelor Soziale Arbeit von WINGS, dem Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar. Dieses ermöglicht Berufspraktikerinnen und Berufspraktiker sowie Quereinsteigenden, sich praxisbezogen neben ihrem Job weiterzubilden.
Veröffentlicht am 11.06.2026 06:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Adler Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Heute, am 11. Juni 2026, wird das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erstmals im Bundestag beraten. Für den Sozialverband VdK ist klar: Das Gesetz in seiner jetzigen Form lässt viele ältere Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer im Stich. „Wer sein Haus sein ganzes Leben lang abbezahlt hat, aber keine Rücklagen für eine neue Heizung besitzt und keinen Kredit mehr bekommt, weil er über 70 Jahre alt ist, der steht beim Gebäudemodernisierungsgesetz mit dem Rücken zur Wand“, kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Das ist keine Wahlfreiheit, das ist Ausgrenzung.“
Veröffentlicht am 11.06.2026 06:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zum bifos-Video zur Peer Counseling Weiterbildung Foto: bifos
Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderung, die andere Betroffene beraten und begleiten möchten, können sich ab sofort für die nächste Peer-Counseling-Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) bewerben. Die berufsbegleitende Qualifizierung startet am 22. Februar 2027 und endet am 23. März 2028. Veranstaltungsort ist die Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld in Thüringen. In sechs mehrtägigen Modulen setzen sich die Teilnehmenden unter anderem mit der Geschichte der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, klientenzentrierter und systemischer Beratung, Persönlicher Zukunftsplanung, Teilhabeplanverfahren, Persönlichem Budget sowie Netzwerkarbeit auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch auf Augenhöhe: Die Weiterbildung wird von Trainer*innen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung durchgeführt. Neu geregelt wurden die Teilnahme- und Unterkunftskosten. Die Teilnahmegebühr für die gesamte Weiterbildung beträgt nun 1.200 Euro pro Person. Unterkunft und Verpflegung werden direkt mit der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld abgerechnet. Derzeit liegen die Kosten pro Weiterbildungsblock bei 327,20 Euro im Doppelzimmer beziehungsweise 387,20 Euro im Einzelzimmer, jeweils inklusive Vollpension. Darauf hat das bifos aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 11.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) geht heute am 11. Juni 2026 in die erste Lesung im Bundestag. Schon im Vorfeld ist klar: Die Bundesregierung will nur das anpassen, wozu sie nach europäischem Recht verpflichtet ist. Das ist zu wenig, sagt der Sozialverband VdK. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte im Vorfeld der ca. 35minütigen Bundestagsdebatte, die im Livestream des Bundestages unter www.bundestag.de voraussichtlich ab 15:20 Uhr übertragen wird: „Es ist schade, dass die Bundesregierung in Sachen Antidiskriminierung nur das Mindestmaß anstrebt. Betroffene sind in diesem Land definitiv nicht ausreichend geschützt. Im Jahr 2025 verzeichnete die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mehr als 3.000 Diskriminierungsfälle bei Menschen mit Behinderung – das ist ein neuer Höchststand. Wenn man das AGG schon anfasst, warum dann nicht richtig? Die Reform, wie sie jetzt geplant ist, wird kaum etwas bringen. Die Abgeordneten müssen auf jeden Fall nachbessern, wenn sie wirklich wollen, dass jede und jeder in unserem Land sich gegen Diskriminierung wehren kann.“
Veröffentlicht am 11.06.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Frauendemo am 19. Juni 2026 in Erfurt Foto: Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen
Erfurt (kobinet) „Am 19. Juni 2026 gehen wir auf die Straße – laut, sichtbar und gemeinsam. Denn die Rechte von Frauen mit Behinderung werden noch immer übersehen, missachtet und verletzt. Das nehmen wir nicht länger hin“, so bringt Nancy Frind vom Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen es auf den Punkt, wenn am 19. Juni ab 15:00 Uhr am Anger in Erfurt für die Rechte von Frauen mit Behinderungen und dem Motto „Alle Frauen. Alle Rechte“ demonstriert wird. Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnerinnen Fridays for Future Erfurt und dem Frauenzentrum Erfurt lädt der Landesverband für Frauen mit Behinderungen in Thüringen zur Straßenkundgebung ein.
DÜSSELDORF (kobinet) Ausgehend vom Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes haben der Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen und des Sozialverband Deutschland dieses Bundeslandes einen offenen Brief an Karl-Josef Laumann, den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gerichtet. Darin warnen sie im Namen ihrer mehr als 520.000 Mitglieder in NRW in aller Deutlichkeit vor den Reformvorschlägen. “ Die Pflegeversicherung wurde 1995 vor dem Hintergrund eingeführt, pflegebedürftige Menschen finanziell abzusichern und sowohl pflegende Angehörige als auch Kommunen wegen steigender Pflegekosten zu entlasten. Keines dieser selbst definierten Ziele wird mit den dargelegten Reformvorschlägen ansatzweise erfüllt. Ganz im Gegenteil …“ heißt es in diesem Brief, der hier insgesamt nachzulesen ist.
Veröffentlicht am 10.06.2026 13:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
BERLIN (kobinet) Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass barrierefreier Wohnraum mit etwa zwei Prozent aller Wohnungen in Deutschland besonders knapp ist, legt die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) des Deutschen Instituts für Menschenrechte jetzt eine kritische Analyse der Musterbauordnung vor. Darunter betont das Institut für Menschenrechte, dass barrierefreies Wohnen kein Sonderbedarf ist, sondern ein Menschenrecht und eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe darstellt. Laut UN-BRK müssen geeignete Schritte unternommen werden, um angemessene Vorkehrungen mit dem Ziel der Förderung der Gleichberechtigung und zur Beseitigung von Diskriminierungen zu gewährleisten. „Erst ein bedarfsgerechtes Angebot an barrierefreiem Wohnraum schafft die Möglichkeit, selbstbestimmt zu entscheiden, wo und wie man leben möchte“, so Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle.
Veröffentlicht am 10.06.2026 13:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
BERLIN (kobinet) Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung bewerten das Pflegeneuordnungsgesetz als eine massive Zumutung für pflegende Angehörige. Sie kritisieren in der heutigen Verbändeanhörung, dass das vorgesehene Sparpaket Pflegebedürftige und ihre Familien übermäßig belastet und die häusliche Pflege weiter schwächt. Wesentliche Teile der Reform beruhen auf Einsparungen – auf Kosten von Pflegebedürftigen und ihren Familien. „Dieses Gesetz ist eine massive Zumutung für pflegende Angehörige. Ihre ohnehin schon prekäre Situation wird durch das Pflegeneuordnungsgesetz deutlich verschlechtert und stellt einen Rückschritt dar“, kritisiert Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. im Namen der Fachverbände. Gerade für Eltern von Kindern mit Behinderung, die ihre Kinder oft über viele Jahrzehnte in der eigenen Häuslichkeit pflegen, sind die geplanten Kürzungen verheerend.