Berlin (kobinet)
Vor kurzem gab es ein Gespräch.
Das Gespräch war zwischen dem BSK und einer Politikerin.
BSK bedeutet: Bundes-Verband Selbst-Hilfe Körper-Behinderter.
Die Politikerin heißt Corinna Rüffer.
Sie arbeitet für die Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Sie sprechen über Politik für Menschen mit Behinderungen.
Ein wichtiges Thema war das BGG.
BGG bedeutet: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Dieses Gesetz soll reformiert werden.
Reformiert bedeutet: Etwas wird verändert und besser gemacht.
Das bedeutet: Das Gesetz soll verbessert werden.
Aber die Reform kommt nicht voran.
Sie stockt.
Beide waren sich einig: Es sind schwierige Zeiten.
Es gibt Angriffe auf den Sozial-Staat.
Es gibt Angriffe auf Barriere-Freiheit.
Es gibt Angriffe auf Inklusion.
Die Angriffe kommen vor allem von CDU und CSU.
Das schreibt Jörg Bechtold vom BSK.
Ein Beispiel für diese Angriffe: Kommunal-Verbände aus Bayern haben etwas gesagt.
Kommunal-Verbände bedeutet: Gruppen von Städten und Gemeinden arbeiten zusammen.
Sie haben Standards für Barriere-Freiheit in Frage gestellt.
Standards bedeutet: Regeln für alle.
Diese Regeln sagen: So macht man es richtig.
Diese Standards gelten für öffentliche Gebäude.
Das war dreist und falsch.
Das passierte zu Jahres-Beginn.
Ein anderes Beispiel: Bundes-Kanzler Merz greift den Sozial-Staat an.
Er will das Bürger-Geld kürzen.
Er will die Eingliederungs-Hilfe kürzen.
Dafür gibt es keine guten Gründe.
Das ist schlecht und peinlich.
Noch ein Beispiel: Die BGG-Reform wird verhindert.
Das machen die Bundes-Ministerien für Wirtschaft und Inneres.
Bundes-Ministerien bedeutet: Ämter der deutschen Regierung.
Dort arbeiten Minister und ihre Mit-Arbeiter.
Diese werden von CDU und CSU geführt.
Jörg Bechtold arbeitet für den BSK.
Er ist Referent für Barriere-Freiheit.
Ein Referent bedeutet: Ein Mensch der anderen Menschen etwas erklärt.
Er sprach Corinna Rüffer auf eine Äußerung an.
Die Äußerung kam von Wilfried Oellers.
Wilfried Oellers spricht für CDU und CSU über Behinderten-Politik.
Wilfried Oellers hatte gesagt: Das BGG soll bis 2035 nur im öffentlichen Bereich umgesetzt werden.
Der private Bereich soll erst danach folgen.
Corinna Rüffer sagte dazu: Das ist eine bestimmte Art zu denken.
Diese Art zu denken bedeutet: Der Markt regelt alles am besten.
Der Staat soll sich wenig einmischen.
Das passt zu den Angriffen von CDU und CSU.
Die Angriffe richten sich gegen Sozial-Staat und Barriere-Freiheit.
Jörg Bechtold sah das genauso.
Er sagte noch mehr: Diese Verhinderung übersieht die alltäglichen Probleme.
Verhinderung bedeutet: Etwas wird gestoppt.
Man lässt es nicht zu.
Sie übersieht die unfaire Behandlung von Menschen mit Behinderungen.
Unfaire Behandlung bedeutet: Menschen werden schlecht behandelt.
Das passiert wegen ihrer Behinderung oder anderer Gründe.
Der BSK nennt das eine Dreistigkeit.
Das ist der völlig falsche Weg.
Der BSK erwartet von der SPD mehr.
Die SPD soll sich stärker durchsetzen.
Sie soll sich gegen den Koalitions-Partner durchsetzen.
Sie soll die Proteste mehr unterstützen.
Die Proteste richten sich gegen Kürzungen in der Eingliederungs-Hilfe.
Sie richten sich gegen die Verhinderung der BGG-Reform.
Corinna Rüffer machte einen Vorschlag.
Sie schlug örtliche Zusammen-Schlüsse vor.
Örtliche Zusammen-Schlüsse bedeutet: Gruppen ohne große Chef-Zentrale.
Jede kleine Gruppe entscheidet selbst.
Dazu gehören: Senioren-Beiräte, Behinderten-Beiräte, Sozial-Verbände und Behinderten-Verbände.
Auch Gewerkschaften und die BAGSO sollen mitmachen.
BAGSO bedeutet: Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Senioren-Organisationen.
Jörg Bechtold fasste zusammen: Das Ziel muss sein: Das Thema der alternden Gesellschaft mit Barriere-Freiheit verbinden.
Verbinden bedeutet: Zwei Dinge zusammen-bringen.
Sie gehören dann zusammen.
So kann man besser Erfolg haben.
Man kann besser Erfolg haben bei den politisch Verantwortlichen von CDU, CSU und SPD.
Barriere-Freiheit ist für viele Menschen wichtig.
Sie ist wichtig für ältere Personen mit Rollator.
Sie ist wichtig für Eltern mit Kinder-Wagen.
Sie ist wichtig für Menschen mit Behinderungen.
Viele Wähler und Wählerinnen von CDU, CSU und SPD sind Senioren und Seniorinnen.
Deshalb dürfen beide Parteien das Thema nicht übersehen.

Foto: BSK e.V.
Berlin (kobinet) Vor kurzem fand ein Austausch zwischen dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen statt, unter anderem über die ins Stocken geratene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Einigkeit bestand darin, dass es sich um schwierige Zeiten handelt, in denen der neoliberale Angriff auf den Sozialstaat und Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Inklusion insbesondere durch die CDU/CSU stetig verschärft wird, wie es in einem Bericht von Jörg Bechtold vom BSK heißt.
„Ein Beispiel sind die zu Jahresbeginn von bayerischen Kommunalverbänden geäußerten, als unverschämt zu wertenden Infragestellungen bereits erreichter Standards der Barrierefreiheit bei öffentlichen Gebäuden. Auch der permanente Angriff von Bundeskanzler Merz auf den Sozialstaat, insbesondere das Bürgergeld und die ohne Begründung angestrebte Kürzung der Eingliederungshilfe, stellt ein unrühmliches Beispiel dar. Ein weiteres ist die Verhinderung der BGG-Reform durch die von CDU/CSU geführten Bundesministerien für Wirtschaft und Inneres“, heißt es im Bericht über den Austausch.
Jörg Bechtold, Referent für Barrierefreiheit des BSK, sprach Corinna Rüffer auch auf eine Äußerung von Wilfried Oellers, dem behindertenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, an. Dieser hatte erklärt, das BGG solle bis 2035 nur im öffentlichen Bereich vollständig umgesetzt werden, der private Bereich solle erst danach folgen. Corinna Rüffer stellte dazu fest, dass dieses neoliberale Narrativ zu den zunehmenden Angriffen der CDU/CSU auf Sozialstaat und Barrierefreiheit passt. Jörg Bechtold bewertete dies ebenso und ergänzte, dass diese Blockade die alltäglichen Probleme und Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen verkenne. Der BSK bezeichnet dies als Unverschämtheit und völlig falschen Weg und verlangt von der CDU/CSU ein Umdenken. Zugleich erwartet der Verband von der SPD ein stärkeres Durchsetzen gegenüber dem Koalitionspartner und mehr Unterstützung der Proteste gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe und gegen die Blockade der BGG-Reform.
Corinna Rüffer schlug dem BSK-Bericht zufolge dezentrale Zusammenschlüsse von Seniorenbeiräten, Behindertenbeiräten, Sozial- und Behindertenverbänden, Gewerkschaften sowie der BAGSO vor. Jörg Bechtold fasste zusammen: Ziel müsse es sein, das Thema der alternden Gesellschaft mit Barrierefreiheit zu verknüpfen, um besser bei den politisch Verantwortlichen von CDU/CSU und SPD durchzudringen. Barrierefreiheit sei für viele Menschen wichtig – ob für ältere Personen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderungen. Auch viele Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU und SPD sind Seniorinnen und Senioren, weshalb beide Parteien das Thema nicht ignorieren dürften.

Foto: BSK e.V.
Berlin (kobinet) Vor kurzem fand ein Austausch zwischen dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen statt, unter anderem über die ins Stocken geratene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Einigkeit bestand darin, dass es sich um schwierige Zeiten handelt, in denen der neoliberale Angriff auf den Sozialstaat und Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Inklusion insbesondere durch die CDU/CSU stetig verschärft wird, wie es in einem Bericht von Jörg Bechtold vom BSK heißt.
„Ein Beispiel sind die zu Jahresbeginn von bayerischen Kommunalverbänden geäußerten, als unverschämt zu wertenden Infragestellungen bereits erreichter Standards der Barrierefreiheit bei öffentlichen Gebäuden. Auch der permanente Angriff von Bundeskanzler Merz auf den Sozialstaat, insbesondere das Bürgergeld und die ohne Begründung angestrebte Kürzung der Eingliederungshilfe, stellt ein unrühmliches Beispiel dar. Ein weiteres ist die Verhinderung der BGG-Reform durch die von CDU/CSU geführten Bundesministerien für Wirtschaft und Inneres“, heißt es im Bericht über den Austausch.
Jörg Bechtold, Referent für Barrierefreiheit des BSK, sprach Corinna Rüffer auch auf eine Äußerung von Wilfried Oellers, dem behindertenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, an. Dieser hatte erklärt, das BGG solle bis 2035 nur im öffentlichen Bereich vollständig umgesetzt werden, der private Bereich solle erst danach folgen. Corinna Rüffer stellte dazu fest, dass dieses neoliberale Narrativ zu den zunehmenden Angriffen der CDU/CSU auf Sozialstaat und Barrierefreiheit passt. Jörg Bechtold bewertete dies ebenso und ergänzte, dass diese Blockade die alltäglichen Probleme und Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen verkenne. Der BSK bezeichnet dies als Unverschämtheit und völlig falschen Weg und verlangt von der CDU/CSU ein Umdenken. Zugleich erwartet der Verband von der SPD ein stärkeres Durchsetzen gegenüber dem Koalitionspartner und mehr Unterstützung der Proteste gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe und gegen die Blockade der BGG-Reform.
Corinna Rüffer schlug dem BSK-Bericht zufolge dezentrale Zusammenschlüsse von Seniorenbeiräten, Behindertenbeiräten, Sozial- und Behindertenverbänden, Gewerkschaften sowie der BAGSO vor. Jörg Bechtold fasste zusammen: Ziel müsse es sein, das Thema der alternden Gesellschaft mit Barrierefreiheit zu verknüpfen, um besser bei den politisch Verantwortlichen von CDU/CSU und SPD durchzudringen. Barrierefreiheit sei für viele Menschen wichtig – ob für ältere Personen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderungen. Auch viele Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU und SPD sind Seniorinnen und Senioren, weshalb beide Parteien das Thema nicht ignorieren dürften.




