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Politische Panzermänner und Panzerfrauen, wohin man sieht

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Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
nimmt die Rückkehr der soldatischen Männlichkeit ins Visier.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Ich zitiere Klaus Theweleit: "Die politischen Reden geschehen mit großer Selbstverständlichkeit im Irrealen." Das soll heißen: Real ist das blutige Gemetzel des Krieges, die zerfetzten Körper und so weiter.

Weiteres Zitat: „Was Trump und Putin tun, wie die reden – ich zum Beispiel habe das nicht für möglich gehalten. Daraus folgt, dass wir nicht so tun sollten, als könnten wir das alles, was um uns herum abläuft, verstehen und erklären wie den Lauf von Billardkugeln.“ Wie Theweleit bei Trump und Putin, so erkenne ich auch im Gestus der von-der-Leyen-Rede und in der Pose flankierender Stellungnahmen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte, EU-Kommissar Manfred Weber und anderen „das Auftrumpfen einer bestimmten Art von gewalttätiger Männlichkeit“. Als „Panzermenschen“ hat Theweleit diesen Typus in seinem Standardwerk „Männerphantasien“ charakterisiert. – „Ohne massive Gewaltanwendung könne man auch nicht friedlich sein, sage beispielsweise auch Elon Musk.“ „So wie der Körpertyp, um den es sich hier handelt, behauptet, aus Notwehr zu handeln, weil der Rest der Welt ihm den Platz zum Leben nimmt und seine Körperlichkeit zu zerstören droht. Sein Körper droht ständig zu fragmentieren, wogegen er sich zu panzern versucht. Seine Daseinsweise ist Gewalt.“

Soweit die Worte des psychoanalytisch auf die bizarre Szenerie blickenden Theweleit. Wir alle wissen, was an dieser Stelle folgt: Der Einwand nämlich, aber Putin hat mit der Gewalt angefangen, er hat mich als Erster gehauen und ich wehre mich bloß. – Willkommen im politischen Kindergarten, wo der seelische Primitivismus ungehemmt ausagiert wird und die infantilen Reaktionsweisen als Sicherheitspolitik durchgehen.