Hamburg (kobinet)
Am 1. Oktober ist Welt-Senioren-Tag.
Das ist aber kein Grund zum Feiern.
Viele alte Menschen können nicht überall mitmachen.
Sie sind von vielen Bereichen ausgeschlossen.
Der 9. Alters-Bericht der Bundes-Regierung zeigt das.
Alters-Bericht bedeutet: Ein Bericht über ältere Menschen.
Ob Menschen mitmachen können hängt von 3 Dingen ab:
- Wie viel Geld sie haben
- Welche Bildung sie haben
- Wie gesund sie sind
Fach-Leute fordern deshalb neue Wege zur Kultur.
Diese Wege sollen ohne Barrieren sein.
Bei Anruf Kultur macht genau das.
Das Angebot kostet nichts.
Es gibt das Angebot in ganz Deutschland.
Vor über 30 Jahren haben die Vereinten Nationen etwas gemacht.
Die Vereinten Nationen sind 193 Länder zusammen.
Sie wollen Frieden auf der Welt.
Sie haben den Tag der älteren Menschen gemacht.
Das Ziel war: Alte Menschen sollen mitmachen können.
Sie sollen die Gesellschaft mit-gestalten können.
Aber ob Menschen mitmachen können hängt von 3 Sachen ab.
Das zeigt der 9. Alters-Bericht:
- Bildung
- Einkommen
- Gesundheit
Nur 30 von 100 Menschen mit wenig Bildung gehen zu Kultur.
Kultur-Veranstaltungen bedeutet: Besondere Veranstaltungen.
Zum Beispiel: Konzerte oder Theater-Stücke.
Auch Ausstellungen sind Kultur-Veranstaltungen.
Wenn Menschen älter werden sinkt die Zahl noch mehr.
Wenn Menschen krank sind sinkt die Zahl auch.
Armut im Alter macht alles noch schlimmer.
Armut bedeutet: Sehr wenig Geld haben.
18 von 100 Menschen über 65 Jahre sind arm-gefährdet.
Arm-gefährdet bedeutet: Eine Person hat wenig Geld.
Die Person könnte bald arm werden.
Wer wenig Geld hat verzichtet oft auf Kultur.
Michaela Engelmeier ist Chefin vom Sozial-Verband Deutschland.
Sozial-Verband Deutschland ist die Abkürzung SoVD.
Sie sagt: Alle Menschen brauchen kulturelle Teil-habe.
Kulturelle Teil-habe bedeutet: Menschen machen bei Kultur mit.
Sie gehen ins Theater oder Museum.
Fast jeder 5. Mensch über 65 ist von Armut bedroht.
Deshalb ist Bei Anruf Kultur wichtig.
Das Projekt hilft gegen soziale Ausgrenzung.
Soziale Ausgrenzung bedeutet: Menschen werden ausgeschlossen.
Sie dürfen nicht mitmachen bei wichtigen Sachen.
Besonders alte Menschen mit kleinen Renten haben Nutzen davon.
Auch Menschen mit gesundheitlichen Problemen haben Nutzen davon.
Das Angebot ist niedrig-schwellig.
Niedrig-schwellig bedeutet: Etwas ist einfach zu schaffen.
Man braucht nicht viel dafür.
Zum Beispiel: wenig Geld oder wenig Zeit.
Jeder kann einfach mitmachen.
Die Fach-Leute vom Alters-Bericht beraten die Bundes-Regierung.
Sie empfehlen: Die Bundes-Länder sollen Bildung fördern.
Sie sollen auch Kultur fördern.
Deutschland hat 16 große Teile.
Diese Teile heißen Bundes-Länder.
Besonders für Menschen mit Behinderungen soll das passieren.
Bei Anruf Kultur schafft Abhilfe.
Abhilfe bedeutet: Eine Lösung für ein Problem finden.
Im Frühjahr 2025 gab es eine Untersuchung.
Die Untersuchung zeigt:
70 von 100 Teil-nehmern sind über 50 Jahre alt.
35 von 100 haben Seh-Probleme oder Hör-Probleme.
Oder sie können sich schlecht bewegen.
Mehr als 10 von 100 haben kein Geld für Kultur.
96 von 100 nutzen die Telefon-Führungen zur Weiter-Bildung.
Weiter-Bildung bedeutet: Neues lernen.
Die Ziel-gruppe passt genau zu dem Alters-Bericht.
Das Projekt macht die Empfehlungen praktisch.
Man muss nicht irgendwo hinfahren.
Es gibt keine digitale Hürden.
Digitale Hürden bedeutet: Probleme im Internet.
Manche Menschen können Websites nicht gut nutzen.
Die Teil-nahme kostet nichts.
Es gibt Live-Führungen am Telefon.
Live-Führungen bedeutet: Führungen die gerade jetzt passieren.
Die Besucher können Fragen stellen.
Der Führer antwortet sofort.
Die Führungen sind interaktiv.
Interaktiv bedeutet: Man kann mitmachen und etwas sagen.
Melanie Wölwer leitet das Projekt Bei Anruf Kultur.
Sie sagt: Der Alters-Bericht zeigt ein Problem.
Alte Menschen werden ausgeschlossen.
Wir sorgen dafür dass diese Menschen mitmachen können.
Kultur wird für alle zugänglich.

Foto: Susanne Göbel
Hamburg (kobinet) Am 1. Oktober ist Weltseniorentag. Doch das ist kein Grund zu feiern, viele Seniorinnen und Senioren sind von vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgeschlossen. Der aktuelle 9. Altersbericht der Bundesregierung zeigt, dass Teilhabe vor allem am Geldbeutel, an der Bildung und an der Gesundheit hängt. Expertinnen und Experten fordern daher neue, barrierefreie Zugänge zum Beispiel zu Kultur. "Bei Anruf Kultur" bietet genau das: eine kostenfreie und für alle bundesweit erreichbare Alternative.
Vor über 30 Jahren wurde der Internationale Tag der älteren Menschen von den Vereinten Nationen eingeführt, mit dem Ziel, dass Seniorinnen und Senioren an der Gesellschaft teilhaben, mitwirken und sie mitgestalten. Teilhabe hängt von Bildung, Einkommen und Gesundheit ab, wie der 9. Altersbericht belegt. Nur etwa 30 % der Menschen mit niedriger Bildung nehmen Kulturveranstaltungen wahr, mit zunehmendem Alter und bei gesundheitlichen Einschränkungen sinkt die Teilnahmequote nochmals erheblich. Altersarmut verschärft die Lage und wirkt wie ein zusätzlicher Ausschlussfaktor. Rund 18 % der über 65-Jährigen in Deutschland sind armutsgefährdet. Wer im Alter sparen muss, verzichtet häufig als Erstes auf Kultur, heißt es in einer Presseinformation des Projektes „Bei Anruf Kultur“.
Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, sagt dazu: „Es braucht kulturelle Teilhabe für alle. Wenn fast jeder fünfte Mensch über 65 von Armut bedroht ist, ist ein Projekt wie ‚Bei Anruf Kultur‘ ein wichtiger Beitrag gegen soziale Ausgrenzung. Gerade ältere Menschen mit kleinen Renten oder gesundheitlichen Einschränkungen profitieren von diesem niedrigschwelligen Angebot. Es zeigt, wie soziale Gerechtigkeit und kulturelle Bildung praktisch zusammengebracht werden können.“
Die Expertinnen und Experten des Altersberichts, die die Bundesregierung zu Lösungen beraten, empfehlen daher: Die Länder sollen Bildung und Kultur im Alter gezielt fördern, insbesondere mit Angeboten für Menschen mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen oder sozialer Benachteiligung.
„Bei Anruf Kultur“ schafft Abhilfe
Eine im Frühjahr 2025 durchgeführte Evaluation zeigt: Die Teilnehmenden von „Bei Anruf Kultur“ sind zu 70 % über 50 Jahre alt, 35 % haben eine Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkung. Mehr als 10 % fehlt das Geld für Kultur vor Ort. Zugleich nutzen 96 % die Telefonführungen bewusst zur Weiterbildung. Damit deckt sich die Zielgruppe exakt mit denjenigen, die der 9. Altersbericht als besonders gefährdet beschreibt.
Das Projekt setzt die Empfehlungen der Expertenkommission praktisch um. Anfahrtswege und digitale Hürden entfallen, die kostenfreie Teilnahme stärkt Bildung wie Zugehörigkeit durch interaktive Live-Führungen. „Der Altersbericht verdeutlicht, wie Seniorinnen und Senioren von der Teilhabe ausgeschlossen werden. Wir sorgen mit unserem Angebot dafür, dass genau diese Menschen nicht außen vor bleiben und Kultur für alle zugänglich wird“, sagt Melanie Wölwer, Projektleitung „Bei Anruf Kultur“.

Foto: Susanne Göbel
Hamburg (kobinet) Am 1. Oktober ist Weltseniorentag. Doch das ist kein Grund zu feiern, viele Seniorinnen und Senioren sind von vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgeschlossen. Der aktuelle 9. Altersbericht der Bundesregierung zeigt, dass Teilhabe vor allem am Geldbeutel, an der Bildung und an der Gesundheit hängt. Expertinnen und Experten fordern daher neue, barrierefreie Zugänge zum Beispiel zu Kultur. "Bei Anruf Kultur" bietet genau das: eine kostenfreie und für alle bundesweit erreichbare Alternative.
Vor über 30 Jahren wurde der Internationale Tag der älteren Menschen von den Vereinten Nationen eingeführt, mit dem Ziel, dass Seniorinnen und Senioren an der Gesellschaft teilhaben, mitwirken und sie mitgestalten. Teilhabe hängt von Bildung, Einkommen und Gesundheit ab, wie der 9. Altersbericht belegt. Nur etwa 30 % der Menschen mit niedriger Bildung nehmen Kulturveranstaltungen wahr, mit zunehmendem Alter und bei gesundheitlichen Einschränkungen sinkt die Teilnahmequote nochmals erheblich. Altersarmut verschärft die Lage und wirkt wie ein zusätzlicher Ausschlussfaktor. Rund 18 % der über 65-Jährigen in Deutschland sind armutsgefährdet. Wer im Alter sparen muss, verzichtet häufig als Erstes auf Kultur, heißt es in einer Presseinformation des Projektes „Bei Anruf Kultur“.
Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, sagt dazu: „Es braucht kulturelle Teilhabe für alle. Wenn fast jeder fünfte Mensch über 65 von Armut bedroht ist, ist ein Projekt wie ‚Bei Anruf Kultur‘ ein wichtiger Beitrag gegen soziale Ausgrenzung. Gerade ältere Menschen mit kleinen Renten oder gesundheitlichen Einschränkungen profitieren von diesem niedrigschwelligen Angebot. Es zeigt, wie soziale Gerechtigkeit und kulturelle Bildung praktisch zusammengebracht werden können.“
Die Expertinnen und Experten des Altersberichts, die die Bundesregierung zu Lösungen beraten, empfehlen daher: Die Länder sollen Bildung und Kultur im Alter gezielt fördern, insbesondere mit Angeboten für Menschen mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen oder sozialer Benachteiligung.
„Bei Anruf Kultur“ schafft Abhilfe
Eine im Frühjahr 2025 durchgeführte Evaluation zeigt: Die Teilnehmenden von „Bei Anruf Kultur“ sind zu 70 % über 50 Jahre alt, 35 % haben eine Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkung. Mehr als 10 % fehlt das Geld für Kultur vor Ort. Zugleich nutzen 96 % die Telefonführungen bewusst zur Weiterbildung. Damit deckt sich die Zielgruppe exakt mit denjenigen, die der 9. Altersbericht als besonders gefährdet beschreibt.
Das Projekt setzt die Empfehlungen der Expertenkommission praktisch um. Anfahrtswege und digitale Hürden entfallen, die kostenfreie Teilnahme stärkt Bildung wie Zugehörigkeit durch interaktive Live-Führungen. „Der Altersbericht verdeutlicht, wie Seniorinnen und Senioren von der Teilhabe ausgeschlossen werden. Wir sorgen mit unserem Angebot dafür, dass genau diese Menschen nicht außen vor bleiben und Kultur für alle zugänglich wird“, sagt Melanie Wölwer, Projektleitung „Bei Anruf Kultur“.




