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Kein Verständnis für Trump’sche Autismus-Phantastereien

Donald Trump
Donald Trump
Foto: Library of Congress auf Unsplash

Washington, D.C. USA (kobinet) "Wir sind fassungslos über die gefühllose und wissenschaftsfeindliche Art und Weise, wie Trump und RFK Jr. über autistische Menschen sprechen", so die eindeutige und harsche Kritik von Tim Nicholls, dem stellvertretenden Direktor für Politik, Forschung und Strategie bei der britischen National Autistic Society, zu den Äußerungen von Donald Trump in Sachen Autismus. "Wäre es nicht besser, wenn sie ihre enormen finanziellen Ressourcen dafür einsetzten, das Leben autistischer Menschen und ihrer Familien zu verbessern und das Verständnis für Autismus in der Gesellschaft zu erhöhen?", wird Tim Nicholls in einem Bericht der Deutschen Welle zitiert. Hintergrund dieser Äußerung ist die Behauptung von US-Präsident Trump, eine "Antwort auf Autismus" gefunden zu haben. Trump macht das Schmerzmittel Tylenol, das in Deutschland den Namen Paracetamol trägt, in der Schwangerschaft für ein erhöhtes Risiko verantwortlich. Forschende und Betroffene sehen die Theorie sehr kritisch, wie die Deutsche Welle berichtet.

Donald Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder unbelegte und zum Teil gefährliche Theorien über Medikamente verbreitet, so zum Beispiel während der Corona-Pandemie. Auf Druck von Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte das US-Gesundheitsministerium im April 2025 eine „massive Test- und Forschungsanstrengung“ in die Wege geleitet, um bis September 2025 festzustellen, „was die Autismus-Epidemie verursacht hat“, heißt es im Bericht der Deutschen Welle.

Link zum Bericht der Deutschen Welle

Link zum Bericht der Tagesschau zum Thema

„Schlägt das Pendel der Inklusion zurück? Die USA unter Donald Trump und die Situation der Menschen mit Behinderungen“, so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die vom Verein Agilio – Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland und der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) Bremen und Niedersachsen am 24. September 2025 um 19:00 Uhr durchgeführt wird. Dabei geht es sicherlich auch um die Gesundheitspolitik der USA und die immer wiederkehrenden Irritationen, die Donald Trump und sein Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. auslösen.

Link zur Ankündigung der Veranstaltung in den kobinet-nachrichten