Berlin
VdK kritisiert Aktiv-Rente
Verena Bentele ist die Chefin vom VdK.
VdK bedeutet: Ein Verein für Menschen mit Behinderung.
Verena Bentele kritisiert die geplante Aktiv-Rente.
Aktiv-Rente bedeutet: Du bekommst Geld vom Staat.
Du bist schon in Rente.
Du arbeitest trotzdem weiter.
Das Geld von der Arbeit bekommst du extra.
Warum die Aktiv-Rente schlecht ist
Die Regierung plant eine neue Aktiv-Rente.
Diese Rente soll älteren Menschen beim Arbeiten helfen.
Aber Verena Bentele findet diese Rente schlecht.
Sie sagt: Die meisten älteren Menschen haben nichts davon.
Viele ältere Menschen arbeiten selbständig.
Selbständig bedeutet: Du hast eine eigene Firma.
Du bist dein eigener Chef.
Du bestimmst selbst über deine Arbeit.
Du bekommst kein festes Geld jeden Monat.
Oder sie haben einen Mini-Job.
Mini-Job bedeutet: Eine kleine Arbeit mit wenig Geld.
Bei Mini-Jobs zahlt man schon jetzt wenig Steuern.
Nur normale Jobs bekommen Hilfe
Die neue Aktiv-Rente hilft nur bei normalen Jobs.
Normale Jobs bedeutet: Man zahlt in die Renten-Kasse ein.
Renten-Kasse bedeutet: Das ist eine große Geld-Sammlung.
Alle Menschen zahlen dort Geld ein.
Später bekommen sie das Geld zurück.
Das nennt man dann Rente.
Der Frei-Betrag ist 24.000 Euro im Jahr.
Frei-Betrag bedeutet: Du darfst etwas Geld behalten.
Du musst keine Steuern dafür zahlen.
Dieses Geld ist für dich frei.
Es wird dir nicht weg-genommen.
Das gilt nur für normale Jobs.
Nur gesunde Menschen profitieren
Verena Bentele sagt: Die Aktiv-Rente hilft nur gesunden Menschen.
Diese Menschen haben leichte Berufe.
Sie können nach der Rente weiter arbeiten.
Für kranke Menschen ist die Aktiv-Rente nutzlos.
Die Aktiv-Rente schafft keine neuen Arbeits-Plätze.
Sie kostet nur viel Geld.
Viele Menschen gehen früh in Rente
2023 gingen viele Menschen früh in Rente.
15 von 100 Menschen waren zu krank zum Arbeiten.
6 von 100 Menschen waren schwer-behindert.
Schwer-behindert bedeutet: Ein Mensch kann manche Sachen nicht gut.
Zum Beispiel nicht gut sehen oder gehen.
Der Grad ist mindestens 50 Prozent.
Das prüft ein Arzt.
36 von 100 Menschen bekamen weniger Rente.
Das passiert bei früher Rente.
Diese Menschen können nicht länger arbeiten.
Was Verena Bentele fordert
Verena Bentele fordert andere Hilfen.
Sie will gesunde Arbeits-Plätze für ältere Menschen.
Die Regierung soll in die Gesundheit investieren.
Investieren bedeutet: Du gibst Geld aus.
Du hoffst: Du bekommst später mehr Geld zurück.
Mehr Menschen sollen gesund bis zur Rente arbeiten.
Arbeit-Geber sollen bessere Jobs schaffen.
Es soll mehr Reha-Maßnahmen geben.
Reha-Maßnahmen bedeutet: Du warst krank oder hattest einen Unfall.
Jetzt lernst du wieder gesund zu werden.
Ärzte und Therapeuten helfen dir dabei.
Du machst zum Beispiel Sport oder Übungen.
Der VdK hilft älteren Menschen
Der VdK hilft älteren Menschen mit Problemen.
Manche Menschen können nicht länger arbeiten.
Sie sind krank oder pflegen Angehörige.
Sie haben schwere körperliche Arbeit.
Oder sie sind arbeits-los.
Diese Menschen brauchen Hilfe.
Ungerechte Behandlung von Pensionären
Die Aktiv-Rente hat noch andere Probleme.
Auch Pensionäre können 2000 Euro steuer-frei verdienen.
Pensionäre bedeutet: Menschen im Ruhe-Stand.
Sie haben früher beim Staat gearbeitet.
Zum Beispiel als Lehrer oder Polizist.
Jetzt sind sie alt und arbeiten nicht mehr.
Pensionäre sind frühere Beamte.
Beamte bedeutet: Menschen die beim Staat arbeiten.
Sie bekommen keine gesetzliche Rente.
Das ist ungerecht.
Menschen werden unterschiedlich behandelt.
Das ist gegen das Grund-Gesetz
Verena Bentele sagt: Das verstößt gegen das Grund-Gesetz.
Verstoßen bedeutet: Du hältst dich nicht an die Regeln.
Du machst etwas Verbotenes.
Grund-Gesetz bedeutet: Die wichtigsten Regeln in Deutschland.
Alle Menschen sind frei.
Menschen dürfen leben wie sie wollen.
Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Die Regierung hat diese Probleme nicht gelöst.
Es wird viele Klagen geben.
Die Renten-Probleme wären leichter zu lösen.
Dafür braucht man mehr Steuer-Geld für alle.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zu den ersten veröffentlichten Einzelheiten aus dem Referentenentwurf zur Aktivrente hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisch geäußert. "Die Mehrheit der älteren Menschen, die im Ruhestand weiterarbeiten, wird von der Aktivrente nicht profitieren. Sie sind entweder selbstständig tätig oder machen dies als Minijob. Minijobber arbeiten jetzt schon weitgehend steuerfrei, denn der geplante Freibetrag in Höhe von 24.000 Euro wird nur auf Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gewährt. Die geplante Aktivrente ist für gesunde Menschen in wenig belastenden Berufen, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten wollen, eine attraktive Fördermaßnahme. Als Einzelmaßnahme wird sie statt zusätzlicher Arbeitsplätze vor allem Mitnahmeeffekte und massive Steuerausfälle produzieren und dem Fachkräftemangel nur in geringem Maße entgegenwirken", so Verena Bentele.
Im Rentenzugangsjahr 2023 mussten laut Informationen des VdK 15 Prozent der Neurentnerinnen und Neurentner aus gesundheitlichen Gründen in eine Erwerbsminderungsrente gehen sowie sechs Prozent in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Insgesamt gingen 36 Prozent mit Abschlägen in Rente. Ältere, die wegen Krankheit, der Pflege von Angehörigen oder körperlich schwerer Arbeit nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, werden nach Ansicht von Verena Bentele von den geplanten Maßnahmen der Koalition nicht erreicht.
„Wer ältere Fachkräfte weiter im Arbeitsmarkt halten will, sollte nicht Steuern senken, sondern muss altersgerechte Arbeitsplätze schaffen und in die Gesundheit der älteren Generation investieren, damit mehr Menschen gesund bleiben bis ins Rentenalter. Ich fordere von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie der Bundesregierung ein Aktionsprogramm für gute und gesunde Arbeit im Alter sowie einen Ausbau der Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Beschäftigte. Diese müssen den Gesundheitszustand von älteren Menschen verbessern, Weiterbildung im Alter fördern und Pflegeverpflichtungen, vor allem von älteren Frauen, berücksichtigen“, erklärte Verena Bentele.
Der Sozialverband VdK bleibe Fürsprecher derjenigen älteren Menschen, denen aufgrund von gesundheitlichen und pflegerischen Belastungen, wegen Arbeitslosigkeit oder schwerer körperlicher oder psychisch belastender Arbeit die Möglichkeit, länger zu arbeiten, verwehrt bleibe. „Die Bundesregierung wird aus Gründen der verwaltungstechnischen Vereinfachung darauf verzichten, Alterseinkommen zu überprüfen. So können auch Pensionäre oder ehemalige Selbstständige, die keine gesetzliche Rente beziehen, im Alter 2.000 Euro steuerfrei zu ihren Bezügen hinzuverdienen. Das schafft einen weiteren Flickenteppich und öffnet Tür und Tor für Klagen: Der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz und das daraus abgeleitete Prinzip der Besteuerung nach der individuellen Leistungsfähigkeit werden mit der Aktivrente offensichtlich verletzt“, so die VdK-Präsidentin.
Die Bundesregierung habe in ihrem Gesetzentwurf diese verfassungsrechtlichen Bedenken nicht zerstreut und laufe nach Ansicht des VdK sehenden Auges in eine Klagewelle. Die demografischen Herausforderungen, vor denen unsere Sozialversicherungen stehen, wären leichter zu lösen, wenn endlich die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln finanziert würden, ist sich Verena Bentele sicher.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zu den ersten veröffentlichten Einzelheiten aus dem Referentenentwurf zur Aktivrente hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisch geäußert. "Die Mehrheit der älteren Menschen, die im Ruhestand weiterarbeiten, wird von der Aktivrente nicht profitieren. Sie sind entweder selbstständig tätig oder machen dies als Minijob. Minijobber arbeiten jetzt schon weitgehend steuerfrei, denn der geplante Freibetrag in Höhe von 24.000 Euro wird nur auf Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gewährt. Die geplante Aktivrente ist für gesunde Menschen in wenig belastenden Berufen, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten wollen, eine attraktive Fördermaßnahme. Als Einzelmaßnahme wird sie statt zusätzlicher Arbeitsplätze vor allem Mitnahmeeffekte und massive Steuerausfälle produzieren und dem Fachkräftemangel nur in geringem Maße entgegenwirken", so Verena Bentele.
Im Rentenzugangsjahr 2023 mussten laut Informationen des VdK 15 Prozent der Neurentnerinnen und Neurentner aus gesundheitlichen Gründen in eine Erwerbsminderungsrente gehen sowie sechs Prozent in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Insgesamt gingen 36 Prozent mit Abschlägen in Rente. Ältere, die wegen Krankheit, der Pflege von Angehörigen oder körperlich schwerer Arbeit nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können, werden nach Ansicht von Verena Bentele von den geplanten Maßnahmen der Koalition nicht erreicht.
„Wer ältere Fachkräfte weiter im Arbeitsmarkt halten will, sollte nicht Steuern senken, sondern muss altersgerechte Arbeitsplätze schaffen und in die Gesundheit der älteren Generation investieren, damit mehr Menschen gesund bleiben bis ins Rentenalter. Ich fordere von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie der Bundesregierung ein Aktionsprogramm für gute und gesunde Arbeit im Alter sowie einen Ausbau der Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Beschäftigte. Diese müssen den Gesundheitszustand von älteren Menschen verbessern, Weiterbildung im Alter fördern und Pflegeverpflichtungen, vor allem von älteren Frauen, berücksichtigen“, erklärte Verena Bentele.
Der Sozialverband VdK bleibe Fürsprecher derjenigen älteren Menschen, denen aufgrund von gesundheitlichen und pflegerischen Belastungen, wegen Arbeitslosigkeit oder schwerer körperlicher oder psychisch belastender Arbeit die Möglichkeit, länger zu arbeiten, verwehrt bleibe. „Die Bundesregierung wird aus Gründen der verwaltungstechnischen Vereinfachung darauf verzichten, Alterseinkommen zu überprüfen. So können auch Pensionäre oder ehemalige Selbstständige, die keine gesetzliche Rente beziehen, im Alter 2.000 Euro steuerfrei zu ihren Bezügen hinzuverdienen. Das schafft einen weiteren Flickenteppich und öffnet Tür und Tor für Klagen: Der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz und das daraus abgeleitete Prinzip der Besteuerung nach der individuellen Leistungsfähigkeit werden mit der Aktivrente offensichtlich verletzt“, so die VdK-Präsidentin.
Die Bundesregierung habe in ihrem Gesetzentwurf diese verfassungsrechtlichen Bedenken nicht zerstreut und laufe nach Ansicht des VdK sehenden Auges in eine Klagewelle. Die demografischen Herausforderungen, vor denen unsere Sozialversicherungen stehen, wären leichter zu lösen, wenn endlich die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben aus Steuermitteln finanziert würden, ist sich Verena Bentele sicher.




