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Pflegeschutzbund startet zwei neue Online-Veranstaltungen

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraf Paragraph Zeichen
Foto: H. Smikac

BONN (kobinet) Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer sind täglich mit komplexen rechtlichen Fragen im Pflegealltag konfrontiert – von der Vertragsgestaltung über Leistungsabrechnung bis hin zu Konfliktfällen. Mit zwei neuen Online-Veranstaltungen richtet sich der BIVA-Pflegeschutzbund nun erstmals an diese Zielgruppe mit den Schwerpunkten Pflege- und Heimrecht sowie Verbraucherschutz aus der Betreuten-Perspektive.

Zweiter Teilhabebericht in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat den zweiten „Teilhabebericht Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht, der ein umfangreiches Bild der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen in Nordrhein-Westfalen liefert. Der Bericht dokumentiert den Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen und dient als Grundlage der weiteren Gestaltung der Inklusionspolitik. Der aktuelle Bericht stellt eine Fortschreibung des ersten Teilhabeberichtes aus dem Jahr 2020 dar. Betrachtet werden zusätzlich die Lebenslagen von Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenhilfe/-pflege leben sowie die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Teilhabe.

Barrierefreiheit ist mehr als Rollstuhlrampe

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

FRECHEN (kobinet) Dass Deutschlands Sportstätten zu viele Barrieren haben und damit Teilhabe für Menschen mit Behinderung am Sport oftmals erschweren, ist ein bekanntes Problem. Dafür braucht es finanzielle Mittel – und praktikable Lösungen. Doch der Lösungsweg gestaltet sich kompliziert. Das hat ein Forschungsprojekt der Universität Wuppertal mit dem Titel „Indikatoren der Barrierefreiheit von Sportstätten“ (IBASS) gezeigt.

In der Selbsthilfegruppe Lebensfreude teilen

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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

SANKT WENDEL (kobinet) Im Landkreis St. Wendel wird der achte Selbsthilfetag Mitte September wieder unter dem Motto „In der Selbsthilfegruppe Lebensfreude teilen“ stattfinden. Aussteller aus dem regionalen Selbsthilfe-, Sozial- und Gesundheitsbereich präsentieren sich dann dort der Öffentlichkeit mit Informationen, Beratung und einem Aktionsprogramm. Veranstalter sind die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) und der LK Sankt Wendel mit dem Gesundheitsamt, in Kooperation mit der Gemeinde Nohfelden.

Köln 99ers bereiten sich auf die Europameisterschaft vor

Junge Frau mit langen dunklen Haaren in einem Sportrollstuhl mit einem Volleyball auf den Knien
Lisa Bergenthal
Foto: RBC Köln 99ers e.V.

KÖLN (kobinet) Für Lisa Bergenthal und ihre Nationalmannschaftskolleginnen stand in der letzten Woche ein intensives Trainingslager mit insgesamt drei Testspielen auf dem Programm. Nach einer kurzen Pause geht es Mitte nächster Woche für die Damen schon wieder weiter mit weiteren Camps. Die Aufgabe für die Rollstuhlbasketballerinnen besteht darin, bei der anstehenden Europameisterschaft die direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu schaffen.

Krankenhausreform: Ausnahmeregelungen gefährden sichere Patientenversorgung

Daumen unten
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Mit einem Krankenhausreform‑Anpassungsgesetz möchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken die Reform ihres Vorgängers Karl Lauterbach überarbeiten. Der Sozialverband VdK hat dazu beim Bundesgesundheitsministerium eine Stellungnahme eingereicht. VdK-Präsidentin Verena Bentele nennt den vorliegenden Entwurf einen Rückschritt: „Die geplante Abschwächung verbindlicher Mindeststandards, insbesondere im ärztlichen Bereich, sowie zahlreiche Ausnahmeregelungen für die Bundesländer gefährden zentrale Ziele der Reform: eine bundesweit einheitliche, qualitativ hohe und sichere Patientenversorgung.“

Bringt Koalitionsklausur Durchbruch für mehr Barrierefreiheit?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) Nachdem die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas Anfang Juli 2025 die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) für mehr Barrierefreiheit angekündigt hatte, hängt diese immer noch in der Ressortabstimmung fest. Die Blockade des von der CDU geführten Wirtschaftsministeriums und des von der CSU geführten Innenministeriums verhindert immer noch die Verbändeanhörung, so dass der ursprünglich für Anfang August 2025 vorgehene Kabinettsbeschluss für die Gesetzesreform immer noch nicht erfolgt ist. „Kommt nun bei der Klausurtagung der Fraktionsführungen von CDU, SPD und CSU, die heute in Würburg beginnt, auch Bewegung in dieses Gesetzesvorhaben?“ Das fragen sich viele behinderte Menschen.

Hans-Willis philosophische Top-Meldung der Woche

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
macht auf einen verstorbenen Philosophenkollegen aufmerksam
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Vor 125 Jahren, am 25. August 1900, starb der Philosoph Friedrich Nietzsche. Sein Lebtag litt er an schwachem Augenlicht und war überdies chronisch krank. Also einer von uns, ein Behinderter. Ohne Schwerbehindertenausweis, einen solchen Wisch hätte er wahrscheinlich von sich gewiesen. Er verstand sich als Inbegriff des Menschen, „ecce homo“! Wie Ralph Milewski wollte er nicht als Behinderter, sondern als Mensch wahrgenommen und geachtet werden. Obgleich er auf gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe an der bürgerlichen Spießerelite gepfiffen hat. Ebenso wie Hans-Willi Weis, da sind wir zwei Philosophen uns einig. Gemeinsam ist uns beiden auch die Lust am Denken. Eine Passion, die heute bei vielen Menschen nicht sonderlich gut ankommt, vielmehr eine allergische Reaktion hervorruft, einen Gaslighting-Reflex. – Wer bei sich diese lästige Antihaltung abbauen möchte, ein erster Schritt erlaubt der SWR-Wissenspodcast.

Aufruf zur Einreichung von Hörfilm-Produktionen für den Deutschen Hörfilmpreis 2026

Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Logo: Deutscher Hörfilmpreis
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Am 24. März 2026 verleiht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) zum 24. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Noch bis zum 15. Oktober 2025 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden:

– Spielfilm Kino
– Spielfilm TV/Mediatheken/Streaming
– Serie
– Dokumentation
– Kinder-/Jugendfilm
– Filmerbe

Dabei beim Oldenburger Hospizlauf

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Foto: Susanne Göbel

Oldenburg in Holstein (kobinet) Für die Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg in Holstein, Martina Scheel, gehört es dazu, vernetzt zu denken und möglichst viele Akteur*innen mit ins Boot zu bekommen, wenn es darum geht, Verbesserungen für behinderte Menschen zu erreichen. Deshalb mischt sie bei vielen Aktivitäten in der Stadt im hohen Norden mit und macht dafür Werbuung. So zum Beispiel für den Oldenburger Hospizlauf, der am 13. September 2025 als Benefizlauf für das Hospiz Ostholstein stattfindet.

Hunger auf Bildungsdaten in einem unverändert selektiven Schulsystem

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Der Paradigmenwechsel zu einer datengestützten Lern-, Unterrichts- und Schulentwicklung vollzieht sich geräuschlos und präsentiert sich beispielsweise im Rahmen des Startchancenprogramms mit großen bildungspolitischen Versprechungen, während die Lernenden in den Schulen mit immer mehr diagnostischen Tests überzogen und an normierten Leistungsvorgaben in einem unverändert selektiven Schulsystem gemessen werden. Die bildungspolitische und wissenschaflich gestützte Zielperspektive eines Bildungsverlaufsregisters mit Schüler-ID sollte nicht so einfach ohne Diskussion über Sinn und Zweck hingenommen werden.“ Dies schreibt die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann zu einem von ihr auf der Plattform Bildungsklick veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Hunger auf Bildungsdaten“.

Krankenhausreform: Pflegequalität darf nicht fehlen

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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

Berlin (kobinet) Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) warnt davor, die Krankenhausreform ohne Qualitätsvorgaben für die Pflege umzusetzen. Darauf hat Diana Hömmen aus Löningen die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Sie weiß aus eigener Erfahrung, was die Absenkung von Qualitätsanforderungen bedeutet. „Wer von Qualität in der Krankenhausversorgung spricht, darf die Pflege nicht ausklammern. Ohne die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen bleiben die Qualitätskriterien in den Leistungsgruppen unvollständig“, betonte DBfK-Präsidentin Vera Lux anlässlich der vor kurzem durchgeführten Anhörung zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG).

Studie zeigt Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit Querschnittlähmung

Person, die Rollstuhl nutzt vor Stufe am Zug
Person, die Rollstuhl nutzt vor Stufe am Zug
Foto: SoVD NRW

LOBBACH (kobinet) Bereits zum 10. Mal ruft die Internationale Rückenmarkgesellschaft (ISCoS) zum Internationalen Tag der Querschnittlähmung (SCI-Day) auf. Zum diesjährigen SCI-Day, der unter dem Motto „Sturzprävention, Schutz des Rückenmarks“ steht, veröffentlicht die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie (DMGP) aktuelle Ergebnisse der German Spinal Cord Injury Survey (GerSCI). Die von der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg koordinierte Befragungsstudie liefert
umfassende Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland.

Neuer Vertrag mit neuen Maßstäbe in der Reha-Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche

Kleines Mädchen mit Rollstuhl - Bike
Ausstellungsschwerpunkt sind Hilfsmittel für Kinder und Jugendliche
Foto: Messe Karlsruhe / Behrendt und Rausch

DORTMUND (kobinet) Seit 25 Jahren beobachtet rehaKIND aufmerksam die Vertragsgestaltung der Krankenkassen mit Blick auf die Qualität der Kinder-Hilfsmittelversorgung. Schon mehrfach wurde dabei Bestandteilen, die einer individuellen, alltagszielorientierten Versorgung widersprochen, deutlich und öffentlich kritisiert. Um praxistaugliche Standards für alle Beteiligten zu finden, gab es bereits vor fast fünf Jahren gemeinsame Workshops mit vielen Kostenträgern und ein „Muster-Kinder-Reha-Vertrag“ wurde entwickelt und vorgestellt. Einzelne Punkte davon sind in diverse Kassenverträge eingewandert, dabei hervorzuheben z.B. die AOK Bayern mit einer klaren Fortbildungsverpflichtung für Kinderversorger.

Vereint im Humor beim Landeswohlfahrtsverband Hessen in Kassel

Plakat zur Ausstellung von Phil Hubbe
Plakat zur Ausstellung von Phil Hubbe
Foto: Phil Hubbe

Kassel (kobinet) Beim Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) geht es derzeit angesichts geplanter Einsparungen und einer Demonstration von über 600 Menschen gegen geplante Kürzungen am 19. August 2025 nicht gerade lustig zu. Am 26. August 2025 versammelten sich im Ständehaus, dem Sitz des Verbandes in Kassel, Ständeplatz 6-10, jedoch eine Reihe von Menschen im Zeichen des Humors. Dort zeigt der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen noch bis zum 12. September 2025 die Ausstellung „Vereint im Humor – Un-Korrekte Cartoons von Phil Hubbe“. In der Ausstellung sind 40 Karikaturen des Cartoonisten zu sehen, die sich zum einen mit dem schwierigen Alltag von Menschen mit Behinderungen und zum anderen mit der deutschen Einheit beschäftigen. Mit der Präsentation der Einheits-Cartoons im Ständehaus will der LWV an einem der Orte der Demokratie – im 35. Jahr der Wiedervereinigung – an dieses wichtige deutsche Kapitel erinnern. Die Ausstellung ist auch im Rahmen der Kasseler Museumsnacht am 6. September 2025 von 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr zu sehen.

Fachtagung: Aufbruch oder Rückschritt? Zwischen Anspruch der UN-BRK und Wirklichkeit der Eingliederungshilfe in Hessen

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Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet) Die Landesarbeitsgemeinschaft freier Ambulanter Dienste in Hessen (LAGfAD) feiert ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Fachtagung am 28. November 2025 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Hans-von-Soden-Haus, Rudolf-Bultmann-Straße 4, in 35039 Marburg. Unter dem Titel „Aufbruch oder Rückschritt? Zwischen Anspruch der UN-BRK und Wirklichkeit der Eingliederungshilfe in Hessen“ diskutieren Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Eingliederungshilfe im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Fachtagung ist gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Debatten bezüglich der Umsetzung von Inklusion, aber auch über Kürzungen von Leistungen, wie beispielsweise beim Landeswohlfahrtsverband Hessen aktuell.

Gebärdetes Dialogformat zum Erhalt der Disability Studies in Köln und Hamburg

Sharepic: Disability Studies stärken!
Sharepic: Disability Studies stärken!
Foto: campact

Köln (kobinet) Mehr als 150 Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland protestieren gegen die drohende Schließung zentraler Institutionen der Disability Studies in Deutschland. In einem gemeinsamen Appell fordern der Verein Disability Studies Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Disability Studies den Erhalt der gefährdeten Institute in Hamburg und Köln. Von den Sparmaßnahmen oder gar von einer Schließung bedroht sind das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung (ZeDiSplus) an der Evangelischen Hochschule Hamburg sowie die Internationale Forschungsstelle für Disability Studies (iDiS) an der Universität zu Köln. Den Appell zur Stärkung der Disability Studies gibt es nun auch als gebärdetes Dialogformat. Es handelt sich dabei nicht um eine Übersetzung, sondern um eine gebärdensprachorientierte Aufbereitung der Inhalte.

Offener Brief an Bundeskanzler Merz: Barrierefreiheit für Millionen jetzt umsetzen

Sharepic zur Forderung des VdK und SoVD zur Barrierefreiheit von ZDF heute
Sharepic zur Forderung des VdK und SoVD zur Barrierefreiheit von ZDF heute
Foto: ZDF / heute

Berlin (kobinet) Verena Bentele (Präsidentin des Sozialverbands VdK) und Michaela Engelmeier (Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland SoVD) fordern in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und die Bundesregierung eine zügige und wirksame Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Im Schreiben machen die beiden größten Sozialverbände Deutschlands deutlich, dass Barrierefreiheit für Millionen von Menschen essenziell ist. Betroffen seien unter anderem mobilitätseingeschränkte Personen, blinde, seh- oder hörbehinderte sowie auf einfache Sprache angewiesene Bürgerinnen und Bürger. In einer alternden Gesellschaft betrifft Barrierefreiheit nicht nur einzelne Gruppen, sondern weite Teile der Bevölkerung, heißt es vonseiten des VdK und SoVD. Mit Blick auf die bevorstehende Klausurtagung der Spitzen von Union und SPD rufen VdK und SoVD dazu auf, zeitnah Einigkeit über eine wirkungsvolle Reform des BGG mit verbindlichen Durchsetzungsmechanismen herzustellen.

Mehr als ein Etikett

Alper Senlik
Alper Senlik
Foto: privat

Ahlen (kobinet) „Wir gehören in die Parlamente, in die Vorstände und in die Gremien“, das hatte Alper Senlik vor kurzem in einem Interview mit den kobinet-nachrichten betont. Nun meldet sich der 26Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Ahlen mit einer Kolumne für die kobinet-nachrichten zu Wort und stellt klar: „Wir sind mehr als ein Etikett.“

Wohnungskrise spitzt sich zu

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

DÜSSELDORF (kobinet) Seit 2021 sind die Mieten in den meisten Großstädten Nordrhein-Westfalens um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Der Bestand an Sozialwohnungen ist von 1,3 Millionen (1990) auf aktuell 422.000 gesunken. Bis 2030 fallen nach Berechnungen der NRW-Bank rund 40 Prozent dieser Wohnungen aus der Preisbindung. Zudem liegt die Leerstandsquote mit landesweit 1,4 Prozent unter den von Fachleuten empfohlenen 3 Prozent, was auf einen angespannten Wohnungsmarkt hindeutet. Auf dieser Grundlage stellt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen fest: “ Wohnungskrise in NRW spitzt sich zu“.

Nachgehakt II: BR-Radltour 2025 – „Positives Feedback“ ersetzt keine Informationspflicht

Ein Mann in einen Anzug und Zylinder aus dem Letzte Jahrhundert stzeht bei seinem Hoch-Rad. Schwarz Weiß Foto
35 Jahre BR-Radltour – und immer noch mit Denkweisen von vorgestern!
Foto: Ralph Milewski

Fladungen (kobinet) Am 9. April 2025 veröffentlichte ich auf kobinet einen Beitrag über die fehlenden Standards zur Barrierefreiheit bei der BR-Radltour, einer der größten und traditionsreichsten Veranstaltungen des Bayerischen Rundfunks. In seiner Antwort erklärte der BR damals, man befinde sich noch in der Planungsphase und arbeite daran, Informationen zur Barrierefreiheit schnellstmöglich bereitzustellen. Heute, Ende August 2025, steht fest: Diese Zusage wurde nicht eingelöst. Bis zum Start der Radltour am 3. August gab es keinerlei veröffentlichte Informationen auf den Seiten des BR oder der Etappenorte.

Nur Mut! Inklusive Arbeit lohnt sich!

Logo des Martinsclub Bremen
Logo des Martinsclub Bremen
Foto: MC Bremen

Bremen (kobinet) Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung wollen auf den ersten Arbeitsmarkt. Für mutige Unternehmen ist das eine Chance, meinen Jessica Volk und Sebastian Jung, Vorstand des Martinsclub Bremen.“ Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung können Fachkräfte entlasten und den Personalmangel lindern. Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Diese steile These ist zwar noch keine Realität, aber eine realistische Vision. Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung drängen auf den ersten Arbeitsmarkt. Die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist immerhin im Grundgesetz verankert. In der Regel landet diese Zielgruppe allerdings in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und bildet so einen gesonderten Arbeitsmarkt. Schluss damit!“ heißt es in einer Presseinformation des Martinsclub Bremen mit der Überschrift: „Nur Mut! Inklusive Arbeit lohnt sich!“

Petition für Kommunikation für taube Menschen auf Augenhöhe mit Gebärdensprache

Symbol Gebärdensprache
Symbol DGS Gebärdensprache
Foto: public domain

Falkensee (kobinet) „Kommunikation für taube Menschen von Anfang an auf Augenhöhe mit Gebärdensprache“, so lautet der Titel einer Petition, die Carola Szymanowicz an den Petitionsausschuss des brandenburgischen Landtags gerichtet hat. Nun gibt es auf der Plattform openPetition auch die Möglichkeit, die Petition zu unterstützen. „Mit meiner Petition fordere ich hiermit die Landesregierung, den Brandenburger Landtag und alle zuständigen Stellen auf, endlich umfassende Maßnahmen zur inklusiven Teilhabe tauber Menschen umzusetzen. Taube Menschen werden seit Jahrzehnten systematisch von gleichberechtigter Teilhabe ausgeschlossen. Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist zwar anerkannt, wird aber nicht in allen Lebensbereichen sichergestellt. Dies führt zu Bildungsbenachteiligung, Arbeitslosigkeit, Informationsarmut und Diskriminierung“, schreibt Carola Szymanowicz zur Petition.

Bentele kontert Kanzler: Der Sozialstaat ist doch finanzierbar

Portrait von Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Mit Nachdruck widerspricht Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, der jüngsten Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, der den Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar bezeichnet hatte. Bentele macht klar: Der Sozialstaat ist durchaus finanzierbar, wenn man endlich alle Hebel der politischen Gestaltung nutzt: „Es ist bedauerlich, dass Herr Merz eine längst widerlegte These wiederholt. Seit Jahren behaupten Politik und Wirtschaft, der Sozialstaat sei zu teuer und müsse deshalb durch höhere Beiträge oder Leistungskürzungen zu Lasten der einfachen Menschen umgestaltet werden. Doch anstatt einseitig auf die Ausgabenseite zu schauen, muss endlich mehr Gerechtigkeit ins System: Der Staat sollte gesamtgesellschaftliche Aufgaben nicht länger aus den Sozialversicherungskassen finanzieren, sondern diese konsequent über Steuereinnahmen abdecken.“

4. all inklusiv Festival in Rostock

Plakat des all inklusiv Rostock Festival 2025
Plakat des all inklusiv Rostock Festival 2025
Foto: all inklusiv Rostock Festival 2025

Rostock (kobinet) In diesem Spätsommer verwandelt sich Rostock erneut in eine Bühne für gelebte Vielfalt: vom 4. bis 7. September 2025 findet die vierte Ausgabe des all inklusiv Festivals für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung statt. Mit zehn Veranstaltungen rund um Kultur, Sport, Wissenschaft und Gesellschaft sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, Teilhabe und Barrierefreiheit an bemerkenswerten Orten der Hansestadt zu feiern. Im Mittelpunkt des Programms steht in diesem Jahr der Tanz. Schirmherrinnen des Festivals sind Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport von Mecklenburg-Vorpommern sowie Ulla Schmidt, Präsidentin der Bundesvereinigung Lebenshilfe, wie es in einer Presseinformation des Sozialministeriums von Mecklenburg-Vorpoemmern heißt.

Para Radsportler bereiten sich auf Straßen-WM vor

Radsportler mit Helm auf einem Rennrad mit drei Rädern vor einem Polizeiauto
Para-Radsportler Maximilian Jäger bei den Wettkämpfen in Paris
Foto: Kevin Voigt / DBS

FRECHEN (kobinet) Mit großem Aufgebot geht’s für die deutsche Para Radsport-Nationalmannschaft zur WM: 19 deutsche Para Radsportlerinnen und Radsportler treten die Reise nach Ronse (Belgien) an und wollen bei den Weltmeisterschaften auf der Straße, die dort in der Zeit vom 28. bis zum 31. August stattfinden ihre Bestform abrufen und möglichst weit vorne landen. Die Voraussetzungen sind im post-paralympischen Jahr ganz andere als bei der letztjährigen Ausgabe der WM.

Gaslighting in der Rheinwerkstatt Boppard

Junge Frauvor Aktenregal; Text Wenn deine Akte schweigt, obwohl du geschrien hast.
Plakat der Aktion
Foto: Inklusion by Müselmulm

Boppard (kobinet) Wie systemisches Leugnen, Schweigen und Umdeuten Betroffene psychisch destabilisiert – und warum es wichtig ist, das Schweigen zu durchbrechen.

Erste barrierefreie gynäkologische Sprechstunde in Hamburg

Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
Foto: Axel Nordmeier

HAMBURG (kobinet) Für Frauen mit komplexen Behinderungen gab es bislang keine umfassend barrierefreie gynäkologische Praxis in Hamburg. Jährliche Vorsorge? Behandlung bei gynäkologischen Beschwerden oder gar Erkrankungen? Fehlanzeige. Immer wieder berichteten Frauen und ihre Angehörigen von ihrer verzweifelten und vergeblichen Suche nach dieser eigentlich selbstverständlichen Grundversorgung. Doch nun gibt es einen Anlaufpunkt: Das Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA) bietet montags bis mittwochs gynäkologische Sprechstunden für erwachsene Frauen mit komplexen Behinderungen, die eine entsprechende haus- oder fachärztliche Überweisung haben.

Frau Ministerin, wann kommt die Werkstättenreform?

Bärbel Bas
Bärbel Bas
Foto: photothek

Berlin (kobinet) Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas stellte sich am 24. August 2025 beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung bei einer Veranstaltung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales Fragen von Bürger*innen. Dabei ging es auch um die Reform des Werkstättensystems, aber auch um Maßnahmen gegen Gewichtsdiskriminierung, wie Natalie Rosenke vom Bündnis AGG Reform Jetzt! den kobinet-nachrichten mitteilte.

Sächsische Eingliederungshilfe-Clearingstelle zog Bilanz zum 5-jahrigen Bestehen

Landkarte Lage Sachsen in Deutschland
Deutschland Lage Sachsen
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Dresden (kobinet) Die Eingliederungshilfe-Clearingstelle zieht mit einer Klausurtagung Bilanz zum 5-jahrigen Bestehen
Vor kurzem tagte die sächsische Clearingstelle fur den Bereich der Eingliederungshilfe fur Menschen mit Behinderungen anlasslich ihres 5-jahrigen Bestehens. Die Veranstaltung fand in der Sachsischen Aufbaubank statt und bot die Gelegenheit, auf die bisherige Arbeit zuruckzublicken, Engagement zu wurdigen und sich fortzubilden. Im Freistaat Sachsen wurde nach §10a Abs. 1 des Sachsischen Gesetzes zur Ausfuhrung des Sozialgesetzbuches (SachsAGSGB) im Zuge der landesrechtlichen Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes eine Clearingstelle beim unabhangigen Landesbeauftragten fur Inklusion der Menschen mit Behinderungen eingerichtet.

18. MAIK Kongress findet am 24. und 25. Oktober 2025 in München statt

Logo: Münchner außerklinischer Intensiv Kongross MAIK
Münchner außerklinischer Intensiv Kongross MAIK
Foto: MAIK

München (kobinet) Der 18. MAIK Kongress findet am 24. und 25. Oktober 2025 in München statt. Der Münchner außerklinische Intensiv Kongross bietet eine Plattform für Networking und Erfahrungsaustausch zur Außerklinischen Intensivversorgung. Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops sowie eine begleitende Fachausstellung stehen dabei auf dem sich derzeit schon entwickelnden Programm. Die MAIK Party mit der Band „ThE Vents“ findet am 24. Oktober 2025 im nahegelegenen AMPERE statt. Für die MAIK Party ist jedoch ein Zusatzticket erforderlich, wie es in der Ankündigung heißt.

Neue Dienstausweise der Hessischen Polizei

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Foto: Susanne Göbel

Wiesbaden (kobinet) „Vor kurzem berichtete die hessenschau über zwei vermeintliche Polizisten, die eine Verkehrskontrolle durchführten. Allerdings trafen sie dabei auf eine echte Polizistin in Zivil. Und die erkannte die Täuschung. Wer sich bei einer Polizeikontrolle nicht sicher ist, kann nach dem Dienstausweis fragen. Diese wurden unlängst für die Hessische Polizei erneuert. Und: Wie schon zuvor sind sie nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet worden. Sie verfügen über eine Aufdruck in Braille-Schrift.“ Darauf hat der hessische Landesbehindertenbeauftragte Andreas Winkel in seinem Newsletter aufmerksam gemacht.

Auszeit statt Ausbrennen – Raum für Erholung und Zusammenhalt

Cover des IGEL-Podcast zur Familienauszeit
Cover des IGEL-Podcast zur Familienauszeit
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Meitingen (kobinet) „Auszeit statt Ausbrennen – Raum für Erholung und Zusammenhalt“. So lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). In dieser Episode des IGEL-Podcasts spricht Sascha Lang mit Heike Rabas, Gründerin von Familienauszeit Meitingen e.V. Heike erzählt von ihrer persönlichen Geschichte als Mutter von vier Kindern, darunter einem Sohn mit einer seltenen genetischen Erkrankung und von ihrer Idee für eine Auszeit mit Erholung und Zusammenhalt, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.

Wohnen ist wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Angesichts des sich verschärfenden Wohnungsmangels appelliert VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Wohnen ist ein Grundrecht und ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Doch in Deutschland verschärft sich die Wohnungsnot immer weiter: Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum bleibt sowohl in Städten als auch auf dem Land rar. Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Auszubildende, Studierende und Geringverdienende sind gleichermaßen betroffen. Die Folgen reichen von beengten und unsicheren Wohnverhältnissen bis hin zu Isolation, sozialem Abstieg und Wohnungsverlust.“

Zwei Jahre Zündeln an den Strukturen: Was hat sich im Werkstättensystem verändert?

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Kassel (kobinet) Vor zwei Jahren, Ende August 2023, hat Ottmar Miles-Paul seinen ersten Roman mit dem Titel „Zündeln an den Strukturen“ veröffentlicht. Mit der fiktiven Geschichte der Brandstiftung von Helen Weber und ihren Freunden am Werkstattgebäude öffnet er mit dem Werk den Blick dafür, welche Entwicklungen es für einen inklusiveren Arbeitsmarkt geben könnte, wenn es keine Werkstatt in der Stadt mehr gäbe. kobinet-Redakteur Hartmut Smikac sprach mit dem Romanautor über sein Werk, aber vor allem darüber, was sich in den zwei Jahren seit dessen Veröffentlichung in Sachen Reform des Werkstättensystems und für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt getan hat.

Krüppel bleib bei deinen Leisten!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Lädt zum Wiederlesen erstklassiker Texte ein, die kobinet barrierefrei dem intelligenten Teil seiner Leserschaft bereitstellt.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Schuster bleib bei deinen Leisten! So lautet das Original. Von einem Bekannten, soeben zum Vorsitzenden des lokalen Behindertenbeirats gewählt, erfahre ich, Tenor in der Lokalpolitik ist es, die Behinderten möchten sich doch bitte auf ihre Angelegenheiten beschränken, Beispiel Bordsteinabsenkung. Und wem das nicht reicht, wer in diesem Sinne behindertenpolitisch nicht spurt, werde mit Angst vor den Russen eingeschüchtert. – Nun bin ich ein Behinderter, der sich so leicht nicht einschüchtern lässt. Ich spreche und schreibe auch über den behindertenpolitischen Tellerrand hinaus über das, was ich politisch und gesellschaftlich um mich her beobachte. Und das ist in der Tat beunruhigend. Was allerdings ein Grund mehr ist, davon nicht zu schweigen!

Gold folgt Doppel-Bronze beim Para-Kanu

Bronzemedaille an einem Band darauf einen Ährenkranz mit einer 3 in der Mitte
Bronzemedaille
Foto: Alexey_Hulsov In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Das deutsche Para Kanu-Nationalteam hat bei den Weltmeisterschaften in Italiens Stadt Mailand am Sonnabend zwei Bronzemedaillen gewonnen. Neben Anja Adler jubelte auch Felicia Laberer in ihrer Startklasse über Rang drei im Kajak, musste sich den Platz auf dem Podium allerdings teilen – mit ihrer befreundeten Konkurrentin. Bereits am Freitag holte Chinette Lauridsen bei ihrem WM-Debüt direkt den Titel im Auslegerkanu.

Momentaufnahme 402

Ein Wanderer auf dem Schnee
Schnee und Wolken
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selber dafür hält.

Diskriminierung macht keine Ferien

AGG T-Shirt mit Aufschrift: Diskriminierung macht keine Ferien
AGG T-Shirt mit Aufschrift: Diskriminierung macht keine Ferien
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) „Diskriminierung macht keine Ferien: Grüße vom Bündnis AGG Reform Jetzt!“ Mit dieser Botschaft auf einer Postkarte und einem T-Shirt vom Bündnis AGG Reform Jetzt hat sich Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung bereits am ersten Tag der Tage der offenen Tür der Bundesregierung und damit ins Getümmel bei so manchen Veranstaltungen verschiedener Ministerien begeben. Denn immer noch warten Millionen benachteiligter Menschen darauf, dass der Diskriminierungsschutz im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbessert wird.

Bewegende Ausstellungseröffnung zur Nazi-„Euthanasie“

Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon
Foto: privat

Marburg (kobinet) Der Andrang zur Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel „Verfolgung behinderter Menschen im Nationalsozialismus“ zur Nazi-„Euthanasie“ in Marburg war größer als erwartet. „Die 70 Plätze im großen Ausstellungssaal des katholischen Begegnungshauses ‚KA.RE.‘ reichten bei weitem nicht aus. Obwohl noch Stühle in den Saal hineingestellt wurden, mussten mehrere Interessierte die Ausstellungseröffnung am 22. August 2025 stehend verfolgen, was sie angesichts des berührenden Programms aber allesamt durchhielten. Die Ausstellung ‚Verfolgung behinderter Menschen im Nationalsozialismus‘ ist bis Donnerstag, 30. Oktober 2025 im Katholischen Begegnungshaus ‚Ka.Re‘ in der Biegenstraße 18 in Marburg zu sehen.“ Darauf macht Franz-Josef Hanke in seinem Beitrag über die Ausstellungseröffnung für die kobinet-nachrichten aufmerksam.