HAMBURG (kobinet)
Frauen mit schweren Behinderungen fanden bisher keine Frauen-Ärztin in Hamburg.
Die Praxen waren nicht barriere-frei.
Jährliche Vorsorge war nicht möglich.
Vorsorge bedeutet: etwas tun gegen schlechte Sachen.
Bevor sie passieren.
Behandlung bei Frauen-Krankheiten war nicht möglich.
Frauen und ihre Familien suchten verzweifelt.
Sie fanden keine passende Grund-Versorgung.
Grund-Versorgung bedeutet: Die wichtigsten Dinge für alle Menschen.
Zum Beispiel Essen und Trinken.
Auch Ärzte gehören dazu.
Jetzt gibt es eine Lösung.
Das Sengelmann Institut für Medizin hilft.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das Institut ist am Evangelischen Kranken-Haus Alsterdorf.
Evangelisch ist eine Richtung der christlichen Religion.
Das Institut bietet Frauen-Arzt-Termine an.
Die Termine sind montags bis mittwochs.
Erwachsene Frauen mit schweren Behinderungen können kommen.
Sie brauchen eine Überweisung vom Haus-Arzt.
Eine Überweisung ist ein Zettel vom Arzt.
Der Arzt schreibt darauf: Gehen Sie zu einem anderen Arzt.
3 Frauen-Ärztinnen arbeiten dort regelmäßig.
Die Ärztinnen heißen Kerstin Jepsen und Ronja Tabery.
Gesine Quentin arbeitet auch dort.
Sie kennen sich mit besonderen Bedürfnissen aus.
Sie haben die richtige Ausstattung für ihre Arbeit.
Das Institut hat einen besonderen Untersuchungs-Stuhl gekauft.
Frauen können auch auf den Stuhl kommen.
Das geht auch bei schweren Behinderungen.
Bei Bedarf gibt es einen Lifter.
Ein Lifter ist ein Gerät.
Das Gerät hilft beim Heben von Menschen.
Die Stiftung will die Situation verbessern.
Sie bietet Fortbildungen für Ärzte an.
Fortbildungen bedeutet: Menschen lernen neue Dinge für ihre Arbeit.
Sie gehen zu Kursen.
Dort lernen sie wichtige Sachen.
So können sie ihre Arbeit besser machen.
Sie bietet Fortbildungen für medizinisches Personal an.
Medizinisches Personal sind alle Menschen im Kranken-Haus.
Zum Beispiel Ärzte und Kranken-Schwestern.
Die Stiftung bringt ihr Wissen ein.
Fach-Frauen für Inklusive Gesundheit arbeiten mit.
Sie arbeiten an einem Runden Tisch mit.
Runder Tisch bedeutet: Menschen sitzen zusammen und sprechen.
Alle können wichtige Dinge besprechen.
Ulrike Kloiber hat den Runden Tisch eingerichtet.
Sie ist die Hamburger Senats-Koordinatorin für Menschen mit Behinderungen.
Eine Senats-Koordinatorin arbeitet für die Regierung.
Sie plant wichtige Aufgaben.
Sie sorgt dafür, dass alles gut läuft.
Der Runde Tisch will die Frauen-Arzt-Versorgung verbessern.
Das soll in allen Hamburger Bezirken passieren.
Bezirke sind Teile von Hamburg.
Hamburg hat 7 Bezirke.
Die Evangelische Stiftung Alsterdorf sammelt ihr Wissen seit Jahren.
Sie entwickelt neue Angebote.
2015 öffnete das Sengelmann Institut für Medizin.
Es ist eines der ersten Medizinischen Zentren bundesweit.
Bundesweit bedeutet: in ganz Deutschland.
Das Zentrum ist für erwachsene Menschen mit Behinderung.
2020 gab es einen besonderen Vertrag.
Das Evangelische Kranken-Haus Alsterdorf schloss den Vertrag ab.
Es war der erste Qualitäts-Vertrag bundesweit.
Ein Qualitäts-Vertrag ist eine Vereinbarung.
In dem Vertrag steht: Die Arbeit muss gut gemacht werden.
Der Vertrag regelt die Versorgung im Kranken-Haus.
Es geht um Menschen mit Behinderung.
Im September 2022 bekam der Vertrag einen Preis.
Es war der MSD-Gesundheits-Preis.
MSD ist eine Firma für Medikamente.
Der Preis ist für sehr gute Gesundheits-Lösungen.
Herausragend bedeutet: sehr besonders und sehr gut.

Foto: Axel Nordmeier
HAMBURG (kobinet) Für Frauen mit komplexen Behinderungen gab es bislang keine umfassend barrierefreie gynäkologische Praxis in Hamburg. Jährliche Vorsorge? Behandlung bei gynäkologischen Beschwerden oder gar Erkrankungen? Fehlanzeige. Immer wieder berichteten Frauen und ihre Angehörigen von ihrer verzweifelten und vergeblichen Suche nach dieser eigentlich selbstverständlichen Grundversorgung. Doch nun gibt es einen Anlaufpunkt: Das Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA) bietet montags bis mittwochs gynäkologische Sprechstunden für erwachsene Frauen mit komplexen Behinderungen, die eine entsprechende haus- oder fachärztliche Überweisung haben.
Die drei Gynäkologinnen Kerstin Jepsen, Ronja Tabery und Gesine Quentin sind regelmäßig für die Frauen da. Sie kennen sich mit den besonderen Bedarfen und Bedürfnissen aus und haben für ihre Arbeit auch die nötige Ausstattung. So konnte beispielsweise ein spezieller gynäkologischer Stuhl angeschafft werden, der es auch Frauen ermöglicht, auf den Untersuchungsstuhl zu kommen, die das aus eigener Kraft nicht können. Im Bedarfsfall steht dafür auch ein so genannter Lifter zur Verfügung.
Um die Situation insgesamt zu verbessern, bietet die Stiftung beispielsweise Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Fachpersonal an und bringt ihre Expertise ein. Expertinnen aus dem Bereich „Inklusive Gesundheit“ arbeiten außerdem intensiv an einem Runden Tisch mit, den die Hamburger Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Ulrike Kloiber, eingerichtet hat. Er kümmert sich darum, die gynäkologische Versorgung für Hamburgerinnen mit Behinderungen in allen Bezirken zu verbessern.
In den vergangenen Jahren haben die medizinischen Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ihr langjähriges Erfahrungswissen gebündelt und neue Angebote entwickelt. Dazu zählt unter anderem das 2015 eröffnete Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion als eines der bundesweit ersten Medizinischen Zentren für erwachsene Menschen mit Behinderung. In 2020 wurde am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf der bundesweit erste Qualitätsvertrag zur Versorgung von Menschen mit Behinderung im Krankenhaus abgeschlossen, der im September 2022 mit dem MSD-Gesundheitspreis für herausragende Gesundheitslösungen ausgezeichnet wurde.

Foto: Axel Nordmeier
HAMBURG (kobinet) Für Frauen mit komplexen Behinderungen gab es bislang keine umfassend barrierefreie gynäkologische Praxis in Hamburg. Jährliche Vorsorge? Behandlung bei gynäkologischen Beschwerden oder gar Erkrankungen? Fehlanzeige. Immer wieder berichteten Frauen und ihre Angehörigen von ihrer verzweifelten und vergeblichen Suche nach dieser eigentlich selbstverständlichen Grundversorgung. Doch nun gibt es einen Anlaufpunkt: Das Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA) bietet montags bis mittwochs gynäkologische Sprechstunden für erwachsene Frauen mit komplexen Behinderungen, die eine entsprechende haus- oder fachärztliche Überweisung haben.
Die drei Gynäkologinnen Kerstin Jepsen, Ronja Tabery und Gesine Quentin sind regelmäßig für die Frauen da. Sie kennen sich mit den besonderen Bedarfen und Bedürfnissen aus und haben für ihre Arbeit auch die nötige Ausstattung. So konnte beispielsweise ein spezieller gynäkologischer Stuhl angeschafft werden, der es auch Frauen ermöglicht, auf den Untersuchungsstuhl zu kommen, die das aus eigener Kraft nicht können. Im Bedarfsfall steht dafür auch ein so genannter Lifter zur Verfügung.
Um die Situation insgesamt zu verbessern, bietet die Stiftung beispielsweise Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Fachpersonal an und bringt ihre Expertise ein. Expertinnen aus dem Bereich „Inklusive Gesundheit“ arbeiten außerdem intensiv an einem Runden Tisch mit, den die Hamburger Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Ulrike Kloiber, eingerichtet hat. Er kümmert sich darum, die gynäkologische Versorgung für Hamburgerinnen mit Behinderungen in allen Bezirken zu verbessern.
In den vergangenen Jahren haben die medizinischen Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ihr langjähriges Erfahrungswissen gebündelt und neue Angebote entwickelt. Dazu zählt unter anderem das 2015 eröffnete Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion als eines der bundesweit ersten Medizinischen Zentren für erwachsene Menschen mit Behinderung. In 2020 wurde am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf der bundesweit erste Qualitätsvertrag zur Versorgung von Menschen mit Behinderung im Krankenhaus abgeschlossen, der im September 2022 mit dem MSD-Gesundheitspreis für herausragende Gesundheitslösungen ausgezeichnet wurde.




