Berlin (kobinet)
Es gibt zu wenig Wohnungen in Deutschland.
Das wird immer schlimmer.
Verena Bentele ist die Chefin vom VdK.
Der VdK ist ein Verein für Menschen mit Behinderung.
Verena Bentele sagt: Wohnen ist ein Grund-Recht.
Grund-Rechte sind wichtige Rechte für alle Menschen.
Sie stehen im Grund-Gesetz von Deutschland.
Jeder Mensch braucht eine Wohnung.
In Deutschland fehlen viele Wohnungen.
Die Wohnungen sind zu teuer.
Es gibt zu wenige Wohnungen ohne Barrieren.
Barriere-frei bedeutet: Menschen im Roll-Stuhl können gut wohnen.
Auch alte Menschen können gut wohnen.
Viele Menschen haben Probleme beim Wohnen.
Das sind zum Beispiel Familien.
Oder alte Menschen.
Oder Menschen mit Behinderung.
Auch junge Menschen beim Lernen haben Probleme.
Menschen mit wenig Geld haben auch Probleme.
Die Probleme beim Wohnen sind groß.
Manche Menschen müssen in zu kleinen Wohnungen leben.
Manche Menschen verlieren ihre Wohnung ganz.
Das macht die Menschen traurig und einsam.
Verena Bentele sagt: Ich weiß warum es so wenig Wohnungen gibt.
Es gibt immer weniger günstige Wohnungen.
Das Bauen kostet sehr viel Geld.
Deshalb bauen die Menschen weniger neue Wohnungen.
In Deutschland werden viele Menschen alt.
Diese Menschen brauchen Wohnungen ohne Barrieren.
Aber es gibt zu wenige solche Wohnungen.
Es fehlen mehr als 2 Millionen Wohnungen für alte Menschen.
Die Regierung will ein Hilfs-Programm beenden.
Ein Hilfs-Programm ist Geld vom Staat.
Das Geld ist für Menschen in Not.
Menschen bekommen das Geld.
Dann können sie wichtige Sachen kaufen.
Das Programm heißt: Alters-gerecht umbauen.
Alters-gerecht umbauen bedeutet: Ein Haus wird verändert.
Ältere Menschen können dann besser leben.
Zum Beispiel: Eine Rampe statt Treppen.
Oder ein größeres Bad.
Das Programm hilft beim Umbau von Wohnungen.
Verena Bentele sagt: Das ist ein großer Fehler.
Der Staat und die Städte haben viele Wohnungen verkauft.
Das war ein Fehler.
Früher waren die Wohnungen günstig.
Jetzt bestimmen die Firmen die Preise.
Die Preise sind sehr hoch geworden.
Die Politik muss sich ändern
Der VdK will: Die Politik muss sich ändern.
Wohnen soll ein Recht für alle Menschen werden.
Das soll im Gesetz stehen.
Der VdK fordert viele Dinge.
Es soll mehr günstige Wohnungen geben.
Alle neuen Wohnungen sollen barriere-frei sein.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können die Wohnung gut nutzen.
Zum Beispiel Menschen im Roll-Stuhl oder blinde Menschen.
Die Mieten sollen nicht so teuer werden.
Dafür gibt es die Miet-Preis-Bremse.
Die Miet-Preis-Bremse ist ein Gesetz über Wohnungs-Kosten.
Wohnungen dürfen nicht zu teuer werden.
Die Miet-Preis-Bremse soll länger gelten.
Es soll mehr Geld für barriere-freie Wohnungen geben.
Menschen sollen Hilfe beim Umbau bekommen.
Menschen mit wenig Geld sollen Beratung bekommen.
Verena Bentele sagt: Wohnen ist sehr wichtig.
Wohnen ist nicht nur ein Dach über dem Kopf.
Wohnen bedeutet: Menschen können am Leben teil-nehmen.
Teil-nehmen bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du gehst zu einer Veranstaltung.
Du bist dabei.
Du machst mit bei einer Gruppe.
Menschen können selbst bestimmen.
Menschen haben die gleichen Chancen.
Die Politiker sollen handeln.
Viele Menschen werden aus ihren Stadt-Teilen vertrieben.
Vertrieben bedeutet: Menschen müssen weg-ziehen.
Sie können nicht mehr in ihrer alten Wohnung bleiben.
Die Wohnungen sind zu teuer geworden.
Menschen werden arm.
Menschen leben in schlechten Wohnungen.
Menschen werden einsam.
Verena Bentele sagt: Wohnen darf nicht arm machen.
Das gilt heute.
Das gilt auch in Zukunft.

Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet) Angesichts des sich verschärfenden Wohnungsmangels appelliert VdK-Präsidentin Verena Bentele: "Wohnen ist ein Grundrecht und ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Doch in Deutschland verschärft sich die Wohnungsnot immer weiter: Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum bleibt sowohl in Städten als auch auf dem Land rar. Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Auszubildende, Studierende und Geringverdienende sind gleichermaßen betroffen. Die Folgen reichen von beengten und unsicheren Wohnverhältnissen bis hin zu Isolation, sozialem Abstieg und Wohnungsverlust."
Die Ursachen liegen nach Anischt der VdK-Präsidentin auf der Hand: „Der Bestand an sozialgebundenen Wohnungen schrumpft, Bau- und Energiekosten explodieren, die Neubautätigkeiten sinken. Mehr als zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen bereits. Und das, obwohl die Baby-Boomer-Generation unmittelbar dem Alter zustrebt, in dem barrierefreier Wohnraum immer notwendiger wird. Dennoch soll der Investitionszuschuss ‚Altersgerecht umbauenʹ auslaufen. Angesichts des gravierenden Mangels an barrierefreiem Wohnraum ist das ein wohnungspolitisches Armutszeugnis. Und man muss es klar benennen: Bund und Kommunen haben die Situation durch den Verkauf eigener Wohnbestände massiv verschärft. Anstatt langfristig preisgünstiges Wohnen zu sichern, bestimmt nun der Markt die Preise.“
Umsteuern nötig
Der Sozialverband VdK fordert deshalb ein entschiedenes Umsteuern und eine gesetzliche Verankerung des Wohnens als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. „Wir brauchen einen konsequenten Ausbau des sozialen und barrierefreien Wohnungsbaus. Die Erhöhung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau kann da nur ein erster Schritt sein. Zusätzlich braucht es Barrierefreiheit als verbindlichen Standard bei Neubauten. Die Mietpreisbremse muss über das Jahr 2029 hinaus verlängert und verschärft und inklusive und bezahlbare Wohnprojekte stärker gefördert werden. Förderprogramme für den barrierefreien Umbau bestehender Wohnungen sollten nicht nur fortgeführt, sondern deutlich ausgebaut und finanziell aufgestockt werden. Viele Menschen würden außerdem von flächendeckenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten für benachteiligte Privathaushalte profitieren“, erklärte Verena Bentele.
Wohnen ist nach Ansicht des VdK weit mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist die Grundlage für soziale Teilhabe, Chancengerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. Die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen dürften nicht länger zusehen, wie immer mehr Menschen aus ihren Vierteln verdrängt werden, in Armut abrutschen oder in ungeeigneten Wohnungen vereinsamen. „Wir sagen klar: Wohnraum darf keine Armutsfalle sein – nicht heute und nicht in Zukunft“, betonte Verena Bentele.

Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet) Angesichts des sich verschärfenden Wohnungsmangels appelliert VdK-Präsidentin Verena Bentele: "Wohnen ist ein Grundrecht und ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Doch in Deutschland verschärft sich die Wohnungsnot immer weiter: Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum bleibt sowohl in Städten als auch auf dem Land rar. Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Auszubildende, Studierende und Geringverdienende sind gleichermaßen betroffen. Die Folgen reichen von beengten und unsicheren Wohnverhältnissen bis hin zu Isolation, sozialem Abstieg und Wohnungsverlust."
Die Ursachen liegen nach Anischt der VdK-Präsidentin auf der Hand: „Der Bestand an sozialgebundenen Wohnungen schrumpft, Bau- und Energiekosten explodieren, die Neubautätigkeiten sinken. Mehr als zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen bereits. Und das, obwohl die Baby-Boomer-Generation unmittelbar dem Alter zustrebt, in dem barrierefreier Wohnraum immer notwendiger wird. Dennoch soll der Investitionszuschuss ‚Altersgerecht umbauenʹ auslaufen. Angesichts des gravierenden Mangels an barrierefreiem Wohnraum ist das ein wohnungspolitisches Armutszeugnis. Und man muss es klar benennen: Bund und Kommunen haben die Situation durch den Verkauf eigener Wohnbestände massiv verschärft. Anstatt langfristig preisgünstiges Wohnen zu sichern, bestimmt nun der Markt die Preise.“
Umsteuern nötig
Der Sozialverband VdK fordert deshalb ein entschiedenes Umsteuern und eine gesetzliche Verankerung des Wohnens als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. „Wir brauchen einen konsequenten Ausbau des sozialen und barrierefreien Wohnungsbaus. Die Erhöhung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau kann da nur ein erster Schritt sein. Zusätzlich braucht es Barrierefreiheit als verbindlichen Standard bei Neubauten. Die Mietpreisbremse muss über das Jahr 2029 hinaus verlängert und verschärft und inklusive und bezahlbare Wohnprojekte stärker gefördert werden. Förderprogramme für den barrierefreien Umbau bestehender Wohnungen sollten nicht nur fortgeführt, sondern deutlich ausgebaut und finanziell aufgestockt werden. Viele Menschen würden außerdem von flächendeckenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten für benachteiligte Privathaushalte profitieren“, erklärte Verena Bentele.
Wohnen ist nach Ansicht des VdK weit mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist die Grundlage für soziale Teilhabe, Chancengerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben. Die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen dürften nicht länger zusehen, wie immer mehr Menschen aus ihren Vierteln verdrängt werden, in Armut abrutschen oder in ungeeigneten Wohnungen vereinsamen. „Wir sagen klar: Wohnraum darf keine Armutsfalle sein – nicht heute und nicht in Zukunft“, betonte Verena Bentele.




