Düsseldorf
Die Mieten sind sehr teuer geworden.
Seit 2021 sind die Mieten um 20 Prozent gestiegen.
Das gilt für die großen Städte in NRW.
NRW bedeutet: Nord-rhein-West-falen.
Das zeigen Zahlen von der Firma Empirica.
Empirica bedeutet: Eine Firma sammelt Wohnungs-Preise.
Früher gab es mehr Sozial-wohnungen.
Sozial-wohnungen bedeutet: Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.
1990 gab es 1,3 Millionen Sozial-wohnungen.
Heute gibt es nur noch 422.000 Sozial-wohnungen.
Viele Sozial-wohnungen werden normale Wohnungen.
Das passiert bis 2030 mit 40 Prozent.
Prozent bedeutet: Von 100 Wohnungen werden 40 teurer.
Dann kosten sie mehr Geld.
Das hat die NRW-Bank berechnet.
NRW-Bank bedeutet: Eine Bank vom Land NRW.
Es gibt zu wenige freie Wohnungen.
Nur 1,4 Prozent der Wohnungen stehen leer.
Fach-leute sagen: Es sollten 3 Prozent sein.
Das zeigt: Es gibt nicht genug Wohnungen.
Der Sozial-verband Deutschland sagt etwas.
Sozial-verband bedeutet: Ein Verein für Menschen mit Problemen.
Er sagt: Die Wohnungs-krise in NRW wird schlimmer.
Wohnungs-krise bedeutet: Es gibt zu wenige Wohnungen.
Viele Menschen finden keine Wohnung.
Die Wohnungen sind auch sehr teuer.
2024 hatten 122.170 Menschen keine Wohnung.
Das sind 13.500 Menschen mehr als 2023.
So viele Menschen ohne Wohnung gab es noch nie.
Hans-Jochem Witzke ist ein Experte für Wohnungen.
Er arbeitet für das Bündnis Wir wollen wohnen.
Bündnis bedeutet: Eine Gruppe arbeitet zusammen.
Er ist auch Chef vom Deutschen Mieter-bund NRW.
Mieter-bund bedeutet: Ein Verein für Menschen mit Miet-Wohnung.
Er sagt: Das Thema Wohnen ist sehr wichtig.
Die Politiker in den Städten müssen handeln.
Sie müssen sagen: So schaffen wir günstiges Wohnen.
Sie können nicht nur auf andere warten.
Alle müssen mit-helfen beim günstigen Wohnen.
Die Städte haben eigene Wohnungs-unternehmen.
Wohnungs-unternehmen bedeutet: Eine Firma mit vielen Wohnungen.
Diese Unternehmen sollen mehr Wohnungen bauen.
Die Städte sollen diese Unternehmen nicht verkaufen.
Das Geld brauchen sie für andere Sachen.
Bei neuen Wohn-projekten können Städte Regeln machen.
Wohn-projekte bedeutet: Neue Häuser mit Wohnungen.
Sie können sagen: 50 Prozent müssen Sozial-wohnungen sein.
Das ist wichtig.
Denn viele Sozial-wohnungen werden bald teurer.

Foto: Pixabay/SatyaPrem
DÜSSELDORF (kobinet) Seit 2021 sind die Mieten in den meisten Großstädten Nordrhein-Westfalens um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Der Bestand an Sozialwohnungen ist von 1,3 Millionen (1990) auf aktuell 422.000 gesunken. Bis 2030 fallen nach Berechnungen der NRW-Bank rund 40 Prozent dieser Wohnungen aus der Preisbindung. Zudem liegt die Leerstandsquote mit landesweit 1,4 Prozent unter den von Fachleuten empfohlenen 3 Prozent, was auf einen angespannten Wohnungsmarkt hindeutet. Auf dieser Grundlage stellt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen fest: " Wohnungskrise in NRW spitzt sich zu".
Im Jahr 2024 wurden in NRW 122.170 wohnungslose Menschen offiziell erfasst. Mit einem Plus von 13.500 im Vergleich zum Vorjahr ist das ein neuer Höchststand.
„Das Thema Wohnen gehört ganz oben auf die kommunalpolitische Agenda“, betont Hans-Jochem Witzke, Sprecher des Bündnisses „Wir wollen wohnen!“ und Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW. „Wer zur Kommunalwahl antritt, muss sagen, wie er oder sie bezahlbares Wohnen sichern will und kann nicht nur auf Bund und Land verweisen. Alle politischen Ebenen können und müssen ihren Beitrag für bezahlbares Wohnen leisten.“
Zwar sind Bund und Länder für das Mietrecht und die Finanzierung der sozialen Wohnraumförderung verantwortlich, doch auch die Kommunen verfügen über Instrumente eine soziale Wohnungspolitik zu stärken.
„Eine wichtige Stellschraube für eine soziale kommunale Wohnungspolitik sind die kommunalen Wohnungsunternehmen. Der öffentliche Wohnungsbau muss ausgeweitet werden und kommunale Unternehmen dürfen nicht zur Sanierung des Haushaltes herangezogen werden. Zudem kann die Kommune bei Neubauprojekten Vorgaben zum Anteil von Sozialwohnungen machen. Eine Quote von 50 Prozent ist notwendig, da in den kommenden Jahren viele Sozialwohnungen aus der Preisbindung fallen“, so Witzke weiter.

Foto: Pixabay/SatyaPrem
DÜSSELDORF (kobinet) Seit 2021 sind die Mieten in den meisten Großstädten Nordrhein-Westfalens um mehr als 20 Prozent gestiegen, wie Zahlen der Empirica Preisdatenbank zeigen. Der Bestand an Sozialwohnungen ist von 1,3 Millionen (1990) auf aktuell 422.000 gesunken. Bis 2030 fallen nach Berechnungen der NRW-Bank rund 40 Prozent dieser Wohnungen aus der Preisbindung. Zudem liegt die Leerstandsquote mit landesweit 1,4 Prozent unter den von Fachleuten empfohlenen 3 Prozent, was auf einen angespannten Wohnungsmarkt hindeutet. Auf dieser Grundlage stellt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen fest: " Wohnungskrise in NRW spitzt sich zu".
Im Jahr 2024 wurden in NRW 122.170 wohnungslose Menschen offiziell erfasst. Mit einem Plus von 13.500 im Vergleich zum Vorjahr ist das ein neuer Höchststand.
„Das Thema Wohnen gehört ganz oben auf die kommunalpolitische Agenda“, betont Hans-Jochem Witzke, Sprecher des Bündnisses „Wir wollen wohnen!“ und Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW. „Wer zur Kommunalwahl antritt, muss sagen, wie er oder sie bezahlbares Wohnen sichern will und kann nicht nur auf Bund und Land verweisen. Alle politischen Ebenen können und müssen ihren Beitrag für bezahlbares Wohnen leisten.“
Zwar sind Bund und Länder für das Mietrecht und die Finanzierung der sozialen Wohnraumförderung verantwortlich, doch auch die Kommunen verfügen über Instrumente eine soziale Wohnungspolitik zu stärken.
„Eine wichtige Stellschraube für eine soziale kommunale Wohnungspolitik sind die kommunalen Wohnungsunternehmen. Der öffentliche Wohnungsbau muss ausgeweitet werden und kommunale Unternehmen dürfen nicht zur Sanierung des Haushaltes herangezogen werden. Zudem kann die Kommune bei Neubauprojekten Vorgaben zum Anteil von Sozialwohnungen machen. Eine Quote von 50 Prozent ist notwendig, da in den kommenden Jahren viele Sozialwohnungen aus der Preisbindung fallen“, so Witzke weiter.




