LOBBACH (kobinet)
Die Internationale Rücken-Mark-Gesellschaft macht etwas Besonderes.
Das ist eine Gruppe von Ärzten.
Die Ärzte kommen aus vielen Ländern.
Sie helfen Menschen mit kaputtem Rücken-Mark.
Das Rücken-Mark ist sehr wichtig für den Körper.
Wenn es kaputt ist können Menschen nicht mehr laufen.
Sie ruft zum 10. Mal auf.
Es ist der Internationale Tag der Querschnitt-Lähmung.
Querschnitt-Lähmung bedeutet: Ein Mensch kann seine Beine nicht mehr bewegen.
Das passiert wenn das Rücken-Mark kaputt ist.
Das Rücken-Mark ist wie ein Kabel im Körper.
Wenn das Kabel kaputt ist funktionieren die Beine nicht mehr.
Das ist der SCI-Day.
SCI bedeutet: Spinal Cord Injury.
Das heißt auf Deutsch: Rücken-Mark-Verletzung.
Das Thema in diesem Jahr ist: Sturz-Prävention.
Prävention bedeutet: Man handelt bevor etwas Schlimmes passiert.
So verhindert man das Schlimme.
Sturz-Prävention bedeutet also: Stürze verhindern.
Das bedeutet: Menschen vor dem Fallen schützen.
Ältere Menschen fallen oft hin.
Das kann sehr gefährlich sein.
Deshalb macht man Übungen.
Man macht die Wohnung auch sicherer.
So kann man das Rücken-Mark schützen.
Die Deutsche Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie hat neue Ergebnisse.
Paraplegiologie bedeutet: Die Wissenschaft von Querschnitt-Lähmungen.
Das ist ein Fach-Bereich in der Medizin.
Ärzte lernen dort alles über das Rücken-Mark.
Sie helfen Menschen mit kaputtem Rücken-Mark.
Sie wissen wie man diese Menschen behandelt.
Die Gesellschaft heißt kurz: DMGP.
Die Ergebnisse kommen aus einer großen Befragung.
Die Befragung heißt: German Spinal Cord Injury Survey.
Kurz: GerSCI.
Die Befragung zeigt: Wie leben Menschen mit Querschnitt-Lähmung in Deutschland?
Die Klinik für Paraplegiologie hat die Befragung gemacht.
Die Klinik gehört zum Universitäts-Klinikum Heidelberg.
Die Welt-Gesundheits-Organisation hat die Studie begonnen.
Die Welt-Gesundheits-Organisation heißt kurz: WHO.
WHO hilft kranken Menschen.
WHO ist eine wichtige Behörde.
Die Internationale Rücken-Mark-Gesellschaft hat auch mitgemacht.
Auch die Internationale Gesellschaft für Rehabilitations-Medizin hat mitgemacht.
Rehabilitation bedeutet wieder gesund werden.
Etwas wird wieder so wie früher.
Rehabilitations-Medizin bedeutet: Ärzte helfen kranken Menschen wieder gesund zu werden.
Die Menschen lernen wieder laufen oder sprechen.
Die Ärzte machen Übungen mit den Menschen.
So können die Menschen wieder besser leben.
32 Länder auf der ganzen Welt haben mitgemacht.
Das war in den Jahren 2023 und 2024.
In Deutschland haben 15 Zentren der DMGP mitgemacht.
Die Deutsche Stiftung Querschnitt-Lähmung hat Geld gegeben.
Die Deutsche Stiftung Querschnitt-Lähmung heißt kurz: DSQ.
So konnten die Forscher 23.600 betroffene Personen anschreiben.
2.670 Personen haben geantwortet.
Sie haben 90 Fragen beantwortet.
90 Prozent haben online geantwortet.
20 Prozent aller Querschnitt-Lähmungen kommen durch Stürze.
Das ist in Deutschland so.
Die meisten Stürze führen zu Lähmungen an Armen und Beinen.
Das heißt: Tetraplegie.
Tetraplegie bedeutet: Arme und Beine können sich nicht bewegen.
Das passiert bei einer schweren Rücken-Mark-Verletzung.
Die Verletzung ist am Hals passiert.
Deshalb funktionieren Arme und Beine nicht mehr.
Die Ergebnisse der GerSCI-Befragung zeigen schwere Folgen.
Eine Querschnitt-Lähmung bedeutet nicht nur: Man braucht einen Roll-Stuhl.
Es gibt noch viele andere Probleme:
Fast 50 Prozent aller Befragten haben starke Schmerzen.
Die Schmerzen sind sehr stark bis extrem stark.
Über ein Drittel hat Probleme mit Blase und Darm.
Diese Probleme sind sehr groß.
Über 40 Prozent haben Probleme mit der Sexualität.
Diese Einschränkungen sind sehr groß.
PD. Dr. med. Andreas Badke ist der erste Vorsitzende der DMGP.
Er sagt: Die GerSCI-Zahlen zeigen etwas Wichtiges.
Eine Querschnitt-Lähmung bedeutet einen sehr großen Verlust.
Man verliert viel Selbständigkeit.
Man verliert viel Lebens-Qualität.
Das ist eine große Herausforderung.
Die medizinische Versorgung ist schwierig.
Die Hilfs-Mittel-Versorgung ist schwierig.
Die gesellschaftliche Teil-Habe ist schwierig.
Teil-Habe bedeutet: Menschen können mit-machen in der Gesellschaft.
Sie können arbeiten und Freunde haben.
Sie können ihre Meinung sagen.
Deshalb sind öffentliche Präventions-Kampagnen wichtig.
Präventions-Kampagnen bedeutet: Viele Menschen informieren über Gesundheit.
Sie wollen Krankheiten verhindern.
Sie machen Plakate und Filme dafür.
So bleiben mehr Menschen gesund.
Präventions-Kampagnen sollen über Sturz-Risiken aufklären.
Junge Menschen sollen wissen: Nicht ins flache Wasser springen.
Ältere Menschen sollen wissen: Wie man Stürze zu Hause verhindert.
Die GerSCI-Erhebung wurde zum zweiten Mal gemacht.
Die erste war 2017.
Jetzt können die Forscher Veränderungen über die Zeit sehen.
Das hilft bei gezielten Verbesserungen.
Die Versorgung kann besser werden.
Die Inklusion kann besser werden.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern hilft auch.
So können strukturelle Schwächen gefunden werden.
Die Versorgung von Menschen mit Querschnitt-Lähmung kann besser werden.
Das ist in Deutschland so.
Die Politik kann handeln.

Foto: SoVD NRW
LOBBACH (kobinet) Bereits zum 10. Mal ruft die Internationale Rückenmarkgesellschaft (ISCoS) zum Internationalen Tag der Querschnittlähmung (SCI-Day) auf. Zum diesjährigen SCI-Day, der unter dem Motto "Sturzprävention, Schutz des Rückenmarks" steht, veröffentlicht die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie (DMGP) aktuelle Ergebnisse der German Spinal Cord Injury Survey (GerSCI). Die von der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg koordinierte Befragungsstudie liefert umfassende Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland.
An der nach 2017 zum zweiten Mal durchgeführten internationalen InSCI-Studie, initiiert von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der ISCoS und der Internationalen Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitationsmedizin (ISPRM), nahmen 2023/2024 weltweit 32 Länder teil. In Deutschland beteiligten sich 15 Zentren der DMGP. Mit finanzieller Unterstützung durch die
Deutsche Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) wurden rund 23.600 betroffene Personen kontaktiert, von denen 2.670 die 90 Fragen der GerSCI-Umfrage beantwortet haben, 90 Prozent davon online.
Rund 20 Prozent aller Querschnittlähmungen in Deutschland sind durch Stürze verursacht, die meisten führen zu Lähmungen an Armen und Beinen (Tetraplegie). Die Ergebnisse der GerSCI-Befragung zeigen schwerwiegende Folgen der Querschnittlähmung auf, die weit über die allgemein bekannte Rollstuhlabhängigkeit hinausgehen:
• Fast 50 Prozent aller Befragten leiden unter ausgeprägten bis extremen Schmerzen.
• Über ein Drittel berichten über erhebliche Beeinträchtigungen der Blasen- und Darmfunktion.
• Über 40 Prozent berichten über erhebliche Einschränkungen der sexuellen Funktionen.
„Die GerSCI-Zahlen machen deutlich: Eine Querschnittlähmung bedeutet einen massiven Verlust an Selbständigkeit und Lebensqualität und stellt eine große Herausforderung hinsichtlich der medizinischen Versorgung, der Hilfsmittelversorgung und der gesellschaftlichen Teilhabe dar. Umso wichtiger sind öffentliche Präventionskampagnen zur Aufklärung über Sturzrisiken bei jungen (Kopfsprung in flaches Wasser) und über Maßnahmen zur Sturzvorbeugung bei älteren Menschen (Sturz im häuslichen Umfeld)“, betont PD. Dr. med. Andreas Badke, erster Vorsitzender der DMGP.
Die Wiederholung der GerSCI-Erhebung ermöglicht erstmals Aussagen zu zeitlichen Trends als Grundlage für gezielte Verbesserungen der Versorgung und Inklusion. Der Vergleich mit anderen
europäischen Ländern wird helfen, strukturelle Schwächen in der Versorgung von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland zu identifizieren und politische Handlungsfelder aufzuzeigen.

Foto: SoVD NRW
LOBBACH (kobinet) Bereits zum 10. Mal ruft die Internationale Rückenmarkgesellschaft (ISCoS) zum Internationalen Tag der Querschnittlähmung (SCI-Day) auf. Zum diesjährigen SCI-Day, der unter dem Motto "Sturzprävention, Schutz des Rückenmarks" steht, veröffentlicht die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie (DMGP) aktuelle Ergebnisse der German Spinal Cord Injury Survey (GerSCI). Die von der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg koordinierte Befragungsstudie liefert umfassende Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland.
An der nach 2017 zum zweiten Mal durchgeführten internationalen InSCI-Studie, initiiert von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der ISCoS und der Internationalen Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitationsmedizin (ISPRM), nahmen 2023/2024 weltweit 32 Länder teil. In Deutschland beteiligten sich 15 Zentren der DMGP. Mit finanzieller Unterstützung durch die
Deutsche Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) wurden rund 23.600 betroffene Personen kontaktiert, von denen 2.670 die 90 Fragen der GerSCI-Umfrage beantwortet haben, 90 Prozent davon online.
Rund 20 Prozent aller Querschnittlähmungen in Deutschland sind durch Stürze verursacht, die meisten führen zu Lähmungen an Armen und Beinen (Tetraplegie). Die Ergebnisse der GerSCI-Befragung zeigen schwerwiegende Folgen der Querschnittlähmung auf, die weit über die allgemein bekannte Rollstuhlabhängigkeit hinausgehen:
• Fast 50 Prozent aller Befragten leiden unter ausgeprägten bis extremen Schmerzen.
• Über ein Drittel berichten über erhebliche Beeinträchtigungen der Blasen- und Darmfunktion.
• Über 40 Prozent berichten über erhebliche Einschränkungen der sexuellen Funktionen.
„Die GerSCI-Zahlen machen deutlich: Eine Querschnittlähmung bedeutet einen massiven Verlust an Selbständigkeit und Lebensqualität und stellt eine große Herausforderung hinsichtlich der medizinischen Versorgung, der Hilfsmittelversorgung und der gesellschaftlichen Teilhabe dar. Umso wichtiger sind öffentliche Präventionskampagnen zur Aufklärung über Sturzrisiken bei jungen (Kopfsprung in flaches Wasser) und über Maßnahmen zur Sturzvorbeugung bei älteren Menschen (Sturz im häuslichen Umfeld)“, betont PD. Dr. med. Andreas Badke, erster Vorsitzender der DMGP.
Die Wiederholung der GerSCI-Erhebung ermöglicht erstmals Aussagen zu zeitlichen Trends als Grundlage für gezielte Verbesserungen der Versorgung und Inklusion. Der Vergleich mit anderen
europäischen Ländern wird helfen, strukturelle Schwächen in der Versorgung von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland zu identifizieren und politische Handlungsfelder aufzuzeigen.




