Berlin (kobinet)
Verena Bentele ist Präsidentin vom Sozial-Verband VdK.
Sozial-Verband bedeutet: Eine Gruppe von Menschen hilft anderen Menschen bei Problemen.
Zum Beispiel bei Geld-Problemen oder Krankheit.
Sie widerspricht Bundes-Kanzler Friedrich Merz.
Bundes-Kanzler bedeutet: Der Chef der Regierung.
Der Bundes-Tag wählt ihn aus.
Merz hatte gesagt: Der Sozial-Staat ist zu teuer.
Sozial-Staat bedeutet: Ein Land hilft seinen Bürgern.
Es gibt Geld bei Arbeits-Losigkeit.
Es bezahlt auch Rente und Kranken-Versicherung.
Bentele sagt: Das stimmt nicht.
Der Sozial-Staat ist finanzierbar.
Finanzierbar bedeutet: Man hat genug Geld dafür.
Man kann etwas bezahlen.
Das Geld reicht aus.
Man muss nur die richtigen politischen Mittel nutzen.
Bentele sagt: Herr Merz wiederholt eine falsche Behauptung.
Politik und Wirtschaft sagen seit Jahren das Gleiche.
Sie behaupten: Der Sozial-Staat ist zu teuer.
Sie wollen höhere Beiträge oder weniger Leistungen.
Bentele fordert mehr Gerechtigkeit im System.
Der Staat soll gesellschaftliche Aufgaben anders bezahlen.
Nicht mehr aus den Sozial-Versicherungs-Kassen.
Sozial-Versicherungs-Kassen bedeutet: Kassen sammeln Geld von den Arbeitern.
Dieses Geld hilft bei Krankheit oder Arbeits-Losigkeit.
Sondern aus Steuer-Einnahmen.
Der VdK hat mit Fiscal Future geforscht.
Sie haben die Finanzierung vom Sozial-Staat untersucht.
Das Ergebnis: Seit Jahr-zehnten läuft etwas falsch.
Wichtige gesellschaftliche Aufgaben werden falsch finanziert.
Sie werden aus den Sozial-Versicherungs-Kassen bezahlt.
Sie sollten aber aus dem Bundes-Haushalt bezahlt werden.
Bundes-Haushalt bedeutet: Ein Plan für das Geld vom Staat.
Der Staat plant: Wie viel Geld bekommt er?
Wofür gibt er das Geld aus?
Ein Beispiel ist die Renten-Versicherung.
Renten-Versicherung bedeutet: Eine Art Sparen.
Alle Menschen zahlen jeden Monat Geld ein.
Wenn sie alt sind bekommen sie jeden Monat Geld zurück.
Sie hat 108,2 Milliarden Euro für gesellschaftliche Leistungen gezahlt.
Der Bund hat nur 84,3 Milliarden Euro zurück-gezahlt.
Knapp 24 Milliarden Euro fehlen der Renten-Kasse.
Auch die Pflege-Versicherung hat Probleme.
Pflege-Versicherung bedeutet: Die Versicherung hilft kranken Menschen.
Wenn Menschen Hilfe beim Waschen oder Essen brauchen zahlt die Versicherung.
Der Bund schuldet ihr noch 5,2 Milliarden Euro.
Das Geld war für Corona-Maßnahmen.
Bentele fordert: Alle Erwerbs-Tätigen sollen einzahlen.
Erwerbs-tätige Menschen bedeutet: Menschen arbeiten für Geld.
Sie haben einen Job oder ein eigenes Geschäft.
Auch Abgeordnete Beamte und Selbst-Ständige.
Ihre besonderen Systeme sind unsolidarisch.
Man muss sie überprüfen.
Bürger-Versicherungen wären besser.
Bürger-Versicherungen bedeutet: Versicherungen sind für alle Menschen da.
Alle Menschen im Land müssen mitmachen und Geld zahlen.
In den Bereichen Rente Pflege und Gesundheit.
So würden die Sozial-Versicherungen stabiler werden.
Das Zwei-Klassen-System würde verschwinden.
Zwei-Klassen-System bedeutet: Menschen werden in 2 Gruppen geteilt.
Die eine Gruppe bekommt bessere Hilfe als die andere.
Die Unterschiede zwischen Pensionären und Rentnern würden kleiner.
Bentele erklärt: Der VdK fordert faire Finanzierung.
Politische Maßnahmen für alle sollen alle finanzieren.
Über gerechte Steuern.
Nicht aus den Taschen der gesetzlich Versicherten.
So bleibt der Sozial-Staat stabil und finanzierbar.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Mit Nachdruck widerspricht Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, der jüngsten Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, der den Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar bezeichnet hatte. Bentele macht klar: Der Sozialstaat ist durchaus finanzierbar, wenn man endlich alle Hebel der politischen Gestaltung nutzt: "Es ist bedauerlich, dass Herr Merz eine längst widerlegte These wiederholt. Seit Jahren behaupten Politik und Wirtschaft, der Sozialstaat sei zu teuer und müsse deshalb durch höhere Beiträge oder Leistungskürzungen zu Lasten der einfachen Menschen umgestaltet werden. Doch anstatt einseitig auf die Ausgabenseite zu schauen, muss endlich mehr Gerechtigkeit ins System: Der Staat sollte gesamtgesellschaftliche Aufgaben nicht länger aus den Sozialversicherungskassen finanzieren, sondern diese konsequent über Steuereinnahmen abdecken."
Der Sozialverband VdK hat gemeinsam mit Fiscal Future die Finanzierung des Sozialstaats analysiert. Das Ergebnis: Seit Jahrzehnten werden gesellschaftlich wichtige Aufgaben aus den Kassen der Sozialversicherungen finanziert, obwohl sie eigentlich aus dem Bundeshaushalt, also aus Steuern, getragen werden müssten. „Nehmen wir die Rentenversicherung als Beispiel: Sie zahlte insgesamt 108,2 Milliarden Euro für gesamtgesellschaftliche Leistungen, von denen der Bund lediglich 84,3 Milliarden erstattet hat. Auf den restlichen knapp 24 Milliarden bleibt die Rentenkasse also sitzen. Auch bei der Pflegeversicherung hat der Bund Gelder zweckentfremdet und schuldet ihr zum Beispiel noch 5,2 Milliarden Euro für Corona-Maßnahmen“, betonte Verena Bentele.
Außerdem sei es nach Ansicht der VdK-Präsidentin endlich an der Zeit, dass alle Erwerbstätigen in die gesetzlichen Systeme einzahlen. Auch Abgeordnete, Beamte und Selbstständige müssten ihren Beitrag leisten. Ihre Parallelsysteme seien unsolidarisch und gehörten auf den Prüfstand. Bürgerversicherungen in den Bereichen Rente, Pflege und Gesundheit könnten nicht nur die finanzielle Lage der Sozialversicherungen stabilisieren. So würde auch das Zwei-Klassen-System in der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie die eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Pensionären und Rentnern endlich angegangen.
„Der VdK fordert eine faire und solidarische Finanzierung der Sozialversicherungen: Politische Maßnahmen, die die ganze Gesellschaft betreffen, müssen auch von der gesamten Gesellschaft finanziert werden – über gerechte Steuern und nicht aus den Taschen der gesetzlich Versicherten. So bleibt der Sozialstaat stabil und leistungsfähig und vor allem finanzierbar“, erklärte Verena Bentele.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Mit Nachdruck widerspricht Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, der jüngsten Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, der den Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar bezeichnet hatte. Bentele macht klar: Der Sozialstaat ist durchaus finanzierbar, wenn man endlich alle Hebel der politischen Gestaltung nutzt: "Es ist bedauerlich, dass Herr Merz eine längst widerlegte These wiederholt. Seit Jahren behaupten Politik und Wirtschaft, der Sozialstaat sei zu teuer und müsse deshalb durch höhere Beiträge oder Leistungskürzungen zu Lasten der einfachen Menschen umgestaltet werden. Doch anstatt einseitig auf die Ausgabenseite zu schauen, muss endlich mehr Gerechtigkeit ins System: Der Staat sollte gesamtgesellschaftliche Aufgaben nicht länger aus den Sozialversicherungskassen finanzieren, sondern diese konsequent über Steuereinnahmen abdecken."
Der Sozialverband VdK hat gemeinsam mit Fiscal Future die Finanzierung des Sozialstaats analysiert. Das Ergebnis: Seit Jahrzehnten werden gesellschaftlich wichtige Aufgaben aus den Kassen der Sozialversicherungen finanziert, obwohl sie eigentlich aus dem Bundeshaushalt, also aus Steuern, getragen werden müssten. „Nehmen wir die Rentenversicherung als Beispiel: Sie zahlte insgesamt 108,2 Milliarden Euro für gesamtgesellschaftliche Leistungen, von denen der Bund lediglich 84,3 Milliarden erstattet hat. Auf den restlichen knapp 24 Milliarden bleibt die Rentenkasse also sitzen. Auch bei der Pflegeversicherung hat der Bund Gelder zweckentfremdet und schuldet ihr zum Beispiel noch 5,2 Milliarden Euro für Corona-Maßnahmen“, betonte Verena Bentele.
Außerdem sei es nach Ansicht der VdK-Präsidentin endlich an der Zeit, dass alle Erwerbstätigen in die gesetzlichen Systeme einzahlen. Auch Abgeordnete, Beamte und Selbstständige müssten ihren Beitrag leisten. Ihre Parallelsysteme seien unsolidarisch und gehörten auf den Prüfstand. Bürgerversicherungen in den Bereichen Rente, Pflege und Gesundheit könnten nicht nur die finanzielle Lage der Sozialversicherungen stabilisieren. So würde auch das Zwei-Klassen-System in der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie die eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Pensionären und Rentnern endlich angegangen.
„Der VdK fordert eine faire und solidarische Finanzierung der Sozialversicherungen: Politische Maßnahmen, die die ganze Gesellschaft betreffen, müssen auch von der gesamten Gesellschaft finanziert werden – über gerechte Steuern und nicht aus den Taschen der gesetzlich Versicherten. So bleibt der Sozialstaat stabil und leistungsfähig und vor allem finanzierbar“, erklärte Verena Bentele.




