Bremen (kobinet)
Viele Menschen mit Lern-Schwierigkeiten wollen normal arbeiten.
Das ist eine Chance für mutige Firmen.
Das sagen Jessica Volk und Sebastian Jung.
Sie sind Chefs vom Martins-Club Bremen.
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten können anderen Arbeits-Kräften helfen.
Sie können den Personal-Mangel verringern.
Personal-Mangel bedeutet: Es gibt zu wenige Arbeiter.
Ein Betrieb braucht mehr Menschen für die Arbeit.
Aber es melden sich nicht genug Menschen.
Das klingt überraschend.
Aber es ist eine gute Vision für die Zukunft.
Vision bedeutet: Ein großer Traum für die Zukunft.
Viele Menschen mit Lern-Schwierigkeiten wollen auf dem ersten Arbeits-Markt arbeiten.
Arbeits-Markt bedeutet: Hier suchen Menschen Arbeit.
Hier suchen Firmen auch Mitarbeiter.
Der erste Arbeits-Markt bedeutet: normale Jobs in normalen Firmen.
Jeder Mensch darf seinen Arbeits-Platz frei wählen.
Das steht im Grund-Gesetz.
Aber meistens arbeiten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in Werk-Stätten.
Werk-Stätten sind besondere Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderungen.
Das soll sich ändern.
Das steht in einer Info vom Martins-Club Bremen.
Der Arbeits-Markt soll sich öffnen.
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten sollen eine berufliche Chance bekommen.
Es gibt zu wenig Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte bedeutet: Menschen mit einer besonderen Ausbildung.
Es fehlen diese Arbeiter für bestimmte Jobs.
Deshalb müssen Firmen neue Wege gehen.
Viele Arbeit-Geber haben noch Bedenken.
Eine Lern-Schwierigkeit macht erst mal Angst.
Viele Menschen kennen keine Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Deshalb haben sie Berührungs-Ängste.
Berührungs-Ängste bedeutet: Menschen haben Angst vor neuen Sachen.
Sie wissen nicht viel über andere Menschen.
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten haben oft keine Ausbildung.
Das ist oft ein Problem bei der Job-Suche.
Firmen müssen sich anstrengen.
Sie müssen ihre Struktur verändern.
Aber es lohnt sich.
Arbeit-Geber haben viele Vorteile.
Sie bekommen motivierte Arbeits-Kräfte.
Firmen müssen keine neuen Stellen erfinden.
Sie müssen ihren Betrieb nicht komplett ändern.
Sie müssen ihre Arbeits-Abläufe genau anschauen.
Sie müssen prüfen: Welche Aufgaben können Menschen mit Lern-Schwierigkeiten machen.
Aus bestehenden Jobs können einzelne Aufgaben heraus-genommen werden.
Diese Aufgaben werden zu einer neuen Stelle zusammen-gefasst.
Das nennt man Job-Carving.
Job-Carving bedeutet: Einen Arbeits-Platz teilen.
Eine schwere Arbeit wird in kleine Teile geteilt.
Dann kann ein Mensch mit Behinderung einen Teil machen.
So haben Fach-Kräfte mehr Zeit für ihre wichtigen Aufgaben.
Inklusive Arbeits-Plätze schaffen Vielfalt.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das ist gut für Firmen.
Firmen zeigen soziale Verantwortung.
Soziale Verantwortung bedeutet: Sich um andere Menschen kümmern.
Firmen sollen nicht nur Geld verdienen.
Das ist gut für das Image.
Image bedeutet: Wie andere Menschen über eine Firma denken.
Der Staat gibt auch Geld dazu.
Er zahlt bis zu 75 Prozent vom Lohn.
Was brauchen Firmen für inklusive Arbeit?
Sie brauchen Mut.
Sie müssen es einfach mal versuchen.
Sie müssen Probleme als Chancen sehen.
Neue Wege sind manchmal schwer.
Aber Inklusion kann die Arbeits-Welt positiv verändern.

Foto: MC Bremen
Bremen (kobinet) Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung wollen auf den ersten Arbeitsmarkt. Für mutige Unternehmen ist das eine Chance, meinen Jessica Volk und Sebastian Jung, Vorstand des Martinsclub Bremen." Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung können Fachkräfte entlasten und den Personalmangel lindern. Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Diese steile These ist zwar noch keine Realität, aber eine realistische Vision. Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung drängen auf den ersten Arbeitsmarkt. Die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist immerhin im Grundgesetz verankert. In der Regel landet diese Zielgruppe allerdings in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und bildet so einen gesonderten Arbeitsmarkt. Schluss damit!" heißt es in einer Presseinformation des Martinsclub Bremen mit der Überschrift: "Nur Mut! Inklusive Arbeit lohnt sich!"
Der Arbeitsmarkt sollte sich öffnen und Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung eine berufliche Perspektive bieten. Schließlich zwinge der Fachkräftemangel zum Umdenken und zum Beschreiten neuer Wege. „Natürlich gibt es hierbei auf der Arbeitgeberseite Vorbehalte und Unsicherheiten. Eine geistige Beeinträchtigung schreckt erstmal ab. Berührungsängste, meist aus Mangel an Kontakterfahrungen, sind verständlich. Und die Tatsache, dass diese Zielgruppe zumeist keine Formalqualifikation vorzuweisen hat, ist oft ein direktes Ausschlusskriterium bei der Jobvergabe. Ja, es sind einige Anstrengungen zu leisten. Wer inklusive Arbeitsplätze schaffen will, muss sich auf strukturelle Veränderungen einstellen. Aber es lohnt sich! Arbeitgeber und Unternehmen haben dadurch viele Vorteile. Sie bekommen Zugang zu motivierten Arbeitskräften. Und dafür ist es gar nicht nötig, Stellen zu erfinden oder den Betrieb komplett umzukrempeln. Vielmehr gilt es, Arbeitsabläufe und Stellenprofile genau unter die Lupe zu nehmen. Und zu analysieren, welche Aufgaben Mitarbeitende mit geistiger Beeinträchtigung und überwiegend ohne formelle Qualifikation erledigen könnten. Aus bestehenden Tätigkeiten könnten einzelne Aufgaben und Inhalte herausgelöst werden, um sie zu einer neuen Stelle zusammenzufassen“, teilten Jessica Volk und Sebastian Jung mit.
Dieses sogenannte Jobcarving sorge dafür, dass Fachkräfte durch freiwerdende Kapazitäten entlastet werden und sich ihren Kernaufgaben widmen können. Unterm Strich stehe also ein lohnenswerter unternehmerischer Mehrwert! „Nicht zu vernachlässigen ist auch der ideelle Faktor: Inklusive Arbeitsplätze schaffen Vielfalt und Diversität, wovon Arbeitgeber und Unternehmen profitieren. Wer heute in inklusive Arbeit investiert, nimmt eine Vorbildfunktion in der Arbeitswelt von morgen ein. Die Wahrnehmung von sozialer Verantwortung sorgt für eine positives Image der eigenen Marke. Außerdem setzt der Staat finanzielle Anreize, indem er mit dem Budget für Arbeit bis zu 75 Prozent des Bruttoeinkommens behinderter Arbeitnehmer bezuschusst“, heißt es vonseiten des Martinsclub.
„Was braucht es also, damit inklusive Arbeit für beide Seiten zum Erfolg führt? In erster Linie Unternehmergeist. Also den Mut, es einfach mal zu versuchen. Die Einstellung, Herausforderungen und Risiken als Chance zu begreifen. Und das Bewusstsein, dass neue Wege auch mal steinig sein können und nicht immer nur kerzengerade verlaufen. Dann kann Inklusion die Arbeitswelt der Zukunft positiv verändern“, erklärten Jessica Volk und Sebastian Jung.

Foto: MC Bremen
Bremen (kobinet) Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung wollen auf den ersten Arbeitsmarkt. Für mutige Unternehmen ist das eine Chance, meinen Jessica Volk und Sebastian Jung, Vorstand des Martinsclub Bremen." Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung können Fachkräfte entlasten und den Personalmangel lindern. Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Diese steile These ist zwar noch keine Realität, aber eine realistische Vision. Viele Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung drängen auf den ersten Arbeitsmarkt. Die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist immerhin im Grundgesetz verankert. In der Regel landet diese Zielgruppe allerdings in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und bildet so einen gesonderten Arbeitsmarkt. Schluss damit!" heißt es in einer Presseinformation des Martinsclub Bremen mit der Überschrift: "Nur Mut! Inklusive Arbeit lohnt sich!"
Der Arbeitsmarkt sollte sich öffnen und Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung eine berufliche Perspektive bieten. Schließlich zwinge der Fachkräftemangel zum Umdenken und zum Beschreiten neuer Wege. „Natürlich gibt es hierbei auf der Arbeitgeberseite Vorbehalte und Unsicherheiten. Eine geistige Beeinträchtigung schreckt erstmal ab. Berührungsängste, meist aus Mangel an Kontakterfahrungen, sind verständlich. Und die Tatsache, dass diese Zielgruppe zumeist keine Formalqualifikation vorzuweisen hat, ist oft ein direktes Ausschlusskriterium bei der Jobvergabe. Ja, es sind einige Anstrengungen zu leisten. Wer inklusive Arbeitsplätze schaffen will, muss sich auf strukturelle Veränderungen einstellen. Aber es lohnt sich! Arbeitgeber und Unternehmen haben dadurch viele Vorteile. Sie bekommen Zugang zu motivierten Arbeitskräften. Und dafür ist es gar nicht nötig, Stellen zu erfinden oder den Betrieb komplett umzukrempeln. Vielmehr gilt es, Arbeitsabläufe und Stellenprofile genau unter die Lupe zu nehmen. Und zu analysieren, welche Aufgaben Mitarbeitende mit geistiger Beeinträchtigung und überwiegend ohne formelle Qualifikation erledigen könnten. Aus bestehenden Tätigkeiten könnten einzelne Aufgaben und Inhalte herausgelöst werden, um sie zu einer neuen Stelle zusammenzufassen“, teilten Jessica Volk und Sebastian Jung mit.
Dieses sogenannte Jobcarving sorge dafür, dass Fachkräfte durch freiwerdende Kapazitäten entlastet werden und sich ihren Kernaufgaben widmen können. Unterm Strich stehe also ein lohnenswerter unternehmerischer Mehrwert! „Nicht zu vernachlässigen ist auch der ideelle Faktor: Inklusive Arbeitsplätze schaffen Vielfalt und Diversität, wovon Arbeitgeber und Unternehmen profitieren. Wer heute in inklusive Arbeit investiert, nimmt eine Vorbildfunktion in der Arbeitswelt von morgen ein. Die Wahrnehmung von sozialer Verantwortung sorgt für eine positives Image der eigenen Marke. Außerdem setzt der Staat finanzielle Anreize, indem er mit dem Budget für Arbeit bis zu 75 Prozent des Bruttoeinkommens behinderter Arbeitnehmer bezuschusst“, heißt es vonseiten des Martinsclub.
„Was braucht es also, damit inklusive Arbeit für beide Seiten zum Erfolg führt? In erster Linie Unternehmergeist. Also den Mut, es einfach mal zu versuchen. Die Einstellung, Herausforderungen und Risiken als Chance zu begreifen. Und das Bewusstsein, dass neue Wege auch mal steinig sein können und nicht immer nur kerzengerade verlaufen. Dann kann Inklusion die Arbeitswelt der Zukunft positiv verändern“, erklärten Jessica Volk und Sebastian Jung.




