Staufen (kobinet)
Vor 125 Jahren ist Friedrich Nietzsche gestorben.
Das war am 25. August 1900.
Friedrich Nietzsche war ein Philosoph.
Ein Philosoph denkt viel nach.
Er sucht Antworten auf schwere Fragen.
Friedrich Nietzsche hatte schlechte Augen.
Er war oft krank.
Er war also ein Mensch mit Behinderung.
Eine Behinderung bedeutet: Etwas ist schwieriger zu machen.
Der Körper oder das Denken funktioniert anders.
Damals gab es noch keine Schwer-Behinderten-Ausweise.
Ein Ausweis ist ein wichtiges Papier.
Ein Schwer-Behinderten-Ausweis ist ein besonderer Ausweis.
Den Ausweis bekommen Menschen mit einer schweren Behinderung.
Nietzsche hätte so einen Ausweis nicht gewollt.
Nietzsche sagte: Ich bin ein Mensch!
Er wollte nicht als behinderter Mensch gesehen werden.
Er wollte einfach als Mensch gesehen werden.
Das wollen heute auch Ralph Milewski und andere Menschen.
Nietzsche mochte die reichen Bürger nicht.
Bürger sind Menschen die in einem Land leben.
Sie haben Rechte und Pflichten.
Er wollte nicht bei ihnen dabei sein.
Das ist wie bei Hans-Willi Weis heute.
Beide Philosophen denken ähnlich.
Nietzsche dachte gern nach.
Heute mögen viele Menschen das Denken nicht.
Manche Menschen werden sogar böse.
Sie wollen nicht nachdenken.
Wer mehr über das Denken lernen will:
Es gibt einen Podcast vom SWR.
Podcast bedeutet: eine Sendung im Internet.
Man kann sie mit Kopf-Hörern anhören.
Der Podcast erklärt Friedrich Nietzsche.

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Vor 125 Jahren, am 25. August 1900, starb der Philosoph Friedrich Nietzsche. Sein Lebtag litt er an schwachem Augenlicht und war überdies chronisch krank. Also einer von uns, ein Behinderter. Ohne Schwerbehindertenausweis, einen solchen Wisch hätte er wahrscheinlich von sich gewiesen. Er verstand sich als Inbegriff des Menschen, "ecce homo"! Wie Ralph Milewski wollte er nicht als Behinderter, sondern als Mensch wahrgenommen und geachtet werden. Obgleich er auf gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe an der bürgerlichen Spießerelite gepfiffen hat. Ebenso wie Hans-Willi Weis, da sind wir zwei Philosophen uns einig. Gemeinsam ist uns beiden auch die Lust am Denken. Eine Passion, die heute bei vielen Menschen nicht sonderlich gut ankommt, vielmehr eine allergische Reaktion hervorruft, einen Gaslighting-Reflex. – Wer bei sich diese lästige Antihaltung abbauen möchte, ein erster Schritt erlaubt der SWR-Wissenspodcast.
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/friedrich-nietzsche-werte-jenseits-von-gut-und-boese-106.html

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Vor 125 Jahren, am 25. August 1900, starb der Philosoph Friedrich Nietzsche. Sein Lebtag litt er an schwachem Augenlicht und war überdies chronisch krank. Also einer von uns, ein Behinderter. Ohne Schwerbehindertenausweis, einen solchen Wisch hätte er wahrscheinlich von sich gewiesen. Er verstand sich als Inbegriff des Menschen, "ecce homo"! Wie Ralph Milewski wollte er nicht als Behinderter, sondern als Mensch wahrgenommen und geachtet werden. Obgleich er auf gesellschaftliche Inklusion und Teilhabe an der bürgerlichen Spießerelite gepfiffen hat. Ebenso wie Hans-Willi Weis, da sind wir zwei Philosophen uns einig. Gemeinsam ist uns beiden auch die Lust am Denken. Eine Passion, die heute bei vielen Menschen nicht sonderlich gut ankommt, vielmehr eine allergische Reaktion hervorruft, einen Gaslighting-Reflex. – Wer bei sich diese lästige Antihaltung abbauen möchte, ein erster Schritt erlaubt der SWR-Wissenspodcast.
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/friedrich-nietzsche-werte-jenseits-von-gut-und-boese-106.html





Pamela Kelber- treue kobinet Leserin und „kritischer Fan“ meiner Beiträge- hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ein wieterer runder Todestag Erwähnung verdient. Am 28. August 1995, vor dreissig Jahren, starb der Kinder- und Jugendbuchautor Michael Ende. Einem großen Lesepublikum wurde er bekannt durch Figuren wie Jim Knopf und Momo. Der eine ein Findelkind, die andere eine couragierte Nonkonformistin, die keinen Wert auf Inklusion in die Zeitfresser-Gesellschaft der zigarrepaffenden grauen Herren legte. Von sich hat Michael Ende gesagt:“Ich bin ein nachdenklicher Mensch und ich lese auch sehr viele philosophische Bücher, wo einfach über das Leben nachgedacht wir, das macht mir Vergnügen.“ –
Vielleicht hätte er auch das Buch von Irvin D. Yalom „Und Nietzsche weinte“ gelesen. Auch dieses Buch gibt es in der Blindenhörbücherei und überdies als Film auf Netflix.
Hans-Willi Weis