DÜSSELDORF (kobinet)
Das Ministerium für Arbeit hat einen neuen Bericht gemacht.
Ministerium bedeutet: Das ist ein wichtiges Büro vom Staat.
Dort arbeiten viele Menschen für die Regierung.
Der Bericht heißt: Teil-habe-Bericht Nord-rhein-West-falen.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man darf mit-bestimmen.
Es ist der 2. Bericht dieser Art.
Der Bericht zeigt: Wie leben Menschen mit Behinderungen in Nord-rhein-West-falen?
Der Bericht prüft auch die UN-Behinderten-rechts-Konvention.
UN-Behinderten-rechts-Konvention bedeutet: Ein Vertrag über Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Viele Länder haben unterschrieben.
Der Bericht hilft bei der Inklusions-Politik.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das macht Regeln für ein gutes Zusammen-Leben.
Menschen mit und ohne Behinderung sollen überall mit-machen können.
Der erste Bericht war im Jahr 2020.
Der neue Bericht zeigt neue Infos.
Zum Beispiel über Menschen in Wohn-Heimen.
Und über die Corona-Zeit.
Im Jahr 2021 lebten 3,24 Millionen Menschen mit Behinderungen in Nord-rhein-West-falen.
Das sind 18 von 100 Menschen.
2,3 Millionen Menschen haben eine Schwer-Behinderung.
Schwer-Behinderung bedeutet: Die Behinderung ist sehr stark.
Diese Menschen brauchen viel Hilfe.
Der Bericht zeigt gute und schlechte Nachrichten über Arbeit:
Nur 53 von 100 Menschen mit Behinderungen arbeiten.
Sie sind zwischen 18 und 64 Jahre alt.
Menschen ohne Behinderungen arbeiten viel öfter.
Der Unterschied ist 20 Prozent-Punkte.
Prozent-Punkte bedeutet: Das misst einen Unterschied bei Zahlen mit Prozent.
Beispiel: Vorher waren es 10 Prozent.
Jetzt sind es 15 Prozent.
Der Unterschied sind 5 Prozent-Punkte.
Aber es gibt auch gute Nachrichten:
Mehr Menschen mit Schwer-Behinderung haben Arbeit bekommen.
Von 2017 bis 2021 waren es 7 Prozent mehr.
Die 5-Prozent-Regel wird in Nord-rhein-West-falen erfüllt.
5-Prozent-Regel bedeutet: Firmen mit vielen Arbeits-Plätzen müssen 5 von 100 Arbeits-Plätzen für Menschen mit Behinderung haben.
Wenn sie das nicht machen müssen sie Geld bezahlen.
Das heißt: Genug Menschen mit Behinderungen haben Arbeit.
Es gibt auch mehr Inklusions-Betriebe.
Inklusions-Betriebe bedeutet: Das sind Firmen.
In diesen Firmen arbeiten Menschen mit Behinderung.
Sie arbeiten zusammen mit Menschen ohne Behinderung.
Dort arbeiten immer mehr Menschen mit Schwer-Behinderung.
Minister Karl-Josef Laumann will den Bericht nutzen.
Er will den Aktions-Plan NRW inklusiv neu machen.
Aktions-Plan bedeutet: Das ist eine Liste mit Zielen.
In dem Plan steht: Das wollen wir erreichen.
So wollen wir das erreichen.
Er sagt: Der Bericht löst nicht alle Probleme.
Aber er hilft bei Gesprächen über Inklusion.
Wichtig ist: Menschen mit Behinderungen sollen mit-reden.
Zum Beispiel der Inklusions-Beirat von Nord-rhein-West-falen.
Inklusions-Beirat bedeutet: Das ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen beraten andere Personen.
Sie sprechen über Inklusion.
Den Bericht gibt es in verschiedenen Formen:
Gebärden-Sprache bedeutet: Eine Sprache mit den Händen sprechen.
Gehör-lose Menschen benutzen diese Sprache.
Man kann ihn kostenlos herunter-laden.
Hier ist der Link zum Bericht.

Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet) Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat den zweiten "Teilhabebericht Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht, der ein umfangreiches Bild der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen in Nordrhein-Westfalen liefert. Der Bericht dokumentiert den Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen und dient als Grundlage der weiteren Gestaltung der Inklusionspolitik. Der aktuelle Bericht stellt eine Fortschreibung des ersten Teilhabeberichtes aus dem Jahr 2020 dar. Betrachtet werden zusätzlich die Lebenslagen von Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenhilfe/-pflege leben sowie die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Teilhabe.
Laut Bericht lebten im Jahr 2021 in Nordrhein-Westfalen rund 3,24 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen (Behinderungen und chronischen Erkrankungen). Dies entspricht einem Anteil von 18 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Etwa 2,3 Millionen Menschen haben eine anerkannte Schwerbehinderung.
Der aktuelle Teilhabebericht zeichnet beispielhaft im Bereich der Teilhabe an Arbeit ein Bild des Nebeneinanders von positiven Entwicklungen und weiter bestehenden Herausforderungen:
In Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2021 lediglich 53 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen im Alter von 18 bis 64 Jahren erwerbstätig. Damit liegt der Anteil rund 20 Prozentpunkte unter dem der Menschen ohne Beeinträchtigungen. Ein positiver Trend zeigt sich hingegen bei der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung: Zwischen 2017 und 2021 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten mit Schwerbehinderung beziehungsweise ihnen Gleichgestellten um rund 7 Prozent. Die 5-Prozent-Beschäftigungsquote von Menschen mit Beeinträchtigungen wurde in Nordrhein-Westfalen insgesamt in den vergangenen Jahren immer erfüllt. Auch die Zahl der Inklusionsbetriebe und der dort beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderung nimmt in Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren kontinuierlich zu.
Sozialminister Karl-Josef Laumann kündigte an, den zweiten Teilhabebericht als Grundlage für die Aktualisierung des Aktionsplans „NRW inklusiv“ 2022 zu nutzen: „Natürlich kann dieser Bericht keine umfassenden Lösungen zur weiteren Ausgestaltung der Inklusionspolitik liefern. Dennoch soll er einen Beitrag zu einer Diskussion liefern, die immer wieder kritisch geführt werden muss. Dabei ist ein partizipatives Vorgehen, zum Beispiel durch eine enge Einbindung des Inklusionsbeirates des Landes Nordrhein-Westfalen, von besonderer Bedeutung.“
Eine Lang- und Kurzversion des Berichts, eine Version in Leichter Sprache sowie eine Zusammenfassung in Deutscher Gebärdensprache stehen zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet) Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat den zweiten "Teilhabebericht Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht, der ein umfangreiches Bild der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen in Nordrhein-Westfalen liefert. Der Bericht dokumentiert den Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen und dient als Grundlage der weiteren Gestaltung der Inklusionspolitik. Der aktuelle Bericht stellt eine Fortschreibung des ersten Teilhabeberichtes aus dem Jahr 2020 dar. Betrachtet werden zusätzlich die Lebenslagen von Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenhilfe/-pflege leben sowie die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Teilhabe.
Laut Bericht lebten im Jahr 2021 in Nordrhein-Westfalen rund 3,24 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen (Behinderungen und chronischen Erkrankungen). Dies entspricht einem Anteil von 18 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Etwa 2,3 Millionen Menschen haben eine anerkannte Schwerbehinderung.
Der aktuelle Teilhabebericht zeichnet beispielhaft im Bereich der Teilhabe an Arbeit ein Bild des Nebeneinanders von positiven Entwicklungen und weiter bestehenden Herausforderungen:
In Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2021 lediglich 53 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen im Alter von 18 bis 64 Jahren erwerbstätig. Damit liegt der Anteil rund 20 Prozentpunkte unter dem der Menschen ohne Beeinträchtigungen. Ein positiver Trend zeigt sich hingegen bei der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung: Zwischen 2017 und 2021 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten mit Schwerbehinderung beziehungsweise ihnen Gleichgestellten um rund 7 Prozent. Die 5-Prozent-Beschäftigungsquote von Menschen mit Beeinträchtigungen wurde in Nordrhein-Westfalen insgesamt in den vergangenen Jahren immer erfüllt. Auch die Zahl der Inklusionsbetriebe und der dort beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderung nimmt in Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahren kontinuierlich zu.
Sozialminister Karl-Josef Laumann kündigte an, den zweiten Teilhabebericht als Grundlage für die Aktualisierung des Aktionsplans „NRW inklusiv“ 2022 zu nutzen: „Natürlich kann dieser Bericht keine umfassenden Lösungen zur weiteren Ausgestaltung der Inklusionspolitik liefern. Dennoch soll er einen Beitrag zu einer Diskussion liefern, die immer wieder kritisch geführt werden muss. Dabei ist ein partizipatives Vorgehen, zum Beispiel durch eine enge Einbindung des Inklusionsbeirates des Landes Nordrhein-Westfalen, von besonderer Bedeutung.“
Eine Lang- und Kurzversion des Berichts, eine Version in Leichter Sprache sowie eine Zusammenfassung in Deutscher Gebärdensprache stehen zum kostenfreien Download zur Verfügung.




