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Triage – Behinderung darf kein Kriterium bei Priorisierungs-Entscheidungen sein

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Dr. Sigird Arnade und Hans-Günter Heiden haben sich für den Verein für Gleichstellung und Menschenrechte Behinderter- NETZWERK ARTIKEL 3 (NW3) und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit einem Kommentar zu Wort gemeldet und zum Thema Triagege klargestellt: „Behinderung darf kein Kriterium bei Priorisierungs-Entscheidungen sein!“ Damit reagieren sie auf die klinisch-ethischen Empfehlungen „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen…“ der Fachgesellschaften vom 25. März 2020.

Kellerkinder laden zum digitalen Nachtcafe ein

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Berlin (kobinet) Das Nachtcafe des in Berlin ansässigen Vereins Kellerkinder hat bereits Tradition. In Zeiten der Corona-Pandemie zeigt sich der Verein von Menschen mit seelischen Hindernissen flexibel und lädt nun immer am Mittwoch von 18 bis 20 Uhr zu einem digitalen Nachtcafé Plenum ein. „Hier sind alle herzlich willkommen, sich zu einem lockeren Austausch in diesen kontaktarmen Zeiten zu treffen“, heißt es in der Ankündigung.

Podcast: Jung und Freudlos zur Corona-Krise

Kopfhörer
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Foto: public domain

Freiburg (kobinet) „Psychische Gesundheit und Krankheit in Zeiten der Corona-Krise“, so lautet der Titel eines aktuellen Podcasts aus der Reihe Jung und Freudlos – Euer Podcast aus der Psychiatrie, auf den die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag hinweist. Neben den Berichten im Podcast aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg gibt’s auf der Internetseite auch wichtige Tipps, wie sich beispielsweise die Pandemie auf die Psyche auswirken kann.

Notprogramm für Menschen in Hartz IV gefordert

Foto zeigt Dr. Ulrich Schneider
Dr. Ulrich Schneider
Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert jetzt ein sofortiges Notprogramm für Menschen in Hartz IV und in der Altersgrundsicherung. Die mit der Corona-Krise verbundene Schließung von Tafeln und anderen Unterstützungssystemen stürze arme Menschen in existentielle Krisen, stellt dieser Verband fest und fordert finanzielle Soforthilfen für Bedürftige, sowie das sofortige Beenden aller mit Sanktionen begründeten Leistungskürzungen.

AbilityWatch empört über Auswahlkriterien für lebensbedrohliche Behandlung

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Logo AbilityWatch
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Am 25. März verabschiedeten sieben verschiedene Fachgesellschaften gemeinsam Handlungsempfehlungen bezüglich der Zuteilung von Ressourcen in der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Sie soll Ärzt*innen und Mediziner*innen Orientierung bei der Frage geben, welche Patienten lebensrettende Behandlungen erhalten sollen und welche nicht, falls die Kapazitäten nicht für alle Patient*innen ausreichen. AbilityWatch ist empört über das Verhalten der Fachgesellschaften und kritisiert die aufgestellten Kriterien als medizinisch pauschalisiert und als rechtlich unhaltbar.

Gebärdensprachen in Europa – sehr unterschiedlich

Symbol Gebärdensprache
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Foto: public domain

BERLIN (kobinet) Mit der Unterzeichnung des UN-Behindertenrechtskonvention haben sich Deutschland und weitere Staaten in Europa nach Artikel 24 und 30 dieser Kovention verpflichtet, Gebärdensprachen zu fördern sowie die sprachliche Identität und Kultur der Gehörlosen anzuerkennen. Aber wie viele Gebärdensprachen existieren eigentlich in den europäischen Staaten und wie ist die jeweilige rechtliche Stellung und wie werden sie gefördert? Diese Fragen hatte die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer (Bündnis 60 / DIE GRÜNEN) dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages gestellt und diese Informationen jetzt in ihrem Newsletter veröffentIicht.

Architektur der Leistungen für behinderte Menschen verändern

Arne Frankenstein
Arne Frankenstein
Foto: LBB Bremen

Bremen (kobinet) Am 1. Mai tritt Arne Frankenstein die Nachfolge von Dr. Joachim Steinbrück als Landesbehindertenbeauftragter von Bremen an. Kurz nach seiner Benennung für dieses Amt äusserte sich der 33jährige Jurist, der gerade an seiner Promotion arbeitet im Weser Kurier über seine Ziele. Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und die Veränderung der Architektur der Leistungen für behinderte Menschen ist dabei eines seiner Ziele.

Neuer Termin für Paralympics in Tokio steht fest

Logo der Paralympischen Spiele Tokio 2020
Logo der Paralympischen Spiele Tokio 2020
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Nachdem die Olympischen und Paralympischen Spiele, die im Jahr 2020 in Tokio stattfinden sollten, wegen der Corona – Pandemie abgesagt und verschoben werden mussten, steht jetzt der neue Termin für diese Veranstaltungen fest. Sie wird unter gleichem Namen „Tokyo 2020“ im Jahr 2021 stattfinden.

Rolf Allerdissen: Vom Corona-Test zur Mundschutzproduktion

Rolf Allerdissen von UNgehindert mit Atemmaske
Rolf Allerdissen mit Atemschutzmaske
Foto: UNgehindert

Leipzig (kobinet) Rolf Allerdissen hat es selbst erlebt, was es bedeutet, auf das Ergebnis eines Corona-Tests zu warten, nachdem er in einem Risikogebiet war. In seinem Bericht für die kobinet-nachrichten beschreibt der Vorsitzende des Vereins UNgehindert, wie es dazu kam, wie das für ihn war und vor allem, wie er dazu kam, die Produktion und Verteilung selbst genähter Mundschutze voranzutreiben.

Jürgen Dusel zur Inklusion in Corona-Zeiten

Jürgen Dusel
Portrait Jürgen Dusel am 14082018 in Berlin. ( © Henning Schacht Leuthener Str. 1 – D 10829 Berlin – phone (+49) 0177 6443393 -www.berlinpressphoto.de )
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, beschäftigt sich in seinem neuesten Newsletter – wie könnte es in dieser Zeit anders sein – auch mit den Herausforderungen im Umgang mit dem Corona-Virus. Dabei richtet er auch den Blick auf soziale Dienstleister, die behinderte Menschen unterstützen.

Corona-Virus erfordert barrierefreie Kommunikation

Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See

Berlin (kobinet) Das Corona-Virus und der dadurch notwendige Informationsbedarf der Bürger*innen zeigt, wie wesentlich es in einer Demokratie ist, dass die Informationen der Behörden auch wirklich alle Menschen erreichen. Denn verschiedene Beeinträchtigungen von Menschen erfordern verschiedene Informationsformate. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat nun zur Unterstützung der Behörden bei ihrer barrierefreien Kommunikation eine Handreichung erstellt, die erklärt, wie man Informationen für die verschiedenen Menschen zugänglich macht.

Bedarf für Hilfsaktion „Mundschutz tragen“

Rolf Allerdissen von UNgehindert mit Atemmaske
Rolf Allerdissen mit Atemschutzmaske
Foto: UNgehindert

Leipzig (kobinet) Der Verein Ungehindert hat in der Corona-Krise damit begonnen, Munschutzmasken zu nähen – 80 davon wurden bereits vergeben. Nun wendet der Verein weitere Mittel auf, um Material für eine zweite Tranche von Mundschutzen für Assistenzkräfte und Pflegende der #Risikogruppen von Menschen mit Behinderungen zu finanzieren. Diejenigen, die Bedarf haben, können sich beim Verein melden.

BBSB startet heute „Kummer-Telefon“

Logo BBSB
Logo Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
Foto: Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.

MÜNCHEN (kobinet) Aufgrund der vielen Einschränkungen ist das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Wenig soziale Kontakte können ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen, die Nachrichtenflut schürt möglicherweise Unsicherheiten und einige fühlen sich schlicht und einfach hilflos. Aus diesem Grunde und getreu dem Motto „Gemeinsam durch die Krise trotz sozialer Distanz“ startet der Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) heute das „Kummer-Telefon“ für blinde und sehbehinderte Menschen in Bayern.

Corona-Krise und der real existierende Pflegealltag

Claus Völker
Claus Völker
Foto: privat

Würzburg (kobinet) Nicht genügend Personal in Krankenhäusern, Unterversorgung in Pflegheimen, schlechte Bezahlung von Pflegekräften, so dass Tausende mit Sozialleistungen aufstocken müssen, bis hin zu Pflegeheimen, die nun besonders von Infektionen und Todesfällen betroffen sind. Die Nachrichten aus dem Pflegealltag sind in diesen Tagen nicht gut. Für Claus Völker aus Würzburg, der sich in und mit Einrichtungen auskennt, ein Anlass für einen Beitrag auf den NachDenkSeiten mit dem Titel: „Corona-Krise und der ‚real existierende Pflegealltag‘ in stationären Einrichtungen der Altenhilfe“.

Personenorientierung konkret 2020 ausgeschrieben

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

KERPEN (kobinet) Mit dem Preis der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft „Personenorientierung konkret“ werden innovative Beispiele gewürdigt, die dazu beitragen, dass die individuellen Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und komplexem Unterstützungsbedarf Wirklichkeit werden. Er wird seit 2008 vergeben und wurde jetzt auch für das Jahr 2020 ausgeschrieben.

Beschluss zur Intensivpflege im Bundesrat verschoben

Plakat: Protest Erfolgreich! mit Bild von Jens Spahn
Plakat: Protest Erfolgreich! mit Bild von Jens Spahn
Foto: Michel Arriens change.org

Berlin (kobinet) „Protest Erfolgreich! ‚Heimzwang-Gesetz‘ von Jens Spahn von Bundesrats-Tagesordnung gekickt!“ So kommentiert Michel Arriens von change.org die Tatsache, dass der Bundesrat am vergangenen Freitag nun doch noch keine Stellungnahme zum von der Bundesregierung entwickelten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitations-stärkungsgesetz – GKV-IPReG) verabschiedet hat. Die Beratung und Beschlussfassung wurde von der Tagesordnung abgesetzt. „Das Gesetz ist damit nicht vom Tisch“, mahnt Michel Arriens aber und verweist auf eine entsprechende Petition gegen den Gesetzentwurf bei change.org.

Warum Hilfe jetzt so wichtig ist

Logo Aktion Mensch rote Schrift
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Du bist als Mensch mit Behinderung von der Corona-Krise besonders betroffen? Du setzt dich für Mitmenschen mit Behinderung ein? Oder du möchtest allen Helfer*innen einfach mal Danke sagen? Schicke uns dein Statement mit Foto!“ So lautet der Aufruf der Aktion Mensch, die damit begonnen hat, entsprechende Statements auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.

Tagung geht auch anders – 33 in einer Online-Veranstaltung

Logo Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz
Logo Nitsa
Foto: NITSA e. V.

Heidelberg (kobinet) Nachdem das Strategiewochenende in Uder vom Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) wegen Corona abgesagt werden musste, zeigte sich der Verein kreativ und verlegte die Veranstaltung kurzerhand in die virtuelle Realität. Am Samstag, den 28. März, trafen sich 33 Menschen mit Assistenzbedarf in einer Online-Veranstaltung und besprachen die brennendsten Themen rund um das Thema Assistenz in Zeiten von Corona. Und das klappte richtig gut, wie Thomas Schulze-zur-Wiesch von NITSA berichtet.

Keine Panik

Plakat der Initiative nicht gesellschaftsfühig mit Jennifer Sonntag
Plakat der Initiative nicht gesellschaftsfühig mit Jennifer Sonntag
Foto: nicht gesellschaftsfähig

Halle (kobinet) Die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag weist heute auf das Projekt „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“ hin. Das Projekt möchte unter #ngf #dontpanic viele Stimmen zusammentragen, um gerade in Corona-Zeiten statt Panikmache oder Fatalismus lieber Besonnenheit und Zuversicht zu fördern. Hierzu hat Jennifer Sonntag selbst einige Fragen beantwortet und rät u.a., sich gut zu informieren und vor allem: „Keine Panik“.

Momentaufnahme 158

Sonnenstrahlen fallen auf einen Baumzweig mit jungen Blättern
Baumzweig im Sonnenschein
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Freiheit ist wie Licht und Sonne; man muss sie verloren haben, um zu verstehen, dass man ohne sie nicht leben kann. (Giacomo Matteotii)

Corona kennt keine Unterschiede

im Porträt
Hubertus Thomasius
Foto: privat

Berlin (kobinet) Corona, Du kannst etwas was ich nicht vermag. Du bist so winzig, aber in der Masse so wirkungsvoll. Du wirkst und änderst Dinge, die ich niemals allein verändern könnte. Und das auch noch ohne Ansehen der Person, ohne Rücksicht auf Reichtum, ohne Lobby. Aber dafür nimmst Du Dir die Menschen, die nicht über die gesundheitlichen Kräfte verfügen, sich zu wehren, ganz. Das ist traurig. Deine Kraft und Dein Vermögen, Dich durchzusetzen, das verdient Respekt.

Infos zu Werkstätten und Corona

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Mittlerweile haben die verschiedenen Bundesländer Regelungen zu Werkstätten für behnderte Menschen in Corona-Zeiten getroffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen hat dazu Fragen und Antworten (FAQs) auf seiner Internetseite eingestellt.

Wohnsitzlose ziehen ins Mainzer Hotel INNdependence

Blick auf das INNdependence Hotel in Mainz
Blick auf das INNdependence Hotel in Mainz
Foto: H. Smikac

Mainz (kobinet) Das Hotel INNdependence ist einigen behinderten Menschen gut bekannt, weil in dem weitgehend barrierefreien Hotel in Mainz immer wieder Tagungen und Schulungen stattfinden. Nachdem das Hotel vor einigen Tagen aufgrund der Reisebeschränkungen geschlossen werden musste, öffnete der Inklusionsbetrieb der Gessellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe gGmbH) am 27 März wieder die Türen für Gäste. Drei wohnungslose Männer bezogen die ersten Zimmer. Eine wohnsitzlose Frau zieht vermutlich am kommenden Montag ein.

Im Home-Office notiert – Weiter auf Abstand

Foto zeigt Fahrradrahmen
Defektes Fahrrad „Corona“ heute in Connewitz
Foto: Privat

Berlin (kobinet) In der Frühlingssonne vor meinem Haus haben sich zwei Leute zum Grillen versammelt. Aus dem Leipziger Süden war von Nachbarschaftshilfe zu hören. Weiterhin Abstand halten ist angesagt. Aber nicht durchhängen, sagt Udo Lindenberg in Hamburg.

Ethische Abwägungen sind zentral für politische Entscheidungen

Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Foto: Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion

BERLIN (kobinet) Zur Veröffentlichung der Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrats „Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise“ erklären die Sprecherinnen für Gesundheitsförderung und für Pflege- und Altenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, dass ethische Abwägungen als zentral für politische Entscheidungen zur Coronakrise zu werten sind.

Isolation würde Gesellschaft spalten

Logo  Niedersachsen
SoVD Niedersachsen Logo
Foto: SoVD Niedersachsen

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich empört angesichts der Vorschläge, Ältere und andere Risikogruppen aus dem Alltag zu separieren und so der Corona-Krise zu begegnen. Insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen ist es nach Auffassung von Niedersachsens größtem Sozialverband schädlich, sie über mehrere Monate von der Außenwelt abzuschneiden.

Schnelle und günstige Atemgeräte entwickelt

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Marburg / Kassel (kobinet) Die Meldung, dass Forscher*innen des Breathing Project der Universität Marburg Modelle für schnell und günstig zu produzierende Atemgeräte entwickelt haben, lässt der Herz von Uwe Frevert von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) höher schlagen. Als Uwe Frevert am Montag, den 23. März, auf Möglichkeiten der preisgünstigen und schnell zu produzierenden Beatmungsgeräte hinwies und die Vision kundtat, dass diese beispielsweise bei VW massenhaft produziert werden könnten, ahnte er nicht, dass schon drei Tage später Forscher*innen solche Produkte produktionsreif vorstellen würden. Produzent*innen werden allerdings noch gesucht.

Poster der Woche: Hauptsache alle sehen gleich aus

Poster: Viele verschiedene Blumen
Poster: Viele verschiedene Blumen
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Ein Bild von vielen unterschiedlichen Blumen in verschiedenen Farben. Darüber steht in breiter Schrift: Hauptsache, alle sehen gleich aus.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 13. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt. Damit bringt sie uns nicht nur des Gefühl des Frühlings, sondern auch einen Hauch an Vielfalt in Corona-Zeiten ins Haus.

Corona im Kopf

Katja Arnecke
Katja Arnecke
Foto: Anna Schroll

Jena (kobinet) In Katja Arnecke vom Landesverband Selbstbestimmt Leben in Thüringen „ballt sich immer wieder ein Klumpen zusammen“, wenn sie Botschaften hört, dass das Corona-Virus hauptsächlich „Risikogruppen“ bedroht und man diese „schützen“ müsse, um Maßnahmen zu lockern. In ihrer Kolumne für die kobinet-nachrichten bringt die selbst aufgrund ihrer chronischen Erkrankung zur Risikogruppe gehörende Frau, ihre Gedanken zu solchen Äusserungen zum Ausdruck.

Behindertenrat: Offener Brief zum Intensivpflegegesetz

Deutscher Behinderten Rat Logo
DBR-Logo
Foto: DBR

Berlin (kobinet) In einem Offenen Brief wendet sich der Deutsche Behindertenrat anlässlich der heutigen Abstimmung im Bundesrat über eine Stellungnahme zum Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) an die zuständigen in der Politik und die Öffentlichkeit. Die Corona-Krise dürfe nicht dazu missbraucht werden, höchst umstrittene Gesetzesvorhaben, die aus Sicht des Deutschen Behindertenrates verfassungsrechtlich bedenklich sind, im Schnellverfahren durchzusetzen.

Rentenkommission ignoriert Zukunftsfragen

Geld
Geld
Foto: public dimain

Berlin (kobinet) Die Rentenkommission legt heute ihren Bericht zur Zukunft der Rente vor. Vorab berichteten Medien, dass das künftige Rentenniveau zwischen 44 und 49 Prozent liegen soll. Dies stößt bei der Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, auf heftige Kritik. Die Rentenkommission ignoriere Zukunftsfragen, habe keine Visionen und keinen Mut.

Gesellschaftliche Distanz und Kontaktmöglichkeiten

Emoji Rollinutzer mit Laptop
Emoji Rollinutzer mit Laptop
Foto: Aktion Mensch

AUGSBURG (kobinet) Die Corona-Pandemie verändert den Alltag von allen und trifft besonders ältere sowie chronisch vorerkrankten Menschen in stationären Einrichtungen. Den Betroffenen ist es in vielen Einrichtungen untersagt, Besuchende zu empfangen. Von Zuhause aus existieren allerlei Möglichkeiten, trotz des sozialen Kontaktverbots mithilfe verschiedener technischer Lösungen Kontakte weiterhin zu pflegen. Doch in vielen Pflege- und Behinderteneinrichtungen fehlt ein flächendeckendes W-LAN als wichtige infrastrukturelle Grundlage. Darauf weist C&S Computer hin, eine Firma, welche Dokumentationssoftware für die Sozialwirtschaft entwickelt und die Anwender dieser Software berät.

Fragen zum Umgang mit der Corona-Bedrohung

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Euerbach (kobinet) Der Blogger und Inklusionsaktivist Norbert Sandmann beschäftigt in seinem Blog alno talk u.a. auch damit, wie Angehörige der Risikogruppe in Zeiten der Corona-Krise mit der Angst vor Ansteckung umgehen.

Gesetz zur Intensivbeatmung heute im Bundesrat

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Der Bundesrat beschäftigt sich heute in seiner Sondersitzung zum Gesetzespaket zu Fördermaßnahmen zur Corona-Krise u.a. auch mit dem von der Bundesregierung entwickelten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitations-stärkungsgesetz – GKV-IPReG). Zwar geht es dabei „nur“ um die Stellungnahme der Länderkammer, aber damit nimmt der Gesetzgebungsprozess des hoch umstrittenen Gesetzes, gegen das es bereits viele Proteste von betroffenen beatmeten Menschen gegeben hat, seinen Gang.

Besuch in Sachsens „Klein-Paris“

Skulptur Mephisto und Faust an Auerbachs Keller
Mephisto und Faust an Auerbachs Keller
Foto: Ch. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Mit dem Frühling beginnt normalerweise die Zeit der Ausflüge und des Reisens in den Urlaub. In diesem Jahr ist es wegen der Corona-Pandemie anders. Gemeinsam mit dem Internetportals „Barrierefreier Tourismus Info“ haben wir dennoch in einer kurzen Serie Anregungen gegeben, wohin man Ausflüge unternehmen und reisen könnte. Bei diesen Empfehlungen haben wir uns auf ausgewählte Reiseziele konzentriert, die weitgehend barrierefrei sind oder zumindest gut über noch bestehende Barrieren informieren. Heute führt unser Reisetipp, der letzte der diesjährigen Serie, nach Leipzig, jener Stadt in Sachsen die Johann Wolfgang Goethe einst ein „Klein Paris“ nannte, die immer ein beliebtes Reiseziel war und dies nach den Einschränungen durch Corona ganz sicher auch wieder werden wird.

Protesttagsdemo am 5. Mai in Berlin abgesagt

Plakat: Absage Berliner Protesttagsdemo
Plakat: Absage Berliner Protesttagsdemo
Foto: Berliner Behindertenverband

Berlin (kobinet) Seit 1992 gehen jedes Jahr um den 5. Mai herum behinderte Menschen im Rahmen des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen auf die Straße, um für ihre Gleichstellung und Selbstbestimmung zu protestieren. In Zeiten der Corona-Krise dürften dieses Jahr viele Veranstaltungen ausfallen. Die traditionelle Demonstration am 5. Mai in Berlin wurde von den Organisator*innen bereits schweren Herzens abgesagt.

Erschreckende Nachrichten – beängstigende Aussichten

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul moderiert
Foto: Rolf Barthel

Kassel (kobinet) Soldaten finden verlassene Tote in spanischen Altenheimen – Sterbehilfe statt Beatmung von über 80jährigen im Elsass – Prioritätenlisten, wer im Überlastungsfall behandelt wird, in Deutschland

Als ob wir täglich nicht schon genug schlechte Nachrichten in Sachen Corona-Krise hätten, erschrecken Berichte über von spanischen Soldaten entdeckte Tote in einem spanischen Altenheim und von Sterbehilfe statt Beatmung von über 80jährigen im Elsass inzwischen viele behinderte Menschen hierzulande. Was kommt da auf uns zu und wie werden die Prioritäten gesetzt? Dies fragen sich heute am elften Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland immer mehr behinderte und ältere Menschen. Damit beschäftigt sich auch kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten.

Pflegende Angehörige brauchen dringend Unterstützung

Stilisiertes großes
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Rund zwei Drittel der Demenzerkrankten werden zu Hause von Angehörigen, zum Teil mit Unterstützung durch einen Pflegedienst oder Tagespflege, gepflegt. Fast alle Tagespflegeeinrichtungen sind mittlerweile geschlossen und selbst ambulante Pflegedienste schränken aufgrund von Personalengpässen ihre Dienste ein. Berufstätige pflegende Angehörige brauchen dringend Unterstützung, das fordert dieDeutsche AlzheimerGesellschaft (DAlzG).

Bremen: Arne Frankenstein wird Landesbehindertenbeauftragter

Arne Frankenstein
Arne Frankenstein
Foto: LBB Bremen

Bremen (kobinet) Da Dr. Joachim Steinbrück Ende April nach 15 Jahren als Landesbehindertenbeauftragter von Bremen in den Ruhestand geht, wird auf Grundlage von § 20 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes zum 1. Mai 2020 die Position neu besetzt. Seit heute steht fest, dass der Bremer Jurist Arne Frankenstein neuer Landesbehindertenbeauftragter von Bremen wird.

Im Home-Office notiert – Wirtschaftswunderfilm

Foto zeigt Filmszene
Fabrikantentochter und Arbeiter
Foto: UFA Fiction/WDR/Willi Weber

Berlin (kobinet) Der Dreiteiler im Ersten über das Wirtschaftswunder ist nun abgelaufen. Happy end: Die Mutter übernimmt die Metallfabrik im Sauerland, die den Stacheldraht für das Konzentrationslager Bergen Belsen lieferte. Die mittlere der drei Fabrikantentöchter studiert endlich in Tübingen und kriegt wohl bald den James-Dean-Verschnitt mit der Sonnenbrille.