Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner mit Inklusion Jetzt und der Schrift Dabei am 5. Mai - Live-Blog zum Protesttag
Stellenanzeige des DIMR
Springe zum Inhalt

Protesttagsdemo am 5. Mai in Berlin abgesagt

Plakat: Absage Berliner Protesttagsdemo
Plakat: Absage Berliner Protesttagsdemo
Foto: Berliner Behindertenverband

Berlin (kobinet) Seit 1992 gehen jedes Jahr um den 5. Mai herum behinderte Menschen im Rahmen des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen auf die Straße, um für ihre Gleichstellung und Selbstbestimmung zu protestieren. In Zeiten der Corona-Krise dürften dieses Jahr viele Veranstaltungen ausfallen. Die traditionelle Demonstration am 5. Mai in Berlin wurde von den Organisator*innen bereits schweren Herzens abgesagt.

Schweren Herzens habe sich der Berliner Behindertenverband mit den Mitorganisatoren dazu entschlossen, die Demonstration zum Europäischen Protesttag am 5. Mai in Berlin abzusagen, teilte der Verband auf Facebook mit. "Wir finden es sehr schade. Die Vorbereitungen liefen schon auf Hochtouren. Haltet Euch schon mal den 5. Mai 2021 frei und bleibt vorallem gesund", heißt es im Namen der Veranstalter*innen Berliner Behindertenverband, Lebenshilfe Berlin, SoVD - Sozialverband Deutschland e.V., Sozialdenker e.V., Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg, Landesvereinigung Selbsthilfe e.V. und RuT - Rad und Tat e.V. - Offene Initiative Lesbischer Frauen.

Auch die Fachveranstaltung zum Bundesteilhabegesetz, die für den 5. Mai in Ludwigsburg geplant war, musste beispielsweise von Antonio Florio abgesagt werden. Diese soll nun nach Möglichkeiten im Herbst stattfinden, wie der Aktivist aus dem Schwabenland kürzlich mitteilte.

Für Ottmar Miles-Paul und Uwe Frevert von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die die ersten Europaweiten Protesttage für die Gleichstellung behinderter Menschen zusammen mit dem Europäischen Netzwerk für selbstbestimmtes Leben (ENIL) koordiniert hatten, wird am 5. Mai sicher etwas fehlen. Die Entscheidung, zuerst an die Sicherheit der Menschen zu denken, sei jedoch genau richtig, zumal viele behinderte Menschen zur sogenannten Risikogruppe gehörten, so dass besondere Vorsicht angesagt sei. Dennoch wiesen sie darauf hin, dass gerade in dieser Zeit das Engagement behinderter Menschen und all derjenigen, die deren Selbstbestimmung und Gleichstellung unterstützten besonders wichtig ist. Es gelte zu verhindern, dass hart erkämpfte Erfolge in dieser Krise auf der Strecke bleiben und gäbe noch sehr viel zu tun, um die UN-Behindertenrechtskonvention in allen Bereichen umzusetzen. Vor allem müsse man derzeit sehr wachsam sein, dass auch behinderte Menschen die medizinische Hilfe und Assistenz bekommen, die sie für ein selbstbestimmtes Leben benötigen.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgnsv69

Click to access the login or register cheese