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Im Home-Office notiert – Wirtschaftswunderfilm

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Foto zeigt Filmszene
Fabrikantentochter und Arbeiter
Foto: UFA Fiction/WDR/Willi Weber

Berlin (kobinet) Der Dreiteiler im Ersten über das Wirtschaftswunder ist nun abgelaufen. Happy end: Die Mutter übernimmt die Metallfabrik im Sauerland, die den Stacheldraht für das Konzentrationslager Bergen Belsen lieferte. Die mittlere der drei Fabrikantentöchter studiert endlich in Tübingen und kriegt wohl bald den James-Dean-Verschnitt mit der Sonnenbrille.



Als Kind in Magdeburg, Hamburg und Berlin aufgewachsen und jetzt alte Risikoperson im selbst verordneten „home office“ fand ich den Film spannend, doch auch ziemlich kitschig. Dass beim westdeutschen Wirtschaftswunder Nazis wieder salonfähig wurden, das ist bekannt und wurde schon in besseren Filmen behandelt. Zur Lebenslüge der „wunderbaren Jahre“ nichts Neues.

Vor dem 17. Juni 1953, so das Drehbuch, ist der junge Arbeiter noch beim Bau der Stalinallee in Ost-Berlin aktiv. Er versaut die Normen der Bauarbeiter und legt eine Genossin flach, wobei deren Ehemann wohl zusieht. Eine Tochter wird geboren, die er dann in den Westen mitnimmt, weil Mutter und Ehemann von der Stasi verhaftet worden sind …