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Rentenkommission ignoriert Zukunftsfragen

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Foto: public dimain

Berlin (kobinet) Die Rentenkommission legt heute ihren Bericht zur Zukunft der Rente vor. Vorab berichteten Medien, dass das künftige Rentenniveau zwischen 44 und 49 Prozent liegen soll. Dies stößt bei der Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, auf heftige Kritik. Die Rentenkommission ignoriere Zukunftsfragen, habe keine Visionen und keinen Mut.

"In dieser Zusammensetzung der Kommission vermisse ich echte Visionen. Die Ideen ändern nicht das System der Rentenversicherung grundlegend. Auf die Zukunftsfragen braucht es andere Antworten. Der Vorschlag, das Rentenniveau auf 44 bis 49 Prozent einzupendeln, zeigt, dass die Kommission verkennt, dass ein Rentenniveau von 44 Prozent für viele Menschen nicht reicht. Für den VdK ist klar: Unter 48 Prozent darf das Rentenniveau nicht sinken. Im Gegenteil: Nötig ist eine mittelfristige Erhöhung auf 50 Prozent. Alles andere ist den Menschen in Deutschland nicht mehr zu vermitteln", betonte Verena Bentele. Ein klares Bekenntnis zur gesetzlichen Rente sei jedoch ein wichtiges Signal der Kommission.

Die Rentenkommission legt dem Vernehmen nach keine höhere Regelaltersgrenze fest. Das sei auch ein Erfolg der Rentenkampagne des VdK, so Bentele: "Ursprünglich hat die Kommission ja diskutiert, die Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung zu koppeln. Das wäre für Menschen mit psychisch und physisch anstrengenden Tätigkeiten de facto eine Rentenkürzung. Es ist ein Erfolg des VdK, dass diese faktische Rentenkürzung verhindert werden konnte. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Regelaltersgrenze nicht erhöht wird.“

Für den Präsidenten des Sozialverband Deutschland (SoVD) Adolf Bauer ist es erfreulich, dass die Rentenkommission trotz widerstreitender Interessen nun doch einen gemeinsamen Bericht mit Vorschlägen für das zukünftige Alterssicherungssystem vorlegen kann. Zwar würden darin nicht alle relevanten Fragen für eine zukunftsfeste Rente beantwortet; die Kommission ebne damit jedoch zumindest den Weg für die weitere Arbeit. Der SoVD begrüßt ebenfalls, dass die Kommission keinen Automatismus bei der Anhebung der Regelaltersgrenze vorschlägt. "Dass von einer verpflichtenden zusätzlichen privaten Altersversorgung nichts mehr zu lesen ist, ist ebenfalls ein gutes Signal. Für viele ist die gesetzliche Rente die einzige Einnahmequelle im Alter. Aufgrund niedriger Löhne, gebrochener Erwerbsbiografien und Teilzeitarbeit, fehlt ihnen oftmals das Geld, um zusätzlich vorzusorgen. Das gilt insbesondere für Frauen", betonte Adolf Bauer im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung des Berichtes.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sblq136