Menu Close

Fernassistenz-Projekt für Deutschen Mobilitätspreis nominiert

Per Busch mit Blindenstock und Fernassistenz-App
Per Busch mit Blindenstock und Fernassistenz-App
Foto: Per Busch

Kassel (kobinet) „Das Fernassistenz-Projekt ‚Barrierefreie Mobilität weiter denken: Das Recht auf Mobilität‘ wurde für den Deutschen Mobilitätspreis des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr in der Kategorie New Mobility nominiert„, freut sich Per Busch aus Kassel. Er setzt sich schon seit geraumer Zeit für die Etablierung von Fernasistenz-Angeboten in verschiedenen Lebensbereichen ein, um behinderten Menschen eine bessere Teilhabe zu ermöglichen. Die Nominierung für den Deutschen Mobilitätspreis ist seiner Ansicht nach ein weiterer Durchbruch für die Idee, die in Deutschland leider immer noch in den Kinderschuhen stecke und gute Möglichkeiten für angemessene Vorkehrungen zur Verbesserung der Teilhabe behinderter Menschen in verschiedenen Lebensbereichen biete.

Gesetzliche Regelungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit nötig

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) „Aus Sicht von Sachverständigen braucht es zur Herstellung von Barrierefreiheit gesetzliche Regelungen. Selbstverpflichtungen und weitere Aktionspläne reichten nicht aus, hieß es während einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu dem Antrag der CDU/CSU-Fraktion ‚Mehr Tempo für Barrierefreiheit und einen inklusiven Sozialraum‘ (20/4676) am Montag, den 13. November 2023.“ So fasst der Deutsche Bundestag die Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales in Sachen Barrierefreiheit zusammen, die live übertragen und mittlerweile in der Mediathek des Deutschen Bundestages eingestellt wurde.

„Vertragstreue“, „Sicherheit“, „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“…

Arnd Hellinger vor Stufen
No body found to use for abstract…
Foto: privat

Berlin (kobinet) In Berlin müssen derzeit behinderte Menschen, die ihre Assistenzkräfte selbst anstellen und organisieren, um selbstbestimmter leben zu können, darum kämpfen, dass ihre Assistent*innen genau so viel Geld bekommen, wie deren Kolleg*innen, die bei ambulanten Diensten arbeiten. Ende des Jahres laufen die hart erkämpften Verträge für einen gleichen Lohn aus und der Kostenträger scheint sich trotz Protesten nicht zu bewegen. Dies hat zur Folge, dass Assistent*innen bei behinderten Arbeitgebenden bis zu 20 Prozent weniger verdienen. Arnd Hellinger, der selbst von dieser starren und unverständlichen Haltung der Behörde betroffen ist, hat nun einen Kommentar zum Thema für die Berliner Behindertenzeitung verfasst, den er auch den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Buchversand begonnen: Vom Heimscheißer zum Weltenbummler

Bild vom Versand des Buchs von Kevin Kleiber
Bild vom Versand des Buchs von Kevin Kleiber
Foto: Kevin Kleiber

Löhnberg (kobinet) „Meine große Leidenschaft ist das Reisen – was aufgrund meiner Beeinträchtigung für viele Menschen außergewöhnlich scheinen mag. Seit ich denken kann, sitze ich aufgrund einer spastischen Tetraparese im Rollstuhl und brauche 24/7-Assistenz. Das hat mich nicht davon abgehalten, fünf Kontinente zu bereisen und einen Freiwilligendienst in Mexiko zu absolvieren. Das Buch ‚Vom Heimscheißer zum Weltenbummler‘ basiert auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen. Ich hatte das Bedürfnis, meine Geschichte zu erzählen, weil ich das Gefühl hatte, viele Erfahrungen gemacht zu haben, die man Menschen mit Beeinträchtigung nicht zutraut. Dementsprechend möchte ich andere Menschen mit meiner Geschichte motivieren, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und ihre Ideen umzusetzen.“ Das schreibt Kevin Kleiber zu seinem Buch „Vom Heimscheißer zum Weltenbummler, für das vor kurzem mit dem Versand begonnen hat.

(Nicht) Unsere Revolution?

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) „(Nicht) Unsere Revolution? Protestgeschichte von Menschen mit Behinderungen in der DDR“, so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, die am 29. November 2023 von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5 in 10117 Berlin stattfindet und zu der die Bundesstiftung Aufarbeitung einlädt.

Fachtag zu kommunalen Wege zur Inklusion

Teilnehmerinnen un d Teilnehmer im Raum blicken zu  einer Personengruppe auf einer Bühne.
Podiumsrunde mit Politikvertretern
Foto: Foto IKPE

ERFURT (kobinet) Am 6. November hatte ein Fachtag unter dem Motto „Teilhabe vor Ort – kommunale Wege zur Inklusion“ in Erfurt stattgefunden. Der gemeinsamen Einladung des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Thüringen (TLMB), Joachim Leibiger und des Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) waren mehr als 100 Teilnehmende aus Kommunen, Fachgremien, Verbänden und Vereinen sowie aus der Politik gefolgt. Mit der Feststellung: „Barrierefreiheit schafft Teilhabe in allen Lebenssituationen“ hatte der Landesbehindertenbeauftragte den Rahmen der Diskussionen und Erfahrungsaustausche abgesteckt.

Expertenkommission macht Vorschläge nach Morden im Oberlinhaus

Symbol Ausrufezeichen

Potsdam (kobinet) Nachdem im Frühjahr 2021 eine Pflegekraft des Oberlinhaus in Potsdam vier Menschen umbrachte, setzte das Oberlinhaus eine Expertenkommission ein. Diese fordert nun bessere Hilfen für schwerstbehinderte Menschen, wie die Märkische Allgemeine berichtet.

Ausgezeichnete Essays zu Rechten Psychiatrieerfahrener veröffentlicht

Ausschnitt einer Computertastatur
Tastatur
Foto: H.T.

Berlin (kobinet) Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener und die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener veranstalteten gemeinsam einen Essaywettbewerb für die beste Antwort – mit Begründung – auf die Frage: „Nach Artikel 1 Abs. 1 Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar. Verstoßen die §§ 20, 21, 63 und 64 des Strafgesetzbuches daher gegen das Grundgesetz?“ Nun hat die Jury entschieden und die Beiträge wurden veröffentlicht.

Für Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes werben

Regenschirm mit Aufschirft: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Regenschirm mit Aufschirft: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) Ein breites Bündnis von Organisationen tritt für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zur Verbesserung des Diskriminierungsschutzes in Deutschland ein. Vom zuständigen Bundesjustizministerium, das für die Umsetzung des im Koalitionsvertrag verankerten Vorhabens verantwortlich ist, ist immer noch nichts zu hören, wie die Reform des AGG aussehen soll. Deshalb tut es nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 Not, dass viele Akteur*innen weiterhin Flagge für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgestzes zeigen. Dies ist unter anderem mit Produkten möglich, die für die Gesetzesreform werben. Das Bündnis AGG Reform Jetzt empfielt eine Reihe von Produkten von Regenschirmen, T-Shirt, Tassen oder Mützen, mit denen bei verschiedenen Gelegenheiten Flagge für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlugnsgesetzes gezeigt werden kann.

Anhörung zum barrierefreien Reisen im Tourismusausschuss des Bundestags

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Behindertenpolitisch ist diese Woche im Deutschen Bundestag einiges los. Heute, am 13. November 2023, führt der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales von 14:00 bis 15:30 Uhr eine Anhörung zur Barrierefreiheit durch. Am 15. November geht es von 15:00 bis 16:15 Uhr im Tourismusausschuss des Bundestages um die „Herausforderung barrierefreies Reisen – neue Wege, schnellere Erfolge?“ Beide Anhörungen sind öffentlich und werden im Livestream des Parlamentsfernsehen auf www.bundestag.de übertragen.

Letzter Überlebender der NS-Deportationen aus Alsterdorf gestorben

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Hamburg (kobinet) Ein langes, bewegtes Leben ist zu Ende: Bei einer Trauerfeier in der Kirche St. Nicolaus auf dem Stiftungsgelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA) nahmen Freund*innen und Wegbegleiter*innen Abschied von Günther Behn. Geboren am 29.Mai 1928, kam er als Kind in die damaligen Alsterdorfer Anstalten. Aufgrund seiner Behinderung wurde er 1943 im Auftrag der nationalsozialistischen Regierung von der damaligen Anstalt „aussortiert“ und nach Mainkofen deportiert. Als einer der wenigen Überlebenden kam er 1945 nach Hamburg und nach Alsterdorf zurück, um wieder von den Menschen betreut zu werden, die ihn zwei Jahre zuvor in den Tod geschickt hatten. Darüber berichtet die Evangelische Stiftung Alsterdorf mittels einer Presseinformation.

Theo Koll übernimmt Kuratoriumsvorsitz der Aktion Mensch

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Mainz (kobinet) „Es ist wichtiger denn je, dass wir uns in diesen politisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten aktiv für Inklusion und Vielfalt in unserer Gesellschaft stark machen. Die Aktion Mensch leistet das jeden Tag – und ich freue mich, diese wichtige Aufgabe künftig unterstützen zu dürfen.“ So kommentiert Theo Koll seine Wahl zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Aktion Mensch. Der ehemalige Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios wird sein neues Amt mit Wirkung zum 1. Januar 2024 antreten. Theo Koll löst damit Susanne Müller ab, die diese Rolle seit 2018 inne hat.

IGEL-Podcast: Inklusion heißt – Mitten Drin Leben

Logo: IGEL-Podcast mit dem Verein Mittendrin
Logo: IGEL-Podcast mit dem Verein Mittendrin
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Köln (kobinet) „Inklusion heißt – Mitten Drin Leben“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei sprach der Inklusator Sascha Lang mit Tina Sander und Eva-Maria Thoms vom Kölner Verein Mittendrin unter anderem über die Berg- und Talfahrt in Sachen schulischer Inklusion in Deutschland.

Hameln: Von Behindertensportler*innen lernen

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Hameln (kobinet) Von Behindertensportler*innen lernen, das konnten vor kurzem die zehnten Klassen der Elisabeth-Belling-Gesamtschule in Hameln. Die Reporterin Jule Stolpe von radio aktiv hat für die ersten beiden Stunden noch mal die Schulbank gedrückt, denn prominenter Besuch stand an, heißt es in der Ankündigung eines Radioberichts über die Veranstaltung.

Festival tauber Filmemacher

Besucher am Thalia Kino in Babelsberg
THALIA KINO in Babelsberg
Foto: THALIA KINO

Berlin (kobinet) Im Thalia Kino und im Studio Babelsberg wurde am Wochenende wieder Filmgeschichte geschrieben. Erstmals kamen taube Filmemacher zu einem internationalen Festival zusammen. 80 Filme wurden gezeigt. Mit den Della Awards will das Zentrum für Kultur und visuelle Kommunikation e.V. für mehr Inklusion in der Filmbranche werben.

99ers wollen ersten Heimsieg

Logos der Rollstuhlbasketball Bundesliga und des Kölner Clubs
Logos der Rollstuhlbasketball Bundesliga und des Kölner Clubs
Foto: RBC Köln 99ers

KÖLN (kobinet) Obwohl heute sehr viele Menschen, vor allem auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt die neue Karnevalsaison feiern werden, gibt es in dieser Stadt auch andere, die auf einen anderen Grund zum Feiern hoffen – die Fans und Aktiven des Rollstuhlbasketball Clubs der Kölner 99ers. Sie treten heute um 17.00 Uhr in der Sporthalle Bergischer Ring gegen die Rollstuhlbasketballer aus Zwickau an.

KulturLeben Berlin protestiert gegen massive Mittelkürzungen

Geldscheine
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Der Verein KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur ist Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und vermittelt seit 13 Jahren nicht verkaufte Kulturplätze kostenlos an Menschen mit geringem Einkommen und engagiert sich aktiv für kulturelle Teilhabe und soziale Inklusion. Mit dem aktuell beschlossenen Bundeshaushalt gehen massive Mittelkürzungen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) einher. 2024 werden voraussichtlich 25 Prozent weniger und 2025 sogar 36 Prozent weniger Haushaltsmittel als zuvor zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde appelliert dieser Verein, diese Mittelkürzungen nicht vorzunehmen.

Martina Puschke – Lobbyistin für die Rechte behinderter Frauen

Martina Puschke
Martina Puschke
Foto: Weibernetz

Köln/Kassel (kobinet) „Martina Puschke – Lobbyistin für die Rechte behinderter Frauen“, so lautet der Titel eines Gesprächs von Susanne Führer mit Martina Puschke, das vor kurzem im Deutschlandradio Kultur gesendet wurde. Dabei macht Martina Puschke u.a. deutlich, wo es noch in Sachen barrierefreies Gesundheitswesen hapert und welche Erfahrungen sie mit Rehaeinrichtungen gemacht hat.

Neuer Podcast: Auf die Ohren und Augenlicht retten

Symbol Information

Bonn (kobinet) „Am diesjährigen World Retina Day war zum ersten Mal ein Podcast mit dem Titel „Retina View“ zu hören, der Augenlicht retten will. Ins Leben gerufen wurde der Podcast von der Pro Retina – Stiftung zur Verhütung von Blindheit. Noch ein Podcast, werden sich manche fragen. Aber dies ist kein Podcast, wie jeder andere, dieser Podcast gibt Einsichten und Aussichten, sprich: Hintergrundinformation und Zuversicht“, schreibt Marcella Berger, die den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Internationale Auszeichnung für Inklusionspreis des SoVD

Zwei  dunkel gekleidete Frauen mit dem Ehrenpreis vor einer duklen  Wand auf der sich waagerecht Schriftzeilen befinden.
Anke Günster vom LSB Niedersachsen und Stefanie Jäkel vom SoVD in Niedersachsen bei der Preisverleihung in Wien
Foto: Karen Scarbatta

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen hat mit seinem Inklusionspreis den diesjährigen „alpha awards Grand Prix“ in der Kategorie „Bester Award einer Konferenz- und Messeveranstaltung“ gewonnen. Damit werden besondere Wettbewerbe ausgezeichnet, die es schaffen, strategische Ziele zu erreichen und Menschen zu fördern. Das Besondere an dem Preis besteht darin, dass er international angelegt ist und Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz berücksichtigt.

Training für die für Special Olympics Nationalen Spiele Thüringen 2024

Drei  Personen mit Schlittschuhen auf einer Eisfläche bei Tanzübungen
Marina Kielmann mit den Special Olympics Athleten Rico Haupt und Jessica Maul
Foto: Special Olympics Deutschland / Christian Seeling

ERFURT (kobinet) Zur Vorbereitung auf die Winterspiele trainierten der Special Oympics Nationale Spiele Thüringen 2024 sechs Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer mit geistiger Beeinträchtigung und zwei Unified Partnern, Sportlerinnen ohne Beeinträchtigung, aus Thüringen in der Kleinen Eishalle des Eissportclubs Erfurt und bekamen dabei prominente Unterstützung durch die ehemalige Eiskunstläuferin Marina Kielmann.

Tagung Barrierefreiheit und Universal Design im Saarland

Symbol Information

Kirkel (kobinet) „Barrierefreiheit & Universal Design – die nachhaltigen Lösungen für alle!“ So lautet der Titel einer Tagung, die die Arbeitskammer des Saarlands am 12. Dezember 2023 von 10:00 – 15:00 Uhr im Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer, Am Tannenwald 1 in 66459 Kirkel durchführt und auf die Dunja Reichert die kobinet-nachrichten aufgmerksam gemacht hat.

Film Crip Camp wird in Kassel gezeigt

Plakat zum film Crip Camp
Plakat zum film Crip Camp
Foto: Crip Camp

Kassel (kobinet) „Als Behinderung politisch wurde – Filmabend: Crip Camp – Sommer der Krüppelbewegung“ lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 23. November 2023 ab 18:00 Uhr von einem Zusammenschluss verschiedener Akteur*innen in Kassel im freiRaum des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab), Samuel-Beckett-Anlage 6, in 34119 Kassel stattfindet.

Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen zu angemessenen Wohnungskosten

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Bremen (kobinet) In einem Urteil von Oktober 2023 hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) entschieden, dass das Jobcenter in besonderen Fällen, bei besonders schwierig zu erlangendem, behindertengerechten Wohnraum auch Kosten oberhalb der eigentlichen Angemessenheitsgrenze übernehmen muss. Darüber berichtet Henry Spradau für die kobinet-nachrichten.

Nicht einmal jedes fünfte Kind im Bürgergeldbezug profitiert von Teilhabeleistungen

Geldscheine
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Das Bildungs- und Teilhabepaket wurde vor 12 Jahren ins Leben gerufen, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen mehr gesellschaftliche Teilhabe und die Beteiligung an Bildungs-, Kreativ- oder Sportangeboten zu ermöglichen. Trotz zahlreicher Reformversuche gelang es bisher nicht, dieses Ziel zu erreichen. Eine Expertise der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbands konnte nun darlegen, dass die Teilhabeleistung von bis zu 15 Euro, die Kindern in Bürgergeld-Familien monatlich zur Finanzierung etwa von Vereinsaktivitäten bekommen können, selten ankommt. Im Bundesdurchschnitt bekommen gerade einmal 18 Prozent dieser Kinder zwischen sechs und unter 15 Jahren diese Leistung.

Die Neue Norm Podcast zur UN-Behindertenrechtskonvention

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet) „Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) mit unterzeichnet und sich damit verpflichtet, Maßnahmen umzusetzen, die die Rechte von behinderten Menschen stärken. Welche Maßnahmen das sind, wie die UN-BRK entstanden ist und warum Deutschland bei der diesjährigen Staatenprüfung mal wieder gerügt wurde, besprechen wir in dieser Episode unseres Bayern 2 Podcasts.“ So heißt es in der Ankündigung der mittlerweile 44. Ausgabe des Podcast Die Neue Norm.

Paritätischer lehnt Vorschläge der Wirtschaftsweisen zur Rentenreform ab

Hängeregister RENTENVERSICHERUNG von Tim Reckmann | a59.de

BERLIN (kobinet) Die Rentenvorschläge des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stoßen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband auf deutliche Ablehnung und scharfe Kritik. Die vorgeschlagenen Maßnahmen liefen nach Einschätzung der Sozialverbände letztlich auf eine Absenkung des Versorgungsniveaus hinaus, warnt der Paritätische und fordert stattdessen eine „durchgreifende Reform“ hin zu einer Bürgerversicherung mit Mindestrentenanspruch.

Menschenrechte in Deutschland stehen auf dem Prüfstand

Boris Mijatović
Boris Mijatović
Foto: Boris Mijatović/Stefan Kaminski

Berlin (kobinet) Zur Überprüfung Deutschlands im UN-Menschenrechtsrat in Genf heute, am 9. November, haben sich Boris Mijatović, Sprecher für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, und Beate Walter-Rosenheimer, Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet. Die beiden Politiker*innen machen dabei deutlich, dass es auch in Deutschland noch einiges in Sachen Sicherstellung der Menschenrechte zu tun gibt.

Anhörung machte deutlich: Diskriminierungsschutz muss verbessert werden

Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NETZWERK ARTIKEL 3

Berlin (kobinet) Ein Vorstoß der Fraktion Die Linke zur Erweiterung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und für einen verbesserten Schutz vor Diskriminierung war Anlass einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages am 8. November 2023. Die nun in die Mediathek des Bundestages eingestellte Aufzeichnung der zweistündigen Anhörung, in der sich die Mehrheit der Sachverständigen für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ausgesprochen haben, zeigt nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 die unterschiedlichen Ansätze und Interessen in der aktuellen Diskussion gut auf. Nun gelte es nach Ansicht des NETZWERK ARTIKEL 3 den Schwung der Anhörung in die weitere Debatte für eine längst überfällige Reform des AGG zu tragen. Nun sei es am Bundesjustizministerium endlich konkrete Vorschläge für die Gesetzesreform und damit auch zur Verankerung der Verpflichtung zur Barrierefreiheit und angemessener Vorkehrungen im AGG vorzulegen.

Filmbeitrag: Leben ohne Erinnerung

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

Mainz (kobinet) „Martin Spangenberg: Das Leben ohne Erinnerung“, so lautet der Titel eines Filmbeitrags in der ZDF-Sendung „einfach Mensch“ über den Mitarbeiter der in Mainz ansässigen Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe). Martin Spangenberg arbeitet seit 2016 im Gast Hof Grün in der Mainzer Neustadt, einem Werkstattbetrieb der gpe Mainz.

Multiprofessionelles Kongress-Highlight in außerklinischer Intensivversorgung

Logo: Münchner außerklinischer Intensiv Kongross MAIK
MAIK
Foto: MAIK

München (kobinet) Rund 700 Teilnehmende aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz waren zum Münchner Außerklinischen Intensiv Kongress (MAIK Kongress) angereist, der vom 20. bis 21. Oktober 2023 in München stattfand. Den multiprofessionellen Fachkongress für außerklinische Intensivversorgung besuchten Menschen, die selbst aufgrund von schwersten Erkrankungen oder nach einem Unfall ständige Assistenz, intensivpflegerische Versorgung und Unterstützung benötigen, ihre Angehörigen und Assistenzkräfte sowie Vertreter*innen der Berufsgruppen, die in die Versorgung eingebunden sind. Sie erweiterten ihr Wissen in Vorträgen und Workshops, tauschten, Erfahrungen aus und vergrößerten ihr Netzwerk. „Dass uns dies mit dem Programm gelungen ist, freut uns außerordentlich“, teilte Kongresspräsident Christoph Jaschke in einer Presseinformation zur Bilanz des Kongresses mit.

Öffentliche Anhörung zur Barrierefreiheit wird online übertragen

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Während die Regierungskoalition immer noch mit konkreten Gesetzentwürfen zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen behindertenpolitischen Vorhaben auf sich warten lässt, dominiert derzeit die Opposition mit Anträgen und damit verbundenen Anhörungen das Geschehen im Bundestag. Am 8. November 2023 ging es dabei um die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Rechtsausschuss. Am 13. November steht nun von 14:00 bis 15:30 Uhr die Anhörung eines Antrags der CDU/CSU zur Barrierefreiheit des Bundestagsauschusses für Arbeit und Soziales auf der Tagesordnung. Die Anhörung wird online im Parlamentsfernsehen des Bundestages auf www.bundestag.de übertragen und dürfte sicherlich einige Aufschlüsse darüber geben, welcher Handlungsbedarf in Sachen Barrierefreiheit in Deutschland besteht und welche Positionen die einzelnen Akteur*innen dazu vertreten.

CDU/CSU fordert Sexkauf-Verbot – Ende von Sexualassistenz?

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 7. November 2023, maßgeblich initiiert von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dorothee Bär, ein Positionspapier für ein Sexkauf-Verbot nach dem sogenannten Nordischen-Modell verabschiedet. Gefordert wird u.a. die Bestrafung der Kunden sexueller Dienstleistungen bei gleichzeitiger Straflosigkeit der in der Prostitution tätigen Personen. Zu den Forderungen nach einem Sexkauf-Verbot hat der Berliner Rechtsanwalt Dr. Martin Theben, der Verbände berät und auch zum Thema Sexualassistenz Vorträge anbietet, sich zu Wort gemeldet:

Bündnis appelliert: Kindergrundsicherung nachbessern

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) In dieser Woche wird der Gesetzentwurf zur Einführung einer Kindergrundsicherung im Bundestag und Bundesrat beraten. Ein Bündnis aus 20 Verbänden mahnt, jetzt mutig zu sein und einen echten Systemwechsel im Sinne der Kinder und Familien zu wagen. Die Kindergrundsicherung dürfe keine Mogelpackung werden. Verena Bentele, Präsidentin des VdK und Sprecherin des Bündnis Kindergrundsicherung betonte: „Die Kindergrundsicherung ist und bleibt für uns Hoffnungsträger im Kampf gegen Kinderarmut. Als Bündnis Kindergrundsicherung appellieren wir deswegen an die Verantwortlichen in Bundestag und Bundesrat, umfangreich am Gesetzentwurf nachzubessern. Die Regierung muss den Mut haben, einen echten Systemwechsel einzuläuten. Dafür brauchen wir eine Kindergrundsicherung, die hoch genug ist, damit Kinder wirklich gut davon leben können.“

Im Webinar vorgestellt: Kommunaler Gebärdensprach-Avatar-Baukasten

Eine Avatarin gebärdet; Text Komunaler Gebärdensprach-Avatar-Baukasten (Neu) - Angebot anfordern
Screenshot Webseite https://www.gebaerdensprach-avatar.de/
Foto: Charamel GmbH (Webseite)

Berlin (kobinet) Heute besuchte ich das Webinar „Digitale Barrierefreiheit für Gehörlose mit Gebärdensprach-Avatar. Von der KI-Forschung bis zum Kommunalen Gebärdensprach-Avatar-Baukasten“, welches die Firma Charamel GmbH veranstaltete. Charamel GmbH nutzt künstliche Intelligenz (KI) für die Übersetzung von Text zu Gebärdensprache mittels fotorealistischer Avatarinnen und Avatare.

Das Licht wird schon mal ausgehen

Geldscheine
No body found to use for abstract…
Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2024 sieht Kürzungen in Höhe von 25 Prozent für die soziale Infrastruktur vor. Die Auswirkungen dieser Entscheidung werden auch in Baden-Württemberg direkt zu spüren sein, erklärt der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. Rund 4.000 Stellen für Freiwilligendienste müssen gestrichen werden, Migrationsberatungsstellen werden schließen müssen. Wohlfahrtsverbände und Städte setzen ein Zeichen dagegen und knipsen in ihren Einrichtungen und Rathäusern in ganz Baden-Württemberg und am Stuttgarter Riesenrad das Licht aus.

Bei Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter vorankommen

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

STUTTGART (kobinet) Der Landes-Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg hat die Ergebnisse bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gewürdigt und an die Landesregierung appelliert, die Vorgaben der UN-BRK konsequent umzusetzen, um Alltagshindernisse weiter abzubauen, Teilhabe zu gewährleisten, für umfassende Barrierefreiheit und damit menschenwürdige Voraussetzungen zu sorgen.

Dokudrama gegen das Vergessen

Margot Friedländer und Julia Anna Grob
Ich bin! Margot Friedländer
Foto: ZDF

Berlin (kobinet) Ich bin! Margot Friedländer. Das Dokudrama des ZDF schildert die bewegende Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden. Sie ist am 5. November 102 Jahre alt geworden und wohnt in Berlin.

Antidiskriminierungsverbände appellieren: Diskriminierungsschutz verbessern

Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Bei der heute am 8. November 2023 um 14:00 Uhr stattfindenden Anhörung im Rechtssausschuss des Deutschen Bundestags nehmen Sachverständige zur Stärkung des Diskriminierungsschutzes Stellung. Angesichts der derzeitigen Zunahme von Diskriminierungs- und Gewaltvorfällen betonen Antidiskriminierungsverbände die Dringlichkeit einer Reform des Gesetzes. „Mit einer Reform des Gesetzes und der Stärkung des Diskriminierungsschutzes kann die Bundesregierung ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal setzen: Diskriminierung ist nicht hinnehmbar und wird konsequent bekämpft,“ erklärten Vertreter*innen des Bündnisses AGG Reform Jetzt im Vorfeld der Anhörung. Antidiskriminierungsverbände appellieren daher an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag versprochene Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) umzusetzen.