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Nieder-Ramstadt (kobinet) Die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) gedenkt am Samstag, den 27. Januar 2024, um 10 Uhr in Nieder-Ramstadt am "Buch-Gedenkstein“ am Fliednerplatz der sogenannten "Euthanasie-Opfer“ des Nationalsozialismus. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung erinnert die NRD an die über 450 Menschen mit Behinderung, die durch den NS-Terror aus den damaligen NRD-Heimen deportiert und ermordet wurden. Fast alle Deportierten kamen in Hadamar ums Leben. Für die sogenannte "Aktion T4" (benannt nach dem NS-Planungsort in Berlin in der Tiergartenstraße 4) wurde die damalige Hessische Landesheilanstalt Hadamar im Januar 1941 als letzte von sechs NS-Tötungsanstalten eingerichtet.
Nach einer Ansprache von NRD Vorstand Dr. Thorsten Hinz erinnert Beate Braner-Möhl (Leitung Stabstelle Theologie, Seelsorge und Beratung in Krisen) an den ehemaligen NRD-Klienten Johann Valentin Müller aus Eppertshausen, der am 10.3.1945 kurz vor Kriegsende in Hadamar zu Tode kam und bereits 1933 zwangssterilisiert wurde. Anschließend folgt ein stilles Gedenken, heißt es in einer Presseinformation zur Gedenkveranstaltung der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie.




