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Inklusion von Menschen mit Behinderung funktioniert eher schlecht

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HAMBURG (kobinet) Wie funktioniert eigentlich die Inklusion von Menschen mit Behinderung - das wollte der Norddeutsche Rundfunk Ende des vergangenen Jahres in einer nicht repräsentativen Befragung seiner Zuschauerinnen und Zuschauer wissen. Jetzt sind die Umfrageergebnisse ausgewertet und liegen vor. Insgesamt hatten 13.141 Zuschauerinnen und Zuschauer an der Befragung teilgenommen. Die Auswertung zeigt ein klares Ergebnis: Sieben von zehn Befragten finden, dass die Inklusion in Deutschland schlecht funktioniert.

Die größten Hindernisse sehen die an der Umfrage Teilnehmenden in den Bereichen Mobilität, Arbeit und Wohnen. Am besten funktioniert die Inklusion nach dieser Umfrage in den Bereichen Kultur/Medien und Sport.

Inklusion an Regelschulen wird von 67 Prozent, also von zwei Dritteln, als sinnvoll erachtet. Befragte, welche sie als nicht sinnvoll erachten, nennen als Grund mehrheitlich unzureichende Bedingungen an den Schulen sowie nicht ausreichen Betreuung, Barrierefreiheit und so weiter. Ein Drittel der Befragten findet Inklusion an der Schule nicht sinnvoll, weil sie prinzipiell schwierig sei – und das auch unter guten Bedingungen.

Die Inklusion am freien Arbeitsmarkt hält eine überwiegende Mehrheit von 92 Prozent der Befragten für eine sinnvolle Maßnahme. Jeder Fünfte spricht sich allerdings für Verbesserungen bei barrierefreien Arbeitsplätzen aus. Für etwa jeden Sechsten müssten vor allem mehr Unterstützungsdienste und Schulungen für Mitarbeitende und Führungskräfte her, damit Inklusion am Arbeitsplatz besser funktioniert.

Weitere Einzelheiten zu den Ergebnissen dieser Umfrage sind aus einzelnen Beträgen unter diesem Link zu erfahren