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Roman „befeuert“ Diskussion zur Reform der Werkstätten für behinderte Menschen

Foto zeigt Barbara Vieweg vor dem Reichstag
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Foto: bifos

Jena (kobinet) Der Reportage-Roman „Zündeln an den Strukturen“ von Ottmar Miles-Paul „befeuert“ die aktuelle Diskussion über die längst überfällige Gesetzesreform des Systems der Werkstätten für behinderte Menschen. Darauf weist Barbara Vieweg, die Geschäftsführerin des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), hin. Die schlechte Bezahlung weit unter dem Mindestlohn mit durchschnittlich 226 Euro monatlich und die geringe Vermittlungsquote von behinderten Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Werkstätten für behinderte Menschen von jährlich 0,35 Prozent wird schon seit vielen Jahren kritisiert. Was diese Benachteiligungen für Betroffene konkret bedeuten können, damit hat sich der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul in seinem Reportage-Roman „Zündeln an den Strukturen“ befasst. Dabei gehe er insbesondere der Frage nach, welche Alternativen möglich sind – vor allem, wenn es keine Werkstatt mehr gäbe.

Qualifizierung als Prozessbegleiter*in für inklusiven Sozialräumen

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch startet zum dritten Mal die Fortbildungsreihe „Qualifizierung als Prozessbegleiter*in für die Gestaltung von inklusiven Sozialräumen“. Die Erfahrungen aus Kommune Inklusiv haben gezeigt, dass eine Prozessbegleitung mit dem Blick von außen herausfordernde Gestaltungsprozesse vor Ort unterstützt. Kommune Inklusiv ist ein Modellansatz dafür, wie Teilhabe in Sozialräumen nachhaltig gestaltet und umgesetzt werden kann. Dieser umfassende Gestaltungsprozess beinhaltet ganz unterschiedliche Perspektiven und damit verbundene Dynamiken: Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren im Sozialraum, Netzwerkarbeit, Partizipation, kulturelle Praxis oder Organisationsprozesse. Bis zum 4. März 2024 ist die Bewerbung noch möglich.

Inklusion von Menschen mit Behinderung funktioniert eher schlecht

Logo: NDR
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Foto: NDR

HAMBURG (kobinet) Wie funktioniert eigentlich die Inklusion von Menschen mit Behinderung – das wollte der Norddeutsche Rundfunk Ende des vergangenen Jahres in einer nicht repräsentativen Befragung seiner Zuschauerinnen und Zuschauer wissen. Jetzt sind die Umfrageergebnisse ausgewertet und liegen vor. Insgesamt hatten 13.141 Zuschauerinnen und Zuschauer an der Befragung teilgenommen. Die Auswertung zeigt ein klares Ergebnis: Sieben von zehn Befragten finden, dass die Inklusion in Deutschland schlecht funktioniert.

Behindertenpolitisch viel zu tun in diesem Jahr

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Behindertenpolitisch war das letzte Jahr schon sehr anstrengend. Dass dieses Jahr noch ein paar Schippen drauf gelegt werden, darin sind sich viele behindertenpolitischen Akteur*innen einig. Denn es stehen eine Reihe von längst überfälligen Gesetzesreformen und eine Vielzahl von Herausforderungen an. Deshalb wird es bei der Klausurtagung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die am 18. und 19. Januar in Berlin stattinfet, bestimmt nicht langweilig. Die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und des Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BGG), die Reform des Werkstättensystems, aber auch der Kampf für ein selbstbestimmtes Leben, beispielsweise mit Beatmung, sind wichtige Themen, die in Berlin und online diskutiert werden.

Job im Haus der Jugend in Bitburg

Dominik Dumanski bei der Arbeit
Dominik Dumanski bei der Arbeit
Foto: Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm

Bitburg (kobinet) Im Hinblick auf die Reform des Werkstättensystems hört man Immer wieder, was alles angeblich nicht bei der Inklusion von Menschen, die herkömmlich in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, geht. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es demgegenüber vielfältige positive Beispiele für die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Aktuell sind es über vierzig Betriebe im Landkreis, in denen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung mit ihren guten Kompetenzen und ihrer Fachlichkeit beschäftigt sind“, heißt es in einem von der Kreisverwaltung des Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlichten Beitrag. Das sind fast so viele wie in ganz Berlin. Am Beispiel von Dominik Dumanski, der im Haus der Jugend in Bitburg arbeitet, zeigt die Kreisverwaltung auf, dass auch nach dem Besuch einer Schule für ganzheitliche Entwicklung mit Hilfe des Budget für Arbeit Türen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geöffnet werden können.

Keine behinderungsbedingte Arbeitsassistenz für Abgeordnete

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Greifswald (kobinet) Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) hat entschieden, dass Parlamentsabgeordnete keinen Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) haben, auch wenn sie als Rollstuhlfahrende unstreitig Hilfe bei ihrer Tätigkeit benötigen. Über diese Entscheidung berichtet Henry Spradau für die kobinet-nachrichten.

Bund streicht Zuschüsse in Höhe von 12 Milliarden Euro

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Heute, am 18. Januar 2024 legt der Haushaltsausschuss des Bundestags letzte Hand an den Etat für 2024. Nach dieser finalen Bereinigungssitzung soll der Bundeshaushalt im Bundestag beschlossen werden. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „12 Milliarden Euro – so viel wird allein in den kommenden Jahren in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung fehlen, wenn der Haushalt wie im Moment geplant verabschiedet wird. Die Folgen: steigende Versicherungsbeiträge und immer härtere Debatten um Leistungskürzungen. Der Kanzler hat versprochen, dass es mit ihm keinen Abbau des Sozialstaats geben wird. Dieses Versprechen ist er im Begriff zu brechen. Die Bundeszuschüsse zur Renten- und Arbeitslosenversicherung dürfen nicht wegfallen.“

„If I Had a traktor“ oder wie die Behindertencommunity protestieren könnte Eine Kolumne in 3 Strophen

New Holland T7070 - Traktor - Ystad-2021 von Foto: Jonn Leffmann

Villmar – Weyer (kobinet) Allerorten wird protestiert! Sogar hier auf Kobinet wird offen zum Widerstand aufgerufen. Jeder und jede hat etwas auszusetzen. Viele sind unzufrieden. Mit Kürzungen, mit Reformen, mit dem Lohn. Die Behindertenszene scheint noch relativ zufrieden. Sie beschränkt sich auf Internetblogs und Portale. Berichtet von fehlender Barrierefreiheit und Missständen bei der Inklusion. Aber weder streiken die Beschäftigten der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), noch blockieren Rollstuhlfahrer Autobahnauffahrten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie keine wirkliche Systemrelevanz besitzt. Und es der Öffentlichkeit kaum auffällt, wenn die WfbM streikt (höchsten wenn sie brennt. Siehe Otmar Miles Paul „Zündeln an den Strukturen“) und Rollstühle sich recht einfach aus dem Weg schieben lassen. Uns fehlen schlicht die Mittel. „Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will“ lässt sich schlecht auf die Behindertencommunity ummünzen.

Rentner werden abgehängt

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen reagiert empört auf den Gesetzentwurf der niedersächsischen Landesregierung zur Sonderzahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Pensionäre. Die Tatsache, dass es für Rentner keine Ausgleichzahlung gibt, ist in den Augen des SoVD zutiefst ungerecht. Er fordert deshalb von der Politik, eine entsprechende finanzielle Unterstützung auf den Weg zu bringen.

Deutschlands größte Medien berichten auch über Special Olympics Nationale Winterspiele Thüringen 2024

Piktogramm eines Skiläufers
Wintersport
Foto: Pixabay/OpenIcons

ERFURT (kobinet) Vom 29. Januar bis zum 2. Februar werden 900 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung bei den Special Olympics Nationalen Spielen in Thüringen antreten. Wie bei den Weltspielen in Berlin 2023 wird sich dabei auch die erfolgreiche Medienallianz, bestehend aus den 11 größten Sport berichterstattenden Medien, ihre Unterstützung von Special Olympics Deutschland bei den Winterspielen fortsetzen.

Gedenkstätte mit Besucherrekord

Blick in einen Raum in dem Portraitfotos  aufgestellt sind
Im Biografieraum der Gedenkstätte
Foto: Stiftung Sächsische Gedenkstätten

PIRNA (kobinet) In einer Zeit, da häufig von wachsendem Einfluss rechten Gedankengutes berichtet werden muss, kann die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein über einen Publikumsrekord informieren. Die Gedenkstätte im sächsischen Pirna, die an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde erinnert, wurde im Jahr 2023 von insgesamt 16 954 Personen besucht. Das ist höchste Besucherzahl in diese Gedenkstätte seit ihrer Eröffnung im Jahr 2000. Diese Tatsache unterstreicht die Zahl des anhaltend hohe Interesse an der Arbeit dieses Erinnerungsortes.

Sigrid Arnade: Wir brauchen Traktoren

Sigrid Arnad an einem Schreibtisch sitzend auf dem die Tastatur eines Computers zu sehen ist. Im Hintergrund Bücherregal
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Foto: ISL

Berlin / Köln (kobinet) Eine Sternfahrt mit vielen Traktoren wünscht sich Prof. Dr. Sigrid Arnade, Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, angesichts des monatelangen Schweigens von Hubertus Heil und Bettina Stark-Watzinger. „Am 10.10.2023 hat das Bündnis Inklusive Bildung jetzt! einen offenen Brief an die Minister*innen geschickt und bis heute nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschweige denn eine Antwort erhalten,“ erläutert Sigrid Arnade ihren Wunsch. Der offene Brief ist laut Sigrid Arnade von über 140 Vereinen und Verbänden sowie über 1.400 Einzelpersonen unterstützt worden. „Damit haben mehrere Millionen Bürger*innen dieses Anliegen unterstützt, ein Vielfaches der demonstrierenden Bäuer*innen“, erklärte Prof. Dr. Sigrid Arnade gegenüber den kobinet-nachrichten.

Nieder-Ramstädter Diakonie gedenkt der „Euthanasie-Opfer“ des Nationalsozialismus

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Nieder-Ramstadt (kobinet) Die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) gedenkt am Samstag, den 27. Januar 2024, um 10 Uhr in Nieder-Ramstadt am „Buch-Gedenkstein“ am Fliednerplatz der sogenannten „Euthanasie-Opfer“ des Nationalsozialismus. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung erinnert die NRD an die über 450 Menschen mit Behinderung, die durch den NS-Terror aus den damaligen NRD-Heimen deportiert und ermordet wurden. Fast alle Deportierten kamen in Hadamar ums Leben. Für die sogenannte „Aktion T4“ (benannt nach dem NS-Planungsort in Berlin in der Tiergartenstraße 4) wurde die damalige Hessische Landesheilanstalt Hadamar im Januar 1941 als letzte von sechs NS-Tötungsanstalten eingerichtet.

Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) Die Nationale Plattform, die 2017 den Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verabschiedet hat, will initiativ werden: Neue Impulse sollen BNE in der formalen Bildung größere Wirksamkeit geben und ihre Umsetzung beschleunigen. Darauf weist die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in ihrem Beitrag auf der Internetplattform bildungsklick hin. Dabei geht es auch um die Umsetzung inklusiver Bildung.

Auch behinderte Praktikant*innen haben Recht auf Gleichbehandlung

Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Foto: Bundesarbeitsgericht

Erfurt (kobinet) „Arbeitgeber müssen auch bei der Einstellung schwerbehinderter Praktikanten die gesetzlichen Vorschriften zur Gleichbehandlung behinderter Menschen beachten. Dient das Praktikum dem Erwerb „beruflicher Fähigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten oder beruflicher Erfahrungen“, kann bei einer Benachteiligung wegen der Behinderung ein Entschädigungsanspruch bestehen, entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil. (AZ: 8 AZR 212/22) Im entschiedenen Fall wiesen die Erfurter Richter den behinderten Kläger jedoch ab, weil er keine Diskriminierung nachweisen konnte.“ Dies berichtete evangelisch.de am 16. Januar 2024 zu einer aktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts.

Jeder vierte Heim-Bewohner bekommt schon jetzt Sozialhilfe

Altenwohn- und Pflegeheim St. Laurentius von SBinale

STUTTGART (kobinet) Das Land muss die Pflegebedürftigen, wie der Sozialverband VdK in Baden-Württemberg fordert, endlich finanziell entlasten. Rund 92.000 Menschen leben in Baden-Württemberg im Pflegeheim. Und davon waren schon jetzt laut Statistischem Bundesamt per Stand Jahresende 2022 bereits 26.475 Menschen auf Sozialhilfe angewiesen. Sie können den Eigenanteil zur Pflege nicht aufbringen und werden in die Sozialhilfe gedrängt.

Beim sozialen Wohnungsbau endlich Turbo zünden

Bild zeigt eine Wohnnungsbaustelle mit Gerüsten und einem Bagger
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig
Foto: Pixabay/SatyaPrem

HANNOVER (kobinet) Eine Studie des Bündnisses „Soziales Wohnen“ macht deutlich, dass in Deutschland mehr als 910.000 Sozialwohnungen fehlen. Niedersachsen gehört mit einem Defizit von 109.000 fehlenden Wohnungen zu den traurigen Spitzenreitern dieser Fehlbilanz in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb ein wohnungspolitisches Turbo-Programm von der Landesregierung. Ansonsten drohe nach Einschätzung dieses Landesverbandes des SoVD Den Mieterinnen und Mietern mit geringem Einkommen ein finanzielles Desaster.

Sonderkolumne: Behinderte gegen Rechts. Jetzt initiativ werden!

Hans-Willi Weis vor seiner Haustür mit erhobener linken Faust, dem Symbol der 68er
Behinderter Opa gegen Rechts
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) „Rock gegen Rechts“ gibt es seit den 1990er Jahren. Vorneweg mit dabei Udo Lindenberg vom Panikorchester. In den 2010er Jahren sind „Omas gegen Rechts“ hinzugestoßen. „Behinderte gegen Rechts“ seien, man gewähre ihnen solch Bitten, in diesem Bunde die Dritten. Denn wenn spätestens jetzt bei aufrechten Demokrat*innen die Alarmglocken schrillen, so tun sie es um etliche Dezibel heftiger bei denjenigen unter ihnen, die „traditionell“ eine Zielgruppe rechter und faschistischer „Sonderbehandlung“ sind.

Aktion am Lüneburger Bahnhof für schnelleren Aufzugeinbau

Bild von der Aktion am Lüneburger Bahnhof
Bild von der Aktion am Lüneburger Bahnhof
Foto: privat

Lüneburg (kobinet) Aktive von „Lüneburg barrierefrei“, dem „KlimaKollektiv Lüneburg“ und der Gruppe „Rollfender Widerstand“ demonstrieren heute am 16. Januar 2024 mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung bei Gleis 1 am Lüneburger Bahnhof. “Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht. „Austausch der Aufzüge ja! Aber so nicht!“ sagen die Demonstrant*innen, weil die Bauarbeiten über ein halbes Jahr dauern sollen. Der Austausch soll sieben Monate dauern. Das ist den Aktivist*innen zu lang. Mobilitätseingeschränkte Menschen müssen in dieser Zeit einen großen Umweg in Kauf nehmen, den viele Betroffene nicht alleine aus eigenen Kräften zurück legen können, weil dieser an einigen Stellen zu steil ist.

Erreichtes verteidigen und Chancen für Verbesserungen schnell nutzen

Ottmar vor mit T-Shirt Aufschrift kobinet-nachrichten
Ottmar Miles-Paul vor dem Reichstagsgebäude
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Rechtsextreme Geheimtreffen zur Planung der Vertreibung von Menschen nicht deutscher Herkunft aus Deutschland, Umfragewerte für in diesem Jahr anstehende Wahlen, die demokratisch gesinnten Menschen das Fürchten lehren, verheerende Kriege und wachsende Kriegsgefahr in vielen Teilen der Welt, mit steigenden Rüstungsausgaben, Donald Trump, der trotz all seiner Prozesse und Verfehlungen die ersten Vorwahlen in Iowa haushoch gewonnen hat und eine wachsende Tendenz zur Abwertung des Anspruchs auf Inklusion und zur weiteren Aussonderung behinderter Menschen. Diese und viele weitere aktuelle Entwicklungen bedrohen nicht nur unsere Demokratie, sondern stellen vieles im Sinne der Menschenrechte Erreichte infrage. Auf der anderen Seite gibt es viele Maßnahmen im Koalitionsvertrag, die dieses Jahr angepackt werden müssen, wenn sie noch Realität werden sollen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul plädiert in seinem Kommentar dafür, erreichtes zu verteidigen und Chancen für Verbesserungen zu nutzen.

Inklusion und Krieg: Wieso wir Ukrainer*innen mit Behinderung jetzt aktiv unterstützen sollten

Dr. Monika Rosenbaum
Dr. Monika Rosenbaum
Foto: Dr. Monika Rosenbaum

Münster (kobinet) Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen fordert in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten die Einmischung deutscher Behinderten- und Selbsthilfe-Organisationen. Zudem plädiert sie für mehr Inklusion in der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen: Barrierefreier Schutz und Hilfe sowie Inklusiver Wiederaufbau in der Ukraine, barrierefreie Sprach- und Integrationskurse sowie Arbeitsförderung, Inklusion als bilaterales Querschnittsthema sowie die Beteiligung ukrainischer Menschen mit Behinderung in Planung und Umsetzung auf allen Ebenen.

Bundessozialgericht entschied zu Kosten für Sonderfahrdienste

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von Dezember 2023 festgestellt, dass die Übernahme von Kostenbeiträgen für die Inanspruchnahme eines Sonderfahrdienstes aus Mitteln der Eingliederungshilfe im Grundsatz in Betracht kommt. Ein Anspruch auf notwendige, behinderungsbedingte Mehrkosten bei der Freizeitgestaltung als Leistung der Eingliederungshilfe besteht jedoch nur, soweit die Kosten nicht durch andere Sozialleistungen abgedeckt werden. Darauf macht Henry Spradau in seinem heutigen Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Hohe Eigenanteile bei der Pflege darf ein Sozialstaat nicht hinnehmen

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Die Unterbringung im Pflegeheim wird immer teurer. Immer höhere Personal- und Sachkosten sind die Ursache für diese Preissteigerungen, die schon längst nicht mehr durch die staatlichen Zuschüsse gedeckt werden können. Die gestiegenen Zuschüsse kosten die Pflegeversicherung jährlich über fünf Milliarden Euro, ohne dass der Eigenanteil der Pflegehaushalte sinkt.“ Dies kritisiert die Präsidentin des Sozialverband VdK Verena Bentele und macht deutlich, dass ein Sozialstaat die hohen Eigenanteile bei der Pflege nicht hinnehmen darf.

Wie sich Werkstätten für behinderte Menschen gegen Kontrollen wehren

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

Mainz (kobinet) Obwohl die rund 40 Werkstätten für behinderte Menschen in Rheinland-Pfalz nach Informationen des Landesrechnungshofs von Rheinland-Pfalz rund 300 Millionen Euro pro Jahr aus Steuermitteln bekommen, wehren sich diese schon seit vielen Jahren gegen die vom Landesrechnungshof geforderten Kontrollen. „Die Befürchtung des Rechnungshofs: Da wo viel Steuergeld ohne Vertragsgrundlage und ohne Kontrollen gezahlt wird, gibt es die Gefahr, dass das Geld nicht immer im Sinn der Betroffenen eingesetzt wird. Er forderte deshalb vom Land systematische Kontrollen, auch ohne konkreten Anlass“, heißt es in einem Bericht von SWR Aktuell. Ein lesenwerter Beitrag einer fast zehnjährigen Auseinandersetzung, der die Macht der Werkstätten und die Ohnmacht des Staates aufzeigt, sicherzustellen, dass Steuergelder im Sinne von behinderten Menschen verwendet werden.

Online-Lesung des Romans Zündeln an den Strukturen zum Werkstättensystem

Cover des Romans Zündeln an den Strukturen von Ottmar Miles-Paul und Katrin Grund
Cover des Romans Zündeln an den Strukturen von Ottmar Miles-Paul und Katrin Grund
Foto: Olivia Vieweg

Hamburg (kobinet) Für Dienstag, den 16. Januar 2024, lädt das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Stiftung Das Rauhe Haus in Hamburg von 18.30 – 20.00 Uhr zu einer Online-Lesung aus dem Reportage-Roman von Ottmar Miles-Paul mit dem Titel „Zündeln an den Strukturen“ über das System der Werkstätten für behinderte Menschen mit anschließender Diskussion ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der ZeDiS-Ringvorlesung „Was meint ‚Inklusiver Arbeitsmarkt‘?“ per Zoom statt und wird sowohl in Gebärdensprache gedolmetscht als auch und mit Untertitelung durchgeführt. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist kurzfristig noch möglich.

BSVH bereitet Fachtag „Sehen im Alter“ vor

Logo BSVH Blinden- und Sehbehindertenverband Hamburg
Logo BSVH
Foto: BSVH

HAMBURG (kobinet) Gemeinsam mit dem im Jahr 2023 gegründete Hamburger Aktionsbündnis „Sehen im Alter“ bereitet der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) einen Fachtag zur Volkskrankheit „Sehverlust im Alter“ vor. Mit dem Fachtag werden vor allem Pflegepersonal sowie Angestellte in Kliniken und Praxen oder Menschen, die in Senioreneinrichtungen und Seniorentreffs arbeiten angesprochen.

Darf man „geistige Behinderung“ sagen?

Symbol Fragezeichen

Bonn / Berlin (kobinet) „Darf man ‚geistige Behinderung‘ sagen?“ Dieser und vielen anderen Fragen geht die Aktion Mensch in einem aktuellen Beitrag mit dem Titel „Was ist eine geistige Behinderung?“ nach. „Der Begriff ist umstritten. Viele betroffene Menschen sagen eher, dass sie Lernschwierigkeiten haben. Denn ihnen fehlen lediglich bestimmte Kompetenzen und ihre Entwicklung ist verlangsamt. Ihr Geist ist dabei nicht behindert. Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt mittlerweile dringend, die Formulierung anzupassen. Sie möchten sich an der englischen Formulierung ‚intellectual impairments‘ orientieren und bevorzugen die Bezeichnung ‚intellektuelle Beeinträchtigung'“, heißt es im Beitrag der Aktion Mensch. Die Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten Mensch zuerst fordert schon lange die Abschaffung des Begriffs „geistig behindert“. Und auch der Bundesbehindertenbeauftragte hat sich mit dem Thema befasst und schlägt „Menschen mit Lernbeeinträchtigung“ vor.

Entscheidendes Jahr in Sachen Barrierefreiheit liegt vor uns

Bild vom Beiratstreffen der Bundesinitiative Barrierefreiheit
Bild vom Beiratstreffen der Bundesinitiative Barrierefreiheit
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Wird das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG) und das Allgemeine Gleichbehandlungslungsgesetz (AGG) in diesem Jahr reformiert und vor allem wie? Wird die Barrierefreiheit und eine entsprechende Verpflichtung zu angemessenen für private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten endlich gesetzlich verankert und verpflichtend? Dies sind zentrale Frage, die die Behindertenbewegung 2024 beschäftigen werden, denn diese Reformen sind nicht nur im Koalitionsvertrag versprcohen, sondern schon längst überfällig. Die letzte Sitzung des Beirats der Bundesinitiative Barrierefreiheit fand im Oktober 2023 statt und nun müssten hoffentlich bald konkrete Vorschläge für Gesetzesregelungen vorgelegt werden. Darauf drängt nicht nur Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung, sondern eine Vielzahl von Verbänden und Akteur*innen. Dass schnelle Initiativen für mehr Barrierefreiheit nötig sind, zeigt auch ein aktueller Beitrag in der Frankfurter Allemeinen Zeitung (FAZ).

Neues Buch von Christian Mürner: Verkannte Figuren

Cover des Buches Verkannte Figuren von Christian Mürner
Cover des Buches Verkannte Figuren von Christian Mürner
Foto: Beltz

Hamburg (kobinet) „Verkannte Figuren: Literatur, Lebenswelt, soziale Lesarten“, so lautet der Titel eines neuen Buches des Journalisten Christian Mürner, der vor kurzem im Beltz-Verlag erschienen ist. „Die Komplexität der Figuren und Personen mit Behinderung in Literatur und Lebenswelt bleibt weitgehend unberücksichtigt. Ihre Bedeutung und die Auseinandersetzung mit den sozialen Lesarten und Rollen beschränken sich auf schablonenhafte Darstellungen. Doch es gibt sie, die Erzählungen und Romane, wie die von Cristina Morales oder Georges Simenon, sowie Märchen oder populäre Theatervorstellungen, die sowohl mit künstlerischer Fantasie als auch mit literarischen und kulturgeschichtlichen Perspektiven die Lesenden überraschen“, heißt es in der Ankündigung des Buches von Christian Mürner.

Verband der Pflegenden fordert politischen Einfluss auf die Pflegeheim-Kosten

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) verweist
darauf, dass die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass sehr hoch bleiben und es deshalb höchste Zeit ist, dass sich die Bundesregierung sowohl um eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung kümmert als auch die wirtschaftlichen Grundlagen der Pflegeunternehmen sichert.

Faschisten stoppen

Poster von Campact
Wehrhafte Demokratie – Faschisten stoppen
Foto: Campact

Berlin (kobinet) „Potsdam! bekennt Farbe“, hieß es heute auf dem Alten Markt. Anlass der Kundgebung war ein geheimes Treffen von rechtsradikalen, verfassungsfeindlichen Ideologen, AfD-Politikern und Neonazis. Ihre Pläne erinnerten an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. „Es ist an der Zeit, Gesicht zu zeigen und unsere Demokratie zu verteidigen: für unsere Stadt, für unser Land, für die Menschen, die hier leben“, so . Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert. Bei Landtagswahlen im September droht in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Gefahr von rechts.

Phil Hubbe: Buchpräsentation zum Jubiläumsband Vorsicht, Stufe – 20 Jahre Behindertencartoons

Cover des Buches von Phil Hubbe
Cover des Buches von Phil Hubbe
Foto: Phil Hubbe

Magdeburg (kobinet) „Am 26. Februar 2024 ist es soweit: Mein Jubiläumsband ‚Vorsicht, Stufe! – 20 Jahre Behinderte Cartoons‘ erscheint im Lappan-Verlag (https://www.carlsen.de/hardcover/vorsicht-stufe/978-3-8303-3684-6). Auf 128 Seiten findet sich eine tolle Auswahl der besten ‚alten‘ Zeichnungen und viele neue Cartoons. Dazu gibt es ein Vorwort und Gespräch mit dem Aktivisten Raúl Krauthausen und ein Nachwort des Bundespräsidenten a.D. und Schirmherr der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Christian Wulff. Gefeiert wird dieses Jubiläum mit einer Buchpräsentation am Freitag, den 1. März 2024 um 19:00 Uhr im Moritzhof Magdeburg.“ Dies teilte der renomierte Cartoonist Phil Hubbe in einer Presseinformation mit.

Welchen Beitrag kann der Tourismus zur Barrierefreiheit leisten?

Friedrich Müller beim Test von 3-D Hilfsmittel
Friedrich Müller beim Test von 3-D Hilfsmittel
Foto: ZsL Stuttgart

Stuttgart (kobinet) Von heute, dem 13. Januar bis zum 21. Januar 2024 findet auf der Messe Stuttgart die alljährliche Fachausstellung Caravan, Motor, Touristik (CMT) statt. Friedrich Müller vom Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) in Stuttgart macht sich hierzu einige Gedanken über den Zusammenhang von Tourismus und Barrierefreiheit. „Barrierefreiheit ist längst nicht mehr nur ein Thema für Menschen mit Behinderung gleich welchen Alters, sondern betrifft in zunehmendem Maße auch die Gruppe der Seniorinnen und Senioren“, schreibt Friedrich Müller.

Mit Führhund in die Hauptstadt: Mandy Müller berichtet über ihr Bundestagspraktikum

Mandy Müller mit Assistenzhund Oris vor der Reichstagskuppel in Berlin
Mandy Müller mit Assistenzhund Oris vor der Reichstagskuppel in Berlin
Foto: privat

Kassel (kobinet) „Mit Blindenführhund in die Hauptstadt – Mandy Müller berichtet über ihr Praktikum im Bundestag“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am Montag, den 22. Januar 2024, um 16:00 Uhr im freiRAUM des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) in der Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34119 Kassel stattfindet. „Mein Name ist Mandy, ich bin 29 Jahre alt, Politik-Studentin aus Kassel und engagiere mich ehrenamtlich beim fab. Außerdem habe ich 2023 an der Weiterbildung ‚Empowerment zur Selbstvertretung‘ des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) teilgenommen. Im Rahmen dieser Weiterbildung bekam ich die Chance, zwei Wochen lang ein Praktikum bei der Bundestagsabgeordneten Stephanie Aeffner von den Grünen, die selbst Rollstuhlnutzerin ist, zu absolvieren“, heißt es u.a. im Ankündigungstext für die Veranstaltung.

Mangelndes Vertrauen ins Gesundheitswesen

Bild einer Ärztin, eines Medikamenntenglases und einer Spritze vor blauem Hintergrund
Können die Ärzte das Gesundheitswesen heilen ?
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

DÜSSELDORF (kobinet) Die Mängelliste im Gesundheitswesen ist nach Einschätzung des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen lang: Apotheken schlagen Alarm, weil Engpässe bei lebenswichtigen Medikamenten drohen. Niedergelassene Ärzte halten ihre Praxen geschlossen, um eine Neuregelung von Honorar-Budgets zu erkämpfen. Krankenhäuser kündigen bei Umsetzung des Krankenhausplans reihenweise Schließungen an. Und gleichzeitig steigen für sehr viele Krankenversicherte die Zusatzbeiträge. Wer die Debatte der Interessenvertretungen im Gesundheitswesen verfolgt, gewinnt den Eindruck, das Gesundheitswesen läge auf der Intensivstation.

Das Jahr beginnt mit Spitzen-Rollstuhlbasketball am Rhein

rollstuhlbasketball-em-motiv_300dpi von ING-DiBa

KÖLN (kobinet) In der Sporthalle am Bergischen Ring empfängt morgen das Team der Rollstuhlbasketball der Köln 99ers den Tabellenführer Lahn-Dill aus Wetzlar und steht damit vor einer schweren Aufgabe. Es verspricht somit ein Spitzenspiel der Rollstuhlbasketballer zu werden. Der RSV Lahn-Dill kommt als Tabellenführ an den Rhein und hat seine Ambitionen auf den Meistertitel, bisher mit einer weißen Weste untermauert.

Hohe Pflegeheimkosten weiter gestiegen

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

HANNOVER (kobinet) Obwohl sich die Zuschüsse erhöht haben werden In Niedersachsen die Plätze in den Pflegeheimen immer teurer. Zuschüsse erhöht haben. Seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen Betroffene laut Erhebung des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) monatlich 80 Euro mehr zahlen als noch ein Jahr zuvor. Für den Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ist das ein unhaltbarer Zustand. Denn: Immer mehr Pflegebedürftige müssen Sozialhilfe beantragen, weil sie die Kosten alleine nicht mehr stemmen können. Der SoVD fordert deshalb die Landesregierung auf, ihre Blockadehaltung zu beenden und die Investitionskosten für Pflegeheimplätze zu übernehmen.

Bayerns Barrierefreiheitsziel 2023 rückt in weite Ferne

Rollstuhl  stösst mit seinen vorderen Rädern an eine zu hohe Bordsteinkonte
Am Zugang zum barrierefreien Bahnhof im Pleinfeld
Foto: B. Endres

PLEINFELD (kobinet) Nachdem am 09. Januar des neuen Jahres von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf Zahlen zu Barrierefreiheit in Bayern verkündet wurden, zeigen diese offenbar eine eklatante Diskrepanz zwischen den politischen Ankündigungen und der Realität. Der Leiter der Kontaktstelle Fränkisches Seenland des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) Bernhard Endres, kritisiert scharf, dass die selbst gesteckten Ziele für das Jahr 2023 bei Weitem verfehlt wurden.

Neuer EU-Behindertenausweis nahm entscheidende Hürde

Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Foto: Katrin Langensiepen

Brüssel (kobinet) „Riesen Erfolg! Einstimmig haben wir im Sozialausschuss im #EU Parlament den Vorschlag für einen EU-Behindertenausweis abgestimmt!“ Mit diesem Post auf X bringt die Europaabgeordnete der Grünen Katrin Langensiepen ihre Freude über das Abstimmungsergebnis im Sozialausschuss des Europäischen Parlaments vom 11. Januar 2024 zum Ausdruck. „Neuer EU-Behindertenausweis kommt: Ein erster Schritt für EU-Freizügigkeit für alle“ titelt die selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Langensiepen dementsprechend auch die von ihr versandte Presseinformation zur neuen Entwicklung.