Veröffentlicht am 09.04.2026 09:14 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Vincent Dalonneau, Landesdirektor von HI–Sudan, ruft zu inklusiven Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung auf. Foto: HI
BERLIN (kobinet) Anlässlich der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin schlägt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) Alarm: Drei Jahre nach Ausbruch des Krieges ist die Lage für die Zivilbevölkerung katastrophal. Für Menschen mit Behinderung gilt dies in noch stärkerem Maße: Für sie ist es besonders schwierig, zu fliehen, an Hilfsgüter zu gelangen oder eine medizinische Versorgung zu erhalten. Zudem bedrohen Minen und Blindgänger die Zivilbevölkerung.
Veröffentlicht am 09.04.2026 07:00 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Ärztin mit Medizin Foto: Pixabay/Mohamed_hassan
Bremen (kobinet) Untersuchungen bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt sind oft mit Aufregung und manchmal auch mit Ängsten verbunden. Um Frauen mit Lernschwierigkeiten verständlich zum Thema zu informieren, hat die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten Bremen gemeinsam mit der Sexualpädagogin Kadidja Rohmann eine kleine Informationsbroschüre in Leichter Sprache herausgegeben. Diese Broschüre gibt Antworten auf Fragen wie „Was passiert bei der Frauen-Ärztin?“ oder „Was kann ich die Frauen Ärztin fragen?“ Sie gibt ebenso Ratschläge dazu wie sich Frauen gut auf einen Termin vorbereiten können und wer dabei unterstützen kann. Die Broschüre zu diesen Themen, zu denen Interessierte informiert werden, kann hier als kostenloser Download der Handreichung herunter geladen werden.
Veröffentlicht am 09.04.2026 05:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Statue Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Augsburg (kobinet) Seit Jahren bemühen sich behinderte Menschen und ihre Angehörigen darum, dass eine Persönliche Zukunftsplanung als Leistung der Eingliederungshilfe anerkannt und dementsprechend auch finanziert wird. Zum Teil ist dies gelungen, oft wird diese Maßnahmen, die einen entscheidenden Beitrag für mehr Selbstbestimmung und Inklusion leisten kann, jedoch von den Kostenträgern abgelehnt. So erging es auch einer Familie in Bayern, die gegen den negativen Bescheid aber geklagt und nun immerhin vor dem Sozialgericht Augsburg nach einigen Jahren Recht bekommen hat, auch wenn der Kostenträger dort das Urteil anfechten dürfte.
Veröffentlicht am 08.04.2026 11:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet) Das Programm „Inklusionsscheck NRW“ des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wird auch im Jahr 2026 fortgeführt. Mit ihm fördert die Landesregierung Projekte von und für Menschen mit Behinderungen und deren Teilhabe mit 500.000 Euro jährlich. Ab sofort können gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen wieder eine Förderung in Höhe von 2.000 Euro beantragen. Die Anträge können bis zum 30. September online gestellt werden.
Veröffentlicht am 08.04.2026 09:18 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bildmotiv zum Geschwistertag Foto: Lebenshilfe – David Maurer
ERLANGEN (kobinet) Die Schwester oder der Bruder von einem Kind mit Behinderung zu sein, das ist für viele etwas Besonderes. Viele Geschwister übernehmen früh Verantwortung in der Familie und stecken selbst zurück. „Das kostet viel Kraft. Deshalb brauchen auch Geschwister unsere Unterstützung!“ Das betont die Lebenshilfe-Landesvorsitzende Carolina Trautner anlässlich des Welttag der Geschwister am 10. April. Die Lebenshilfe Bayern bietet deshalb seit vielen Jahren eigene Freizeiten und Seminare für Geschwister von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.
Nürnberg (kobinet) Auslandsaufenthalte, sei es beruflich oder auch privat, tragen zur Erweiterung von beruflichen und persönlichen Erfahrungen bei. Häufig verbessern diese auch die Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Für Menschen mit Behinderungen ist die Planung eines beruflichen Auslandsaufenthalts jedoch oft mit zusätzlichen Barrieren verbunden. Durch die Veröffentlichung von verschiedensten Informationen möchte das EURES-Portal Menschen mit Behinderung den Aufenthalt im Ausland erleichtern. Das Projekt ist eine Kooperation der Bundesagentur für Arbeit mit der European Labour Authority und den europäischen Arbeitsverwaltungen Hinweise zur Anerkennung von Behinderungen im Zielland, zu Förder- und Unterstützungsleistungen sowie zu Ansprechstellen vor Ort sind nur einige Informationen, die auf dem EURES-Portal zu finden sind. Die Informationen umfassen alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island und die Schweiz.
Veröffentlicht am 08.04.2026 05:59 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
betrachtet Habermas und Weis im Behinderten-Vergleich Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wiederum knüpfe ich an den Vortrag von Jürgen Habermas an aus dem Jahr 2004 über die „lebensgeschichtlichen Wurzeln“ zweier zentraler Gedankenmotive seiner Philosophie und Soziologie. Gleich zu Anfang bekennt er, „ich gestehe meine Verlegenheit angesichts der Bitte, ihnen in allgemein verständlichen Worten etwas Lehrreiches über meinen Lebensweg und meiner Lebenserfahrungen mitzuteilen …“ Was liegt diesem verblüffenden Verlegenheitsbekenntnis eines an sich doch sprachgewandten Philosophen zugrunde, sich in „allgemein verständlichen“ Worten auszudrücken und einem Publikum mitzuteilen?
Veröffentlicht am 08.04.2026 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Recklinghausen (kobinet) In Deutschland leben rund 275.000 Menschen mit Aphasie – doppelt so viele wie Gehörlose. Und doch gibt es bislang kein eigenes Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, keine gesetzliche Regelung für Kommunikationsbarrieren, keine politische Lobby. Dies teilte Samira Klaho, Dipl. Sozialpädagogin, Kunsttherapeutin, Regisseurin und Aktivistin aus Recklinghausen, die seit 2004 mit Aphasie nach einer Hirnblutung und einem Schlaganfall lebt, den kobinet-nachrichten in einer Presseinformation mit.
Veröffentlicht am 07.04.2026 12:42 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Frederika und ihre Eltern Foto: Klaus Heymach
BERLIN (kobinet) Neun von zehn Schwangeren entscheiden sich gegen ein Baby mit Down-Syndrom oder Behinderung. Der Berliner Fotograf Klaus Heymach hat Familien porträtiert, die sich nach der Diagnose in der Schwangerschaft bewusst für die Geburt eines solchen Kindes entschieden. In der Zeit vom 16. April bis zum 15. Mai 2026 sind ihre Porträts und Geschichten in der Ausstellung „Wunschkind“ im Rathaus Schöneberg zu sehen. Elf Berliner Familien sind Teil der Serie und Fotos sowie Gesprächsprotokolle geben Einblicke in das manchmal anstrengende, oft wunderbare und bisweilen ganz normale Leben dieser Familien. Die ersten Porträts entstanden 2019 bis 2020. Fünf Jahre später haben sich alle Familien ein weiteres Mal fotografieren lassen. Die Vernissage wird von Kammer-Ensembles der Werkstatt Utopia musikalisch begleitet.
Veröffentlicht am 07.04.2026 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Bundesagentur für Arbeit Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Über 6.000 behinderte Menschen dürften sich dieses Jahr zu Ostern mehr Sorgen machen als vor einem Jahr. Denn die Entwicklung der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat im Vergleich zum März 2025, als noch 183.795 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, um über 6.000 behinderte Menschen zugenommen. Die Bundesagentur für Arbeit vermeldete dieser Tage, dass im März 2026 189.899 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren. Nach zwei Monaten mit mehr als 190.000 ist die Zahl nun zwar wieder unter diese Marke gesunken, aber im Langzeitvergleich gestaltet sich die Situation für behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt schwieriger denn je. Beim Start der Corona-Krise im März 2020 waren vergleichsweise lediglich 157.523 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, also über 30.000 weniger als derzeit.
Veröffentlicht am 07.04.2026 05:10 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Papenburg (kobinet) Pflegekinder mit Behinderung sind bisher kaum Thema in der Kinder- und Jugendhilfe, so die Aussage des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP). Mit seiner Handreichung zur inklusiven Pflegekinderhilfe möchte der Verband dies ändern. Mit der Handreichung möchte der Verband Orientierung und Denkanstöße geben, zu Gesprächen einladen und zeigen, dass Teilhabe und Inklusion auch in der Pflegekinderhilfe möglich ist.
Veröffentlicht am 06.04.2026 10:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Faltblatt des Programmes „meet Europa“ Foto: meet europa
BONN (kobinet) Mit einem Programm der Mercator-Stiftung wird 20 jungen Menschen aus Nordrhein-Westfalen die Chance geboten, Europa in mehreren Etappen kennenzulernen und dabei junge Leute aus anderen Ländern zu treffen. Die Teilnahme ist voll finanziert und richtet sich insbesondere an junge Menschen, die bisher noch keine längere Auslandserfahrung machen konnten. Das Programm legt einen starken Fokus auf Erst-Mobilität und Chancengerechtigkeit und richtet sich gezielt auch an junge Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und weniger Zugang zu internationalen Erfahrungen. Die Bewerbungsphase für die meet! – Mercator Europa Tour 2026 läuft aktuell noch bis zum 12. April 2026. Weitere Einzelheiten dazu können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.
Veröffentlicht am 06.04.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
NDR Foto: NDR
Hamburg (kobinet) „Nicht ohne uns über uns sprechen“, so lautet der Titel eines Beitrags, der in der Sendung NDR Kultur am 31. März 2026 um 16:30 Uhr ausgestrahlt wurde und auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Wie Inklusion in der Kulturbranche gelingt. Gespräch mit Jonas Karpa, der sich im Verein Vielfalt im Film für mehr Diversität in der Filmbranche einsetzt“, heißt es in der Ankündigung des 8minütigen Radiobeitrags des NDR.
Veröffentlicht am 06.04.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Nieder-Olm (kobinet) Mitglieder von Beiräten für Menschen mit Behinderung, Behindertenbeauftragte und Vorstände von Vereinen sind häufig ehrenamtlich tätig. Besonders zu Beginn eines solchen Ehrenamtes fehlt es oftmals an Wissen, wie politische Gremien funktionieren, wie man seine eigenen Projekte realisieren kann und Fürsprecher:innen gewinnt. „Mit einer Seminarreihe wollen wir genau diese Zielgruppe stärken und für das Ehrenamt und die Gremienarbeit fit machen. Partizipation ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Inklusion. Angesprochen sind Menschen mit und ohne Behinderung aus Rheinhessen, die in diesen Ehrenämtern tätig sind.“ So heißt es in der Ausschreibung der Seminarreihe „Fit für die Gremienarbeit“, die Gracia Schade vom Koordinationsbüro Inklusive Verbandsgemeinde der Verbandsgemeindeverwaltung Nieder-Olm verbreitet hat. Die Online-Seminare starten am 29. April 2026. Anmeldungen sind noch möglich.
Staufen (kobinet) Karwoche und Ostern. An diesen Tagen versammelten sich von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre in der alten Bundesrepublik Menschen im Namen der Bewegung „Kampf dem Atomtod und der Ostermarschbewegung“. Um unter den damaligen weltpolitischen Verhältnissen für Friedenserhalt und Abrüstung zu demonstrieren. Heute, bald acht Jahrzehnte danach, ist in der Bundesrepublik erneut „Ostermarsch“ angesagt. Weil in Anbetracht der von der Politik forcierten Kriegsvorbereitung die Menschen allen Grund haben, sich um die Erhaltung des Friedens zu sorgen. Und sich zu erinnern, da Erinnerung eine Kraftquelle und eine Lehrmeisterin ist. – Ein in diesem Zusammenhang vorbildlicher politischer Erinnerungskünstler, Alexander Kluge, ist vor einer Woche gestorben. Seine Idee und Weise des erzählenden Erinnerns habe ich (schon vor einer Weile) für mich einmal in der folgenden Notiz festzuhalten versucht.
Veröffentlicht am 05.04.2026 06:30 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Logo des zdf Foto: Pixabay/2247188
Mainz (kobinet) Hanna und Silas sind seit fünf Jahren ein Paar. „Ich habe FSJ gemacht, Bundesfreiwilligendienst in Eppstein. (…) Da hat der Silas mich angelacht,“ Sagt Hanna Gaub. Silas wiederum liebt Hannas Lachen. Aus der anfänglichen Anziehung des Lachens ist inzwischen eine feste Verbindung geworden: denn seit 2025 ist das junge Paar verheiratet. Wie die meisten Ehepaare wohnen Hanna und Silas zusammen. Hanna und Silas haben das Down-Syndrom. Um selbstbestimmt ihren Alltag zu gestalten, erhalten sie Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst. Beide arbeiten in inklusiven Projekten. Alleine leben, selber arbeiten, eine Partnerschaft haben – all das wird Menschen mit Behinderungen oft nicht zugetraut. Wie dies jedoch gelingt, berichtete Michaela Schmehl in der ZDF-Sendung „einfach Mensch“, am 17.03.26 die hier zu sehen ist.
Veröffentlicht am 04.04.2026 12:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Jonathan Tönsing auf dem Spilefeld Foto: Jonas Bargmann / DBS
FRECHEN (kobinet) Für die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft stehen in diesem Jahr die Europameisterschaft besonders im Fokus. Sie werden in der Zeit vom 14. August bis zum 24. August in Straßburg (Frankreich) stattfinden. Dann duellieren sich dort die besten Nationen des Kontinents um den Titel. Derweil steht die Blindenfußball-Bundesliga in Deutschland vor ihrem Saisonstart – mit einem prominenten Neuzugang. Die Mannschaft von Trainer Martin Mania reist im August mit einer klaren Botschaft zur Europameisterschaft: Deutschlands Blindenfußballer gehören zur europäischen Spitzengruppe. Das haben sie bei den vergangenen Länderspielen unter Beweis gestellt.
Veröffentlicht am 04.04.2026 10:51 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
E-Lok Foto: Pixabay/Didgeman
BONN (kobinet) Die Europäische Kommission bietet wieder 40 000 kostenlose DiscoverEU-Reisetickets an. Auf ihrer Entdeckungstour können 18-jährige Europäerinnen und Europäer damit die Vielfalt, Kultur, Geschichte und Menschen Europas kennenlernen. Im April können sich junge Europäer damit wieder auf ein kostenloses Zug-Reiseticket durch Europa bewerben (Bewerbungszeitraum vom 8.bis zum 22. April 2026). Da wir immer noch das 40-jährige Bestehen des Schengener Abkommens feiern, also die Grundlage für das heutige grenzfreie Reisen, stellt die Europäische Kommission dieses Reiseticket zur Verfügung.
Veröffentlicht am 04.04.2026 08:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Kassel (kobinet) Seit dem Kabinettsbeschluss des von behinderten Menschen und ihren Verbänden scharf kritisierten Gesetzesentwurf der Bundesregierung für Änderungen des Behindertengleichstellungsgestz (BGG) am 11. Februar 2026 überlegen Aktivist*innen der Behindertenbewegung, was noch getan werden kann, damit die Bundestagsabgeordneten den Gesetzentwurf in den weiteren Beratungen verbessern. Da auch Aktivist*innen mal ein paar Tage frei machen und die Ostertage genießen sollen, hat Uwe Heineker die Künstliche Intelligenz um Rat gefragt, was vor der ersten Debatte zum BGG-Gesetzentwurf im Bundestag am 16. April 2026 noch getan werden muss. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul muss bekennen, das da ein paar gute Ideen dabei sind.
Veröffentlicht am 04.04.2026 08:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Dunkelheit Foto: ISL
Bremen (kobinet) Am 27. März 2026 ist Monika Strahl verstorben. Sie gehört zu den „Urgesteinen“ der Behindertenbewegung, war Mitglied der Bremer Krüppelgruppe, hat die Bremer Krüppelfrauengruppe mit gegründet und war dort aktiv, solange diese bestand. Sie war an der Erstellung der Ausstellung „unbeschreiblich weiblich“ beteiligt und hat mit Swantje Köbsell die Ausstellung zu vielen Events und Orten begleitet, hat darüber geschrieben, aktuell hier: Strahl_Von einem Projekt. Vor allem in den 1990ern war Monika Strahl bei allen krüppelfrauenpolitischen Events dabei und hat dazu auch in der „randschau“ geschrieben. Darauf und auf die traurige Nachricht vom Tod von Monika Strahl hat Swantje Köbsell die „kobinet-nachrichten“ hingewiesen.
Berlin (kobinet) Was haben Yoga, der Tango und die Mittelmeerküche gemeinsam? Diese kulturellen Ausdrucksformen wurden von der UNESCO, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, zum weltweiten Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Nun soll auch die Brailleschrift in diese Liste aufgenommen werden. Das haben Deutschland und Frankreich gemeinsam auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und französischer Blindenorganisationen beantragt. Ende 2027 wird die UNESCO über die Nominierung entscheiden.
Veröffentlicht am 04.04.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ottmar Miles-Paul Foto: Irina Tischer
Kassel (kobinet) Die Vorteile von Barrierefreiheit wurden schon vielfach beschworen und zeigen sich in der Praxis in vielen Bereichen. So auch an Arbeitsstätten, bei denen behinderten Menschen eine gleichberechtigte Beschäftigung geboten wird. Bei der Durchsicht des vom Bundeskabinett am 11. Februar 2026 beschlossenen und in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfs für Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) stellt sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul die Frage, warum die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden nur für Bereiche, die dem Publikumsverkehr dienen, vorgesehen ist und nicht für alle Bereiche, in denen Menschen beschäftigt werden. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Frist für eine verbindliche Barrierefreiheit im öffentlich zugänglichen Bereich bis 2045 gestreckt werden soll.
Veröffentlicht am 03.04.2026 14:05 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne
Symbol Fragezeichen Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Villmar-Weyer (kobinet) Karfreitag, den 03.04.2026, 11.30 Uhr. Gerade wird mir bewusst, dass ich den 1. April verpennt habe, ohne meine Umwelt und speziell die geschätzten Leser*innen der kobinet-Nachricht mit lustigen Scherzen belästigt zu haben. Stattdessen sitze ich vor einem Tortendiagramm des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aus der Tagesschau. Mit Tortendiagrammen komme ich gut klar. Das liegt an meiner Affinität zu Buttercremetorten meiner Tante Christa. Da möchte ich stets ein Stück vom Kuchen abbekommen und teile ungern.
Veröffentlicht am 03.04.2026 14:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Achrtung Minen – ein solches Schild weist auf große Gefahr hin Foto: Pixabay/geraldsimon00
BERLIN (kobinet) Die Zahl der Opfer von Landminen und anderen explosiven Kriegsresten steigt seit dem Jahr 2020 kontinuierlich an. Rund 90 Prozent der Opfer sind Zivilistinnen und Zivilisten. Antipersonen-Minen waren in den Jahren davor für die meisten Staaten zum Tabu geworden. Seit der internationale Vertrag über ihr Verbot vor fast 30 Jahren geschlossen wurde, waren die Opferzahlen gesunken. Doch in den letzten Jahren nahmen Einsätze wieder zu, einige Staaten haben den Vertrag verlassen – und falsche Aussagen über diese Waffen verbreiten sich immer mehr. Darauf reagiert der gemeinsame Faktencheck der beiden Organisationen Handicap International und Human Rights Watch zum Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr am 4. April , die beide zu den Gründern der Internationalen Landminenkampagne gehören.
Marburg (kobinet) „Digitale Brückenbauer – Gemeinsam sind wir sicher digital unterwegs“, ist ein neues Projekt des Marburger Vereins Arbeit und Bildung e. V.. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit Beeinträchtigung im Alter von 16 bis 25 Jahren aus der Region Marburg-Biedenkopf. Ziel des Projekts ist die Stärkung der digitalen Selbstbestimmung und die sichere Mediennutzung der Teilnehmenden. In regelmäßigen Treffen lernen die Teilnehmenden den Umgang mit digitalen Endgeräten, Apps und sozialen Medien.
Veröffentlicht am 03.04.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bundestag Adler Foto: Irina Tischer
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung erklärt die Barrierefreiheit in Deutschland sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich umfassend verbessern zu wollen. Das ist das Ziel eines entsprechenden Gesetzenwurfes zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes, welches zur Behandlung in der ersten Lesung für die nächste Sitzungswoche des Bundestages geplant ist. Der Gesetzentwurf verfolgt, wie es in der Information des Bundestages heißt, das Ziel für den privaten Bereich, den Zugang zu privaten Gütern und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen spürbar und nachhaltig zu verbessern, ohne dabei Unternehmen unverhältnismäßig stark zu belasten. „Statt detaillierter Barrierefreiheitsvorschriften setzt das Regelungskonzept auf Eigenverantwortung und Dialog der Beteiligten“, so die Bundesregierung. Er entsprechenden Gesetzentwurf ist auf dieser Internetseite nachzulesen.
Veröffentlicht am 03.04.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Anna-Lena Forster gewinnt die Gold Medaille im Sitting Competition.. Foto: picture alliance“ (Maya Fügenschuh)
FRECHEN (kobinet) Die Paralympischen Spiele in Paris sowie in Mailand und Cortina haben eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft das drittgrößte Sportevent der Welt entfalten kann. Die Paralympics stehen für Inklusion, Inspiration, Vielfalt und Respekt – es sind Werte, die insbesondere im Ausrichterland wahrgenommen und verinnerlicht werden. Das zeigt: Die Paralympischen Spiele sind ein Beschleuniger für gesellschaftlichen Fortschritt. Ein solcher Impuls wäre auch in Deutschland überfällig. Dafür sprechen sich zahlreiche Paralympics-Stars aus.
Veröffentlicht am 02.04.2026 12:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
ABiD Logo Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) initiiert einen offenen Brief an die Bundesregierung. Der Verband reagiert damit auf aktuelle politische Äußerungen und Entwicklungen, die aus Sicht des ABiD ein alarmierendes Signal senden: Rechte von Menschen mit Behinderungen geraten zunehmend unter Kosten- und Spardruck. Der ABiD kritisiert insbesondere, dass Leistungen zur Teilhabe, Barrierefreiheit, Bildungsassistenz und Eingliederungshilfe immer häufiger nicht aus der Perspektive der Menschenrechte, sondern unter fiskalischen Gesichtspunkten diskutiert werden. Eine solche Debatte verkehrt nach Einschätzung des ABiD den Kern des Sozialstaates in sein Gegenteil. „Menschen mit Behinderungen sind keine Haushaltsgröße. Ihre Rechte sind nicht verhandelbar.“ unterstreicht der ABiD.
Veröffentlicht am 02.04.2026 10:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Frankfurter Rundschau Foto: FR
Berlin / Frankfurt (kobinet) Nachdem der Gesetzentwurf für Änderungen am Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) am 11. Februar 2026 vom Bundeskabinett verabschiedet und in den Bundestag eingebracht wurde, haben sich nur wenige Medien die Mühe gemacht, hinter die verschönte Darstellung der Bundesregierung zu blicken. Die Frankfurter Rundschau (FR) hat am nun sowohl einen inhaltlichen Beitrag Anna Laura Müller sowie einen Gastbeitrag von Raul Krauthausen zur Kritik am Gesetzentwurf, der massive Ausnahmen für Unternehmen vorsieht, veröffentlicht. „Solange Barrierefreiheit nicht als selbstverständlicher Standard gilt, sondern als Aufgabe für später, bleibt sie genau das: ein Versprechen. Und kein eingelöstes Recht. Andere Länder, etwa Österreich, sind hier mindestens zehn Jahre weiter. Deutschland verliert innerhalb Europas den Anschluss“, heißt es beispielsweise im Beitrag von Raul Krauthausen in der Frankfurter Rundschau. „‚Schlechter Witz‘: Gesetzesentwurf zur Barrierefreiheit bekommt heftige Kritik“ hat Anna Laura Müller ihren Beitrag in der FR getitelt, beide stehen zum Nachlesen im Internet zur Verfügung.
Veröffentlicht am 02.04.2026 08:04 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Statue Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Oldenburg (kobinet) Das Sozialgericht Oldenburg hat nach Informationen des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) ein Urteil mit Signalwirkung für Menschen mit hohem Assistenzbedarf gefällt: Nach fast neun Jahren Rechtsstreit wurde dort entschieden, dass ein Sozialamt die Kosten für eine zusätzliche Wohnung zur Unterbringung von Assistenzkräften in diesem Fall übernehmen muss. Für Susanne Steffgen, Leiterin der BSK-Kontaktstelle in Ganderkesee (Niedersachsen), ist das ein wichtiger Teilerfolg – und ein Beispiel dafür, dass sich ein langer Atem lohnen kann, wie es auf der Internetseite des BSK heißt.
Veröffentlicht am 02.04.2026 07:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen
München (kobinet) Anlässlich des 10. Bayerischen Landestreffens in Würzburg veröffentlicht der Landesverband Bayern der Gehörlosen (LVBYGL) eine Stellungnahme mit dem Titel „Gute Pflege dahoam – auch in Gebärdensprache? Wege zur gebärdensprachfreundlichen Pflegelandschaft in Bayern“. Obwohl die bayerische Pflegestrategie „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ die Stärkung des häuslichen Umfelds und soziale Quartierskonzepte forciert, bleibt die Realität für Gehörlose oft einsam. „Ein Pflegeheimplatz ohne Gebärdensprache ist für unsere Senioren wie eine Isolationshaft“, macht Daniel Büter, politischer Referent des LVBYGL, deutlich. „Für unsere sprachliche Minderheit wie die Gehörlosen ist der geografische Nahraum oft ein Raum des Schweigens, da dort kaum jemand ihre Sprache – die Deutsche Gebärdensprache – beherrscht.“
Veröffentlicht am 02.04.2026 07:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fragezeichen Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet) Auch wenn es derzeit nicht einfach ist, zu unterscheiden, was wahr und nicht wahr ist, haben die meisten kobinet-Leser*innen schnell erkannt, dass bei den Berichten der kobinet-nachrichten vom 1. April 2026 zwei Aprilscherze eingebaut waren. Auch wenn seit dem Beschluss des Gesetzentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz durch das Bundeskabinett am 11. Februar 2026 aufgrund der großen Kritik sprichwörtlich der Bär los ist, so hat sich kein echter Bär im Büro der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland in Berlin eingenistet. Und Prof. Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden sind auch nicht in den Untergrund gegangen, sondern nur nach down under gereist, also nach Australien. Auch wenn die Behindertenpolitik in Deutschland den beiden derzeit kräftig auf den Geist geht. Die Aprilscherz-Beiträge vom 1. April 2026 in den kobinet-nachrichten enthalten also auch einen gewissen Wahrheitsgehalt.
Veröffentlicht am 02.04.2026 07:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im März 26 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Lasst uns Merz in den April schicken und Teilhabe leben lassen“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im März 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im März 2026 bestimmt haben. Ein Thema ist die Antworten von Friedrich Merz auf die Fragen von Heike Heubach im Plenum des Bundestags zur Behindertenpolitik. Aber es gibt auch einige gute Nachrichten zur Inklusion.
Veröffentlicht am 02.04.2026 07:24 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Der Koordinierungsstelle für Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten ist es wichtig, eine intersektionale Perspektive in die Freiwilligendienste zu integrieren und Träger, Einsatzstellen sowie Fachkräfte für Diversität zu sensibilisieren. „In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen wird über Verbandsgrenzen hinweg und bundesweit sichergestellt, dass Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen gleichermaßen von den Freiwilligendiensten profitieren“, heißt es in einer Information der Koordinierungsstelle. Durch die neu erschienene Broschüre „Diversität und Vielfalt in den Freiwilligendiensten“ möchte die Koordinierungsstelle Fachkräfte in den Freiwilligendiensten unterstützen, sich vertieft mit unterschiedlichen Formen von Diskriminierung sowie mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinanderzusetzen.
Veröffentlicht am 02.04.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sensibilsiierung für Autismus Foto: Pixabay/Bikki
BREMEN (kobinet) Autismus ist scheinbar aktueller denn je. Immer mehr Menschen leben mit dieser Diagnose, immer häufiger ist Autismus Thema in der Öffentlichkeit. Hiermit zeigt sich deutlich, dass Autismus in die Mitte der Gesellschaft gehört und für viele Menschen ein selbstverständlicher Teil des Lebens ist. Allerdings ist Autismus eine Erscheinung mit sehr unterschiedlichen Auswirkungen auf Betroffene mit vielfältigen Ausprägungen. Dies bringt einige Herausforderungen mit sich: Betroffene stoßen im Alltag auf Barrieren – die für Unbeteiligte oft unsichtbar sind. Und die Gesellschaft muss Gleichberechtigung und Teilhabe ermöglichen, wofür es inklusive Lösungen und Akzeptanz braucht. Es gilt, ein generelles Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen Betroffener zu schaffen.
Veröffentlicht am 01.04.2026 10:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
REHADAT Logo Foto: REHADAT
BERLIN (kobinet) Die Bundesagentur für Arbeit hat die Beschäftigtenstatistik schwerbehinderter Menschen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen zeigen nach Einschätzung von REHADAT: Trotz gesetzlicher Verpflichtung bleibt die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen hinter den Vorgaben zurück. Die Einführung eines erhöhten Staffelbetrags in 2024 zeigt bisher keine Wirkung, die Zahlen verharren auf Vorjahresniveau. Demnach gab es 2024 in Deutschland 180.705 beschäftigungspflichtige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Nur 39 Prozent von ihnen erfüllten ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht vollständig. 36 Prozent kamen dieser Pflicht lediglich teilweise nach, während mehr als jedes vierte Unternehmen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigte.
Veröffentlicht am 01.04.2026 10:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Ausrufezeichen rot Foto: ht
HANNOVER (kobinet) Die Diskussion um ein mögliches Sparpaket der gesetzlichen Krankenkassen sorgt derzeit bei vielen Menschen für Verunsicherung. Im Gespräch sind verschiedene Maßnahmen, um die finanzielle Lage der Krankenkassen zu stabilisieren. Für Patientinnen und Patienten stellen sich damit viele Fragen. Aus Sicht der Landespatientenbeauftragten ist es deshalb jetzt besonders wichtig, die Menschen frühzeitig, verständlich und transparent zu informieren. „Viele Patientinnen und Patienten verfolgen die aktuelle Debatte mit großer Sorge. Sie fragen sich, ob sie künftig mit höheren Belastungen rechnen müssen oder ob sich ihre Versorgung verändert. Diese Unsicherheit müssen wir ernst nehmen und im Prozess mitdenken“, erklärt die Landespatientenbeauftragte Dr. Nicole Sambruno Spannhoff.
Berlin (kobinet) Die Verirrungen und Verwirrungen in der Tierwelt beherrschten die Nachrichten in den letzten Tagen. Zuerst verirrte sich ein Wal in die Ostsee und lief wiederholt auf Grund. Dann verirrte sich ein Wolf in die Hamburger Innenstadt und griff in einem Shopping-Center sogar eine Frau an, bevor er später von der Polizei aus dem Wasser gezogen und gerettet wurde. Und nun erreichte die kobinet-nachrichten ein Hinweis aus Berlin. Dort scheint nun der Bär los zu sein. Seit dem Morgen des 1. April 2026 hat sich dort anscheinend ein Bär im Büro der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) häuslich eingerichtet und das Büro besetzt. „Bei uns ist der Bär los“, hieß es aus gut informierten Kreisen aus dem Umfeld der ISL. Und dies habe nichts damit zu tun, dass in der Geschäftsstelle der Selbstvertretungsorganisation seit dem Kabinettsbeschluss zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und den unsäglichen Diskussionen so mancher Politiker*innen zu den Kosten der Eingliederungshilfe ohnehin der Bär los sei. Es handele sich um einen richtigen Bär, der sich zudem furchtbar über die Behindertenpolitik der Bundesregierung und der Regierungskoaltion aus CDU/CSU und SPD aufrege. Da wieder mal der Aufzug länger kaputt sei, sieht die ISL nur sehr geringe Chancen, dass der Bär so schnell wieder abzieht. Daher habe die ISL kurzerhand beschlossen, Anfang Mai in neue Räumlichkeiten umzuziehen.
Veröffentlicht am 01.04.2026 07:23 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK fordert, den aktuellen Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes im weiteren Gesetzgebungsverfahren deutlich zu verbessern. Anlass ist die Beratung im Kabinett am 1. April 2026. Wie auch der Bundesrat bezweifelt der VdK die Wirksamkeit der vorgesehenen Regelungen zu angemessenen Vorkehrungen. Anders als der Bundesrat lehnt der VdK jedoch eine erneute Evaluation ab. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: „Das Gesetz ist bereits 2022 umfassend geprüft und bewertet worden. Die Ergebnisse und die Empfehlungen liegen auf dem Tisch. Weitere Verzögerungen sind für die Millionen Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, nicht hinnehmbar. Die Schwächen des aktuellen Gesetzentwurfs müssen jetzt im parlamentarischen Verfahren konkret korrigiert werden.“