Menu Close

Autor:

Abgeordnete sollen Chance für umfassende Barrierefreiheitsregelungen nutzen

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Berlin (kobinet) Von vielen wahrscheinlich unbemerkt sind im Entwurf eines Achten Gesetzes zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze auch einige Regelungen in Sachen Barrierefreiheit vorgesehen. In Artikel 25 auf Seite 58 des am 31. August 2022 vom Bundeskabinett verabschiedeten und in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfs finden sich eine Reihe von Regelungen zur Änderung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes. Während diese lediglich darauf abzielen, bisher nicht EU-konforme Regelungen umzusetzen, fordert die LIGA Selbstvertretung die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, diese Chance der Gesetzesänderungen dafür zu nutzen, endlich private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit zu verpflichten. Da dies im Koalitionsvertrag vorgesehen ist, könnten die Bundestagsabgeordneten mit entsprechenden Änderungsanträgen dieses Versprechen noch in diesem Jahr einlösen, anstatt dieses auf die lange Bank zu schieben.

Gesetzentwurf für Triage: Wer wird gerettet? Wer nicht?

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Köln (kobinet) „Gesetzentwurf für Triage: Wer wird gerettet? Wer nicht?“ So lautet der Titel eines knapp neunminütigen Beitrags des Deutschlandfunks zur aktuellen Diskussion um den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Nichtdiskriminierung im Falle einer Triage.

MiA-Akademie mit der 1. Qualifizierung gestartet

Bild vom Start der MiA Akademie
Bild vom Start der MiA Akademie
Foto: MiA Akademie

München (kobinet) Die Münchner inklusive Arbeitswelt (kurz MiA genannt) startete am 13. September ihren 1. Kurs zur Vorbereitung und Qualifizierung für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Insgesamt sieben junge Erwachsene mit kognitiver Beeinträchtigung werden in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Hauswirtschaft und Hausmeisterei geschult und „ausgebildet“. Die Qualifizierung dauert insgesamt 27 Monate. Nach einer 4-monatigen Grundqualifizierung in der MiA-Akademie werden die jungen Teilnehmer*innen in Partnerbetrieben durch ein individuelles und passgenaues Mentor*innensystem weiter unterstützt und begleitet.

Umfrage zu körperlich beeinträchtigen logopädischen Fachkräften

Symbol Fragezeichen
No body found to use for abstract…
Foto: ht

Trier (kobinet) Im Rahmen ihrer Masterarbeit möchte Laura-Jane Bur den Einfluss der Inklusion körperlich beeinträchtigter logopädischer Fachkräfte auf deren Zufriedenheit im professionellen Umfeld untersuchen. Hierfür hat die Studentin einen Fragebogen ins Internet eingestellt. Sie hofft, dass sie Unterstützung bei ihrem Vorhaben durch möglichst viele Antworten bekommt.

Nordrhein-Westfalen stärkt weiterhin Angebote zur Unterstützung im Alltag

Portraitfoto des Ministers
No body found to use for abstract…
Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales

DÜSSELDORF (kobinet) Das nordrhein-westfälische Kabinett hat heute die Siebte Verordnung zur Änderung der Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO) beschlossen. Die bereits im März 2020 eingeführten Ausnahmenregelungen im Bereich Anerkennung und Förderung für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege gelten damit weiter bis zum 31. Dezember 2023.

Sport verbindet und stärkt Miteinander

Portraitfoto der Ministerin, junge Frau mit blondem haar
Ulrike Scharf, Staatsministerin im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Foto: StMAS/Tina Nötel

MÜNCHEN (kobinet) Die Hochschule Ismaning arbeitet am Forschungsprojekt „Familiensport inklusiv“ mit einem breiten Netzwerk daran, Familien mehr Inklusion im und durch Sport zu ermöglichen. Dieses besteht aus den unterschiedlichsten Akteuren des Behindertenbreiten- und Freizeitsports. Ziel des Projekts ist es, Familiensport auch für Familien mit Kindern mit Behinderung zeitgemäß zu denken.

Aktion Mensch Studie: Mehrheit der jungen Menschen will sich engagieren

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Sollen junge Menschen eine soziale Pflichtzeit absolvieren? Diese Frage treibt die Gesellschaft um. Wie viel Ehrenamtliche mit ihrem sozialen Engagement für den Zusammenhalt leisten, zeige sich in den von der Aktion Mensch geförderten Projekten in ganz Deutschland. Der Wille zu sozialem Engagement sei da. Laut einer Studie der Aktion Mensch aus dem Jahre 2020 ist es 58 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wichtig, sich persönlich in der Freizeit – auch im Rahmen eines freiwilligen Jahres – zu engagieren. Insbesondere die Gruppe der 14 bis 17-Jährigen legt mit 63 Prozent einen hohen Wert auf Engagement, heißt es vonseiten der Aktion Mensch zur aktuellen Diskussion.

IGEL-Podcast: Wie Ilja Seifert die Behindertenpolitik prägte

Dr. Ilja Seifert
privat
Foto: privat

Bad Segeberg (kobinet) „Wie Ilja Seifert die Behindertenpolitik prägte“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die aktuelle Ausgabe des Podcast getitelt. In der aktuellen Episode blickt Sascha Lang mit seinen Gästen André Nowak und Ottmar Miles Paul auf das Leben und Tun von Ilja Seifert zurück, der am 10. September verstorben ist.

Filmtipps zu Themen gehörloser und schwerhöriger Menschen

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Im September gibt es einige Filmbeiträge von der Thematik Cochlea Implantat, Identität, Kommunikation, Bildung, Inklusion, Deutsche Gebärdensprache bis hin zur Ethikfrage Richtung Paradigmenwechsel. Darauf weist die Inklusionsbotschafterin Ines Helke hin.

Kritik an Triage-Gesetzentwurf

drei rote Ausrufezeichen
No body found to use for abstract…
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Grüne gegen Triagegesetzentwurf: Behandlungsplätze sollen ausgelost werden“, so titelt das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) einen Bericht über die Position der Grünen zu einem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zu Regelungen im Falle einer Triage, mit dem sich der Deutsche Bundestag im Herbst befassen wird. Dieser Gesetzentwurf stößt dem Bericht zufolge bei den Grünen auf Kritik, so dass sie einen anderen Weg vorschlagen.

Barrierefreie Umwelt – was braucht es dafür vom Bund?

Bild von der Veranstaltung BSK im Dialog 2022
Bild von der Veranstaltung BSK im Dialog 2022
Foto: Peter Recichert BSK

Berlin (kobinet) Am 9. September führte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) in Berlin seine diesjährige Veranstaltung in der Reihe „BSK im Dialog“ zum Thema „Barrierefreie Umwelt – was braucht es dafür vom Bund?“ durch. Mit dabei waren Jens Beeck (FDP) und Stephanie Aeffner (Bündnis 90/Grüne), die sich den den Fragen der Zuschauenden stellten, wie es in einem Bericht über die Veranstaltung heißt, den Peter Reichert vom BSK den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

Endstation Triage – Probleme der Priorisierung und ihre Gefahren für Menschenrechte

Logo: Humanistische Union
Logo: Humanistische Union
Foto: Humanistische Union

Marburg (kobinet) „Endstation Triage – Probleme der Priorisierung und ihre Gefahren für Menschenrechte“, so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion mit Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen in Marburg und online, zu der die Humanistische Union am Samstag, den 17. September von 9:00 bis 13:00 Uhr einlädt.

SOvD fordert 9-Euro-Ticket fortzuführen

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Im parteipolitischen Streit um die Fortführung des 9-Euro-Tickets gibt es nach Einschätzung des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland (SOvD) Bewegung. Die Ampelkoalition im Bund hat in ihrem dritten Entlastungspaket für die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets wenig konkrete Hinweise gegeben. So fordert dieser Landesverband des SOvD jetzt, für das 9-Euro-Ticket „grünes Licht“ für die Nachfolge durch ein 29-Euro-Ticket zu geben.

Regionalkonferenz: Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Die inklusive Gestaltung von Stadtraum und Wohnungen leistet einen bedeutenden Beitrag zur eigenständigen Lebensführung von Menschen mit Behinderungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, hat daher gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer sowie den Architektenkammern Berlin und Brandenburg zur heutigen Regionalkonferenz „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“ eingeladen. Schwerpunktthema der Konferenz, bei der u. a. die Bundesbauministerin Klara Geywitz die Anwesenden begrüßte, war die Auswirkung von Barrierefreiheit auf die Baukosten.

Pflege darf nicht zu Armut und Altersarmut führen

Logo VdK Baden-Württenberg
Logo VdK Baden-Württenberg
Foto: VdK Baden-Württenberg

STUTTGART (kobinet) Der Sozialverband VdK in Baden-Württemberg kritisiert hohe Eigenanteile der Heimbewohner, fordert eine Rückkehr zur Investitionskosten-Förderung und mahnt auch bei häuslicher Pflege dringenden Reformbedarf an. Diese Forderungen hat der Verband zusammen mit 100.000 Unterschriften an das Sozialministerium des Landes übergeben.

Braille-Schrift und Inklusion

Logo barrierefrei aufgerollt Kopfhörer mit Schriftzug
Logo barrierefrei aufgerollt
Foto: BIZEPS

WIEN (kobinet) In der aktuellen Sendung widmet sich das Team von „barrierefrei aufgerollt“ dem Zusammenhang von Braille-Schrift und Inklusion. Die Radio-Macher des Projektes „barrierefrei aufgerollt“ des BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben zeigen, dass die von dem Franzosen Lois Braille geschaffene tastbare Punktschrift eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass blinde und sehbehinderte Menschen Zugang zu Bildung bekommen.

Michael Knuffmann verstorben

Michael Knuffmann mit Assistenzhund
Michael Knuffmann mit Assistenzhund
Foto: privat

Krefeld (kobinet) Während es heute gesetzliche Regelungen und mehr öffentliches Bewusstsein zu Assistenzhunden gibt, war für Michael Knuffmann aus Krefeld vieles davon Neuland, als er sich vor knapp 15 Jahren daran machte, sich einen Assistenzhund zu suchen. Nun erhielten die kobinet-nachrichten vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) die traurige Nachricht, dass Michael Knuffmann am 5. September gestorben ist. Damit verliert die Behindertenbewegung einen weiteren Streiter für die Selbstbestimmung behinderter Menschen.

ABiD: Bürgergeld müsste zumindest 650 Euro monatlich betragen

Logo des ABiD
No body found to use for abstract…
Foto: ABiD

Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) rechnet mit einem Regelsatz von 502 Euro, den Empfänger*innen des zukünftigen Bürgergeldes erhalten sollen. Hierzu erklärt der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), Dennis Riehle: „Berechnet man den Bedarf angesichts der derzeitigen Lage objektiv, müssten es monatlich 650 Euro sein, die stets zeitnah an die Preisentwicklung gekoppelt werden. Allerdings setzen wir uns ohnehin für eine alternative und gleichzeitig bedingungslose Existenzsicherung ein“.

Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen: Kein Inflationsausgleich für Sozialhilfeempfänger

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Greifswald (kobinet) Henry Spradau berichtet für die kobinet-nachrichten über eine Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen (LSG). Dieses stellte in einem Beschluss von August 2022 fest, dass es keine rechtliche Grundlage gibt, um gerichtlich höhere existenzsichernde Leistungen zum Inflationsausgleich festzulegen.

Runder Tisch Triage schlägt verfassungskonforme Triage-Regelung vor

Symbol Paragrafenzeichen
No body found to use for abstract…
Foto: omp

Berlin (kobinet) Mit eigenen Formulierungsvorschlägen belebt der „Runde Tisch Triage“ die kontroverse Diskussion um eine verfassungskonforme gesetzliche Regelung von Zuteilungsentscheidungen bei zu knappen überlebenswichtigen intensivmedizinischen Ressourcen. „Dabei haben wir uns auf einige Kernpunkte konzentriert,“ erläutert Nancy Poser vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen, die zu den erfolgreichen Beschwerdeführer*innen vor dem Bundesverfassungsgericht gehört. Dieses hatte den Gesetzgeber in seinem Beschluss vom Dezember 2021 aufgefordert, Menschen mit Behinderungen im Falle einer Triage vor Diskriminierung zu schützen.

Buchvorstellung: Ein Himmel voller Schweigen am 14. September in Berlin

info Zeichen
info schwarz
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Am 14. September findet in Berlin in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas eine Veranstaltung des Förderkreis Gedenkort T4 unter dem Titel „Ein Himmel voller Schweigen“ statt. Dabei stellt Julia Gilfert, Mitglied des Förderkreises Gedenkort T4, in einer musikalischen Lesung Passagen aus ihrem gleichnamigen Buch vor, in dem sie die Lebensgeschichte ihres Großvaters Walter Frick aufgearbeitet hat, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Die Veranstaltung findet von 19.00 bis 20.00 Uhr in der Cora-Berliner-Straße 1 in Berlin statt.

Trauer um Dr. Ilja Seifert

Dr. Ilja Seifert
privat
Foto: privat

Berlin (kobinet) Wer in der bundesdeutschen Behindertenpolitik aktiv ist, der stieß in den letzten 30 Jahren früher oder später auf Dr. Ilja Seifert, bzw. dieser stieß auf ihn oder sie. Am 10. September 2022 ist der Behindertenrechtler und langjährige Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion 71jährig verstorben. Dass er sich gut auf seinen Tod vorbereitet hatte, zeigt u.a. ein Gedicht, das heute von ihm auf Facebook zum Abschied veröffentlicht wurde.

Momentaufnahme 275

Eine Frau steht in Wellen
Ostsee
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Sind Berge, Wellen, Lüfte nicht ein Stück von mir? (Wilhelm Busch)

Denkmalschutz und Barrierefreiheit – das geht zusammen

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) Die Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Baden-Württemberg, Simone Fischer, hat sich zum heutigen Tag des offenen Denkmals am 11. September zu Wort gemeldet und macht deutlich: „Denkmalschutz und Barrierefreiheit – das geht zusammen. Es bietet Chancen für mehr barrierefreie Wohnungen, die wir dringend brauchen.“ Auch in Baden-Württemberg beteiligen sich zahlreiche Kulturdenkmäler aktiv am Tag des offenen Denkmals, der vom Europarat initiiert in 50 Ländern gefeiert wird und in Deutschland 1993 zum ersten Mal veranstaltet wurde.

Trauer um Präsidenten der Europäischen Blindenunion Prof. Rodolfo Cattani

Schwarze Fläche
Dunkelheit
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Diese Woche erhielt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die traurige Nachricht vom plötzlichen Ableben des Präsidenten der Europäischen Blindenunion (EBU), Prof. Rodolfo Cattani. Wolfgang Angermann, amtierender erster Vizepräsident der EBU, wird nun wieder das Amt des EBU Präsidenten übernehmen, das er bereits von 2011 bis 2019 innehatte. Im Newsletter DBSV-direkt hat Wolfgang Angermann einen Nachruf auf Rodolfo Cattani verfasst.

Landschaftsverband kann Arbeitsplätze erhalten

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

MÜNSTER (kobinet) Der Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) entscheidet auch im Rahmen des besonderen Kündigungsschutz über Anträge der Arbeitgeber zur Kündigung schwerbehinderter Beschäftigter. Beim LWL-Inklusionsamt Arbeit gingen im Jahr 2021 mehr als 2.200 solcher Zustimmungsanträge ein. Darunter waren über 1.200 Fälle, bei denen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einig waren.

75 Jahre Dinah Radtke – Happy Birthday

Dinah Radtke mit ihrem Hund
Dinah Radtke mit ihrem Hund
Foto: bifos

Erlangen (kobinet) Aus ihrem Alter macht Dinah Radtke kein Geheimnis, denn heute, am 10. September 2022, kann die Erlanger Behindertenrechtlerin, die maßgeblich an der Entwicklung und den Verhandlungen zur UN-Behindertenrechtskonvention in New York beteiligt war, ihren 75. Geburtstag feiern. Die Ehrenbürgerin der Stadt Erlangen und vielfach für ihr soziales und behindertenpolitisches Engagement ausgezeichnete Dinah Radtke fungiert mittlerweile auch als Vorsitzende des Seniorenbeirats der Universitätsstadt und setzt sich auch verstärkt für die Menschenrechte älterer Menschen ein.

Finanzielle Unterstützung für die Kommunikation von Hörbehinderten unerlässlich

Zeichnung 2 Sportler klatschen sich ab, freudig
No body found to use for abstract…
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Ohne finanzielle Unterstützung für die Kommunikation bleiben gehörlose Sportler benachteiligt, darauf verweist der sportpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Dr. André Hahn im Zusammenhang mit der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Mahmut Özdemir (SPD) auf seine Anfrage zur Spitzenförderung.

Bundesfachstelle lobt Bundesteilhabepreis 2022 aus

Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Logo Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See
Foto: Bundesfachstelle Barrierefreiheit bei der Knappschaft Bahn See

BERLIN (kobinet) Bereits zum vierten Mal lobt jetzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den Bundesteilhabepreis aus. Gesucht werden Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte, die vorbildlich für einen inklusiven Sozialraum und bundesweit in Kommunen oder Regionen übertragbar sind. Um die Vielfalt des inklusiven Sozialraums thematisch aufzuzeigen, hat der Bundesteilhabepreis jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt. Das Thema in diesem Jahr lautet: „WOHNEN barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß“.

Engagement braucht Anerkennung

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) In Baden-Württemberg ist bürgerschaftliches Engagement besonders hoch. Nach einer Umfrage liegt die Quote bei rund 46,1 Prozent. Im Zusammenhang mit der heute beginnenden bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter dem Motto „Engagement macht stark!“ fordert der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg die Anerkennungskultur und Rahmenbedingungen für freiwillig Engagierte im Land zu verbessern.

Werkstätten für behinderte Menschen: Dieses System ist krank

Warnschild mit Ausrufezeichen
Warnschild mit Ausrufezeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) „Behindertenwerkstätten: ‚Dieses System ist krank'“, so titelt der Deutschlandfunk Kultur einen gut 9minütigen Radiobeitrag vom 8. September 2022. Im Interview fordert Gerd Miedthank vom Berliner Behindertenverband u.a. eine dringend nötige Reform des Werkstattsystems. Im Bericht wird auch auf den Hashtag #ihrbeutetunsaus hingewiesen.

Viele gute Nachrichten auf der INKLUSIVA in Mainz

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Foto: Marleen Soetandi

Mainz (kobinet) Der Koordinator des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“, Ottmar Miles-Paul, hat bei der mittlerweile 4. Inklusionsmesse INKLUSIVA am 3. September an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz einen Workshop zu guten Nachrichten zur Inklusion angeboten und dabei eine Reihe von guten Beispielen kennenlernen dürfen. Beim Messerundgang und bei den Veranstaltungen ist er aber auch auf eine Reihe weiterer guter Nachrichten gestoßen, zum Beispiel, wie die Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann.

Anlaufstelle für arbeitsuchende schwerbehinderte Akademiker*innen

Text Bundesagentur für Arbeit, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Logo der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung
Foto: ZAV

Bonn (kobinet) Mittlerweile ist in den meisten der ca. 500 ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) bekannt, ob diese ab dem 1. Januar 2023 weitergefördert werden oder ihr Angebot beenden müssen. Klar ist bereits jetzt, dass Ende des Jahres eine Reihe schwerbehinderter Berater*innen der EUTBs ihren Job verlieren werden und diese sich nun auf die nicht einfache Jobsuche machen müssen. Eine Information des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker (AG-S SBA) kann daher für diesen Personenkreis sehr interessant sein. Ergänzend zu den örtlichen Arbeitsagenturen und Jobcentern unterstützt der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker (AG-S SBA) nämlich bundesweit schwerbehinderte Akademiker*innen bei der Stellensuche.

Aktion Mensch stellt modernisierte Engagement-Plattform vor

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch startet heute, am 9. September, ihre neue barrierefreie Engagement-Plattform. Unter www.engagement-plattform.de können Interessierte unter mehr als 15.000 Engagementangeboten wählen. Mehr als 31 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in ihrer Freizeit. Ob im Kindergarten vorlesen, ein inklusives Umweltprojekt für Jugendliche mit und ohne Behinderung starten oder ältere Menschen bei Behördengängen begleiten – Möglichkeiten gibt es viele. Um die Suche nach passenden Projekten zu erleichtern, haben die Aktion Mensch, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Bayern (lagfa bayern) die bundesweit einzige barrierefreie Engagement-Plattform für Freiwillige entwickelt.

Behinderte Menschen und ihre Unterstützer*innen beim Energie-Entlastungspaket nicht vergessen

rotes Ausrufezeichen
No body found to use for abstract…
Foto: ht

Berlin (kobinet) Das von der Bundesregierung beschlossene Entlastungspaket zur Sicherung der Energieversorgung und Stärkung der Einkommen muss Menschen mit Behinderung stärker in den Blick nehmen. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, betont dazu: „Viele Menschen mit Behinderung leben aktuell von Grundsicherung. Im Entwurf der Koalition bleibt unklar, ob die Erhöhung des verabredeten Bürgergeldes auf 500 Euro auch erwerbsgeminderten Grundsicherungsempfänger*innen zugutekommt und wie sichergestellt wird, dass ihre steigenden Kosten für Wohnung und Heizung als angemessen anerkannt werden.“

21 Projekte für den Inklusionspreis Nordrhein-Westfalen nominiert

Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Düsseldorf (kobinet) Auf den mit insgesamt 32.000 Euro dotierten nordrhein-westfälischen Inklusionspreis haben sich mehr als 100 Projekte und Initiativen beworben. Vor der Preisverleihung am 22. September 2022 hat der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann nun die 21 nominierten Projekte für den in neun Kategorien vergebenen Preis bekannt gegeben. Sie kommen aus Aachen (2 Projekte), Bergisch Gladbach, Bergkamen, Bielefeld, Bocholt, Bonn, Dortmund (3 Projekte), Frechen, Hagen, Hamm, Heek, Köln, Meckenheim, Nettersheim, Schwerte, Soest, Stolberg und Willich, wie es vonseiten des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums heißt.

508 Millionen Euro für Inklusion im Bundeshaushalt vorgesehen

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Entwurf des Haushaltsplans des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der heute im Plenum des Deutschen Bundestages fast zwei Stunden lang bei der Einbringung des Haushalts debattiert wurde, sieht 508 Millionen Euro für die Inklusion behinderter Menschen vor. Auch wenn die Behindertenpoilitik in der Debatte kaum zur Sprache kam, wird es dazu sicherlich noch einige Diskussionen im weiteren Verfahren zur Verabschiedung des Bundeshaushalts für das Jahr 2023 geben.

Die Personalfindung im Arbeitgebermodell und die Krise

Ein Rollstuhlfahrer wird geschoben, beide im Look von Star Wars Truppen (Legofiguren).
Ein Rollstuhlfahrer wird geschoben, beide im Look von Star Wars Truppen (Legofiguren).
Foto: Andrew Martin

München (kobinet) Mit der Personalsuche im Arbeitgebermodell oder im persönlichen Budget haben wir uns unlängst in einer Interviewreihe (die Sommerinterviews) auseinandergesetzt. Mittlerweile ist das Thema auch bei den Printmedien angekommen. Die Süddeutsche Zeitung titelte am 5. September 2022 einen Artikel mit „Schlechte Bezahlung – Helfer für Menschen mit Behinderung werden knapp“.

Engagierter Austausch mit der Antidiskriminierungsbeauftragten

Christiane Möller, Ferda Ataman, Ottmar Miles-Paul und Dr. Sigrid Arnade
Christiane Möller, Ferda Ataman, Ottmar Miles-Paul und Dr. Sigrid Arnade
Foto: ADS

Berlin (kobinet) Vor knapp zwei Monaten, am 12. Juli 2022, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der neuen Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, ihre Ernennungsurkunde übergeben, nachdem sie zuvor vom Deutschen Bundestag als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle gewählt wurde. Gestern, am 7. September, tauschte sich die neue Antidiskriminierungsbeauftragte mit Dr. Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung und mit Christiane Möller vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) sowie vom Forum behinderter Jurist*innen aus. Zu besprechen gab es von der vorgesehenen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, über die Verankerung der Nichtdiskriminierung in Triage-Situationen, bis hin zur Rechtsdurchsetzung bei Diskriminierungen in dem 90minütigen Gespräch genug.

Petitionsausschuss fordert enge Begleitung bei Umsetzung des Intensivpflegestärkungsgesetzes

IPReG-Briefkasten
IPReG-Briefkasten
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages spricht sich dafür aus, die Umsetzung des Mitte 2020 vom Bundestag verabschiedeten Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes (IPReG) eng zu begleiten und mögliche Fehlentwicklungen zeitnah zu korrigieren. In der Sitzung des Petitionsausschusses am 7. September beschloss der Ausschuss mit breiter Mehrheit, eine zu dem Gesetz eingereichte Petition (ID 98286) mit dem zweithöchsten Votum „zur Erwägung“ an das Bundesgesundheitsministerium zu überweisen, ’soweit die Umsetzung der neuen Regelungen zur häuslichen Intensivpflege eng zu begleiten, deren Umsetzung transparent zu machen und mögliche Fehlentwicklungen zeitnah zu korrigieren sind‘, und das Petitionsverfahren ‚im Übrigen abzuschließen‘. Lediglich die CDU/CSU-Fraktion stimmte der entsprechenden Beschlussempfehlung an den Bundestag nicht zu, wie es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag heißt.