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Behinderte Menschen kommen im Entlastungspaket nicht vor

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Der Berliner Rechtsanwalt Dr. Martin Theben blickt für die kobinet-nachrichten häufig zurück in die Vergangenheit und berichtet als Hobby-Chronist über wichtige Aktiviäten und Meilensteine der Behindertenbewegung. Anlässlich der derzeit im Deutschen Bundestag stattfindenden Haushaltsberatungen mischt er sich in eine aktuelle Debatte ein und kommentiert die Pläne für das sogenannte dritte Entlastungspaket der Bundesregierung. Für Dr. Martin Theben kommen behinderte Menschen im Entlastungspaket der Bundesregierung bisher nicht vor.

Es braucht barrierefreie Wohnungen

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen – das ist das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung. „Was wir jedoch auch wissen: Es braucht nicht nur neuen Wohnraum, es braucht auch barrierefreien Wohnraum. Bereits jetzt fehlen gut zwei Millionen barrierefreie und altersgerechte Wohnungen – das ist ein Ergebnis der Evaluation des KfW-Förderprogramms ‚Altersgerecht umbauen (Barrierereduzierung – Einbruchsschutz)‘. Die Versorgungslücke ist also bereits deutlich zu spüren, der Handlungsdruck ist da“, heißt es in einer gemeinsamen Presseinformation des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Hinblick auf eine am Montag stattfindende Veranstaltung.

Pflegebevollmächtigte fordert Krisen-Zuschlag für Pflegebedürftige

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung fordert von der Ampel-Koalition rasche Entlastungen für Pflegebedürftige und ihre Familien. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene regelmäßige Erhöhung des Pflegegeldes und eine Zusammenführung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege in einem Entlastungsbudget müsse noch in diesem Jahr umgesetzt werden, sagte Claudia Moll in Berlin. Sie forderte zudem einen „Krisen-Zuschlag bei allen Pflegeleistungen aus Steuermitteln“. Steigende Lebenshaltungskosten und die Energiekrise träfen häuslich versorgte Pflegebedürftige und deren Angehörige besonders hart.

Bundestag berät heute über Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Blick mit kobinet-T-Shirt auf den Reichstag
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Wenn der Bundestag heute, am 8. September, in erster Lesung ab ca. 17:00 Uhr in einer auf 105 Minuten angesetzten Debatte den Entwurf für den Haushaltsplan des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für das Jahr 2023 debattiert, dann blicken nicht nur die kobinet-nachrichten kritisch auf diese Debatte. Der Haushaltsplan des BMAS ist auch dieses Mal der mit großem Abstand ausgabenstärkste des Bundeshaushaushalts. Im Haushaltsentwurf 2023 (20/3100) sieht der Einzelplan 11 Ausgaben von 163,33 Milliarden Euro vor, das ist mehr als ein Drittel des Gesamtetats. Für die Inklusion behinderter Menschen sind 508 Millionen Euro im Haushaltsentwurf vorgesehen. Verbände kritisieren, dass dabei noch Mittel für einige wichtige im Koalitionsvertrag verankerte Initiativen, wie beispielsweise ein Förderprogramm zur Barrierefreiheit oder die Erhöhung des Partizipationsfonds, fehlen.

Land Niedersachsen und Kirchen bekennen sich öffentlich zu Leid und Unrecht

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Bundesland Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Hannover (kobinet) Auf Einladung der niedersächsischen Sozialministerin Daniela Behrens fand am 6. September 2022 im Alten Rathaus in Hannover eine Veranstaltung mit und für Menschen statt, die als Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie zwischen 1949 und 1975 Leid und Unrecht erfahren haben. Betroffene Menschen hatten dort Raum, über ihre Erlebnisse in den Einrichtungen sowie ihre Erfahrungen mit der Stiftung Anerkennung und Hilfe zu berichten. Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik und Kirchen erkannten das erlittene Leid und Unrecht öffentlich an und bekannten sich zu ihrer Verantwortung.

Handeln für Aktionsplan für diverses, barrierefreies und inklusives Gesundheitswesen steht noch aus

drei rote Ausrufezeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) „Bis Ende des Jahres will die Regierungskoalition einen Aktionsplan für ein diverses, barrierefreies und inklusives Gesundheitswesen vorlegen. Handlungsbedarf besteht insbesondere bei den Medizinischen Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB)“, heißt es in einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts von Prof. Dr. med. Michael Seidel, Dr. med. Maria del Pilar Andrino Garcia und Dr. med. Matthias Schmidt-Ohlemann.

EUTB Neumarkt unterstützt Radeln gegen Depressionen

Bild von der Mut Tour in Neumarkt
Bild von der Mut Tour in Neumarkt
Foto: Anke Kidan

Neumarkt (kobinet) Anke Kidan vom Verein zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) Neumarkt hat den kobinet-nachrichten einen Bericht über eine Radler*innen-Aktion für die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen, von Depressionen, zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Am 27. August machten die Radler*innen Station auf dem Marktplatz in Neumarkt in der Oberpfalz.

Schallende Ohrfeige für alle pflegenden Angehörigen

Heinrich Buschmann
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Foto: privat

Jochgrim (kobinet) „Die privat organisierte Pflege wird immer hoch gelobt und deren enorme Bedeutung als Beitrag für unsere Gesellschaft herausgestellt. Am 1. Januar 2022 wurde die Verhinderungspflege um 10 % angehoben. Ein wichtiger, ein richtiger Schritt – wenn er für alle Gültigkeit hätte! Allen Anschein nach kennt aber die soziale Ungerechtigkeit in unserem Lande keine Grenzen! Wieder einmal sind es die pflegenden Angehörigen, auf deren Rücken der Staat spart! Wie sonst erklären Sie sich, diese als schallende Ohrfeige für alle pflegenden Angehörigen empfundene ungleiche Erhöhung der Verhinderungspflege um 10 %, da die jedoch nur für den gewerblichen Bereich gilt? Aber, als ob das noch nicht herabwürdigend genug wäre, hält man an einer ‚hälftigen Verhinderungspflege‘ (806 Euro) fest, für die es keinen realen Bezug mehr gibt.“ Das schrieb Heinrich Buschmann von Mobil mit Behinderung in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Über 23 Millionen Allergiker*innen in Deutschland

Symbol Prozentzeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Die unterschiedlichen Allergien können Menschen ganz schön zu schaffen machen, bis hin zum Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben wegen ständigem Schniefen oder Ausschlägen etc. Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer allergischen Erkrankung betroffen. Das berichtet nun die Bundesregierung mit Verweis auf das Robert Koch-Institut (RKI) in ihrer Antwort (20/3180) auf eine Kleine Anfrage (20/3042) der CDU/CSU-Fraktion, wie es in einer Meldung von Heute im Bundestag heißt.

Blindenverein klagt gegen Berliner Senat

Foto zeigt Zeitungsausschnitt
Ausschnitt aus Berliner Zeitung
Foto: sch

Berlin (kobinet) Mehr als 54.000 elektrische Tretroller kann man in Berlin mieten. Viele von ihnen werden falsch geparkt. Jetzt wollen Juristen das Übel an der Wurzel packen, berichtet heute die Berliner Zeitung.

Haushaltsdebatte im Bundestag auch für behinderte Menschen interessant

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind wieder aus der Sommerpause zurück und starten diese Woche mit der Königsdisziplin des Parlaments, dem Haushaltsrecht. Vom 6. – 9. September werden die Entwürfe für den Haushalt der verschiedenen Ressorts diskutiert und erste Duftmarken gesetzt, welche Änderungen sich die Abgeordneten für den Bundeshaushalt 2023 wünschen und im weiteren Prozess der Verabschiedung des Haushalts einbringen werden. Gerade die Diskussion zum Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die für Donnerstag, den 8. September, ab 17:00 Uhr in der Tagesordnung vorgesehen ist, dürfte einige Anhaltspunkte darüber geben, welche im Koalitionsvertrag verankerten behindertenpolitischen Initiativen angepackt bzw. erst einmal auf die lange Bank geschoben werden.

Hamburger Betreuungsvereinen droht Kürzung durch Reform

Logo: Leben mit Behinderung Hamburg
Logo: Leben mit Behinderung Hamburg
Foto: Leben mit Behinderung Hamburg

Hamburg (kobinet) Die Stadt Hamburg, die seit über 30 Jahren Betreuungsvereine fördert, damit sie ehrenamtliche rechtliche Betreuer*innen unterstützen, nimmt nach Informationen des Vereins Leben mit Behinderung Hamburg die Reform des Betreuungsgesetzes zum Anlass, diese Zuwendungen in Frage zu stellen. Damit die Reform zum 1.1.2023 in Kraft treten kann, legt die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz aktuell den Verbänden einen Entwurf für ein Hamburger Ausführungsgesetz und eine Verwaltungsvorschrift vor, die eine geringere Förderung, Planungsunsicherheit und erhöhten Verwaltungsaufwand vorsehen, kritisiert Leben mit Behinderung Hamburg.

Rathaus in Kirrweiler kann barrierefrei umgebaut werden

Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz Alexander Schweitzer
Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) Gerade im ländlichen Bereich stoßen behinderte Menschen noch auf vielfältige Barrieren, zum Teil sogar in den Rathäusern. Der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer hat nun der Ortsgemeinde Kirrweiler (Verbandsgemeinde Maikammer) in Vertretung von Innenminister Roger Lewentz einen Förderbescheid in Höhe von 450.000 Euro übergeben. Die Ortsgemeinde plant, das örtliche Rathaus umzubauen und zu sanieren. Im Rahmen der Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm kann nun das Rathaus in Kirrweiler so umgebaut werden, dass das Erdgeschoss künftig als Ratssaal und Multifunktionsraum genutzt werden kann. Dieser soll auch Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist auch die barrierefreie Erschließung.

Freude und Enttäuschung bei Teilhabeberatungsstellen

Logo: EUTB Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Logo der EUTB
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Für die über 500 ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTBs) in Deutschland war die letzte Woche entscheidend für ihre Zukunft. Sie erhielten nämlich die Bescheide für ihre Anträge zur Weiterförderung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2029. Dabei gab es sowohl Freude über die Möglichkeit der Weiterführung der begonnenen Arbeit bzw. die Bewilligung von Neuanträgen, als auch Enttäuschung über ablehnende Bescheide.

Pflege zu Hause eindeutig bevorzugt

Symbol Prozentzeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Frage nach dem Zeitpunkt eines eventuell infrage kommenden Heimumzugs im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage der Deutschen Stiftung Patientenschutz bestärkt den unbedingten Wunsch der Deutschen, möglichst lange in heimischer Umgebung bleiben zu können: 88 Prozent wollen nur dann in ein Pflegeheim gehen, wenn eine Pflege zuhause nicht mehr möglich ist. Nur jeder 10. tendiert zu einem früheren Zeitpunkt. Das Alter spielt für den optimalen Übergangszeitpunkt keine Rolle.

Nachgehakt!-Serie des SoVD zur Landtagswahl in Niedersachsen gestartet

Infozeichen
info blau
Foto: Susanne Göbel

Hannover (kobinet) Am 9. Oktober wählt Niedersachsen einen neuen Landtag. Für den Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ist entscheidend, dass sich die neue Landesregierung für soziale Gerechtigkeit und für alle Bürger*innen einsetzt. Deshalb hat der Verband seine Serie „Nachgehakt!“ auf Facebook, Instagram und Youtube gestartet. Darin erläutern die Spitzenkandidat*innen der demokratischen Parteien im Landtag in kurzen Video-Statements, was sie in den Bereichen Wohnen, Armut, Inklusion, Mobilität und Klima für die Menschen zukünftig verbessern wollen. Die einzelnen Themenblöcke werden einmal pro Woche, jeweils montags, veröffentlicht und donnerstags mit politischen Forderungen des SoVD ergänzt.

Engagement für inklusive digitale Teilhabe

Matthias Schug
Matthias Schug
Foto: AWO

Berlin (kobinet) „DigiTeilhabe –Inklusives Engagement und digitale Nachbarschaft“, so lautet der Titel eines Modellprojektes, das der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) durchführt. Wie es zu diesem Projekt kam und was geplant ist, darüber führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Matthias Schug, dem Leiter des Projektes beim Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt, folgendes Interview.

Nachgereicht – Nachgefragt: Bundeskompetenzzentrum Deutsche Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache im Koalitionsvertrag

Text: Mehr Fortschritt wagen; Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Titel des Koalitionsvertrages zwischen SPD, BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN und FDP
Foto: Screenshot HT

Berlin (kobinet) Der Koalitionsvertrag der Ampelregierung ist mehr als 200 Tage alt. Auf Seite 78 (Link zum Koalitionsvertrag) steht:

„Darüber hinaus sorgen wir baldmöglichst dafür, dass Pressekonferenzen und öffentliche Veranstaltungen von Bundesministerien und nachgeordneten Behörden sowie Informationen zu Gesetzen und Verwaltungshandeln in Gebärdensprache übersetzt und untertitelt werden sowie die Angebote in leichter bzw. einfacher Sprache ausgeweitet werden. Dazu richten wir einen Sprachendienst in einem eigenen Bundeskompetenzzentrum Leichte Sprache/ Gebärdensprache ein.“

Wir haben nachgefragt, siehe https://kbnt.org/sbilmz6

Nun die Antwort der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Menschen mit Querschnittlähmung Folgen eines Kriegs besonders schutzlos ausgesetzt

Logo SCI Day
Logo: SCI Day
Foto: public domain

Bietigheim-Bissingen (kobinet) In diesem Jahr machen eine Reihe von Verbänden anlässlich des heute am 5. September begangenen Internationalen Tages der Querschnittlähmung (SCI-Day) auf die Situation von querschnittgelähmten Menschen in Krisen- und Katastrophengebieten aufmerksam. Der Fokus liegt dabei auf den Folgen des Ukraine-Konflikts: Unter den Millionen Flüchtenden sind auch viele Tetra- und Paraplegiker. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Menschen, die durch Kriegsverletzungen querschnittgelähmt wurden, heißt es in einer Presseinformation eines Bündnisses von Verbänden.

Momentaufnahme 274

Eine junge Frau hält vor ihren Augen ein Zucchini
Zucchini-Augen
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Wenn man kein Glück hat, soll man sich Glück anschaffen. (Friedrich Nietzsche)

VdK von Entlastungspaket beeindruckt

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich auf weitere finanzielle Entlastungen für die Menschen in Deutschland geeinigt. Sie kündigte am Sonntag ein Paket mit Maßnahmen in Höhe von 65 Milliarden Euro an. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Es hat lange gedauert und war überfällig, doch das Ergebnis ist beeindruckend. Das geplante Volumen des Pakets von 65 Milliarden Euro zeigt, dass die Regierung begriffen hat: Es muss endlich gezielt geholfen werden. Wir sind begeistert, dass so viele wichtige Forderungen des VdK enthalten sind. Rentnerinnen und Rentner bekommen endlich die Energiepreispauschale von 300 Euro. Die von uns angekündigte Klage werden wir nun nicht weiterverfolgen.“

IGEL-Podcast zur Diskriminierung in der Sprache

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „8 Gründe warum die Deutsche Sprache mich als Behinderter diskriminiert“, so titelt der Inklusator Sascha Lang die aktuelle Ausgabe der Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei beschäftigt sich Sascha Lang mit einer Reihe von Begriffen, die in der deutschen Sprache ganz selbstverständlich und ohne meist darüber nachzudenken, verwendet werden.

Unerhört und verständnislos

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung treffen in ihrem Alltag regelmäßig auf Barrieren. Damit sind aber nicht nur Treppenstufen oder Bordsteine gemeint. Auch in der Kommunikation gibt es Hindernisse, zum Beispiel für gehörlose Personen oder Menschen mit Lernschwierigkeiten. In unserem Video erfährst du mehr“, so heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch, in dem diese auf ein Kurzvideo mit Leeroy, Maria Groppler und Michael Kessler zu Barrieren im Alltag hinweist.

EUTB-Berater*innen bei Halbmarathon in Darmstadt dabei

Stephan Riedl und Irene Alberti in ihrer Vorbereitung vor dem Lauf
Stephan Riedl und Irene Alberti in ihrer Vorbereitung vor dem Lauf
Foto: Nina Troia

Darmstadt (kobinet) Beim Inklusiven Laufen melden sich Stephan Riedl und Irene Alberti zu normalen Läufen an. Dabei schiebt Stephan Riedl Irene Alberti in ihrem Rollstuhl; sie hilft tatkräftig mit, vor allem bei Steigungen. Normalerweise verkleidet Stephan Riedl sich dafür, um auf die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) aufmerksam zu machen. Beim Schnellen Heiner in diesem Jahr jedoch, der am 4. September in Darmstadt stattfand, trat er ohne Verkleidung an, denn diesmal gingen die beiden Berater*innen einen anstrengenderen Halbmarathon an. Die Strecke führte sowohl über Asphalt als auch über einen Waldweg, drei Runden mit etwas mehr als 7 Kilometern mussten bewältigt werden.

Deutsches Kinderhilfswerk kritisiert mangelhafte Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

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Foto: ht

Genf (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert anlässlich heute und morgen in Genf stattfindenden Anhörung der Bundesregierung vor dem UN-Kinderrechtsausschuss die mangelhafte Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. So sei Deutschland bei der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz in den letzten 30 Jahren seit Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention noch keinen Schritt weitergekommen. Zudem fehle nach wie vor eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Auch bei der gesellschaftlichen Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und der nachhaltigen Absicherung von Qualität und Chancengleichheit im Bildungssystem sieht das Deutsche Kinderhilfswerk nach wie vor große Leerstellen.

Dem Entlastungpaket fehlt es an Passgenauigkeit und Tiefenwirkung

Portraifoto von Dennis Riehle
ABiD-Sozialberater Dennis Riehle
Foto: privat

BERLIN (kobinet) Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung spart sie Menschen mit Behinderung wiederum weitgehend aus und verkennt die Bedürftigkeit und den Mehrbedarf von Personen mit Handicap auf das Schärfste – so kommentiert der Sozialberater des ABiD, Dennis Riehle, die geplanten Erleichterungen der „Ampel“-Koalition.

Kann man sich Barrierefreiheit auch sparen ?

Haltestelle einer Bahn mit Bahnsteig, Schienen und Oberleitung sowie dem Stationsschild
Haltestelle Oberassel-Mitte
Foto: Privat

BONN (kobinet) Wenn es um Barrierefreiheit geht, dann ist häufig auch von viel Geld die Rede. Nicht selten wird der Eindruck erweckt, es sei einfach zu viel Geld und man müssen besser andere Lösungen finden. Wie uns kobinet-Leser Christof Stolberg berichtete so ist das auch im Bezug auf die barrierefreie Anpassung der Haltestelle in Oberkassel-Mitte der Fall. Kobinet ist dem nachgegangen und hat nachgefragt.

Deutscher Behindertenrat hat AG Tourismus gebildet

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

BERLIN (kobinet) Im Haus des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) hat sich am 2. September in Berlin die neue „DBR-AG Tourismus“ gegründet. Mit ihr wollen die Behindertenorganisationen in Deutschland wieder ihre Kompetenzen und Potentiale auf dem Gebiet des Tourismus bündeln, den Austausch untereinander zur Entwicklung des Barrierefreien Tourismus befördern und mit einer Stimme gegenüber der Tourismuspolitik sowie der Tourismuswirtschaft und ihren Verbänden auftreten.

Über 7.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr als vor der Pandemie

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Foto: ht

Nürnberg (kobinet) Trotz Personalmangel an allen Ecken ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten behinderte Menschen immer höher als vor der Pandemie. Waren im August 2019 noch 156.453 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, sind es im August 2022 163.815, wie aus der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen jedoch um fast 8.000 zurückgegangen.

Aktionstag Gemeinsam weitersehen mit begehbarem Augenmodell in Hamburg

Begehbares Augenmodell
Begehbares Augenmodell
Foto: BSVH

Hamburg (kobinet) Unter dem Motto „Gemeinsam weitersehen“ veranstaltet der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) am Samstag, den 10. September von 11 bis 16 Uhr im und um das Louis-Braille-Center im Holsteinischer Kamp 26 in 22081 Hamburg einen Tag der offenen Tür, um Menschen mit Sehverlust, Augenpatienten und alle Interessierten über die Angebote und Dienstleistungen des Vereins zu informieren. Der Aktionstag findet im Rahmen der diesjährigen „Aktionswoche Selbsthilfe 2022“ statt. Als Besonderheit können sich Besucherinnen und Besucher in einem begehbaren Auge über den Aufbau, die Anatomie und unterschiedliche Erkrankungen des Auges informieren.

Ausstellung „überZEUGEN“ ab heute wieder zu sehen

Zwei Männer und dazwischen ein Aufsteller am Eingang zur Ausstellung
André Nowak und Vasyl Nazarenko bei der Eröffnung der Ausstellung in Kyiv
Foto: IB&P

BERLIN (kobinet) Die Ausstellung „überZEUGEN Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ ist nach der Eröffnung um 14:00 Uhr ab heute nachmittags in Berlin dann in der Zeit vom 5. bis 26. September im bündnisgrünen Kiezbüro Catrin Wahlen (MdA) in Berlin (Karl-Kunger-Strasse 69) zu sehen. Diese Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde und analysiert die Entwicklung des Verständnisses von „Behinderung“, „Fürsorge“ und „Partizipation“ seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute.

IGEL-Podcast: Rückblick auf die Behindertenpolitik im August 2022

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Warum die Regierung auf dem besten Wege ist, sich wieder eine Klage einzufangen“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2022. Der IGEL-Podcast-Macher Sascha Lang spricht im Podcast mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul u.a. über den nun vorliegenden Gesetzentwurf zur Triage, über Probleme bei der Unterstützung behinderter Geflüchteter, aber auch über gute Nachrichten.

Zwischenruf zu verpasster Chance beim G7-Beauftragtentreffen

Bild vom Treffen mit Behindertenverbänden in der US-Botschaft am 1.9.22
Bild vom Treffen in der US-Botschaft am 1.9.22
Foto: US-Botschaft

Berlin (kobinet) Mit einem kritischen Kommentar in Sachen mangelnder Partizipation beim am 2. September durchgeführten Treffen der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Frankreich, Italien, den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Vereinigten Königreich, aus Indien, Kanada, Japan, Indonesien sowie der Europäischen Kommission auf Einladung Deutschlands hat sich Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zu Wort gemeldet. Erst am Vortag hatte er in der US-amerikanischen Botschaft erlebt, wie es in Sachen Partizipation anders gehen kann, als dort eine Reihe von Vertreter*innen deutscher Behindertenverbände eingeladen waren.

Karriere im Dialog

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info schwarz
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Die Ausstellungen zum Dialog im Dunkeln gibt es schon seit vielen Jahren in verschiedenen Städten Deutschlands. Das Unternehmen Dialogue Social Enterprise, das in vielerlei Hinsicht innovativ im Ausstellungswesen und bei der Bewusstseinsbildung im Hinblick auf Behinderungen aktiv ist, hat aktuelle einige Stellenausschreibungen veröffentlicht.

Treffen der G7-Behindertenbeauftragten in Berlin

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, kommen heute in Berlin die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Frankreich, Italien, den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Vereinigten Königreich sowie aus Indien zusammen. Aus Kanada wird die Ministerin für Beschäftigung, Personalentwicklung und Inklusion, Carla Qualtrough, teilnehmen. Die Beauftragten aus Japan und Indonesien sowie die Europäische Kommission waren digital zugeschaltet.

Sozialverband fordert 365-Euro-Ticket

Ein Regionalzug auf Schienen unterwegs
Regionalzug unterwegs
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Das 9-Euro-Ticket war ein voller Erfolg. Busse und Bahnen zu nutzen, ohne auf den einzelnen Euro zu achten, das war für sehr viele Menschen eine große Entlastung. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt die Meinungen in der Bundesregierung, hinsichtlich einer Nachfolgeregelung doch noch einlenken zu wollen.

Freiwilliges Ökologisches Jahr für ALLE eröffnet

Kreis, der mit weiteren bunten Kreisen angefüllt ist.
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Foto: Aktion Mensch

VERDEN (kobinet) Das Projekt „FÖJ für ALLE!“ von Netzwerk alma hat sich mit der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz das Ziel gesetzt, die Teilnahme am diesjährigen niedersächsischen FÖJ-Durchgang für junge Menschen aller Befähigung zu ermöglichen. Seit einem Jahr laufen hier im Hintergrund bereits die Planungen und Vorbereitungen, um erstmalig ein inklusives FÖJ anzubieten.

Explodierende Energiepreise bedrohen soziale Infrastruktur

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Für soziale Dienste und Einrichtungen drohen weite Teile der sozialen Infrastruktur durch die explodierenden Energiepreise eingeebnet zu werden. Davor warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. Gefährdet ist nach Einschätzung dieses Verbandes das gesamte Spektrum sozialer Angebote, von Beratungsstellen bis zu Pflegeeinrichtungen, die teilweise mit einer Verzehnfachung der Kosten für Gas und Strom rechnen und noch nicht wissen, wie diese finanziert werden sollen.

Regelung für feste Stellplätze für E-Scooter in Braunschweig

E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
E-Roller, der mitten auf dem Gehweg steht
Foto: omp

Braunschweig (kobinet) In Braunschweig gibt es ca. 2.000 Miet-E-Scooter von drei Anbietern. Durch falsch abgestellte E-Scooter kommt es immer wieder zu Behinderungen und Gefährdungen im Straßenverkehr, insbesondere für Fußgänger und geh- oder sehbeeinträchtigte Menschen. Um diese Gefahren zu reduzieren, etabliert die Stadt Braunschweig deshalb nach erfolgreicher Erprobung der E-Scooter-Parkflächen am Bahnhofsvorplatz nun innerhalb der Okerumflut ein stationsgebundenes Park- und Verleihsystem. In diesem Bereich liegt die höchste Dichte und Nutzungsrate von E-Scootern vor. Darauf hat Aytekin Demirbas die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Kritik am saarländischen Aktionsplan

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Saarbrücken (kobinet) Am 17. August hat die saarländische Landesregierung ihren 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Was lange währt, scheint nicht immer gut zu sein. Das bringt zumindest Dunja Reichert vom saarländischen Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter in einem Interview des saarländischen Rundfunks zum Ausdruck. Gerade in Sachen Barrierefreiheit mangele es an vielen Stellen.