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Barrierefreie Corona-Impfzentren – aber nicht überall

Foto von Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
Foto: TLMB – Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen

ERFURT (kobinet) Ausgehend von einer Bürgereingabe hat der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen zur Barrierefreiheit der in Thüringen geplanten Corona-Impfzentren nachgefragt – und dabei festgestellt, das die Lage in einzelnen Regionen unter diesem Gesichtspunkt unbefriedigend ist.

Demokratie schützt insbesondere die Schwächeren

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Angesichts der aktuellen Ereignisse in den USA und vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahlen im Herbst ruft SoVD-Präsident Adolf Bauer dazu auf, aus den vergangenen Ereignissen zu lernen und sich auf die Bekämpfung des sozialen Ungleichgewichtes zu konzentrieren. Der Schutz der demokratischen Grundwerte schützt nach seinen Worten insbesondere die Schwächeren in der Gesellschaft

Wo Teilhabe drauf steht, sollte auch Teilhabe drin stehen

Logo Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz
Logo Nitsa
Foto: NITSA e. V.

Karlsruhe (kobinet) Die Notwendigkeit zu einem Teilhabestärkungsgesetz – gerade einmal vier Jahren nach Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) – zeigt nach Ansicht des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) deutlich, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention vorschreibt, nach wie vor in Deutschland nicht umgesetzt ist. Dabei bezieht sich das Netzwerk auf einen aktuellen Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), das kurz vor Weihnachten den Verbänden mit einer äusserst kurzen Frist zur Stellungnahme zugesandt wurde. In der Stellungnahme von NITSA bezieht sich die Organisation vor allem darauf, was im Referentenentwurf noch fehlt, um eine echte Teilhabe sicherzustellen.

Behindertengleichstellungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern soll geändert werden

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Foto: omp

Schwerin (kobinet) Das Landeskabinett von Mecklenburg-Vorpommern hat die Änderung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes (LBGG M-V) beschlossen. Der Gesetzentwurf geht nun in die parlamentarische Beratung in den Landtag, wie es in einer Presseinformation des Sozialministeriums von Mecklenburg-Vorpommern heißt.

Hoffnung auf frühere Impfung behinderter Menschen?

Stephanie Aeffner
Stephanie Aeffner
Foto: LB BW

Berlin/Stuttgart (kobinet) Nachdem ntv vermeldet hat, dass Jens Spahn nächste Woche eine Regierungserklärung zur Impfsituation abgeben will, hoffen viele besonders betroffene behinderte Menschen, dass die Impfpriorisierung noch einmal zu ihren Gunsten verändert wird. Mehrfach wurde in den Medien über die Benachteiligung derjenigen berichtet, die nicht in speziellen Einrichtungen leben. Gegenüber den kobinet-nachrichten hat sich die Landesbehindertenbeauftragte von Baden-Württemberg Stephanie Aeffner dazu auch zu Wort gemeldet.

Verbände fordern mehr Umweltgerechtigkeit

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Ein breites Bündnis von 29 Umwelt- und Sozialverbände sowie Organisationen fordert in einer gemeinsamen Resolution, dass in Städten und auf dem Land barrierefreie Zugänge zu naturnahen Grünflächen, Naturerfahrungsräumen oder Wäldern für alle Menschen in geringer Entfernung zu ihrer Wohnung verfügbar sind.

Berufliche Teilhabe mit Mukoviszidose

REHADAT - Logo
REHADAT – Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet) Der neueste Band der REHADAT-Wissensreihe trägt den Titel „Mit viel Luft nach oben“ und informiert über die chronische Erkrankung Mukoviszidose .Sie beschreibt zudem, wie Arbeit für Menschen mit Mukoviszidose gestaltet werden kann.

Bund übernimmt Teilkosten für Werkstätten

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

BERLIN (kobinet) Um die mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Einnahmeausfälle der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zu mindern und die Arbeitsentgelte der Werkstattbeschäftigten zu sichern, hat sich die Bundesregierung ausnahmweise bereit erklärt, einmalig einen Teil der Kosten zu übernehmen.

Bündnis fordert Arbeitskreis Mobilitätswende

Foto zeigt Straßenquerung am Jungfernstieg in Hamburg
Straßenquerung am Jungfernstieg in Hamburg
Foto: Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg

HAMBUG (kobinet) Wie den autofreien Umbau des Jungfernstiegs so werden in der Stadt Hamburg im Rahmen der „Mobilitätswende“ gegenwärtig zahlreiche Verkehrsprojekte im Eilverfahren realisiert. Gemeinsam mit seinen Partnern kritisert der Blinden-und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH), dass Maßnahmen geplant und umgesetzt werden, ohne das Thema Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit für zu Fuß gehende Menschen vorab mit den entsprechenden Stellen abzustimmen. Das Bündnis fordert daher die Einrichtung eines „Arbeitskreises Mobilitätswende“.

Mehr Geld für den öffentlichen Gesundheitsdienst

Foto zeigt Blick auf das Reichtagsgebäude in Berlin
Blick auf das Reichtagsgebäude in Berlin
Foto: M. Smikac

BERLIN (kobinet) Bund, Länder und Kommunen hatten sich im Jahr 2020 auf einen Pakt geeinigt durch den der öffentliche Gesundheitsdienst in den kommenden Jahren spürbar gestärkt werden soll. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervorgehet, so sollen für dessen Umsetzung vier Milliarden Euro bereitstellt werden.

Linke fordert Rentenplus für pflegende Angehörige

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

BERLIN (kobinet) In einem Antrag an den Deutschen Bundestag fordert die Fraktion der Partei DIE LINKE höhere Rentenleistungen für pflegende Angehörige. Seit 2017 steige die Zahl rentenversicherter Pflegepersonen sprunghaft, so argumentieren die Abgeordneten und kritisieren, dass Verbesserungen der vergangenen Jahre erst ab Pflegegrad 2 gelten und die unterschiedliche rentenrechtliche Bewertung der Pflegegrade und Versorgungsformen nicht aufgehoben sei.

Grüne fordern Reform der Patientenberatung

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen-hat einen Antrag für eine Reform der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in den Deutschen Bundestag eingebracht. Die Fraktion kritisiert u.a. dass die Vergabe der Unabhängigen Patientenberatung von 2015 an ein überwiegend als kommerzielles Callcenter tätiges Unternehmen der UPD schweren Schaden zugefügt habe.

Fortschreibung des rheinland-pfälzischen Aktionsplans beschlossen

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Foto: MASGD Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) „Jeder Mensch ist wertvoll. Das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft ist selbstverständlich und steht jedermann gleichermaßen zu. Rheinland-Pfalz setzt sich nach dem Motto ‚Nichts über uns, ohne uns‘ hierfür aktiv ein“, erklärte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Der Ministerrat hat in seiner gestrigen Sitzung die zweite Fortschreibung des Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschlossen.

Verschärfter Lockdown bis Monatsende

Foto zeigt Journalist mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Bund und Länder haben sich heute geeinigt, den Lockdown in Deutschland mit verschärften Kontaktbeschränkungen bis zum 31. Januar zu verlängern. „Schärferer Lockdown ist absolut notwendig“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

VdK fordert Ausbau mobiler Impf-Angebote

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen äußert sich erfreut und dankbar darüber, dass in diesem bevölkerungsreichsten Bundesland in den ersten Wochen des Jahres bereits 400.000 Menschen bei den Impfungen berücksichtigt werden sollen. Um breite Bevölkerungsschichten gegen das Corona-Virus zu impfen, muss nach Einschätzung des VdK dieses Bundeslandes das bisherige Konzept aber noch weiter verbessert werde

Pflegeleistungen sollen steigen

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Auf der Grundalge ihres Berichtes zur Dynamisierung der Leistungen der Pflegeversicherung kommt die Bundesregierung zu dem Schluss, dass aus Sicht der Regierung ein Anstieg der Leistungsbeträge um fünf Prozent angemessen scheine,

Bewerbungsphase um Deutschen Kinder- und Jugendpreis endet

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Noch bis zum 15. Januar 2021 ist es möglich, sich um den Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes zu bewerben. Mit dieser Auszeichnung werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken.

Barrieren am Flughafen Berlin Brandenburg

Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) rät den Betreibern des neu eröffneten Flughafens Berlin Brandenburg (BER) dringend zu umfassenden Nachbesserungen hinsichtlich einer barrierefreien Nutzung durch behinderte Fluggäste. Darüber berichtet das Internetportal nullbarriere.de.

bifos Online-Seminar zur Teilhabe und Grundsicherung

bifos Logo
Logo des bifos
Foto: bifos

Jena (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) weist in seinem Newsletter auf ein Online-Seminar unter dem Motto „Teilhabe und Grundsicherung“ hin, das von dem Juristen Horst Frehe geleitet wird. Das Seminar findet am Montag, den 15. Februar und Dienstag, den 16. Februar statt. Beginn ist jeweils um 9.00 Uhr und Ende um jeweils 17.00 Uhr. Hierfür nutzen wir einen Zoom-Account mit Nutzung eines deutschen Rechenzentrums um die DSGVO einzuhalten, heißt es in der Ankündigung.

Gleichberechtigten Zugang mit Braille-Schrift ermöglichen

Barrierefreier PC-Arbeitsplatz, Tastatur mit Braille-Zeile und Monitor
Tastatur mit Braille-Zeile und Monitor
Foto: Bente Hansen

Berlin (kobinet) „Nicht viele werden beim 4. Januar als Welttag der Brailleschrift an ‚Internet‘ denken“, meint Michael Wahl, Leiter der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund). Dabei öffnen die tastbaren Punkte seit knapp 200 Jahren für Nichtsehende und hochgradig im Sehen beeinträchtigte Menschen der Zugang zu schriftlichen Informationen.

Lockdown bleibt

Foto zeigt verschneite Straße in Marzahn
Wintereinbruch in Berlin
Foto: sch

Berlin (kobinet) Während andere Bundesländer morgen mit der Kanzlerin noch verhandeln wollen, bereitet sich Berlin schon auf einen längeren, strengen Lockdown vor. Die Belegung der Berliner Intensivstationen mit Covid-19-Erkrankten nimmt weiter zu.

Impfpriorisierung genauer festlegen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert einem ntv-Bericht zufolge eine neue kleinteilige Impfverordnung, die eine genauere Reihenfolge der zu Impfenden festlegt. „Die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sind gefordert, dem Impf-Wirrwarr am Dienstag ein Ende zu setzen“, habe der Vorstand der Stiftung Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Der Bundesgesundheitsminister habe bei der Impf-Priorisierung versagt. Der größte Teil der Pflegebedürftigen lebe zu Hause. Ihr Risiko sei ähnlich dem der Heimbewohner, denen Spahn nun eine Impfung im Januar versprochen hat, kritisiert Eugen Brysch.

Kampagnenseite für gutes Barrierefreiheitsgesetz gestartet

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) Es liegt zwar immer noch kein Referentententwurf für die Umsetzung des European Accessiblity Acts (EAA) vonseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Sozailes (BMAS) zur Verbändeanhörung vor, doch klar ist, dass Deutschland die Vorschriften des EAA bis 28. Juni 2022 in deutsches Recht umsetzen muss. Deshalb hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) heute eine Kampagnenhomepage für ein gutes Barrierefreiheitsgesetz freigeschalten. Dort sollen verbandsübergreifende Informationen und Aktivitäten verschiedener Akteur*innen gesammelt werden, die den Forderungen der Betroffenen in Sachen Barrierefreiheit Nachdruck verleihen.

Wie die Regierung hoch vulnerable Gruppen opfert

Plakat: Corona Status 2021 - Vulnerable Gruppen Schutzlos
Plakat: Corona Status 2021 – Vulnerable Gruppen Schutzlos
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Die Belegung von Intensivbetten befindet sich auf einem Hochpunkt, in einigen Regionen konnten Covid19-Patienten zwischenzeitlich nicht mehr mit allen nötigen Ressourcen versorgt werden und die Impfungen laufen nur schleppend an – gerade für Menschen, bei denen die Impfung medizinisch indiziert ist (Anteil von 3,2% der geimpften Personen). Maßnahmen werden hastig und damit fachlich unzulänglich umgesetzt, mit der Konsequenz, dass höchst vulnerable Gruppen der aktuellen Lage schutzlos ausgeliefert sind. So beschreibt AbilityWatch den aktuellen Corona-Status von vulnerablen Gruppen.

Was sich zum 1. Januar 2021 geändert hat

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Zum 1. Januar sind eine Reihe von Neuregelungen in Kraft getreten, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aufgelistet hat. Im folgenden veröffentlichen wir einige Auszüge daraus, die besonders für behinderte Menschen relevant sind bzw. sein könnnen.

Greta Thunberg ist jetzt volljährig

Bild von Greta Thunberg
Greta Thunberg
Foto: Greta Thunberg

Stockholm (kobinet) Kaum jemand hat die Diskussion um den nötigen Klimaschutz so geprägt wie die Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik den Initialzünder für den Protest von Millionen von meist jungen Menschen geliefert hat. Heute kann die junge Frau aus Schweden ihren 18. Geburtstag und damit ihre Volljährigkeit feiern, die ihr auch in Schweden das Wahlrecht ermöglicht. Neben ihrem Einsatz für den Klimaschutz ist Greta Thunberg auch immer wieder offensiv damit umgegangen, dass sie Autismus hat und welche Sicht der Dinge ihr dies ermöglicht.

Momentaufnahme 197

Alter teilweise kaputter Steg führt zum See
Alter Steg
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Was mich mit einem Ort verbindet, ist nicht der Sommer, sondern der Winter, und mit den Menschen die Trauer der Liebe. (Ion Dragoumis)

Barrierefreie Leseangebote sind Grundlage für Inklusion

Taktile Erklärungen zum Stadtbild auf einer Sitzbank in Dresden
Taktile Erklärungen zum Stadtbild auf einer Sitzbank in Dresden
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen) erinnert anlässlich des morgigen Welt-Braille-Tages, dem Geburtstag von Louis Braille, daran, dass sehr viele Menschen nicht selbstverständlich Informationen, Texte oder Bücher lesen können, weil sie blind, seh- oder lesebehindert sind. Barrierefreie Leseangebote, so betont das dzb, können diese Situation ändern. Barrierefreie Leseangebote sind also Grundlage für gelebte Inklusion.

Willkommen im Superwahljahr 2021

Kreuz auf Wahlzettel
Kreuz auf Wahlzettel
Foto: privat

Kassel (kobinet) Ging es 2020 in Sachen Wahlen in Deutschland relativ ruhig zu, wird 2021 sozusagen ein Superwahljahr. Neben der Bundestagswahl am 26. September stehen fünf Landtagwahlen und zwei Kommunalwahlen sowie die Wahl des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin an. Dabei steht nicht nur die Frage, wie die Parteien in der Corona-Pandemie bei den Wahlen abschneiden im Vordergrund. Behindertenpolitisch interessant dürfte auch sein, ob es mehr behinderten Menschen gelingt, in die Parlamente einzuziehen.

Vortrag: Das Recht auf Bildung intersektional umsetzen

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Bei der nächsten Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung „Inklusion, Partizipation und Antidiskriminierung“ des Zentrums für Disability Studies und Teilhabeforschung an der Evangelischen Hochschulde Hamburg für Soziale Arbeit & Diakonie geht es um den Stand der Umsetzung von Menschenrechten in deutschen Bildungseinrichtungen. Die Veranstaltung mit Prof. Dr. Swantje Köbsell unter dem Motto „Das Recht auf Bildung intersektional umsetzen“ findet am Dienstag, den 5. Januar von 18:00 – 19:30 Uhr digital über Zoom statt.

Poster der Woche: Vorurteil & Wirklichkeit

Poster der Woche: So oder So?
Poster: So oder So?
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Das Bild besteht aus zweimal demselben Foto nebeneinander. Es ist eine Aufnahme einer mittelalten, rundlichen Frau mit Rollstuhl, die freundlich lächelt und die Betrachter direkt anblickt. Sie hat dunkle Locken mit ein paar weißen Strähnen, ist sommerlich gekleidet. Ihr blauer Schal bewegt sich leicht im Wind. Im Hintergrund befindet sich ein gepflasterter Hinterhof mit einem vorwiegend blauen Graffiti einer Flusslandschaft auf den Betonwänden. Man kann einen breiten Fluss, wahrscheinlich die Weser, einen Lastkahn auf dem Wasser, links Weserstrand und rechts Gebäude am Ufer erkennen.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 53. und letztes Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Kinderhilfswerk mahnt Reformen an

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt zum Jahresbeginn nachdrücklich sozial- und bildungspolitische Reformen für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland an. Neben bisher zahlreichen reaktiven Maßnahmen sind aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes grundlegende Reformen nicht zu erkennen. Gleichzeitig setzte sich nach Einschätzung dieses Verbandes im letzten Jahr der Trend fort, die allermeisten Entscheidungen ausschließlich aus Erwachsenenperspektive zu denken.

kobinet wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Ein äusserst anstrengendes Jahr geht zu Ende und die kobinet-nachrichten machen für dieses Jahr auch die Schotten dicht. Das Team der kobinet-nachrichten wünscht allen einen guten Rutsch aus diesem anstrengenden und äußerst herausfordernden Jahr in ein hoffentlich besseres Jahr, in dem wieder mehr Teilhabe, Begegnung und Dialog möglich ist. Vor allem dankt die Redaktion den vielen Leser*innen dafür, dass sie auch dieses Jahr den kobinet-nachrichten die Treue gehalten haben.

Was noch fehlt

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Franziska Vu – ISL

Kassel (kobinet) Zum Ende dieses Jahres hat sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul Gedanken darüber gemacht, was in diesem ereignisreichen und anstrengenden Jahr noch fehlt.

Partizipationsprojekt zum Bundesteilhabegesetz beendet

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Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) Vom 1. Januar 2018 an hat sich das NETZWERK ARTIKEL 3 in einem aus dem Partizipationsfonds des Bundes geförderten Projekt für die Partizipation behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes stark gemacht. Heute endet das Projekt. Die Projektseite auf www.teilhabegesetz.org mit vielen Informationen bleibt aber erhalten und bietet ein gutes Nachschlagewerk.

Dinner for One mal anders

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet) Eine Silvesternacht ohne „Dinner for One“? Für viele Menschen kaum vorstellbar. Aber was wäre eigentlich gewesen, wenn der Butler James eine Behinderung gehabt hätte? Die Aktion Mensch hat den Fernseh-Klassiker neu interpretiert, wie diese in ihrem Newsletter berichtet.

Corona-Impfen: Dekrete ersetzen Gesetze – ein No-Go in der Demokratie

Portrait von Klaus Peter Lohest
Klaus Peter Lohest
Foto: privat

Waldesch (kobinet) Die Geschichte von Benni Over, der seit vielen Monaten mit seiner Familie aufgrund der Gefährdungen durch die Corona-Pandemie in Verbindung mit seiner Beatmung in Selbstisolation lebt und sich nun bei der Impfpriorität weit hinten anstellen darf, weil er zu Hause und nicht in einer Einrichtung lebt, hat Klaus Peter Lohest zu einem Kommentar veranlasst. Dabei stellt er vor allem die demokratische Legitimation der entsprechenden Entscheidungen zur Impfung auf das Corona-Virus in Frage.

Teilhabe geht anders!

Porträt von Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Birgit Maaßen

Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Behindertenverbände noch kurz vor Weihnachten mit dem Referentenentwurf für ein Teilhabestärkungsgesetz „beglückt“. Die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung Dr. Sigrid Arnade hat trotz äusserst kurzfriger Zeit zur Stellungnahme der Verbände schon einmal in den Referentenentwurf reingeschaut und auch eine Meinung dazu, die sie in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck bringt.

Petition: Bahnfahren einfach machen

Kay Macquarrie wartet auf den Hublift
Kay Macquarrie vor Einstiegsbarrieren eines ICE
Foto: Kay Macquarrie

Berlin (kobinet) „Viele Menschen konnten dieses Jahr an den Feiertagen nicht zu ihren Liebsten kommen. Menschen mit Behinderungen haben dieses Problem auch unabhängig von Corona im alltäglichen Leben. Da der Einstieg meist nicht stufenlos ist, müssen Rollstuhlfahrer jede Fahrt bei der Deutschen Bahn anmelden. Das Buchungsformular hat 79 Formularfelder für eine Hin- und Rückreise mit je einem Umstieg. Dieser Aufwand ist gerade für Pendler wie Kay Macquarrie unzumutbar. Deshalb fordert er die Deutsche Bahn auf, das Anmelden des Mobilitätsservice in den Buchungsprozess für Online-Tickets zu integrieren“, heißt es in einer Mail von change.org zu der aktuellen Petition von Kay Macquarrie.

Kreatives Europa inklusiv

Flagge der EU
Flagge der EU
Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten erzielten am 14. Dezember eine politische Einigung über das neue Programm „Kreatives Europa“ mit einer Laufzeit von 2021 bis 2027. Eine Kampagne der Europäischen Blindenunion, die der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) federführend leitet, hat in dem Programm eine Generalklausel zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen bewirkt. Die Förderung von Audiodeskription konnte im Anhang verankert werden, heißt es im Newsletter des Verbandes dbsv-direkt.