
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Wenn man kein Glück hat, soll man sich Glück anschaffen. (Friedrich Nietzsche)

Berlin (kobinet) Wenn man kein Glück hat, soll man sich Glück anschaffen. (Friedrich Nietzsche)

Berlin (kobinet) Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich auf weitere finanzielle Entlastungen für die Menschen in Deutschland geeinigt. Sie kündigte am Sonntag ein Paket mit Maßnahmen in Höhe von 65 Milliarden Euro an. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Es hat lange gedauert und war überfällig, doch das Ergebnis ist beeindruckend. Das geplante Volumen des Pakets von 65 Milliarden Euro zeigt, dass die Regierung begriffen hat: Es muss endlich gezielt geholfen werden. Wir sind begeistert, dass so viele wichtige Forderungen des VdK enthalten sind. Rentnerinnen und Rentner bekommen endlich die Energiepreispauschale von 300 Euro. Die von uns angekündigte Klage werden wir nun nicht weiterverfolgen.“

Bad Segeberg (kobinet) „8 Gründe warum die Deutsche Sprache mich als Behinderter diskriminiert“, so titelt der Inklusator Sascha Lang die aktuelle Ausgabe der Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei beschäftigt sich Sascha Lang mit einer Reihe von Begriffen, die in der deutschen Sprache ganz selbstverständlich und ohne meist darüber nachzudenken, verwendet werden.

Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung treffen in ihrem Alltag regelmäßig auf Barrieren. Damit sind aber nicht nur Treppenstufen oder Bordsteine gemeint. Auch in der Kommunikation gibt es Hindernisse, zum Beispiel für gehörlose Personen oder Menschen mit Lernschwierigkeiten. In unserem Video erfährst du mehr“, so heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch, in dem diese auf ein Kurzvideo mit Leeroy, Maria Groppler und Michael Kessler zu Barrieren im Alltag hinweist.

Darmstadt (kobinet) Beim Inklusiven Laufen melden sich Stephan Riedl und Irene Alberti zu normalen Läufen an. Dabei schiebt Stephan Riedl Irene Alberti in ihrem Rollstuhl; sie hilft tatkräftig mit, vor allem bei Steigungen. Normalerweise verkleidet Stephan Riedl sich dafür, um auf die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) aufmerksam zu machen. Beim Schnellen Heiner in diesem Jahr jedoch, der am 4. September in Darmstadt stattfand, trat er ohne Verkleidung an, denn diesmal gingen die beiden Berater*innen einen anstrengenderen Halbmarathon an. Die Strecke führte sowohl über Asphalt als auch über einen Waldweg, drei Runden mit etwas mehr als 7 Kilometern mussten bewältigt werden.

Genf (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert anlässlich heute und morgen in Genf stattfindenden Anhörung der Bundesregierung vor dem UN-Kinderrechtsausschuss die mangelhafte Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. So sei Deutschland bei der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz in den letzten 30 Jahren seit Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention noch keinen Schritt weitergekommen. Zudem fehle nach wie vor eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Auch bei der gesellschaftlichen Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und der nachhaltigen Absicherung von Qualität und Chancengleichheit im Bildungssystem sieht das Deutsche Kinderhilfswerk nach wie vor große Leerstellen.

BERLIN (kobinet) Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung spart sie Menschen mit Behinderung wiederum weitgehend aus und verkennt die Bedürftigkeit und den Mehrbedarf von Personen mit Handicap auf das Schärfste – so kommentiert der Sozialberater des ABiD, Dennis Riehle, die geplanten Erleichterungen der „Ampel“-Koalition.

BONN (kobinet) Wenn es um Barrierefreiheit geht, dann ist häufig auch von viel Geld die Rede. Nicht selten wird der Eindruck erweckt, es sei einfach zu viel Geld und man müssen besser andere Lösungen finden. Wie uns kobinet-Leser Christof Stolberg berichtete so ist das auch im Bezug auf die barrierefreie Anpassung der Haltestelle in Oberkassel-Mitte der Fall. Kobinet ist dem nachgegangen und hat nachgefragt.

BERLIN (kobinet) Im Haus des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) hat sich am 2. September in Berlin die neue „DBR-AG Tourismus“ gegründet. Mit ihr wollen die Behindertenorganisationen in Deutschland wieder ihre Kompetenzen und Potentiale auf dem Gebiet des Tourismus bündeln, den Austausch untereinander zur Entwicklung des Barrierefreien Tourismus befördern und mit einer Stimme gegenüber der Tourismuspolitik sowie der Tourismuswirtschaft und ihren Verbänden auftreten.

Nürnberg (kobinet) Trotz Personalmangel an allen Ecken ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten behinderte Menschen immer höher als vor der Pandemie. Waren im August 2019 noch 156.453 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, sind es im August 2022 163.815, wie aus der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen jedoch um fast 8.000 zurückgegangen.

Hamburg (kobinet) Unter dem Motto „Gemeinsam weitersehen“ veranstaltet der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) am Samstag, den 10. September von 11 bis 16 Uhr im und um das Louis-Braille-Center im Holsteinischer Kamp 26 in 22081 Hamburg einen Tag der offenen Tür, um Menschen mit Sehverlust, Augenpatienten und alle Interessierten über die Angebote und Dienstleistungen des Vereins zu informieren. Der Aktionstag findet im Rahmen der diesjährigen „Aktionswoche Selbsthilfe 2022“ statt. Als Besonderheit können sich Besucherinnen und Besucher in einem begehbaren Auge über den Aufbau, die Anatomie und unterschiedliche Erkrankungen des Auges informieren.

BERLIN (kobinet) Die Ausstellung „überZEUGEN Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ ist nach der Eröffnung um 14:00 Uhr ab heute nachmittags in Berlin dann in der Zeit vom 5. bis 26. September im bündnisgrünen Kiezbüro Catrin Wahlen (MdA) in Berlin (Karl-Kunger-Strasse 69) zu sehen. Diese Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde und analysiert die Entwicklung des Verständnisses von „Behinderung“, „Fürsorge“ und „Partizipation“ seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute.

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Warum die Regierung auf dem besten Wege ist, sich wieder eine Klage einzufangen“, so lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2022. Der IGEL-Podcast-Macher Sascha Lang spricht im Podcast mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul u.a. über den nun vorliegenden Gesetzentwurf zur Triage, über Probleme bei der Unterstützung behinderter Geflüchteter, aber auch über gute Nachrichten.

Berlin (kobinet) Mit einem kritischen Kommentar in Sachen mangelnder Partizipation beim am 2. September durchgeführten Treffen der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Frankreich, Italien, den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Vereinigten Königreich, aus Indien, Kanada, Japan, Indonesien sowie der Europäischen Kommission auf Einladung Deutschlands hat sich Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zu Wort gemeldet. Erst am Vortag hatte er in der US-amerikanischen Botschaft erlebt, wie es in Sachen Partizipation anders gehen kann, als dort eine Reihe von Vertreter*innen deutscher Behindertenverbände eingeladen waren.

Hamburg (kobinet) Die Ausstellungen zum Dialog im Dunkeln gibt es schon seit vielen Jahren in verschiedenen Städten Deutschlands. Das Unternehmen Dialogue Social Enterprise, das in vielerlei Hinsicht innovativ im Ausstellungswesen und bei der Bewusstseinsbildung im Hinblick auf Behinderungen aktiv ist, hat aktuelle einige Stellenausschreibungen veröffentlicht.

Berlin (kobinet) Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, kommen heute in Berlin die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen aus Frankreich, Italien, den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Vereinigten Königreich sowie aus Indien zusammen. Aus Kanada wird die Ministerin für Beschäftigung, Personalentwicklung und Inklusion, Carla Qualtrough, teilnehmen. Die Beauftragten aus Japan und Indonesien sowie die Europäische Kommission waren digital zugeschaltet.

BERLIN (kobinet) Das 9-Euro-Ticket war ein voller Erfolg. Busse und Bahnen zu nutzen, ohne auf den einzelnen Euro zu achten, das war für sehr viele Menschen eine große Entlastung. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt die Meinungen in der Bundesregierung, hinsichtlich einer Nachfolgeregelung doch noch einlenken zu wollen.

VERDEN (kobinet) Das Projekt „FÖJ für ALLE!“ von Netzwerk alma hat sich mit der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz das Ziel gesetzt, die Teilnahme am diesjährigen niedersächsischen FÖJ-Durchgang für junge Menschen aller Befähigung zu ermöglichen. Seit einem Jahr laufen hier im Hintergrund bereits die Planungen und Vorbereitungen, um erstmalig ein inklusives FÖJ anzubieten.

BERLIN (kobinet) Für soziale Dienste und Einrichtungen drohen weite Teile der sozialen Infrastruktur durch die explodierenden Energiepreise eingeebnet zu werden. Davor warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. Gefährdet ist nach Einschätzung dieses Verbandes das gesamte Spektrum sozialer Angebote, von Beratungsstellen bis zu Pflegeeinrichtungen, die teilweise mit einer Verzehnfachung der Kosten für Gas und Strom rechnen und noch nicht wissen, wie diese finanziert werden sollen.

Braunschweig (kobinet) In Braunschweig gibt es ca. 2.000 Miet-E-Scooter von drei Anbietern. Durch falsch abgestellte E-Scooter kommt es immer wieder zu Behinderungen und Gefährdungen im Straßenverkehr, insbesondere für Fußgänger und geh- oder sehbeeinträchtigte Menschen. Um diese Gefahren zu reduzieren, etabliert die Stadt Braunschweig deshalb nach erfolgreicher Erprobung der E-Scooter-Parkflächen am Bahnhofsvorplatz nun innerhalb der Okerumflut ein stationsgebundenes Park- und Verleihsystem. In diesem Bereich liegt die höchste Dichte und Nutzungsrate von E-Scootern vor. Darauf hat Aytekin Demirbas die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Saarbrücken (kobinet) Am 17. August hat die saarländische Landesregierung ihren 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. Was lange währt, scheint nicht immer gut zu sein. Das bringt zumindest Dunja Reichert vom saarländischen Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter in einem Interview des saarländischen Rundfunks zum Ausdruck. Gerade in Sachen Barrierefreiheit mangele es an vielen Stellen.

Mainz (kobinet) Zwei Tage lang dreht sich in diesem Jahr alles um das Thema „Teilhabe für alle! Wie wollen wir 2030 zusammenleben?“. Bei der Messe INKLUSIVA, die heute am 2. September digital startet, geht es um den Austausch, wie gesellschaftliches inklusives Leben in der Zukunft aussieht und welche Prozesse jetzt anzustoßen sind, um den Wandel aktiv zu gestalten. „Die Messe macht dabei gute Beispiele in allen Lebensbereichen sichtbar und den Inklusionsgedanken greifbar“, sagte der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer. Organisiert wird die Inklusionsmesse vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz (ZsL Mainz) und der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe Rheinland-Pfalz.

Berlin (kobinet) Einkaufen im Super- oder Drogeriemarkt kann für blinde und sehbehinderte Menschen eine anstrengende Angelegenheit sein. Kisten und Aufsteller stehen im Weg herum, die Beleuchtung ist nicht immer optimal oder kleine Preisschilder nicht lesbar. Große Lebensmittel- und Drogerieketten bieten mittlerweile Liefer- und Abholservices an. Auf den jeweiligen Webseiten und Online-Shops können Nutzerinnen und Nutzer ihren Einkauf in einen virtuellen Warenkorb legen – bequem von zu Hause aus. Anschließend können Sie wählen, ob sie sich die Waren liefern lassen oder direkt im Markt abholen. „Sichtweisen“-Redakteurin Lisa Mümmler berichtet, wie das selbstbestimmte Einkaufen funktioniert, wie es im Newsletter des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands dbsv-direkt heißt.

München (kobinet) Ein Instagram Post von vor sechs Tagen macht derzeit die Runde im Netz. Die Musikerin Panah, wegen einer Behinderung Rollstuhlnutzend, ist sehr viel unterwegs und nutzt dabei die Deutsche Bahn bzw. sie möchte das gern. Aber immer wieder legt der Konzern ihr Barrieren in den Weg. In dem Post macht sie sich ihrer Verzweiflung Luft und beschreibt, wie sie eben nicht ohne Bedingungen mobil ist.

PFONSTETTEN-AICHELAU (kobinet) Im Rahmen der ADAC GT Masters hat am Lausitz-Ring die Wettbewerbspremiere für den inklusiven Kart-Sport stattgefunden. Sie bot jungen Menschen mit und ohne Handicap die Möglichkeit, ihr Können im direkten Wettbewerb unter Beweis zu stellen – unter gleichen Voraussetzungen mit ein und demselben Sportgerät.

Kassel (kobinet) Mit mehr als 2,8 Millionen Euro wird der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB) in Hessen 2022 unterstützen. Das hat der Verwaltungsausschuss des LWV jetzt beschlossen. Die PSKB sind ein niedrigschwelliges ambulantes Angebot für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige, die hier vorübergehend oder auch langfristig Unterstützung finden – oft im Anschluss an einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik

Berlin (kobinet) Die Fachstelle Teilhabeberatung sucht für die Grundqualifizierungen von EUTB-Berater*innen neue Trainer*innen. Die Weiterbildung zum/zur Trainer*in erfolgt ab November 2022 durch erfahrene Ausbilder*innen der Fachstelle Teilhabeberatung. Wir suchen auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und Angehörige mit PEER Erfahrung, heißt es in einer Ausschreibung von Selbstbestimmt Leben Unabhängig Gemeinsam.

Mainz (kobinet) Die 4. Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz INKLUSIVA findet am 2. September 2022 digital (www.inklusiva.info) und am 3. September in Präsenz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Zwei Tage lang dreht sich dabei alles rund um das Thema Inklusion. Unter dem diesjährigen Motto „Teilhabe für alle! Wie wollen wir 2030 zusammenleben?“ geht es um den Austausch, wie wir uns ein inklusives Leben im Jahr 2030 vorstellen und welche Prozesse dafür jetzt angestoßen und aktiv gestaltet werden müssen. Dafür werden vor allem die Bereiche Arbeit, Bildung, Gesundheit und Freizeit in den Fokus genommen.

Berlin (kobinet) Am 3. September wird im bündnisgrünen Kiezbüro der Abgeordneten Catrin Wahlen in der Karl-Kunger-Strasse 69 in 12435 Berlin die inklusive Wanderausstellung „Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ eröffnet. Die Ausstellung befasst sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens und der Menschenwürde und analysiert die Entwicklung des Verständnisses von „Behinderung“, „Fürsorge“ und „Partizipation“ seit dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute, wie es in einer Presseankündigung der Veranstalter heißt.

Berlin (kobinet) Die Bundesregierung will Medienberichten zufolge die Hinzuverdienstgrenzen für alle Arbeitnehmer*innen streichen, die nach einem vorzeitigen Renteneintritt nebenher noch arbeiten. So soll dem Fachkräftemangel begegnet werden. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Das Wegfallen der Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner hilft vor allem jenen, die ohnehin schon ordentliche Renten bekommen. Sie können dann den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand besser gestalten. Für sie freut uns diese Regelung, denn der VdK fordert schon lange höhere Hinzuverdienstgrenzen. Nur hilft das nicht Arbeitnehmern in besonders belastenden Berufen und älteren Versicherten, die aufgrund zu geringer beruflicher Qualifikation keine Chancen haben, bis zum Alter von 67 Jahren zu arbeiten. Sie landen in der Arbeitslosigkeit, und es droht ihnen Altersarmut.“

BERLIN (kobinet) Anfang des Jahres 2021 ist das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Modellprojekt LIVE in 30 ausgewählten Kommunen aus fünf Modellregionen in die operative Arbeit gestartet. Das Ziel ist die Schaffung von nachhaltigen, inklusiven Strukturen in den Kommunen unter aktiven Einbezug von Menschen mit geistiger Behinderung. Im Rahmen des Projekts sollen auf kommunaler Ebene mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit für den Bedarf von Menschen mit Behinderungen in ihren jeweiligen Lebenswelten geschaffen werden. Die innovative Schulung von Teilhabe-Beratenden stellt dabei das Kernstück des Projekts dar.

KARLSRUHE (kobinet) Die Conterganstiftung lädt anlässlich ihres 50jährigen Bestehens Anfang September 2022 in das „Dorinthotel – An der Messe“ zu Köln – Deutz ein. Laut Aussage der Stiftung werden mehrere hundert Gäste, darunter zahlreiche Conterganbetroffene, erwartet. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Contergangbetroffene, die mit dieser Form der Jubiläumsfeier nicht einverstanden sind. Dazu gehört die Conterganaktivistin Friederike Winter. Sie lädt zu diesem Zeitraum zu einer Mahnwache vor dem Veranstaltungsort ein.

KLIETZ (kobinet) Klietz ist eine kleine Gemeinde mit fast 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Elbe-Havel-Land im Landkreis Stendal im Norden von Sachsen-Anhalt. Ein Ort in landschaftlich schöner Gegend in welcher man eventuell gern wohnen möchte. Dort zu wohnen droht jedoch für Marco Zessin zum Alptraum zu werden. Er ist schwerbehindert und pflegebedürftig. In seiner Mobilität ist Herr Zessin Rollstuhlnutzer und nun voraussichtlich auch bald wohnungslos.

Hamburg (kobinet) Die Journalistin Hertha-Margarethe Kerz ist u.a. Mitglied des Landesbeirates zur Teilhabe für Menschen mit Behinderung in Hamburg und hat sich in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten mit abgeschlossenen Behindertentoiletten in öffentlichen Gebäuden in Hamburg beschäftigt.

Kassel (kobinet) Auf ihrer politischen Sommertour machte die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, auch einen Stopp in Kassel und traf sich mit den beiden Weibernetz-Vertreterinnen Brigitte Faber und Martina Puschke. Behindertenpolitik müsse gendersensibel betrachtet werden, heißt es im Bericht über den Besuch auf der Internetseite des Weibernetz.

Berlin (kobinet) Der Herbst kommt mit großen Schritten immer näher und die Sorgen und Ängste der Menschen wachsen. Deshalb richtet der Sozialverband Deutschland (SoVD) eine klare Botschaft an die Bundesregierung zur Kabinettsklausur: Die Menschen brauchen Geld, damit am Ende des Monats der Einkaufskorb nicht leer und die Wohnung nicht kalt bleibt. Und sie brauchen die Sicherheit, dass ihnen wegen Lieferengpässen oder fehlender Zahlungsmöglichkeiten nicht der Strom oder das Gas abgedreht wird. Sie müssen sich ihrer Wohnung sicher sein können“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer. Um genau das zu erreichen, hat der SoVD einen Forderungskatalog mit zwölf Maßnahmen erstellt.

Mainz (kobinet) Seit drei Jahren lebt Carsten Trimpop selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung. Vor dem Umzug verbrachte er 25 Jahre in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung. Das heutige Vorstandsmitglied des Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) hat sich an der Aktion „Eine Minute für Inklusion“ im Vorfeld der Inklusionsmesse INKLUSIVA beteiligt und wirbt in seinem Statement für Inklusion für Alle. Die INKLUSIVA findet am 2. September digital und am 3. September auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz statt.

DÜSSELDORF (kobinet) Durch die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und medizinische Produkte sowie in Verbindung mit der lange überfälligen Lohnanpassung für Pflegekräfte ist ein deutliches Steigen der Kosten für Pflegebedürftige absehbar. Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen weist jetzt mit großer Sorge daraufhin, dass aufgrund steigender Kosten in den Pflegeeinrichtungen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen nicht weiter zur Kasse gebeten werden dürfen.

HANNOVER (kobinet) Am 9. Oktober findet in Niedersachsen die nächste Landtagswahl statt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, die Lebenshilfe Niedersachsen, der niedersächsische Blinden- und Sehbehindertenverband sowie der Behindertensportverband Niedersachsen haben dazu eine Wahlhilfebroschüre in Leichter Sprache herausgebracht.

BERLIN (kobinet) Die rundum gelungene fünfte Ausgabe des KLAPPE AUF! Kurzfilmfestivals hatte gestern mit der Preisverleihung ihren krönenden Abschluss gefunden. Nach einer pandemiebedingten Pause von fast drei Jahren konnte endlich wieder Kino als gemeinsames und vor allem für alle Menschen barrierefreies Erlebnis genossen werden.