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Gute Pflege muss bezahlbar bleiben

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Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Durch die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und medizinische Produkte sowie in Verbindung mit der lange überfälligen Lohnanpassung für Pflegekräfte ist ein deutliches Steigen der Kosten für Pflegebedürftige absehbar. Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen weist jetzt mit großer Sorge daraufhin, dass aufgrund steigender Kosten in den Pflegeeinrichtungen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen nicht weiter zur Kasse gebeten werden dürfen.

„Viele Betroffene sind bereits jetzt am finanziellen Limit und haben Ängste vor den kommenden Monaten,“ so der Landesvorsitzende des VdK NRW und Vizepräsident des Sozialverbands VdK, Horst Vöge. „Das darf so einfach nicht weitergehen. Wir müssen die Armutsfalle Pflege beenden“, so Horst Vöge.

Im Bundesdurchschnitt beträgt der zu zahlende Eigenanteil mittlerweile 2.248. In Nordrhein-Westfalen müssen Pflegebedürftige indessen für ihre Unterbringung im Pflegeheim im Schnitt jeden Monat sogar 2.587 Euro zuzahlen. Nur in Baden-Württemberg ist es inzwischen teurer als in Nordrhein-Westfalen.

Daher fordert der VdK NRW von der Bundesregierung eine sofortige Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Reform der Pflegeversicherung. Diese muss die Deckelung der Eigenanteile in der stationären Pflege sowie eine Einführung einer Pflegevollversicherung beinhalten. Zur Finanzierung einer Pflegevollversicherung sind gemäß den Forderungen des VdK Steuerzuschüsse und ein Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung notwendig, um die Mehrkosten der Pflegeversicherung auszugleichen. Darüber hinaus muss das 3. Entlastungspaket auch gezielte Entlastungen für pflegebedürftige Menschen vorsehen, am besten in Form von monatlichen Zuschüssen, gestaffelt nach Pflegegraden, fordert dieser Sozialverband.