Berlin (kobinet) „Werkstätten für Menschen mit Behinderungen stehen schon länger in der Kritik: Sie würden die Menschen dort ausbeuten – anstatt ihnen zu helfen, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Ist das so? Wie können die Werkstätten Menschen mit Behinderungen beim Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen? Und welche politischen Veränderungen braucht es?“ Darum geht es in der neuesten Ausgabe des Perspektiven-Podcast mit dem Titel „Arbeitsplatz oder Abstellgleis? Werkstätten für Menschen mit Behinderungen – und jetzt!“
Veröffentlicht am 19.05.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
Berlin (kobinet) „Viele Psychotherapeut*innen müssen seit Kurzem mit weniger Honorar auskommen. Im Interview erklärt Eva-Lotta Brakemeier, die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, warum sie die Kürzung seitens der Krankenkassen gerade in dieser Zeit für ein falsches Zeichen hält.“ So heißt es in einem Beitrag des Vorwärts mit dem Titel „Sparkurs bei Psychotherapie: ‚Es drohen noch längere Wartezeiten'“, auf den Henry Spradau die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 19.05.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Das Projekt JOBinklusive der Sozialhelden bietet in den nächsten Wochen wieder eine Reihe von Online-Veranstaltungen an. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Anmelden kann man sich per E-Mail an [email protected], wie das Team des Projektes in ihrem Newsletter mitteilte. Themen sind u.a. die Nutzung des Budget für Arbeit oder von CHATGPT, aber auch eine Veranstaltung mit dem Titel „Weltschmerz trifft auf eine schöne Zukunft“ und vieles mehr.
Veröffentlicht am 18.05.2026 18:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Übergabe der Unterschriften an Bärbel Bas Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet) Heute, am 18. Mai 2026, haben sich behinderte Aktivist*innen, die sich für bessere Regeln zur Barrierefreiheit bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) einsetzen, mit der Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), dem Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel (SPD) und der teilhabepolitischen Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Heike Heubach, zum Gespräch im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages getroffen. Die Aktivist*innen haben dabei die mittlerweile über 150.000 gesammelten Unterschriften für eine konsequente Verpflichtung von Cafés, Restaurants, Arztpraxen und anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen zur Barrierefreiheit übergeben. Den derzeitigen Gesetzentwurf für die bereits im Bundestag diskutierte und geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes lehnen sie ab. Die Aktivist*innen und zahlreiche Behindertenverbände sehen darin einen massiven Rückschritt in Sachen Inklusion.
Veröffentlicht am 18.05.2026 13:03 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Proteste in einer festgefahrenen Situation Foto: Associata e.V.
KARSTEDT (kobinet) Unter dem Motto „Assistenzhunde in der Warteschleife“ hat der Verein Associata e.V. mit Sitz in 19357 Karstädt – Sargleben mit einer Protestaktion am 10. Mai im Rahmen der Aktionswoche zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf die festgefahrene Situation derjenigen Menschen hingewiesen, die zur sozialen Teilhabe auf einen Assistenzhund
angewiesen sind. Obwohl gesetzliche Regelungen zum Assistenzhund im Behindertengleichstellungsgesetz und mit der Assistenzhunde-Verordnung bestehen, sind bereits seit Juli 2024, nach Auslaufen gesetzlicher Übergangsregelungen, keine Prüfungen für Assistenzhunde-Teams möglich. Und wenn Prüfungen ausfallen, warten Menschen auf Teilhabe und Sicherheit im Alltag.
FRANKFURT am Main (kobinet) Ende Mai ist wieder Welt -Multipler-Sklerose-Tag. In diesem Jahr steht das überregionale Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) unter dem Motto „Diagnose MS. Jetzt erst recht!“. Der Landesverband Hessen der DMGS sammelt aus diesem Anlass individuelle „Jetzt erst recht!“-Geschichten von Menschen mit MS und veröffentlichen diese auf ihren Kanälen. Es wäre gut wenn nun viele Menschen mit MS ihre Geschichte erzählen. Sie dürfen dabei gern konkrete „Jetzt erst recht“-Geschichten aus der Sammlung dieses Landesverbandes aufgreifen. Auf dieser Internetseitesind alle Informationen zu dieser Aktion, der Aufruf zum Mitmachen sowie die bislang zusammengetragenen „Jetzt erst recht“-Geschichten“ aus der Gemeinschaft der DMSG Hessen zu finden.
Veröffentlicht am 18.05.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet
Berlin (kobinet) Diese Woche tagen die Gremien und das Plenum des Deutschen Bundestages wieder. Dementsprechend finden eine Reihe von Aktivitäten im politischen Berlin statt, die für behinderte Menschen besonders interessant sind. Diese reichen von der Übergabe von über 145.000 Unterschriften für die Pflicht zur Barrierefreiheit von Unternehmen an Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas am heutigen Montag, den 18. Mai, um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, in 10557 Berlin. Am 19. Mai folgt der Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel. Am 20. Mai steht dann im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales die weitere Beratung des Gesetzes für Änderungen des Behindertengleichstellungsgeesetz (BGG) an. Dabei geht es vor allem um die Planung und den Beschluss für eine öffentliche Anhörung zu diesem Gesetzgebungsverfahren. In der gleichen Ausschusssitzung steht auch die abschließende Beratung des Antrags über die Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums an, bevor dieser dann wahrscheinlich noch vor der Sommerpause im Plenum des Bundestages diskutiert und abgestimmt wird.
Veröffentlicht am 18.05.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Gruppenbild der Behindertenbeauftragten in Bayern Mai 2026 Foto: Behindertenbeauftragte Bayern
Regensburg (kobinet) Bei ihrem Jahrestreffen vom 7. – 9. Mai 2026 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal stand unter anderem das Gesundheitssystem auf der Tagesordnung und die Beauftragten haben dazu eine gemeinsame Erklärung verfasst. „Das Pflege- und Gesundheitssystem hat in vielen Bereichen noch dringenden Nachbesserungsbedarf für Menschen mit Behinderung: bei der Barrierefreiheit von Arztpraxen, der Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten oder auch bei speziellen Gesundheitseinrichtungen für Menschen mit Behinderung“, heißt es unter anderem in der Presseinformation der Beauftragten.
Veröffentlicht am 18.05.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat der Aktion Mensch #hierentstehtwir Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Am Tag des Grundgesetzes lädt die Aktion Mensch zum gemeinsamen Engagement für Demokratie und Miteinander ein und fordert zum Mitmachen, vor allem in den sozialen Medien, auf. „Nach einem erfolgreichen Start im Februar gehen wir mit unseren Aktionstagen #HierEntstehtWIR in die zweite Runde. Gemeinsam mit dir wollen wir allen zeigen, wie viel unsere Förderpartnerschaft bewegt. Für Inklusion. Für Teilhabe. Und für mehr Chancengleichheit. Denn dein Engagement und unsere Förderung sind ein starkes Team“, heißt es dazu von der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 18.05.2026 04:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai Foto: Jona Neugebauer
Hamburg (kobinet) „Wir sind eine neunköpfige Initiative, die sich im Bereich barrierefreie Kommunikation engagiert und wir planen für den Tag der Leichten Sprache am 28. Mai 2026 eine Straßenaktion in Hamburg-Barmbek um 17:00 Uhr und eine Vorlesestunde in der Bücherhalle um 18:00 Uhr. Alle Informationen in Leichter Sprache gibt es auf der befreundeten Internetseite der Literaturküche: Zur Straßenaktion am Tag der Leichten Sprache.“ Dies hat Anja Teufel aus Hamburg den kobinet-nachrichten mitgeteilt. Von 17:00 bis 18:00 Uhr findet die Straßen-Aktion in Hamburg-Barmbek auf dem Bert-Kaempfert-Platz statt. Von 18:00 bis 19:00 Uhr findet die Lese-Runde in der Bücherhalle Barmbek statt, wie es in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 17.05.2026 09:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Flagge von Krüppel gegen Rechts wurde in Kassel am 27.9.2025 gezeigt Foto: Nancy Frind
Kassel (kobinet) Heute vor einem Jahr, am 17. Mai 2025, wurde in Kassel die bundesweite Initiative Krüppel gegen Rechts gegründet. Die Gründung der Initiative, die mittlerweile über einige Regionalgruppen verfügt, war ein Ergebnis der Mitmach-Tagung mit dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“, die das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) am 16. und 17. Mai 2025 im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchgeführt hat. Als Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden damals zum Schluss gekommen sind, dass es dringend eine Initiative behinderter Menschen gegen Rechts braucht und dies in die Veranstaltung einbrachten, war ein zentraler Antrieb dafür, dass sie angesichts der wachsenden Behinderten- und Inklusionsfeindlichkeit nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange verharren wollten. Nach einem Jahr zeigt sich, dass die Gefahr von rechts noch bedrohlicher als noch vor einem Jahr ist.
Veröffentlicht am 17.05.2026 09:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Mai 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal um die Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz und warum wir in Deutschland in Sachen Inklusion kaum vorankommen.
Veröffentlicht am 17.05.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann Foto: Die Neue Norm aus ZDF
Berlin (kobinet) Die Plattform „Die Neue Norm“ berichtet aktuell über ein Gespräch mit Jürgen Linnemann, der im ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann angekündigt hat, für den gesetzlichen Mindestlohn als Beschäftigter einer Werkstatt für behinderte Menschen zu klagen. „Seinen Auftritt im ZDF Magazin Royale sehen über 3 Millionen Menschen: Jürgen Linnemann klagt als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen für den Mindestlohn. Im Interview mit Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über seinen Lebensweg, seine politische Arbeit als langjähriger Vorsitzender im Werkstattrat und über seine Motivation, mit dieser Klage Geschichte zu schreiben“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags auf Die Neue Norm.
Veröffentlicht am 17.05.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Titelbild der tagesschau Foto: ARD tagesschau
Berlin (kobinet) Manchmal lohnt sich nach Ansicht des kobinet-Historikers Dr. Martin Theben ein Blick zurück in die Geschichte, in diesem Fall auf die Sendung der tagesschau vom 21 März 1976. „Es geht gleich zu Beginn um eine Rede des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt auf dem Verbandstag des Reichsbundes, also des heutigen Sozialverband Deutschland (SoVD). Es war ein Wahljahr, denn am 3 Oktober 1976 wurde ein neuer Bundestag gewählt. Die CDU CSU gewann mit ihrem Kandidaten Helmut Kohl zwar die meisten Stimmen, aber die FDP setzte die sozialliberale Koalition mit der SPD fort und so blieb Helmut Schmidt Kanzler. Der Wahlkampf war polarisiert, da die CDU ihn mit dem Slogan „Freiheit oder Sozialismus“ führte und damit die SPD in die Nähe der Sozialisten in der DDR rückte. Die Rede selbst kommt, finde ich trotz hanseatischer Unterkühlung, recht empathisch und auch selbstkritisch rüber“, schrieb Dr. Martin Theben den kobinet-nachrichten vor allem auch unter dem HIntergrund, wie heute gerade von der CDU/CSU über den Sozialstaat und die Rechte behinderter Menschen diskutiert wird.
Veröffentlicht am 16.05.2026 12:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von Karin Ofenbeck im Vorfeld des ESC 2026 in Wien Foto: Karin Ofenbeck BIZEPS
Wien (kobinet) Der heute am 16. Mai 2026 stattfindende 70. Eurovision Song Contest in Wien soll ein Event für alle werden. Dementsprechend wichtig sind dem ORF Inklusion und Barrierefreiheit in allen Bereichen der Veranstaltungen rund um den ESC, wie es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS heißt. „Für das Mega-Event im Mai wird der ORF ein breites Angebot bereitstellen: von den begleitenden Song-Performances in International Sign, Vibrationswesten und einer Accessify-App bis hin zu allen barrierefreien Services im ORF (Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprachdolmetschung)“, hatte BIZEPS bereits am 21. April 2026 berichtete. Aber auch im Eurofan House für ESC-Fans im Wien Museum waren behinderte Menschen mit dabei, wie BIZEPS berichtet.
Veröffentlicht am 16.05.2026 09:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Tafel mit Buchstaben und den Daten zu Christian Mürner Foto: Christian Mürner
Hamburg (kobinet) Dr. phil. Christian Mürner hat immer wieder Beiträge für die kobinet-nachrichten geschrieben und auf Publikationen und Aktivitäten im Bereich der Behindertenpolitik und -arbeit hingewiesen. Der am 1. April 1948 geborene Autor, verstarb am 19. April 2026. Heute, am 16. Mai 2026, wird er in Hamburg beigesetzt. Aufgewachsen ist Christian Mürner in Zürich. Er war Primarlehrer und Sonderklassenlehrer in Zürich und Winterthur. Sein Studium der Behindertenpädagogik absolvierte er in Hamburg und Bremen. Wissenschaftliche Tätigkeiten und Lehraufträge übte er in Hamburg, Zürich, Darmstadt und in Innsbruck aus. Zudem wirkte er als freier Autor mit den Themenschwerpunkten: Alltag, Behinderung, Inklusion, Genetik, Ethik, Ästhetik, Literatur, Kunst, Kulturgeschichte, (siehe die Hinweise auf seine Publikationen). Er war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft in Berlin bis 2018 und engagierte sich beim Verein „Freunde der Schlumper e.V.„. Seit 1977 lebte Christian Mürner in Hamburg, zusammen mit der Fotografin Gesche–M. Cordes und dem gemeinsamen, erwachsenen Sohn, dem Historiker Hannes Mürner, wie es auf seiner Internetseite heißt.
Veröffentlicht am 16.05.2026 06:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Sachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
DRESDEN (kobinet) Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, der Kommunale Sozialverband Sachsen und der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband loben im Jahr 2026 gemeinsam den Sächsischen Inklusionspreis aus. Mit der Verleihung des Sächsischen Inklusionspreises werden herausragende Praxisbeispiele gewürdigt, welche den Inklusionsgedanken aktiv und nachhaltig fördern, die Intentionen der UN-Behindertenrechtskonvention transportieren und das gelungene inklusive Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung erlebbar machen. Der Preis soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren und zur Nachahmung anzuregen.
FRECHEN (kobinet) Bei den Europameisterschaften im Para Bogensport in Italiens Hauptstadt Rom haben Flora Kliem und Jule Lammers die erhoffte Medaille im Double-Wettbewerb verpasst. Im entscheidenden Duell um Bronze unterlag das deutsche Duo gegen die italienischen Gastgeberinnen. In den Einzel-Wettbewerben blieb das Para Bogensport-Nationalteam hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Wettkampfstätte für die Finalrunden bot eine beeindruckende Kulisse: Direkt neben dem Kolosseum im historischen Nando-Martellini-Stadion kämpften die Para Bogensportler um Medaillen und gute Platzierungen. Die größten Chancen auf Edelmetall hatte sich das deutsche Team im Double-Wettkampf ausgerechnet, zumal Flora Kliem und Jule Lammers im Weltcup bereits den Sprung aufs Podium schafften. Doch das Duo unterlag im Halbfinale jedoch deutlich gegen Polen und musste sich auch im Bronze-Match gegen die Gastgeberinnen aus Italien geschlagen haben.
Veröffentlicht am 15.05.2026 10:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit Foto: René Schaar
Berlin (kobinet) Am 18. Mai 2026 treffen Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel (SPD) und die teilhabepolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Heike Heubach, behinderte Aktivist*innen zum Fototermin und Gespräch. Die Aktivist*innen haben über 140.000 Unterschriften für eine konsequente Verpflichtung von Cafés, Restaurants, Arztpraxen und anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen zur Barrierefreiheit gesammelt – die bereits im Bundestag diskutierte und geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes lehnen sie ab. Die Aktivist*innen und zahlreiche Behindertenverbände sehen darin einen massiven Rückschritt in Sachen Inklusion. Der Fototermin mit Übergabe der Unterschriften findet am 18. Mai 2026 um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, in 10557 Berlin statt.
STUTTGART (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tags der Familie am 15. Mai bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg die familienpolitischen Vorhaben im neuen Koalitionsvertrag grundsätzlich positiv. Besonders die geplante Umsetzung der Familienförderstrategie, der Ausbau von Familienstützpunkten mit Lotsenfunktion sowie Investitionen in die frühkindliche Bildung greifen zentrale Forderungen des Verbands auf. Entscheidend ist nun die konsequente und dauerhaft finanzierte Umsetzung: „Familien brauchen mehr als einzelne Förderprogramme. Sie brauchen verlässliche Infrastruktur, niedrigschwellige Unterstützung und soziale Sicherheit im Alltag“, erklärt Feray Şahin, Bereichsleiterin Leitung Familie, Kinder, Migration, Vielfalt und Demokratie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. „Der Koalitionsvertrag setzt wichtige Signale. Jetzt müssen Versorgungslücken geschlossen und familienpolitische Maßnahmen konsequent präventiv ausgerichtet werden.“
Veröffentlicht am 15.05.2026 07:59 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Kolumne
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Geheiratet? Ja, gestern an „Vatertag“. Und wen? Na wen schon, eine Walfrau, Timmy ist Cis-Walmann. Endlich das ersehnte Lebenszeichen! Und was für eins! Viele gesunde kleine Wälchen dürften aus dieser glücklichen Verbindung hervorgehen. Von Timmys Braut, Waltraut, liegen vorerst keine weiteren Nachrichten vor.
OSNABRÜCK (kobinet) Die Lebenshilfe Osnabrück begrüßt die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Stadtbibliothek und die geplante Einrichtung einer neuen Kinderbibliothek in der Osnabrücker Innenstadt. Zugleich erinnert die Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige daran, dass moderne Bibliotheken weit mehr sind als Orte der Medienausleihe: Sie sind Begegnungsräume, Bildungsorte und wichtige Bausteine für gesellschaftliche Teilhabe.
Veröffentlicht am 15.05.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
DBR-Logo Foto: DBR
BERLIN (kobinet) Auf der Generalversammlung des European Disability Forum (EDF) in Zypern wurde Joachim Busch von der Bundesvereinigung Lebenshilfe in das EDF-Board gewählt, damit ist er der erste Selbstvertreter seitens des DBR in diesem Gremium. Im Rahmen der Generalversammlung wurde zudem eine Resolution verabschiedet, die auf Initiative des Deutschen Behindertenrates angepasst wurde. Ziel ist es, unterstützte Entscheidungsfindung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ausdrücklich zu ermöglichen und damit die Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) konsequent umzusetzen. Das European Disability Forum (EDF) ist eine unabhängige europäische Nichtregierungsorganisation. Es bringt Organisationen von Menschen mit Behinderungen aus ganz Europa zusammen und setzt sich europaweit für Inklusion, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe ein.
FRECHEN (kobinet) Drei Tage lang verwandelte sich die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin in das Zentrum des internationalen Para Schwimmens. Direkt im Anschluss an die World Series bot die 40. Auflage der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) eine Bühne für Weltrekorde, emotionale Comebacks und den mutigen Aufbruch einer neuen Generation. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt. Der unangefochtene Star der Titelkämpfe war der Nürnberger Taliso Engel. Trotz gesundheitlicher Rückschläge im Vorfeld, präsentierte sich der 23-Jährige in Weltklasseform. Über 50m und 200m Brust pulverisierte er seine bestehenden Weltrekorde in der Startklasse SB13 teils deutlich. Besonders sein Auftritt über die 50-Meter-Distanz (28,01 Sekunden im Finale) ließ die internationale Konkurrenz staunen.
Veröffentlicht am 15.05.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Prof Dr. Theresia Degener Foto: omp
Bochum (kobinet) „Warum brauchen wir die Disability Studies?“ Darum geht es im aktuellen Heilpädagigk-Podcast „Irgendwas mit Menschen“, bei dem Prof. Dr. Theresia Degener zu Gast ist. Theresia Degener verfügt im Rahmen ihres jahrzehntelangen Engagements in der Lehre, der Forschung und in ihrem Wirken im Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen über vielfältige Erfahrungen in Sachen Disability Studies.
Veröffentlicht am 15.05.2026 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Dr. Brigitte Schumann Foto: Bildungsklick
Düsseldorf (kobinet) „Mit Daten aus der Bildungskrise?“ So lautet der Titel eines aktuellen Beitrags der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, der auf der Plattform Bildungsklick veröffentlicht wurde. „Die daten- und evidenzbasierte Entwicklung und Steuerung von Unterricht, Schule und Bildungssystem ist das Heilsversprechen der Bildungspolitik. Sie soll aus der Bildungskrise herausführen“, heißt es dazu im Untertitel. Und im Beitrag heißt es: „25 Jahre nach dem sogenannten PISA-Schock zeigen die starken Leistungsrückgänge an Grund- und weiterführenden Schulen und die chronische soziale Ungleichheit in den Bildungschancen, dass sich das Bildungssystem in einer tiefen Krise befindet. Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist mit ihrer bisherigen Datenpolitik krachend gescheitert.“
Veröffentlicht am 15.05.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Hamburg (kobinet) Die Hamburger Gruppe Persönliche-Assistenz-Kompass veranstalten am 19. Mai 2026 ab 12:00 Uhr vor der Hamburger Sozialbehörde-Zentrum für Teilhabe-Eingliederungshilfe in der Kurt-Schumacher-Allee 4 in Hamburg ein Protest-Picknick, um auf die Missstände, die in der Stadt Hamburg bei der Eingliederungshilfe bestehen, aufmerksam zu machen. Angedacht sind sowohl eine Ansprache als auch der persönliche Dialog mit Mitarbeitenden der Sozialbehörde, sofern diese dazu bereit sind.
Veröffentlicht am 15.05.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
Berlin (kobinet) Deutlich mehr rassistische und extrem rechte Angriffe, Bedrohungen und Propaganda wurden in Berlin im vergangenen Jahr erfasst. Von 8.286 solcher Fälle berichteten die Berliner Register am 12. Mai 2026 für das Jahr 2025 – ein neuer Höchststand. 2024 waren es noch 7.720. Dies deute auf die Ausweitung menschenfeindlicher Einstellungen in der Stadt hin, weit über die extrem rechte Szene hinaus. „Die erfassten Aufkleber, Demonstrationen, Ausgrenzungen und Übergriffe richten sich gegen alle, die in extrem rechte Feindbilder passen. Ihr Alltag ist zunehmend unsicher“, sagte Lea Lölhöffel aus der Koordinierung der Berliner Register.
Veröffentlicht am 14.05.2026 07:20 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Rollstuhlbasketball bringt Lebensfreude Foto: Frank Scheffka
ACHIM / BREMEN (kobinet) Der Martinsclub Bremen und der TSV Achim organisieren ein für alle offenes Turnier im Rollstuhlbasketball, den Weserpokal. Das Turnier wird am 27. Juni 2026 in einer Sporthalle in Achim stattfinden. Beim „Weserpokal“ gibt es noch freie Plätze. Mitspielen können alle interessierten Menschen. „Alle können dabei sein. Menschen, die jeden Tag im Rollstuhl sitzen und jene, die noch nie in einem Rollstuhl gesessen haben – das Turnier ist inklusiv und für alle Interessierten offen, beim Rollstuhlbasketball sind alle gleich. Feste Teams, Gruppen, Vereins- oder Firmenmannschaften können ebenso mitspielen wie Einzelpersonen, diese werden vor Ort einem Team zugeordnet“, erklärt Organisatorin Rosa Petram vom Martinsclub. Für eine Teilnahme kann sich jeder Interessierte noch bis zum 15. Juni 2026 per E-Mailoder telefonisch unter 0421-33118055 anmelden.
Veröffentlicht am 14.05.2026 07:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
BERLIN (kobinet) Sozial- und Behindertenverbände haben bereits mehrfach eindringlich davor gewarnt, dass die AfD für Menschen mit Behinderungen eine Gefahr darstellt. Zugleich wird dieser Aspekt in der Debatte über die AfD nur selten aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund zeigt die gerade erschienene Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf, dass die Abwertung von Menschen mit Behinderungen im Gedankengut der AfD fest verankert ist – und damit die Ablehnung der Garantie der gleichen Würde aller Menschen, die das Fundament unseres Grundgesetzes bildet. Die Analyse ist unter diesem Linkabrufbar.
Veröffentlicht am 14.05.2026 07:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (Mitte) mit den Verantwortlichen der Sozialtherapeutischen Siedlung Bühel Foto: StMAS/Nötel
MÜNCHEN (kobinet) Mitten in einem Wohngebiet in Schwarzach entstehen 18 Wohnplätze für Menschen, die in Förderstätten arbeiten. Das unterstützt der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss von bis zu 3.057.700 Euro. Denn die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist, wie Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf erklärt, ein wichtiges Ziel der bayerischen Staatsregierung. Die Ministerin hat einen entsprechenden Förderscheck an die Sozialtherapeutische Siedlung Bühel übergeben. Die neue Wohnanlage ist günstig gelegen: Die vorhandenen kulturellen, sozialen und sportlichen Angebote und Einrichtungen des öffentlichen Lebens sind für die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Wohnhauses in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
DÜSSELDORF / MÜNSTER (kobinet) Im Rahmen eines größeren Austauschs zwischen Ministerin Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, und Vertreterinnen des Gewalthilfesystems in NRW hat das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW die Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderung im Gewaltschutz thematisiert. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes (GewHG), zu dem derzeit auf Landesebene ein Ausführungsgesetz erarbeitet wird. Aktuell läuft dazu die Verbändeanhörung.Für das Netzwerk ist klar: Die kommenden politischen Entscheidungen werden darüber mitentscheiden, ob Frauen und Mädchen mit Behinderung künftig tatsächlich gleichberechtigten Zugang zu Schutz und Unterstützung erhalten.Seit Jahren verfolgt das Netzwerk die Entwicklung barrierefreier Frauenhausangebote in Nordrhein-Westfalen und überprüft regelmäßig die Situation vor Ort. Die aktuelle Recherche zeigt dabei auch eine ermutigende Entwicklung.
Veröffentlicht am 14.05.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) „Sozialstaat nicht nach Kassenlage: Menschenrechtliche und fachliche Einschätzungen zum Vorschlagsbuch ‚Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen‘ vom 25. März 2026, erstellt von einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen“. So lautet der Titel einer Stellungnahme der Fachgruppe „Teilhabe und Inklusion im Kontext von Behinderungen in der Sozialen Arbeit“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) vom 8. Mai 2026, die Prof. Dr. Sandra Fietkau den kobinet-nachrichten zugesandt hat.
Veröffentlicht am 13.05.2026 15:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
BERLIN (kobinet) Die vom Paritätischen Gesamtverband ans Licht der Öffentlichkeit gebrachten Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss werden weiterhin viel diskutiert. Auch den Paritätischen und seine Mitgliedsorganisationen bewegen die Pläne mit ihrer Abkehr von fundamentalen Prinzipien des Sozialstaates sehr, wie sich nicht zuletzt in den Gremiensitzungen im April gezeigt hat. Seit der Veröffentlichung des internen Arbeitspapiers von Bund, Ländern und Kommunen durch den Paritätischen Gesamtverband haben Zeitungen, Fernsehen und Radio vielfach über die Pläne und ihre Folgen berichtet. Zahlreiche Politiker*innen haben sich zu Wort gemeldet und nicht wenige haben betont, dass sie die Pläne ablehnen. Das hat nicht zuletzt auch eine Aktuelle Stunde im Bundestag gezeigt, die aus Anlass unserer Veröffentlichung stattfand. Doch die Kürzungen sind nicht vom Tisch. Bundeskanzler Merz hat sich Ende der vergangenen Woche ausdrücklich hinter die Einsparvorschläge gestellt. Bei der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni sollen die Pläne diskutiert und womöglich auch Kürzungen beschlossen werden. Damit es nicht so weit kommt, braucht es jetzt Widerspruch. Der Paritätische Gesamtverband hat dafür diese Website mit Argumentationshilfen, Materialen und Musterschreiben eingerichtet.
Veröffentlicht am 13.05.2026 08:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deckblatt des neuen Donald Duck Comics Foto: Story House Egmont / Disney
BERLIN (kobinet) Ab sofort gibt es den zweiten Band von Donald Duck in Leichter Sprache. Das Buch mit vier neuen Geschichten heißt „Hier kommt Donald!“ und macht Comics für noch mehr Menschen verständlich und zugänglich. Der erste Band von Donald Duck in Leichter Sprache war im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Deshalb stand schnell fest: Die Comic Reihe soll fortgesetzt werden. Comics wirken oft leicht verständlich. Doch viele Wörter, Redewendungen und Witze sind schwer zu verstehen. Deshalb werden im neuen Comic schwierige Begriffe erklärt. Zusätzlich gibt es ein Wörter Buch in Leichter Sprache.
Veröffentlicht am 13.05.2026 07:45 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat zum Inklusionspreis 2026 Foto: Bezirk Oberbayern
MÜNCHEN (kobinet) Noch bis zum 31. Mai können sich Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen für den Inklusionspreis 2026 des Bezirks Oberbayern bewerben. Unter dem Motto „Weil jedes Alter zählt“ werden in diesem Jahr Projekte gesucht, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Lebensphasen stärken – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Im Fokus zu diesem zum siebenten Mal vergebenen Inklusionspreis stehen innovative Ansätze aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Sport, Kultur, Umwelt oder Digitalisierung. Wichtig ist, dass die Projekte bereits laufen und erkennbar wird, auf welche Lebensphase sie sich beziehen und welchen Beitrag sie zur Inklusion leisten. Teilnehmen können unter anderem Vereine, Verbände, Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Einzelpersonen aus Oberbayern. Auch Vorschläge für andere Projekte sind möglich. Bewerbungen sind online möglich.
Veröffentlicht am 13.05.2026 07:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Diana Hömmen Foto: privat
Benstrup (kobinet) „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“ So bringt Diana Hömmen ihre Erfahrungen und ihre Forderungen im Nachgang zum Tag der Pflegenden, der am 12. Mai begangen wurde, in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck.
Veröffentlicht am 13.05.2026 07:27 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
München (kobinet) Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) stellt sich hinter die Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV), und begrüßt den Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zur Haftung bei Unfällen mit Kleinstfahrzeugen im Straßenverkehr vom 2. Dezember 2025. Demnach haften Halterinnen und Halter verschuldensunabhängig im Rahmen der Gefährdungshaftung*, während Fahrerinnen und Fahrer für vermutetes Verschulden** einstehen müssen. „Wer in einer größeren Stadt wohnt, kennt dieses Problem. Achtlos auf dem Gehweg abgestellte E-Scooter sind mit dem weißen Blindenstock häufig zu spät erkennbar. Für Menschen mit starker Sehbehinderung oder Blindheit sind sie eine gefährliche Stolperfalle“, erklärte Judith Faltl, Landesvorsitzende des BBSB und selbst blind.
NEUSS (kobinet) Der Bundesverband Burnout und Depression (BBuD) erweitert sein Angebot der „Anderen Burnout Cafés“ (ABC) um eine neue Online-Selbsthilfegruppe speziell für Alleinerziehende. Ziel des Angebots ist es, Menschen in dieser besonderen Lebenssituation einen geschützten Raum für Austausch, Entlastung und gegenseitige Unterstützung zu bieten. Alleinerziehende stehen häufig unter einer hohen Mehrfachbelastung: Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Alltagsorganisation müssen allein bewältigt werden. Zeit für die eigene psychische Gesundheit bleibt dabei oft kaum. Gleichzeitig bestehen Hürden für die Teilnahme an klassischen Unterstützungsangeboten – etwa fehlende Betreuungsmöglichkeiten oder die Sorge, familiäre Anforderungen könnten stören.
Veröffentlicht am 13.05.2026 07:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen Foto: Pixabay/anaterate
HANNOVER (kobinet) Seit Jahren gibt es keine Entwarnung in Niedersachsen, wenn es um Armutsgefährdung geht: Laut Statistischem Landesamt waren auch 2025 wieder 1,3 Millionen Menschen betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder, Jugendliche und Frauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert von der Landesregierung endlich eine verlässliche Strategie, um die Zahlen zu senken und gerade jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Rund jedes vierte Kind in Niedersachsen ist von Armut bedroht. Bei Jugendlichen sehen die Zahlen des Statistischen Landesamts ähnlich aus. „Seit Jahren bewegen sich die Zahlen auf diesem hohen Niveau, trotzdem passiert seitens der Politik kaum etwas. Es kann doch nicht sein, dass wir es dulden, dass ein Viertel der jungen Menschen in Armut aufwächst“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, und ergänzt: „Wir brauchen eine niedersachsenweite Strategie gegen Kinder- und Jugendarmut. Außerdem müssen etwa Auszubildende von ihrem Lohn auch leben können.“