Veröffentlicht am 26.09.2025 05:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
PRO RETINA Deutschland Foto: PRO RETINA Deutschland
Ahlen (kobinet) Am 25. Oktober 2025 lädt PRO RETINA Deutschland junge Menschen mit Sehbeeinträchtigung und Blindheit nach Bonn zur Veranstaltung „Youth Vision 2025 – Gemeinsam. Sichtbar. Selbstbestimmt.“ ein. Organisiert wird das Treffen von der Jungen Retina, die von Friederike Zurhake, Alper Senlik, Florian Grebe und Nadine Rokstein geleitet wird. Ziel ist es, die Stimmen junger Menschen hörbar zu machen, die Selbstvertretung zu stärken und gemeinsam für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe einzutreten.
Veröffentlicht am 26.09.2025 05:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Bild von den Liftern in der Toilette auf der REHACARE 2025 Foto: Anja Schneider
Düsseldorf / Hannover (kobinet) Nicht nur wer eine Reise tut, kann einiges erleben – bei behinderten Menschen trifft zuweilen auch der Spruch „Wer eine Messe besucht, kann einiges erleben“ zu. So erging es zumindest Anja Schneider aus Hannover und einer ihrer Kolleginnen, als sie die diesjährige REHACARE in Düsseldorf besuchten. Eine Messe, von der man meinen dürfte, dass es kein Problem ist, barrierefreie Toiletten zu finden. „Wie kann Inklusion in aller Munde sein und wir Inklusion einfordern, wenn nicht einmal auf einer solchen Veranstaltung die absolut grundlegendsten Bedürfnisse eines Menschen gesichert sind?“ Diese Frage stellt Anja Schneider zum Abschluss des Berichts über ihre Erfahrungen in Sachen Toilettennutzung während der REHACARE, den sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.
Veröffentlicht am 25.09.2025 13:41 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Foto: Special Olympics Deutschland / Imke Kaschke
BERLIN (kobinet) Zum Tag der Zahngesundheit feiern Special Olympics Deutschland (SOD) und die Stiftung Innovative Zahnmedizin (SIZ) das zehnjährige Bestehen ihrer Zusammenarbeit für die Special Olympics Gesundheitsdisziplin Special Smiles®. Seit 2015 unterstützt die Stiftung Angebote, die Menschen mit geistiger Behinderung eine umfassende zahnmedizinische Beratung sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen ermöglichen.
Veröffentlicht am 25.09.2025 13:40 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne
city, street, empty, quiet, provence, france, europe, back alley, houses, architecture, yellow, perspective, brown city, brown house, brown street, street, street, provence, provence, france, france, france, france, france, europe, europe, yellow, perspective Foto: Lens_and_Light In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Saint-Martin-du-Var (kobinet) Dies ist meine erste Kolumne, die ich zu schreiben wage, nachdem kobinet ein KI-basiertes Tool zur Verfügung stellt, das dem Verfasser Hilfe bei Stil und Form seines Werkes bietet.
Ich bin gespannt, was das Tool zur Überschrift dieser Kolumne vorschlägt. Berichte ich diesmal doch tatsächlich, also rein geografisch, aus dieser französischen Region und nicht von meinem heimischen Schreibtisch aus.
Veröffentlicht am 25.09.2025 11:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Heike Heubach Foto: Deutscher Bundestag
Berlin (kobinet) In der Generaldebatte zum Bundeshaushalt kommt es nur selten vor, dass die Belange behinderter Menschen, die Themen Barrierefreiheit oder Inklusion von den Spitzenpolitikern der verschiedenen Bundestagsfraktionen angesprochen werden. Am 24. September 2025 war dies ganz anders. Für die SPD-Bundestagsfraktion trat nämlich deren Beauftragte für die Belange behinderter Menschen ans Mikrofon und gab ein klares Bekenntnis zur Inklusion und zur Gebärdensprache ab, die über Jahrhunderte unterdrückt wurde. Die selbst gehörlose Abgeordnete sparte in ihrer mittels Deutscher Gebärdensprache gehaltenen Rede auch nicht mit Kritik an den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Eingliederungshilfe.
Veröffentlicht am 25.09.2025 09:18 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Pressefoto von Katrin Langensiepen Foto: Katrin Langensiepen
Brüssel (kobinet) Der „Aktionstag Schichtwechsel“ findet bundesweit heute, am 25. September 2025, statt und wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) organisiert. An diesem Tag tauschen Menschen mit und ohne Behinderung für einen Tag ihre Arbeitsplätze, um neue Perspektiven zu gewinnen und Vorurteile abzubauen. In diesem Jahr beteiligen sich rund 200 Werkstätten für behinderte Menschen zusammen mit zahlreichen Unternehmen an dieser Initiative. Die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen sieht diese Aktion kritisch, wie sie per Pressemitteilung verkündete: „Diese Aktion wird oft als Fortschritt in Richtung Inklusion gefeiert. Doch bei genauerem Hinsehen bleibt sie ein symbolischer Akt, der von den eigentlichen Problemen ablenkt. Ein einmaliger Arbeitsplatztausch mag Begegnungen schaffen und Berührungsängste abbauen, aber er ändert nichts an den Strukturen, die Menschen mit Behinderungen tagtäglich ausgrenzen.“
Veröffentlicht am 25.09.2025 07:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Statue Justitia Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Berlin (kobinet) Das Landgericht Berlin sprach mit Urteil vom 30.09.2024 (Az. 66 S 24/24) einem Mieter eine Entschädigung in Höhe von 11.000 € gemäß § 21 AGG wegen unterlassener Zustimmung des Vermieters zum Bau einer Rampe zu. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit – der ebenfalls vom Landgericht Berlin endgültig entschieden wurde (Urteil vom 21.10.2022, Az. 66 S 75/22) – über die Verpflichtung des Vermieters zur Zustimmung zum Bau der Rampe gemäß § 554 BGB. Darauf macht der Landesbehindertenbeauftragte von Thüringen in seinem aktuellen Newsletter aufmerksam, in dem ein weiterer Fall geschildert wird.
Veröffentlicht am 25.09.2025 07:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des DBR Foto: DBR
Berlin (kobinet) „Die neue Bundesregierung ist nun schon seit mehr als 130 Tagen im Amt und hat in dieser Zeit ein wichtiges Versprechen nicht eingelöst: Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Die sollte in den ersten 100 Tagen kommen, doch weiter wird der Referentenentwurf zur Reform blockiert. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass der Weg zu mehr Inklusion und Teilhabe kein Selbstläufer ist. Damit sich etwas verändert, müssen die Vertretenden der Interessen von Menschen mit Behinderungen dranbleiben und immer wieder das Gespräch zu Politik und anderen Entscheidungsträgern suchen“, heißt es in der Einführung des neuen Newsletters des Deutschen Behindertenrats (DBR) vom DBR-Team.
Veröffentlicht am 25.09.2025 07:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Daumen hoch Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Verena Bentele, Tina Deeken und eine Reihe weiterer Sportlerinnen und Sportler mit verschiedenen Behinderungen haben es sich nicht nehmen lassen, am diesjährigen Berlin-Marathon am 21. September 2025 teilzunehmen. Neben der Tatsache, dass Tina Deeken im Handbike den Marathon in 1:44:04 absolvierte und Verena Bentele bei den sehr warmen Temperaturen den Marathon in 4:17:25 h lief, haben sich die beiden Sportlerinnen vorab auch bei einer Veranstaltung zu Wort gemeldet, bei der es unter anderem um die Barrierefreiheit von Sportveranstaltungen ging, wie Tina Deeken den kobinet-nachrichten mitteilte.
Veröffentlicht am 25.09.2025 07:12 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Annetraud Grote Foto: Tom Figiel
Hannover (kobinet) Auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung haben die stellvertretende Staatssekretärin Dr. Gesa Schirrmacher und die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, am Abend des 24. September 2025 im Alten Rathaus in Hannover mit den Autorinnen Mareice Kaiser und Ninia LaGrande über das Thema „Ableismus“ gesprochen. Vor etwa 200 Gästen ging es dabei um die Frage, welche Erscheinungsformen es gibt und welche Maßnahmen dagegen umgesetzt werden können.
ERFURT (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung Thüringen hat sich tief besorgt über die unzureichende finanzielle Ausstattung des Förderprogramms für Barrierefreiheit im Freistaat geäußert. Als Mitglied im Landesbehindertenbeirat und in diesem Jahr auch in der Jury des Thüringer Inklusionspreises vertreten, betont die LIGA mit Nachdruck: Der Bedarf an barrierefreier Infrastruktur ist landesweit erheblich – und die zur Verfügung stehenden Mittel reichen bei Weitem nicht aus.
Veröffentlicht am 24.09.2025 10:37 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Mit einem offenen Brief hat sich das Elternzentrum Berlin e.V. Autismus-Spektrum an den Regierenden Bürgermeister und an die Senatorin gewandt. Darin beklagen die Elternvertreter, dass für viele Kinder im Autismus-Spektrum sowie ihre Familien die Suche nach einem geeigneten Schulplatz in den letzten Monaten ein Leidensweg war, der häufig ohne glückliches Ende abschloss. In diesem Brief erklären sie, dass die schulische Versorgung autistischer Kinder in Berlin aus ihrer Sicht unhaltbar ist. Weiter beschreiben die Elternvertreter: „Für betroffene Familien ist die Realität geprägt von Ablehnung, Ohnmacht und Entwürdigung – in einem Ausmaß, das in einem sozialen Rechtsstaat wie Deutschland nicht hinnehmbar ist.“
BERLIN (kobinet) Die neue Bundesregierung wird immer wieder mit vielen neuen Hoffnungen verbunden. Mit der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“ hat nun Wirtschaftsminister Patrick Schnieder „in einem 360-Grad-Blick“ seinen Vorschlag zur Reform der Deutschen Bahn vorgelegt. Nun also endlich Schluss mit den vielen Problemen für alle Bahnreisenden, auch jene mit verminderter Mobilität? Oder zumindest gibt es „Licht am Ende des Tunnels“, beziehungsweise ein erkennbares Ende dieser Probleme in der Ferne? Wer sich diese Agenda einmal in Ruhe anschaut, wird von dieser Hoffnung nur schwer zu überzeugen sein.
Veröffentlicht am 24.09.2025 07:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Symbol Fragezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) Alle Jahre wieder wird der Schichtwechsel zwischen behinderten Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen und Mitarbeitern bei Arbeitgebern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt öffentlichkeitswirksam gepriesen und beklatscht. „Toll, dass Unternehmen ihre Türen für behinderte Menschen aus Werkstätten für behinderte Menschen an diesem Tag öffnen. Toll, dass Beschäftigte aus Unternehmen einen Tag lang in Werkstätten arbeiten, um diese kennenzulernen und Vorurteile abzubauen“, mag die eine oder der andere da denken. Kritischere Geister fragen sich, was bei diesem sogenannten „Schichtwechsel“, der zuweilen auch als „Sichtwechsel“ verstanden werden will, für die behinderten Menschen konkret herauskommt, die mit einem Durchschnittslohn von ca. 230 Euro pro Monat weit unter dem Mindestlohn und ohne ernsthafte Vermittlungschancen von ca. 0,35 Prozent im Jahr in einem Aussonderungssystem verharren müssen. Anlass für einen Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der sich fragt, ob der sogenannte Schichtwechsel eher der Propaganda für ein Aussonderungssystem unterhalb des Mindestlohns statt der Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt dient.
Veröffentlicht am 24.09.2025 07:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Deutschland Lage Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
Düsseldorf (kobinet) „Statt Geld zu investieren, damit behinderte Kinder in Regelschulen besser betreut werden, würden hohe Summen in mehr ‚ausgrenzende‘ Fördereinrichtungen gesteckt, sagen Kritiker. Das widerspreche dem Gesetz. Viele Eltern haben dazu eine ganz andere Meinung.“ So heißt es in der Einführung eines Berichts der Rheinischen Post vom 24. September 2024 über die aktuelle Diskussion zum Bau von etwa 30 neuen Förderschulen in Nordrhein-Westfalen. Dies wird vom Kölner Verein mittendrin sowie von weiteren Organisationen wie dem Landesbehindertenrat, der Lebenshilfe oder dem Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen kritisiert. Im Bericht kommen aber auch andere Akteure zu Wort, was die Breite der verschiedenen Interessen und der Diskussion aufzeigt.
Veröffentlicht am 24.09.2025 07:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain
Stuttgart / Freiburg (kobinet) Deutschlandweit verwenden ca. 250.000 Menschen die Deutsche Gebärdensprache (DGS). Dazu gehören neben Gehörlosen auch Menschen mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit. Für rund 80.000 Menschen ist sie die Muttersprache, 4.000 von ihnen leben in Baden-Württemberg. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und der Verein Barrierefreie Kommunikation fordern anlässlich des Internationalen Tags der Gebärdensprache, der am 23. September begangen wird, die Deutsche Gebärdensprache als Amts- und Minderheitensprache anzuerkennen.
Veröffentlicht am 24.09.2025 07:04 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild mit dem Logo des ORF Foto: BIZEPS
Wien (kobinet) „Mit dem Start der automatisierten Live-Untertitelung zeigt der ORF, wie technologische Innovation zur inklusiven Medienlandschaft beitragen kann. Unterstützt durch künstliche Intelligenz (KI) werden nun täglich mehrere Sendungen in Echtzeit untertitelt.“ Dies berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Am 29. September 2025 startete der ORF das neue barrierefreie Angebot: Die täglichen Ausgaben von „Bundesland heute“, „Südtirol heute“ sowie alle Sendungen auf ORF SPORT +, die gesprochenes Wort enthalten, werden künftig automatisch und live untertitelt.
Veröffentlicht am 24.09.2025 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Donald Trump Foto: Library of Congress auf Unsplash
Washington, D.C. USA (kobinet) „Wir sind fassungslos über die gefühllose und wissenschaftsfeindliche Art und Weise, wie Trump und RFK Jr. über autistische Menschen sprechen“, so die eindeutige und harsche Kritik von Tim Nicholls, dem stellvertretenden Direktor für Politik, Forschung und Strategie bei der britischen National Autistic Society, zu den Äußerungen von Donald Trump in Sachen Autismus. „Wäre es nicht besser, wenn sie ihre enormen finanziellen Ressourcen dafür einsetzten, das Leben autistischer Menschen und ihrer Familien zu verbessern und das Verständnis für Autismus in der Gesellschaft zu erhöhen?“, wird Tim Nicholls in einem Bericht der Deutschen Welle zitiert. Hintergrund dieser Äußerung ist die Behauptung von US-Präsident Trump, eine „Antwort auf Autismus“ gefunden zu haben. Trump macht das Schmerzmittel Tylenol, das in Deutschland den Namen Paracetamol trägt, in der Schwangerschaft für ein erhöhtes Risiko verantwortlich. Forschende und Betroffene sehen die Theorie sehr kritisch, wie die Deutsche Welle berichtet.
Veröffentlicht am 23.09.2025 12:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Evelyn Palla Foto: DB AG Stefan Wildhirt
Berlin (kobinet) Der Aufsichtsrat der Bahn hat die bisherige Regionalverkehrsvorständin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, heute am 23. September 2025 zur neuen Konzernchefin berufen. Ob die gebürtige Südtirolerin, die u. a. einen Lokführerschein gemacht hat, auch ein gutes Händchen in Sachen Barrierefreiheit hat, das fragen sich nicht nur Alexander Ahrens, sondern auch viele behinderte Menschen, die von den vielfältigen Barrieren bei der Nutzung der Bahn geplagt sind. „Ich bin mal gespannt, wie die neue Bahnchefin mit dem Thema Barrierefreiheit umgeht. Im Regionalverkehr hat man als Fahrgast überall Probleme mit den unterschiedlichen Bahnsteighöhen“, teilte Alexander Ahrens den kobinet-nachrichten mit.
Veröffentlicht am 23.09.2025 11:38 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Foto zeigt Bundesverfassungsgericht Foto: Bundesverfassungsgericht
Berlin (kobinet) Mit einem heute am 23. September 2025 verkündeten Urteil hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die gesetzliche Altersgrenze für Anwaltsnotarinnen und Anwaltsnotare für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt. Zu dieser Entscheidung in Sachen Altersdiskriminierung hat sich die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, zu Wort gemeldet. „Das Bundesverfassungsgericht sendet mit dieser Entscheidung ein ganz wichtiges Signal gegen Altersdiskriminierung. Pauschale Altersgrenzen im Arbeitsleben müssen nun generell auf den Prüfstand. Es kommt darauf an, was Menschen draufhaben – und nicht, wie alt sie sind.“
Veröffentlicht am 23.09.2025 09:04 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain
Berlin (kobinet) Am 23. September wird weltweit der Internationale Tag der Gebärdensprachen begangen, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft zu würdigen und auf die Bedeutung von Gebärdensprachen hinzuweisen. Der Tag wurde 2017 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen und wird seit 2018 jährlich gefeiert. Aus diesem Anlass bekräftigt der Landesverband Bayern der Gehörlosen ein klares Bekenntnis zu den Rechten gehörloser Menschen und zur Förderung der Deutschen Gebärdensprache (DGS). Das Motto des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) für 2025, „No Human Rights Without Sign Language Rights“, verdeutlicht, dass die Rechte auf Gebärdensprache keine isolierte Forderung darstellen, sondern untrennbar mit den allgemeinen Menschenrechten verbunden sind.
Veröffentlicht am 23.09.2025 07:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic für Lösung der Prüfung von Assistenzhunden Foto: Bundesbehindertenbeauftragter
Berlin (kobinet) „Seit mehr als einem Jahr können Assistenzhunde nicht geprüft werden – dadurch stehen Hunderte Menschen mit Behinderung, die dringend einen Assistenzhund benötigen, ohne Unterstützung da.“ Darauf hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, aufmerksam gemacht und eine schnelle Lösung gefordert. Zum Hintergrund schreibt Jürgen Dusel auf Facebook: „Derzeit kann keine Zertifizierung der Ausbildungsstätten für Assistenzhunde erfolgen. Nach geltendem Recht ist eine Prüfung jedoch nur möglich, wenn der Hund in einer zertifizierten Ausbildungsstätte ausgebildet wurde! Das heißt: Ohne Ausbildung in der zertifizierten Ausbildungsstätte gibt es keine Prüfung und damit auch keine Zulassung als Assistenzhund. Die ganze Zulassung liegt brach!“
Veröffentlicht am 23.09.2025 07:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Schnecke zur BGG-Reform Foto: Corinna Rüffer
Berlin (kobinet) „Die ersten 100 Tage von Schwarz-Rot sind längst vorbei und noch immer gibt es keinen Startschuss für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Barrierefreiheit darf nicht länger ein Schneckenrennen sein! Die Bundesregierung hat das BGG in ihr Sofortprogramm geschrieben — jetzt muss sie endlich liefern: Entwurf veröffentlichen, Verbände ausreichend beteiligen, private Anbieter verbindlich verpflichten! Wer Barrierefreiheit bremst, bremst Teilhabe.“ So beschreibt die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, den gegenwärtigen Stillstand in Sachen Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) auf Facebook zusammen mit einem Sharepic mit einer Schnecke.
Veröffentlicht am 23.09.2025 07:13 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
Berlin (kobinet) „Im Weg stehende E-Scooter sind besonders für blinde und sehbehinderte Menschen gefährlich. Der Blindenverein ABSV will vor Gericht erreichen, dass der Berliner Senat das Parken stadtweit nur in festen Stationen erlaubt. Doch für deren Ausbau fehlt Geld.“ So heißt es in einem Beitrag von rbb24 mit dem Titel „Blindenverein gegen Senat: Klage soll E-Scooter von Berliner Gehwegen verbannen“, auf den Thomas Künneke die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 23.09.2025 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Budget für Arbeit nutzen Foto: Netzwerk Artikel 3
Hannover (kobinet) Am 18. September 2025 fand der Fachtag „Inklusion leben! – Mit dem Budget für Arbeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“ statt. Über 120 Engagierte folgten der Einladung der niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, zu dieser ganztägigen Veranstaltung in Hannover. Diese wurde in Kooperation mit dem Niedersächsischen Bündnis Persönliches Budget und Budgets für Arbeit/Ausbildung, den Unternehmerverbänden Niedersachsens, dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit, Bildung und Teilhabe umgesetzt, wie es in einer Presseinformation der niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten heißt.
Emden (kobinet) „Schlägt das Pendel der Inklusion zurück? Die USA unter Donald Trump und die Situation der Menschen mit Behinderungen“, so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die vom Verein Agilio – Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland und der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) Bremen und Niedersachsen durchgeführt wird. Ottmar Miles-Paul, der in den USA gelebt hat, gibt einen Input zur Veranstaltung und für die anschließende Diskussion.
Veröffentlicht am 22.09.2025 07:52 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Person mit kobinet-T-Shirt mit Blick auf den Reichstag Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Den sommerlichen Temperaturen folgt herbstliches Wetter. Mit dem heutigen Eintritt in den Herbst fragen sich viele Menschen mit Behinderung, was der von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigte „Herbst der Reformen“ für sie bringen wird. Während der bereits für Mitte Juli 2025 zur Verbändeanhörung angekündigte Referentenentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) für mehr Barrierefreiheit – vor allem auch im privaten Bereich – in der Sommerhitze im Wirtschafts- und Innenministerium stecken geblieben ist, wird die derzeitige Diskussion hauptsächlich von Kürzungsvorschlägen im sozialen Bereich dominiert, wie die LIGA Selbstvertretung kritisiert.
Veröffentlicht am 22.09.2025 07:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zur Kampagne der Aktion Mensch zum Mobbing Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) „Wir starten bald unsere neue Kampagne zum Thema Mobbing unter Jugendlichen – einem echten Problem unserer Zeit, das wir mit vielfältigen Maßnahmen intensiv angehen wollen. (…) Weil Inklusion weiter geht, als viele denken: Sie beginnt damit, dass wir alle hinsehen.“ So heißt es im neuesten Newsletter der Aktion Mensch. Eine aktuelle Befragung der Aktion Mensch unter circa 2200 Jugendlichen hat ergeben, dass Mobbing ein echtes Problem unserer Zeit ist – aktuell sogar eines der größten für junge Menschen in unserer Gesellschaft, heißt es zu der in Kürze startenden Kampagne der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 22.09.2025 07:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo LVR Original 2000×808 Foto: LVR
Köln (kobinet) Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat im Auftrag des Landschaftsausschusses ein Modellprojekt zur Entwicklung inklusiver Sozialräume umgesetzt. Ziel war es, Verfahren zur Verknüpfung von individueller Bedarfsfeststellung und fallübergreifender Quartiersarbeit zu erproben. Der Schwerpunkt der Umsetzung lag in der Städteregion Aachen. Die Auswertung von über 600 Bedarfsermittlungen sowie Fokusgruppen und Interviews zeigte zentrale Barrieren, etwa bei Mobilität, Tagesstruktur, Beschäftigungsmöglichkeiten und sozialer Teilhabe.
Veröffentlicht am 22.09.2025 07:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Zu den ersten veröffentlichten Einzelheiten aus dem Referentenentwurf zur Aktivrente hat sich die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisch geäußert. „Die Mehrheit der älteren Menschen, die im Ruhestand weiterarbeiten, wird von der Aktivrente nicht profitieren. Sie sind entweder selbstständig tätig oder machen dies als Minijob. Minijobber arbeiten jetzt schon weitgehend steuerfrei, denn der geplante Freibetrag in Höhe von 24.000 Euro wird nur auf Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gewährt. Die geplante Aktivrente ist für gesunde Menschen in wenig belastenden Berufen, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten wollen, eine attraktive Fördermaßnahme. Als Einzelmaßnahme wird sie statt zusätzlicher Arbeitsplätze vor allem Mitnahmeeffekte und massive Steuerausfälle produzieren und dem Fachkräftemangel nur in geringem Maße entgegenwirken“, so Verena Bentele.
Veröffentlicht am 22.09.2025 05:30 von Sascha Lang in der Kategorie Meinung
Sascha Lang vom IGEL-Podcast auf der REHACARE 2025 Foto: IGEL-Media
Düsseldorf (kobinet) Mit mehr als 34.000 Besucherinnen und Besuchern aus 88 Ländern und über 800 Ausstellenden aus 40 Nationen hat die REHACARE INTERNATIONAL 2025 erneut ihre Rolle als internationale Leitmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege unter Beweis gestellt. Auffällig war in diesem Jahr die starke Präsenz asiatischer Anbieter, die insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Robotik und digitaler Assistenzsysteme neue Maßstäbe setzten. Pflege- und Rehatechnik „Made in Asia“ prägte vielerorts das Bild der Messe.
Veröffentlicht am 21.09.2025 23:44 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
schaut politisch nach rechts und links und sieht, es besteht Klärungsbedarf Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Seltsame Frage? Nicht unbedingt, seitdem nach einem Artikel des ZEIT-Feuilletonisten Jens Jessen von Ende August in den politischen Feuilletons genau diese Frage hitzig diskutiert wird. Tenor des Artikels: Schuld am Aufstieg von Rechtsaußen sei die Linke selbst. Wokeness, Diversity und Gendergerechtigkeit seien das größte Geschenk, das die Linke der Rechten machen konnte. Die Co-Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, hat noch in derselben ZEIT-Ausgabe den Vorwurf Jessens zurückgewiesen. Zurzeit schaukelten sich wieder einmal rechte und linke Ränder gegenseitig hoch. Auch darüber, was es mit der politischen Mitte auf sich hat, wird in diesem Zusammenhang gestritten.
Veröffentlicht am 21.09.2025 10:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zum Thema Mobbing Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Mobbing stoppen – Kinder wie Erwachsene brauchen Schutz“, so lautet der Titel des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) aus der Reihe Sonntag trifft IGEL. Nach der Sommerpause sprechen Sascha Lang und Jennifer Sonntag offen über Mobbing – besonders bei Kindern. Ein Tag nach dem Weltkindertag fragen sie: Wie gelingt frühe Inklusion wirklich? Im Fokus stehen Grund- und weiterführende Schulen – Mobbing durch Mitschülerinnen und Mitschüler, aber auch durch Strukturen und teilweise Lehrkräfte, wie es unter anderem in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 21.09.2025 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des BSK Foto: BSK e.V.
Berlin (kobinet) Vor kurzem fand ein Austausch zwischen dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen statt, unter anderem über die ins Stocken geratene Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Einigkeit bestand darin, dass es sich um schwierige Zeiten handelt, in denen der neoliberale Angriff auf den Sozialstaat und Verbesserungen bei Barrierefreiheit und Inklusion insbesondere durch die CDU/CSU stetig verschärft wird, wie es in einem Bericht von Jörg Bechtold vom BSK heißt.
HANNOVER (kobinet) Unter dem Motto „Ich kenne meine Rechte“ werden in Niedersachsen jährlich Aktionen und Initiativen ausgezeichnet, die sich besonders um Kinderrechte verdient machen. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Er wird in drei gleichberechtigten Kategorien mit jeweils 3.000 Euro verliehen. Auch in diesem Jahr wurde der KinderHabenRechtePreis wieder durch Schirmherrn und niedersächsischen Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Andreas Philippi, in Hannover verliehen.
Veröffentlicht am 20.09.2025 10:17 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
nimmt die Rückkehr der soldatischen Männlichkeit ins Visier.
Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Und gleichzeitig fühlen sich zunehmend mehr Behinderte und andere besonders Vulnerable, Kinder und Alte schutzlos und verwundbar. Einem medialen Kriegsgetöse sondergleichen preisgegeben, dürften die meisten von ihnen keine Antwort haben auf die Frage: Was tun? Wie verhalten und wohin mit uns, insbesondere dann, „wenn der Krieg zu uns kommt“, wie die politischen Panzermänner und Panzerfrauen dies als immer wahrscheinlicher beschwören? Werden Blinde mit ihren Stöcken, Gehbehinderte in ihren Rollstühlen draußen zu sehen sein, hastig unterwegs zu einem barrierefreien Schutzraum oder verzweifelt auf der Suche danach? Die Kampfdrohnen und Raketen bereits im Anflug.
Veröffentlicht am 20.09.2025 08:27 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast mit Laura-Maria Strehl aus Frankfurt Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „Frankfurt im Herzen – Visionen für eine inklusive Gesellschaft“, so lautet der Titel des aktuellen Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Zu Gast beim Inklusator Sascha Lang ist diesmal die 22-jährige Laura Maria Strehl. Sie brennt nicht nur für Inklusion, sondern auch für Frankfurt, wo sie sich in verschiedenen Bereichen engagiert. „Sie baut Communities, räumt Barrieren aus dem Weg und zeigt: Begegnung wirkt“, wie es in der Ankündigung der aktuellen Episode des IGEL-Podcasts heißt.
Veröffentlicht am 20.09.2025 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Zukunftswege Preisverleihung 2025 an Accee Foto: Mirco Liege
Frankfurt / Nürnberg (kobinet) „Dieser Preis gebührt unserem gesamten Team“, freuen sich Andrea Seeger und Kristin Feuerstein. Die Geschäftsführerin und die Inklusionsberaterin durften am Abend des 18. September 2025 in Frankfurt am Main stellvertretend für den Fachdienst Access – Inklusion im Arbeitsleben den Zukunftswege-Preis 2025 der Commerzbank-Stiftung entgegennehmen. Der Zukunftswege-Preis gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen für berufliche Teilhabe in Deutschland. Prämiert werden mit ihm gemeinnützige Organisationen aus zwei Kategorien, die sich in besonders überzeugender, kreativer und wirksamer Weise um die Integration benachteiligter Jugendlicher bemühen. Access – Inklusion im Arbeitsleben ist nun eine davon.