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LIGA Selbstvertretung fordert Aufstockung des Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramms

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

ERFURT (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung Thüringen hat sich tief besorgt über die unzureichende finanzielle Ausstattung des Förderprogramms für Barrierefreiheit im Freistaat geäußert. Als Mitglied im Landesbehindertenbeirat und in diesem Jahr auch in der Jury des Thüringer Inklusionspreises vertreten, betont die LIGA mit Nachdruck: Der Bedarf an barrierefreier Infrastruktur ist landesweit erheblich – und die zur Verfügung stehenden Mittel reichen bei Weitem nicht aus.

Das aktuelle Landesförderprogramm war in kürzester Zeit überzeichnet. Mit einem Antragsvolumen von rund drei Millionen Euro bei 66 Projekten war der Fördertopf nach nur 18 Arbeitstagen erschöpft. Der erneute Antragstopp Ende Juni ist aus Sicht der LIGA ein deutliches Warnsignal. Es zeigt nicht nur, wie groß der Handlungsbedarf ist, sondern auch, dass Kommunen, Privatpersonen und Träger bereit sind, aktiv Barrieren abzubauen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Mit dieser Erfahrung unterstützt die LIGA Selbstvertretung die Forderung des Landesbehindertenbeauftragten Joachim Leibiger, die Fördermittel mindestens auf drei Millionen Euro jährlich aufzustocken. Darüber hinaus fordert die LIGA, dass der Bund ein ergänzendes Förderprogramm aus dem milliardenschweren Infrastrukturfonds auflegt, das von den Ländern gegenfinanziert werden kann. Nur so kann der Umbau zu einer barrierefreien Gesellschaft spürbar beschleunigt werden.