Berlin (kobinet)
Das Eltern-Zentrum Berlin e.V. hat einen Brief geschrieben.
Das Zentrum hilft Familien mit autistischen Kindern.
Autismus bedeutet: Menschen denken anders.
Sie fühlen anders.
Sie brauchen besondere Hilfe.
Der Brief geht an den Regierenden Bürger-Meister.
Das ist der Chef von Berlin.
Er entscheidet wichtige Dinge.
Die Berliner haben ihn gewählt.
Der Brief geht auch an die Senatorin.
Das ist die Chefin für Bildung in Berlin.
Sie arbeitet mit dem Bürger-Meister zusammen.
In dem Brief steht ein Problem.
Viele autistische Kinder brauchen einen Schul-Platz.
Aber die Suche ist sehr schwer.
Die Familien leiden darunter.
Oft finden die Kinder keinen guten Platz.
Die Eltern sagen: Das ist nicht richtig.
Die Schul-Versorgung ist schlecht.
Schul-Versorgung bedeutet: Alle Kinder bekommen einen Schul-Platz.
Die Schulen haben genug Lehrer.
Die Schulen haben gute Räume.
Viele Familien werden abgelehnt.
Die Familien fühlen sich machtlos.
Das darf in Deutschland nicht passieren.
So läuft es oft ab:
Eltern suchen einen Schul-Platz für ihr Kind.
Das Kind ist autistisch.
Autistisch bedeutet: Das Kind denkt anders.
Es fühlt anders.
Es ist nicht krank.
Es braucht nur andere Hilfe.
Aber viele Schulen lehnen ab.
Die Schulen sagen: Wir haben zu wenig Personal.
Oder die Schulen sagen: Wir haben keine passenden Räume.
Manchmal sagen sie das am Telefon.
Manchmal antworten sie gar nicht.
Das ist sehr schwer für die Familien.
Die Eltern fordern vom Senat Berlin:
Verfahren bedeutet: Feste Regeln für die Schul-Platz-Vergabe.
Alle müssen sich daran halten.
Lern-Angebote bedeutet: Kurse zum Lernen.
Dort können Kinder neue Sachen lernen.
Das Autismus-Themen-Café ist ein besonderes Café.
Dort treffen sich Familien mit autistischen Kindern.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Mit einem offenen Brief hat sich das Elternzentrum Berlin e.V. Autismus-Spektrum an den Regierenden Bürgermeister und an die Senatorin gewandt. Darin beklagen die Elternvertreter, dass für viele Kinder im Autismus-Spektrum sowie ihre Familien die Suche nach einem geeigneten Schulplatz in den letzten Monaten ein Leidensweg war, der häufig ohne glückliches Ende abschloss. In diesem Brief erklären sie, dass die schulische Versorgung autistischer Kinder in Berlin aus ihrer Sicht unhaltbar ist. Weiter beschreiben die Elternvertreter: "Für betroffene Familien ist die Realität geprägt von Ablehnung, Ohnmacht und Entwürdigung – in einem Ausmaß, das in einem sozialen Rechtsstaat wie Deutschland nicht hinnehmbar ist."
In dem offenen Brief heißt es zur Beschreibung der Situation: „Eltern von autistischen Kindern durchlaufen ein Verfahren, das man kaum noch als Schulplatzsuche bezeichnen kann. Vielmehr handelt es sich um ein wiederholtes Bittstellen in einem System der systemischen Abweisung: Noch bevor ein Kind die Möglichkeit hat, sich an einer Schule vorzustellen, lehnen es viele Einrichtungen ab – unter anderem mit dem Hinweis auf ‚nicht ausreichende personelle Ressourcen‘, ‚fehlende Förderstrukturen‘ oder die ‚räumlichen Möglichkeiten‘. Dies geschieht zum Teil per lapidarer Aussage am Telefon, manchmal aber auch schlicht durch Schweigen.“
Um das zu verändern, werden folgende Forderungen an den Senat der Stadt Berlin gerichtet:
- ausreichend Schulplätze für autistische Kinder in ganz Berlin zu schaffen – wohnortnah, differenziert und bedarfsgerecht.
- die intransparente Praxis der Schulabsagen durch Schulen vor dem offiziellen Aufnahmeverfahren zu beenden.
- sicherzustellen, dass die Schulplatzvergabe gerade an autistische Kinder, die Vorhersehbarkeit und Vorbereitungszeit benötigen, keinesfalls später stattfindet als für nichtbehinderte Kinder.
- in jedem Einzelfall eine adäquate Beschulung ab dem ersten Schultag inklusive individuell angemessener Vorkehrungen zu gewährleisten.
- qualifizierte, autismusspezifische Bildungsangebote für Kinder zu schaffen, die derzeit ohne Schulplatz sind.
- die notwendigen personellen, sachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.
- sich ein realistisches Bild von der Lage zu verschaffen und am Autismus-Themen-Café „Autismus & Recht auf Bildung“ des Elternzentrums Berlin teilzunehmen.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Mit einem offenen Brief hat sich das Elternzentrum Berlin e.V. Autismus-Spektrum an den Regierenden Bürgermeister und an die Senatorin gewandt. Darin beklagen die Elternvertreter, dass für viele Kinder im Autismus-Spektrum sowie ihre Familien die Suche nach einem geeigneten Schulplatz in den letzten Monaten ein Leidensweg war, der häufig ohne glückliches Ende abschloss. In diesem Brief erklären sie, dass die schulische Versorgung autistischer Kinder in Berlin aus ihrer Sicht unhaltbar ist. Weiter beschreiben die Elternvertreter: "Für betroffene Familien ist die Realität geprägt von Ablehnung, Ohnmacht und Entwürdigung – in einem Ausmaß, das in einem sozialen Rechtsstaat wie Deutschland nicht hinnehmbar ist."
In dem offenen Brief heißt es zur Beschreibung der Situation: „Eltern von autistischen Kindern durchlaufen ein Verfahren, das man kaum noch als Schulplatzsuche bezeichnen kann. Vielmehr handelt es sich um ein wiederholtes Bittstellen in einem System der systemischen Abweisung: Noch bevor ein Kind die Möglichkeit hat, sich an einer Schule vorzustellen, lehnen es viele Einrichtungen ab – unter anderem mit dem Hinweis auf ‚nicht ausreichende personelle Ressourcen‘, ‚fehlende Förderstrukturen‘ oder die ‚räumlichen Möglichkeiten‘. Dies geschieht zum Teil per lapidarer Aussage am Telefon, manchmal aber auch schlicht durch Schweigen.“
Um das zu verändern, werden folgende Forderungen an den Senat der Stadt Berlin gerichtet:
- ausreichend Schulplätze für autistische Kinder in ganz Berlin zu schaffen – wohnortnah, differenziert und bedarfsgerecht.
- die intransparente Praxis der Schulabsagen durch Schulen vor dem offiziellen Aufnahmeverfahren zu beenden.
- sicherzustellen, dass die Schulplatzvergabe gerade an autistische Kinder, die Vorhersehbarkeit und Vorbereitungszeit benötigen, keinesfalls später stattfindet als für nichtbehinderte Kinder.
- in jedem Einzelfall eine adäquate Beschulung ab dem ersten Schultag inklusive individuell angemessener Vorkehrungen zu gewährleisten.
- qualifizierte, autismusspezifische Bildungsangebote für Kinder zu schaffen, die derzeit ohne Schulplatz sind.
- die notwendigen personellen, sachlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.
- sich ein realistisches Bild von der Lage zu verschaffen und am Autismus-Themen-Café „Autismus & Recht auf Bildung“ des Elternzentrums Berlin teilzunehmen.





Guten Abend ich kann das was hier beklagt wird aus meiner Praxis nur bestätigen. Aus meiner Sicht das eine organisierte bzw strukturelle Gefährdung des kindeswohls und der Druck auf dem System wird ständig an die Betroffenen und deren Angehöriger weitergegeben.
Dazu die kaum erträglichen Schwurebeleien des US-Präsidenten zu dem Thema völlig ohne jeden Sachverstand und der dabei so tut ans handelt es sich um eine ansteckende Volkseuche…. Bei Corona war er nicht so engagiert hatte aber den gleichen mangelnden Sachverstand zur Schau getragen wie bei dem Thema Autismus.
Die Aktion Mensch hatte ja mal das Motto in was für einer Welt wollen wir leben. Ich frage mich immer mehr in was für einer Welt leben wir eigentlich….
Grüße von Martin Theben