Das Ministerium für Soziales hat eingeladen.
Es ist aus Niedersachsen.
Ein Ministerium ist ein wichtiges Amt.
Dort arbeiten Menschen für das Land.
Sie kümmern sich um bestimmte Aufgaben.
Das Ministerium kümmert sich um Arbeit.
Es kümmert sich auch um Gesundheit.
Es kümmert sich auch um Gleich-Stellung.
Gleich-stellung bedeutet: Alle werden gleich behandelt.
Frauen und Männer haben gleiche Chancen.
Am 24. September 2025 war ein wichtiger Abend.
Es gab eine Veranstaltung.
Die Veranstaltung war im Alten Rathaus in Hannover.
Dr. Gesa Schirrmacher war da.
Sie ist stell-vertretende Staats-Sekretärin.
Stell-vertretend bedeutet: Eine Person vertritt eine andere Person.
Sie macht die Arbeit wenn die andere Person nicht da ist.
Eine Staats-Sekretärin ist eine wichtige Frau im Staat.
Sie arbeitet in einem Ministerium.
Sie hilft dem Minister oder der Ministerin.
Annetraud Grote war auch da.
Sie ist Landes-Beauftragte für Menschen mit Behinderungen.
Eine Landes-Beauftragte arbeitet für das Bundes-Land.
Sie kümmert sich um Menschen mit Behinderung.
Sie sorgt dafür dass alle Menschen gleich behandelt werden.
Die beiden Frauen haben mit Autorinnen gesprochen.
Mareice Kaiser war eine Autorin.
Ninia LaGrande war die andere Autorin.
Sie haben über Ableismus gesprochen.
Ableismus bedeutet: Menschen mit Behinderungen werden schlecht behandelt.
Sie werden benachteiligt wegen ihrer Behinderung.
Diskriminierung bedeutet ungerecht behandeln.
Manche Menschen werden dann benachteiligt.
Etwa 200 Gäste haben zugehört.
Sie haben über verschiedene Formen von Ableismus gesprochen.
Sie haben auch über Maßnahmen dagegen gesprochen.
Maßnahmen sind Dinge die man macht.
Man macht sie um ein Problem zu lösen.
Viele Menschen kennen das Wort Rassismus.
Viele Menschen kennen auch das Wort Sexismus.
Aber das Wort Ableismus kennen wenige Menschen.
Menschen mit Behinderungen erleben oft schlechte Behandlung.
Andere Menschen sehen nur ihre Behinderung.
Sie sehen nicht den ganzen Menschen.
Ableismus führt zu falschen Bildern.
Menschen denken falsch über Menschen mit Behinderungen.
Sie denken: Menschen mit Behinderungen brauchen immer Hilfe.
Sie denken: Menschen mit Behinderungen können nicht gut denken.
Das ist falsch.
Dr. Gesa Schirrmacher sagte etwas Wichtiges.
Sie sagte: Ableistisches Denken ist tief in unserer Gesellschaft.
Wer Inklusion will muss sich mit Ableismus beschäftigen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Jeder Mensch muss sein Handeln überdenken.
Ableismus ist überall in unserem Leben.
Viele Menschen wissen das nicht.
Man sieht es in der Sprache.
Manche Menschen sagen behindert als Schimpf-Wort.
Das ist nicht richtig.
Es gibt noch andere abwertende Verhaltens-Weisen.
Menschen mit Behinderungen werden als Opfer dargestellt.
Menschen helfen ihnen ohne zu fragen.
Menschen sprechen nicht direkt mit ihnen.
Menschen sprechen mit ihren Begleit-Personen.
Annetraud Grote hat etwas Wichtiges gesagt.
Die Sicht-Weisen von behinderten Menschen sind wichtig.
Sicht-Weise bedeutet: Wie jemand die Welt sieht.
Welche Erfahrungen jemand macht.
Ihre Erfahrungen sind wichtig.
Man muss sie ernst nehmen.
Ableismus grenzt Menschen aus.
Wir brauchen eine Gesellschaft die Vielfalt wert-schätzt.
Eine inklusive Gesellschaft beginnt dort wo Ableismus endet.
Das Wort Ableismus kommt aus dem Englischen.
Ability bedeutet Fähigkeit auf Deutsch.
Ableismus bezeichnet die Ab-Wertung von Menschen mit Behinderungen.
Es bezeichnet auch strukturelle Diskriminierung.
Strukturell bedeutet: Es ist fest eingebaut im System.
Es ist nicht nur bei einzelnen Personen so.
Es ist überall in der Gesellschaft so.
Das passiert durch Vor-Urteile und Barrieren.
Vor-Urteile sind fertige Meinungen über Menschen.
Diese Meinungen entstehen ohne genaues Wissen.
Vor-Urteile sind oft falsch und unfair.
Die Rechte von Menschen mit Behinderungen werden nicht beachtet.
Die schlechte Behandlung hat große Auswirkungen.
Menschen mit Behinderungen haben schlechtere Chancen bei der Arbeit.
Arbeits-Markt bedeutet: Wenn Menschen Arbeit suchen.
Und wenn Firmen neue Mitarbeiter suchen.
Sie haben ein höheres Risiko für Armut.
Sie erleben öfter Gewalt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet.
Informationen zum Thema Inklusion gibt es auch dort.
Die Internet-Adresse ist: www.ms.niedersachsen.de/inklusion

Foto: Tom Figiel
Hannover (kobinet) Auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung haben die stellvertretende Staatssekretärin Dr. Gesa Schirrmacher und die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, am Abend des 24. September 2025 im Alten Rathaus in Hannover mit den Autorinnen Mareice Kaiser und Ninia LaGrande über das Thema "Ableismus" gesprochen. Vor etwa 200 Gästen ging es dabei um die Frage, welche Erscheinungsformen es gibt und welche Maßnahmen dagegen umgesetzt werden können.
Ableismus: Der unbekannte Begriff
Während Begriffe wie Rassismus oder Sexismus im alltäglichen Leben benannt und besprochen werden, ist der Begriff Ableismus vielen Menschen unbekannt. Dabei erfahren Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag oftmals Diskriminierung, indem sie auf ihre Behinderungen und Fähigkeiten reduziert werden. Ableismus führt dazu, dass Menschen mit Behinderungen nicht als vollwertig handelnde und denkende Menschen, sondern als hilfsbedürftig und mangelhaft wahrgenommen werden. „Ableistisches Denken ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Wer Inklusion will, muss sich deshalb aktiv mit Ableismus auseinandersetzen. Das bedeutet, dass sich jeder und jede Einzelne von uns regelmäßig in seinem alltäglichen Handeln hinterfragen muss“, stellte Dr. Gesa Schirrmacher klar.
Alltägliche Diskriminierung durch Sprache
In der Diskussion wurde deutlich, dass Ableismus allgegenwärtig ist und ein Bewusstsein dafür oftmals noch fehlt. Das zeigt sich zum Beispiel in der Sprache, wenn „behindert“ als Schimpfwort benutzt wird. Doch auch andere Verhaltensweisen sind abwertend: wenn Menschen mit Behinderungen als Opfer dargestellt werden, wenn ihnen ungefragt Hilfe aufgezwungen wird, wenn sie nicht direkt angesprochen werden, sondern ihre Begleitpersonen. Die Landesbeauftragte Annetraud Grote rief vor diesem Hintergrund dazu auf, die Perspektiven und Erfahrungen behinderter Menschen ernst zu nehmen: „Ableismus grenzt aus – wir brauchen eine Gesellschaft, die Vielfalt nicht bewertet, sondern wertschätzt. Eine inklusive Gesellschaft beginnt daher dort, wo Ableismus endet“, betonte die Beauftragte.
Hintergrund:
Ableismus ist abgeleitet von „ability“, dem englischen Wort für Fähigkeit. Er bezeichnet die Abwertung und strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft, zum Beispiel durch Vorurteile, Barrieren und mangelnde Berücksichtigung ihrer Rechte. Die Diskriminierung hat einen großen Einfluss auf das Leben von Menschen mit Behinderungen: Sie haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ein höheres Risiko, von Armut betroffen zu sein, und sind deutlich häufiger Gewalt ausgesetzt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Thema Inklusion gibt es unter www.ms.niedersachsen.de/inklusion.

Foto: Tom Figiel
Hannover (kobinet) Auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung haben die stellvertretende Staatssekretärin Dr. Gesa Schirrmacher und die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, am Abend des 24. September 2025 im Alten Rathaus in Hannover mit den Autorinnen Mareice Kaiser und Ninia LaGrande über das Thema "Ableismus" gesprochen. Vor etwa 200 Gästen ging es dabei um die Frage, welche Erscheinungsformen es gibt und welche Maßnahmen dagegen umgesetzt werden können.
Ableismus: Der unbekannte Begriff
Während Begriffe wie Rassismus oder Sexismus im alltäglichen Leben benannt und besprochen werden, ist der Begriff Ableismus vielen Menschen unbekannt. Dabei erfahren Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag oftmals Diskriminierung, indem sie auf ihre Behinderungen und Fähigkeiten reduziert werden. Ableismus führt dazu, dass Menschen mit Behinderungen nicht als vollwertig handelnde und denkende Menschen, sondern als hilfsbedürftig und mangelhaft wahrgenommen werden. „Ableistisches Denken ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Wer Inklusion will, muss sich deshalb aktiv mit Ableismus auseinandersetzen. Das bedeutet, dass sich jeder und jede Einzelne von uns regelmäßig in seinem alltäglichen Handeln hinterfragen muss“, stellte Dr. Gesa Schirrmacher klar.
Alltägliche Diskriminierung durch Sprache
In der Diskussion wurde deutlich, dass Ableismus allgegenwärtig ist und ein Bewusstsein dafür oftmals noch fehlt. Das zeigt sich zum Beispiel in der Sprache, wenn „behindert“ als Schimpfwort benutzt wird. Doch auch andere Verhaltensweisen sind abwertend: wenn Menschen mit Behinderungen als Opfer dargestellt werden, wenn ihnen ungefragt Hilfe aufgezwungen wird, wenn sie nicht direkt angesprochen werden, sondern ihre Begleitpersonen. Die Landesbeauftragte Annetraud Grote rief vor diesem Hintergrund dazu auf, die Perspektiven und Erfahrungen behinderter Menschen ernst zu nehmen: „Ableismus grenzt aus – wir brauchen eine Gesellschaft, die Vielfalt nicht bewertet, sondern wertschätzt. Eine inklusive Gesellschaft beginnt daher dort, wo Ableismus endet“, betonte die Beauftragte.
Hintergrund:
Ableismus ist abgeleitet von „ability“, dem englischen Wort für Fähigkeit. Er bezeichnet die Abwertung und strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft, zum Beispiel durch Vorurteile, Barrieren und mangelnde Berücksichtigung ihrer Rechte. Die Diskriminierung hat einen großen Einfluss auf das Leben von Menschen mit Behinderungen: Sie haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, ein höheres Risiko, von Armut betroffen zu sein, und sind deutlich häufiger Gewalt ausgesetzt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Thema Inklusion gibt es unter www.ms.niedersachsen.de/inklusion.




