Im Bundes-Tag gibt es jedes Jahr eine wichtige Debatte.
Diese Debatte heißt General-Debatte zum Bundes-Haushalt.
General-Debatte bedeutet: Alle Politik-Gruppen reden zusammen über wichtige Themen.
Bundes-Haushalt bedeutet: Das ist ein Plan für Geld von Deutschland.
Dabei sprechen die wichtigsten Politiker von allen Parteien.
Meistens sprechen sie nicht über Menschen mit Behinderung.
Sie sprechen auch nicht über Barriere-Freiheit oder Inklusion.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Am 24. September 2025 war das anders.
Eine Politikerin von der SPD hielt eine Rede.
Sie ist die Beauftragte für Menschen mit Behinderung in ihrer Partei.
Beauftragte bedeutet: Das ist eine Person mit einem Auftrag.
Die Politikerin heißt Heike Heubach.
Sie ist selbst gehörlos.
Sie hielt ihre Rede in Deutscher Gebärden-Sprache.
Deutsche Gebärden-Sprache bedeutet: Menschen sprechen mit den Händen.
Heike Heubach sagte klare Worte zur Inklusion.
Sie sprach auch über die Gebärden-Sprache.
Diese Sprache wurde sehr lange unterdrückt.
Unterdrückt bedeutet: Menschen durften die Sprache nicht benutzen.
Sie kritisierte auch Bundes-Kanzler Friedrich Merz.
Er hatte im Juni 2025 etwas zur Eingliederungs-Hilfe gesagt.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Unterstützung für Menschen mit Behinderung.
Heike Heubach sagte: Es ist eine große Ehre für mich.
Ich halte heute eine Rede im Bundes-Tag.
Das mache ich in der Deaf Awareness Week.
Das ist die Woche für gehörlose Menschen.
Ich spreche in Deutscher Gebärden-Sprache.
Dann sprach sie direkt zu Bundes-Kanzler Friedrich Merz.
Sie sagte: Lieber Herr Bundes-Kanzler Merz.
Sie haben im Juni etwas zur Eingliederungs-Hilfe gesagt.
Sie haben sich ungünstig ausgedrückt.
Sie haben viele Menschen verunsichert.
Mit Menschen darf nicht gespielt werden.
An Hilfen für Menschen mit Behinderung darf nicht gespart werden.
Wir reden oft über Millionen Euro.
Aber es geht um Millionen von Menschen.
Heike Heubach sprach auch über wichtige Gesetze.
Sie sagte: Wir müssen die UN-Behinderten-Rechts-Konvention umsetzen.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Das ist ein Vertrag zwischen vielen Ländern für gleiche Rechte.
Dafür brauchen wir neue Gesetze.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz muss reformiert werden.
Reformiert bedeutet: Das Gesetz wird verbessert.
Das Bundes-Teilhabe-Gesetz auch.
Das Bundes-Teilhabe-Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Wir brauchen auch eine Werkstätten-Reform.
Werkstätten-Reform bedeutet: Werkstätten für Menschen mit Behinderung werden verbessert.
Inklusion muss von Anfang an mitgedacht werden.
Das war ihre klare Botschaft.

Foto: Deutscher Bundestag
Berlin (kobinet) In der Generaldebatte zum Bundeshaushalt kommt es nur selten vor, dass die Belange behinderter Menschen, die Themen Barrierefreiheit oder Inklusion von den Spitzenpolitikern der verschiedenen Bundestagsfraktionen angesprochen werden. Am 24. September 2025 war dies ganz anders. Für die SPD-Bundestagsfraktion trat nämlich deren Beauftragte für die Belange behinderter Menschen ans Mikrofon und gab ein klares Bekenntnis zur Inklusion und zur Gebärdensprache ab, die über Jahrhunderte unterdrückt wurde. Die selbst gehörlose Abgeordnete sparte in ihrer mittels Deutscher Gebärdensprache gehaltenen Rede auch nicht mit Kritik an den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Eingliederungshilfe.
„Für mich ist es eine große Ehre, heute in dieser Woche während der Deaf Awareness Week, der internationalen Woche tauber Menschen, eine Rede im Deutschen Bundestag zu halten. Selbstverständlich in Deutscher Gebärdensprache“, betonte Heike Heubach. Zudem wandte sich die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz in Bezug auf dessen Äußerungen vom Juni 2025 zu den Kosten der Eingliederungshilfe mit den Worten: „Lieber Herr Bundeskanzler Merz. Egal, ob Sie sich damals ungünstig bei Ihren Äußerungen zur Eingliederungshilfe und Jugendhilfe ausgedrückt haben oder nicht – Sie haben damit viele Menschen stark verunsichert. Mit Menschen und ihren Gefühlen darf nicht gespielt werden. An Leistungen für Menschen mit Behinderungen darf nicht gespart werden. Der politische Diskurs ist bestimmt von Themen und Kosten. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich anmaßt, über den Wert von Menschen zu reden. Die Kommunen sollen umsetzen, werden aber finanziell nicht ausgestattet. Wir diskutieren so oft um Millionen Euro, aber es geht doch eigentlich um Millionen von Menschen.“
In ihrer weiteren Rede betonte Heike Heubach, dass zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter anderem das Behindertengleichstellungsgesetz und das Bundesteilhabegesetz reformiert und die Werkstättenreform vorangetrieben werden soll. „Inklusion muss von Anfang an mitgedacht werden“, so die klare Ansage der SPD-Politikerin.

Foto: Deutscher Bundestag
Berlin (kobinet) In der Generaldebatte zum Bundeshaushalt kommt es nur selten vor, dass die Belange behinderter Menschen, die Themen Barrierefreiheit oder Inklusion von den Spitzenpolitikern der verschiedenen Bundestagsfraktionen angesprochen werden. Am 24. September 2025 war dies ganz anders. Für die SPD-Bundestagsfraktion trat nämlich deren Beauftragte für die Belange behinderter Menschen ans Mikrofon und gab ein klares Bekenntnis zur Inklusion und zur Gebärdensprache ab, die über Jahrhunderte unterdrückt wurde. Die selbst gehörlose Abgeordnete sparte in ihrer mittels Deutscher Gebärdensprache gehaltenen Rede auch nicht mit Kritik an den Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Eingliederungshilfe.
„Für mich ist es eine große Ehre, heute in dieser Woche während der Deaf Awareness Week, der internationalen Woche tauber Menschen, eine Rede im Deutschen Bundestag zu halten. Selbstverständlich in Deutscher Gebärdensprache“, betonte Heike Heubach. Zudem wandte sich die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz in Bezug auf dessen Äußerungen vom Juni 2025 zu den Kosten der Eingliederungshilfe mit den Worten: „Lieber Herr Bundeskanzler Merz. Egal, ob Sie sich damals ungünstig bei Ihren Äußerungen zur Eingliederungshilfe und Jugendhilfe ausgedrückt haben oder nicht – Sie haben damit viele Menschen stark verunsichert. Mit Menschen und ihren Gefühlen darf nicht gespielt werden. An Leistungen für Menschen mit Behinderungen darf nicht gespart werden. Der politische Diskurs ist bestimmt von Themen und Kosten. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich anmaßt, über den Wert von Menschen zu reden. Die Kommunen sollen umsetzen, werden aber finanziell nicht ausgestattet. Wir diskutieren so oft um Millionen Euro, aber es geht doch eigentlich um Millionen von Menschen.“
In ihrer weiteren Rede betonte Heike Heubach, dass zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unter anderem das Behindertengleichstellungsgesetz und das Bundesteilhabegesetz reformiert und die Werkstättenreform vorangetrieben werden soll. „Inklusion muss von Anfang an mitgedacht werden“, so die klare Ansage der SPD-Politikerin.




