Heute ist der 25. September 2025.
Heute ist der Aktions-Tag Schicht-Wechsel.
Aktions-Tag bedeutet: Ein besonderer Tag.
An diesem Tag machen Menschen etwas Wichtiges.
Sie wollen auf ein Problem zeigen.
Dieser Tag ist in ganz Deutschland.
Die BAG WfbM macht diesen Tag.
BAG WfbM bedeutet: Bundes-Arbeits-Gemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen.
An diesem Tag tauschen Menschen ihre Arbeits-Plätze.
Menschen mit Behinderung arbeiten einen Tag woanders.
Menschen ohne Behinderung arbeiten einen Tag in Werkstätten.
So sollen sie neue Sachen lernen.
So sollen Vor-Urteile weg-gehen.
200 Werkstätten machen mit.
Katrin Langensiepen ist dagegen
Katrin Langensiepen ist Europa-Abgeordnete.
Europa-Abgeordnete bedeutet: Menschen wählen sie.
Sie arbeitet für die Menschen in Europa.
Sie macht Gesetze in Brüssel.
Sie ist von den Grünen.
Sie findet diese Aktion schlecht.
Sie hat eine Presse-Mitteilung geschrieben.
Presse-Mitteilung bedeutet: Ein Text mit wichtigen Infos.
Zeitungen bekommen diesen Text.
So erfahren alle Menschen die Neuigkeiten.
Darin steht: Diese Aktion ist nur Theater.
Theater bedeutet hier: Es sieht gut aus.
Aber es ändert nichts Wichtiges.
Sie hilft nicht wirklich.
Katrin Langensiepen sagt: Viele Menschen denken falsch.
Sie denken: Diese Aktion ist gut für Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das Problem mit den Werkstätten
Menschen mit Behinderung arbeiten in Werkstätten.
Aber sie sind dort keine richtigen Arbeiter.
Sie bekommen sehr wenig Geld.
Sie haben keine Chance auf normale Jobs.
Das ist nicht fair.
Firmen denken dann: Wir machen schon genug.
Aber das stimmt nicht.
In Wirklichkeit ändert sich nichts.
Die Werkstätten bleiben wie sie sind.
Die Menschen mit Behinderung bleiben ausgeschlossen.
Das ist gegen die UN-Rechte
Es gibt die UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
UN-Behindertenrechtskonvention bedeutet: Ein Vertrag für Menschen mit Behinderung.
Viele Länder haben unterschrieben.
UN bedeutet: Vereinte Nationen.
Das sind viele Länder zusammen.
Diese Konvention sagt: Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Sie sollen überall mit-machen können.
Katrin Langensiepen sagt: Der Schicht-Wechsel ist gegen diese Rechte.
Er zeigt nur: Alles bleibt beim Alten.
Die Werkstätten bleiben bestehen.
Das ist nicht richtig.
Menschen können arbeiten
Diese Aktion zeigt etwas Wichtiges:
Menschen mit Behinderung können arbeiten.
Sie können normale Jobs machen.
Das Problem sind nicht die Menschen.
Das Problem sind die Regeln.
Das Problem ist der Aufbau.
Aber nach einem Tag gehen alle zurück.
Die Menschen mit Behinderung gehen zurück in die Werkstätten.
Die Firmen stellen sie nicht richtig ein.
Die Gewerkschaften interessieren sich nicht.
Gewerkschaft bedeutet: Ein Verein für Arbeiter.
Redet mit Chefs über Geld.
Das zeigt: Das System ist verrückt.
Was wirklich nötig ist
Katrin Langensiepen sagt: Wir brauchen echte Veränderungen.
Nicht nur einen Tag im Jahr.
Wir brauchen Arbeits-Plätze ohne Hindernisse.
Barriere bedeutet: Etwas ist im Weg.
Man kann nicht weiter gehen.
Wir brauchen gute Bezahlung.
Wir brauchen Hilfe bei der Arbeit.
Menschen mit Behinderung müssen mit-entscheiden können.
Sie sollen nicht nur bei Schein-Aktionen mit-machen.
Sie sollen bei allen wichtigen Entscheidungen dabei sein.
Diese Entscheidungen betreffen ihr Leben.
Wir brauchen echte Inklusion.
Nur so wird die Gesellschaft wirklich gerecht.
Hier ist der Link zur Presse-Information von Katrin Langensiepen

Foto: Katrin Langensiepen
Brüssel (kobinet) Der "Aktionstag Schichtwechsel" findet bundesweit heute, am 25. September 2025, statt und wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) organisiert. An diesem Tag tauschen Menschen mit und ohne Behinderung für einen Tag ihre Arbeitsplätze, um neue Perspektiven zu gewinnen und Vorurteile abzubauen. In diesem Jahr beteiligen sich rund 200 Werkstätten für behinderte Menschen zusammen mit zahlreichen Unternehmen an dieser Initiative. Die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen sieht diese Aktion kritisch, wie sie per Pressemitteilung verkündete: "Diese Aktion wird oft als Fortschritt in Richtung Inklusion gefeiert. Doch bei genauerem Hinsehen bleibt sie ein symbolischer Akt, der von den eigentlichen Problemen ablenkt. Ein einmaliger Arbeitsplatztausch mag Begegnungen schaffen und Berührungsängste abbauen, aber er ändert nichts an den Strukturen, die Menschen mit Behinderungen tagtäglich ausgrenzen."
Symbolische Gesten statt Strukturwandel
„Solange Werkstätten für Menschen mit Behinderungen weiterhin Orte sind, an denen Menschen arbeiten, ohne Arbeitnehmerstatus, ohne gerechte Bezahlung und ohne echte Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, dürfen wir uns nicht mit symbolischen Gesten zufriedengeben. Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen und Öffentlichkeit eine solche Aktion als Beleg für Inklusion begreifen, während sich in der Realität nichts ändert“, erklärte die Abgeordnete des Europäischen Parlaments der Grünen, Katrin Langensiepen.
Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention
Hinzu komme, dass dieser Aktionstag den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention widerspreche: „Die UN-BRK fordert eine volle, gleichberechtigte und wirksame Teilhabe am Arbeitsleben. Symbolische Arbeitsplatzwechsel, die keine nachhaltige Veränderung schaffen, sondern bestehende Sonderstrukturen wie Werkstätten zementieren, stehen diesem Anspruch entgegen.“
Absurdität des Systems erkennbar
„Gerade diese Aktion führt uns vor Augen, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich in der Lage sind, im allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Sie beweist, dass es nicht an den Fähigkeiten der Menschen scheitert, sondern an den Strukturen. Doch anstatt diese Erkenntnis zu nutzen, werden die Beteiligten nach einem Tag wieder in Werkstätten zurückgeschickt, Firmen stellen danach nicht automatisch Menschen aus Werkstätten ein, die Gewerkschaften sind nicht plötzlich aufmerksamer, wenn es um die Tätigkeiten geht oder fordern eine Anerkennung eines Arbeitnehmerstatus. Dieses Hin und Her macht die Absurdität des Systems deutlich. Wir erkennen die Fähigkeiten an, verweigern aber die Konsequenzen“, erklärte Katrin Langensiepen.
Forderung nach dauerhaftem Wandel
„Wahre Teilhabe bedeutet nicht einen Tag des Perspektivenwechsels, sondern einen dauerhaften Wandel hin zu barrierefreien Arbeitsplätzen, fairer Bezahlung, verlässlicher Assistenz und echter Mitbestimmung. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht nur eingeladen werden, mitzuspielen, wenn es um symbolische Aktionen geht, sie müssen in alle Entscheidungen eingebunden sein, die ihr Leben betreffen. Wir brauchen keine Beruhigungspillen, wir brauchen eine konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und inklusive Strukturen, die den Alltag von Menschen mit Behinderungen dauerhaft verbessern. Nur so können wir von einer gleichberechtigten Gesellschaft sprechen, in der Teilhabe nicht inszeniert, sondern gelebt wird“, stellte die Europaabgeordnete klar.
Link zur Presseinformation von Katrin Langensiepen zum Schichtwechsel 2025

Foto: Katrin Langensiepen
Brüssel (kobinet) Der "Aktionstag Schichtwechsel" findet bundesweit heute, am 25. September 2025, statt und wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) organisiert. An diesem Tag tauschen Menschen mit und ohne Behinderung für einen Tag ihre Arbeitsplätze, um neue Perspektiven zu gewinnen und Vorurteile abzubauen. In diesem Jahr beteiligen sich rund 200 Werkstätten für behinderte Menschen zusammen mit zahlreichen Unternehmen an dieser Initiative. Die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen sieht diese Aktion kritisch, wie sie per Pressemitteilung verkündete: "Diese Aktion wird oft als Fortschritt in Richtung Inklusion gefeiert. Doch bei genauerem Hinsehen bleibt sie ein symbolischer Akt, der von den eigentlichen Problemen ablenkt. Ein einmaliger Arbeitsplatztausch mag Begegnungen schaffen und Berührungsängste abbauen, aber er ändert nichts an den Strukturen, die Menschen mit Behinderungen tagtäglich ausgrenzen."
Symbolische Gesten statt Strukturwandel
„Solange Werkstätten für Menschen mit Behinderungen weiterhin Orte sind, an denen Menschen arbeiten, ohne Arbeitnehmerstatus, ohne gerechte Bezahlung und ohne echte Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, dürfen wir uns nicht mit symbolischen Gesten zufriedengeben. Es besteht die Gefahr, dass Unternehmen und Öffentlichkeit eine solche Aktion als Beleg für Inklusion begreifen, während sich in der Realität nichts ändert“, erklärte die Abgeordnete des Europäischen Parlaments der Grünen, Katrin Langensiepen.
Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention
Hinzu komme, dass dieser Aktionstag den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention widerspreche: „Die UN-BRK fordert eine volle, gleichberechtigte und wirksame Teilhabe am Arbeitsleben. Symbolische Arbeitsplatzwechsel, die keine nachhaltige Veränderung schaffen, sondern bestehende Sonderstrukturen wie Werkstätten zementieren, stehen diesem Anspruch entgegen.“
Absurdität des Systems erkennbar
„Gerade diese Aktion führt uns vor Augen, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich in der Lage sind, im allgemeinen Arbeitsmarkt zu arbeiten. Sie beweist, dass es nicht an den Fähigkeiten der Menschen scheitert, sondern an den Strukturen. Doch anstatt diese Erkenntnis zu nutzen, werden die Beteiligten nach einem Tag wieder in Werkstätten zurückgeschickt, Firmen stellen danach nicht automatisch Menschen aus Werkstätten ein, die Gewerkschaften sind nicht plötzlich aufmerksamer, wenn es um die Tätigkeiten geht oder fordern eine Anerkennung eines Arbeitnehmerstatus. Dieses Hin und Her macht die Absurdität des Systems deutlich. Wir erkennen die Fähigkeiten an, verweigern aber die Konsequenzen“, erklärte Katrin Langensiepen.
Forderung nach dauerhaftem Wandel
„Wahre Teilhabe bedeutet nicht einen Tag des Perspektivenwechsels, sondern einen dauerhaften Wandel hin zu barrierefreien Arbeitsplätzen, fairer Bezahlung, verlässlicher Assistenz und echter Mitbestimmung. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht nur eingeladen werden, mitzuspielen, wenn es um symbolische Aktionen geht, sie müssen in alle Entscheidungen eingebunden sein, die ihr Leben betreffen. Wir brauchen keine Beruhigungspillen, wir brauchen eine konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und inklusive Strukturen, die den Alltag von Menschen mit Behinderungen dauerhaft verbessern. Nur so können wir von einer gleichberechtigten Gesellschaft sprechen, in der Teilhabe nicht inszeniert, sondern gelebt wird“, stellte die Europaabgeordnete klar.
Link zur Presseinformation von Katrin Langensiepen zum Schichtwechsel 2025




