
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)

Berlin (kobinet)

STUTTGART (kobinet) Im Sozialausschuss des Landtags von Baden-Württemberg wurde kürzlich der neue Bericht der Landesregierung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in der Landesverwaltung Baden-Württemberg für das Jahr 2022 diskutiert. Am Tag vorher hatte der Ministerrat endlich den seit fast fünf Jahren vom Landtag geforderten und finanzierten „Stellenpool“ beschlossen. Der Stellenpool sei zwar ein wichtiges Symbol, so wurde festgestellt, aber ohne weitere Änderungen werde die Quote eher weiter sinken als steigen.

STUTTGART (kobinet) Ein wichtiges Anliegen in der Arbeit der Beauftragten der Landesregierung, Simone Fischer, ist es, Sportangebote auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich machen und damit das inklusive Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. In Kooperation mit dem Social Innovation Lab (Grünhof e.V) startet sie nun ein Innovationsvorhaben zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Sport. Im Kreativpark Lokhalle in Freiburg sprudelten dazu die Ideen und Zukunftsvisionen: Es war der Auftakt für einen Prozess, der dazu dienen soll, Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg den Zugang zu Sportangeboten zu vereinfachen.

Berlin (kobinet) Dass noch Platz in Artikel 3 des Grundgesetzes ist, in dem es um das Benachteiligungsverbot verschiedener benachteiligter Gruppen geht, das machte Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung für das Bündnis AGG Reform Jetzt bei einer Veranstaltung der SPD Bundestagsfraktion zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes diese Woche im Reichstag deutlich. Zudem verwies sie darauf, dass es auch bei der Umsetzung des Benachteiligungsverbots – und dabei vor allem beim Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – noch viel Luft nach oben gibt. Ein breites Bündnis von Organisationen hatte hierzu bereits im Januar 2023 eine Vielzahl an Vorschlägen gemacht, die immer noch auf die Umsetzung warten. „Viel erreicht und noch viel vor! 75 Jahre Grund(gesetz) zum Feiern!“ So lautet der Titel der Veranstaltung, zu der die SPD-Bundestagsfraktion am 15. Mai 2024 ins Reichstagsgebäude eingeladen hatte.

Essen (kobinet) Der Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit bietet ein Fortbildungsprogramm mit insgesamt sechs Online-Seminaren an, mit dem junge Menschen mit und ohne Behinderung dazu befähigt werden sollen, sich aktiv in die Entwicklungszusammenarbeit einzubringen und inklusive Projekte zu gestalten. Durch die Vermittlung von Fachwissen über Entwicklungszusammenarbeit und inklusive Ansätze sowie durch Einblicke in die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit erhalten die Teilnehmenden einen niedrigschwelligen Einstieg in Strukturen und die Umsetzung von Entwicklungszusammenarbeit, wie es in der Ankündigung des Online-Fortbildungsprogramm mit dem Titel „Entwicklungszusammenarbeit kompakt: Schulungsprogramm für inklusive Entwicklungsexpert*innen“ heißt. Die Anmeldung ist bis zum 7. Juli 2024 möglich.

Potsdam (kobinet) Die Tatsache, dass an einem Freitagabend vor Pfingsten mit frühlingshaftem Wetter, das zum Grillen einlud, der Saal des Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum in Potsdam gut gefüllt war, wäre für sich schon ein Indikator für ein großes Interesse an einem Thema. Dass dabei noch vier Behindertenbeauftragte vom Bund, über das Land, der Stadt und aus dem Landkreis anwesend waren, macht besonders deutlich, wie aktuell das Thema des Romans von Ottmar Miles-Paul „Zündeln an den Struktuen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen ist. Die Rede ist von der Lesung aus dem Roman des Behindertenrechtlers, die am 17. Mai 2024 im Rahmen des umfangreichen Programms der Potsdamer Inklusionstage stattfand. Deutlich wurde dabei, dass noch sehr viel für die Inklusion behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt getan werden kann und muss.

HILDESHEIM (kobinet) Die Forschungsstelle Leichte Sprache an der Stiftung Universität Hildesheim das Projekt „#incluTeach“ vorgestellt. .Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, Menschen mit Behinderung verstärkt in eine barrierefreie akademische Lehre einzubeziehen. Bisher wurde in der Inklusionsforschung vor allem der Blick auf Studierende mit Behinderung gelegt. Hinsichtlich einer Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Lehre besteht bisher Nachholbedarf.

Brüssel (kobinet) Da die Behindertenpolitik der Europäischen Union gerade auch für behinderte Menschen eine wichtige Rolle spielt, hat das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) ein Wahlmanifest mit Forderungen zur Europawahl veröffentlicht. Florian Sanden von ENIL freut sich nun darüber, dass von der deutschen Europaparlaments-Abgeordneten Katrin Langensiepen in einer Videobotschaft Unterstützung für dieses Manifest geäußert wurde.

HANNOVER (kobinet) Rund 800.000 Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung bereit, um Hausärztinnen und Hausärzte auf dem Land bei der barrierefreien Ausgestaltung ihrer Praxen zu unterstützen. Dieser Betrag soll das Anschaffen höhenverstellbarer Untersuchungsmöbel sowie bauliche Änderungen unterstützen, um die Zugänglichkeit zur Praxis auch für Rollstuhlfahrende zu erleichtern, behindertengerechte Parkplätze und Toilettenanlagen einzurichten, Orientierungshilfen für sehbehinderte oder hörgeschädigte Patientinnen und Patienten anzuschaffen oder auch barrierefreie Kommunikationsmittel in der Praxis zu etablieren.

HÜRTH (kobinet) Die Leichte Sprache ist eine wichtige Möglichkeit, Informationen und Texte in einem solchen Maße verständlich zu gestalten, damit sie für alle Menschen leicht zugänglich sind. Der Landesverband der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen erinnert mit Blick auf den bevorstehenden Tag der Leichten Sprache daran, dass einige Menschen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben – zum Beispiel Menschen mit geistiger Behinderung. Auch diesen Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen, macht Leichte Sprache unverzichtbar.

BERLIN (kobinet) Das Versprechen der Bundesregierung, die UEFA EURO 2024 zu einem inklusiven Turnier zu machen und den Aufenthalt für Menschen mit Behinderungen in größtmöglichem Umfang zu ermöglichen, werden wohl leere Worte bleiben. „Das wird mit der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff (SPD), auf meine Frage zu den in den 10 Ausrichterstädten zur Verfügung stehenden >Toiletten für alle< wiederholt und eindrucksvoll belegt“, erklärt der Abgeordnete Dr. André Hahn, stellvertretender Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag.

DRESDEN (kobinet) Der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen (DSM) hat sich seit seiner Gründung im April 2017 als Nachfolger des Integrationsnetzwerks Sachsen mit wachsender Professionalität für die Interessen migrantisierter Personen und Gruppen und für die gleichberechtigte Teilhabe und Integration der Migrantinnen und Migranten am gesellschaftlichen und politischen Leben in Sachsen engagiert. Jetzt soll dieser Dachverband in Insolvenz gehen und abgewickelt werden.

Berlin (kobinet) In einem Terminhinweis hat der Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel auf seinen diesjährigen Jahresempfang hingewiesen. Dieser soll voraussichtlich am 10. September 2024 mit Bundeskanzler Olaf Scholz ab 17:00 Uhr im Cafe Moskau (Karl-Marx-Allee 34 in 10178 Berlin, stattfinden. Die konkrete Einladung soll dann im Juli erfolgen. Olaf Scholz war schon einmal beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten zu Gast als dieser noch Bundesfinanzminister war. Damals ging es u.a. um die längst überfällige Anpassung der Behinderten-Pauschbeträge, die Ende 2020 vollzogen wurde. Was der Bundeskanzler dieses Mal im Gepäch hat, darauf darf man sehr gespannt sein.

Erfurt (kobinet) „Angehenden Arbeitnehmern ist laut einer Umfrage Vielfalt und Inklusion bei zukünftigen Arbeitgebern wichtig. Etwa drei von vier befragten Studierenden und Auszubildenden gaben in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der IU Internationale Hochschule in Erfurt an, dass es ihnen sehr wichtig oder eher wichtig sei, dass ihr künftiger Arbeitgeber Maßnahmen in dem Feld ergreift.“ Dies berichtet ZEIT ONLINE in einem Beitrag vom 14. Mai 2024.

Berlin / Genf (kobinet) Am 29./30. August 2023 hat in Genf der Konstruktive Dialog zur Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zwischen dem UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, der deutschen Staatendelegation und Vertreter*innen der Monitoring-Stelle Un-Behindertenrechtskonvention stattgefunden. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat nun den Wortlaut dieses Austauschs als Transkript, basierend auf den Videos des Dialogs, zum Download veröffentlicht. In dem umfangreichen, aber sehr spannenden, Dokument hat kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sich die Äußerungen von Professor Markus Schefer aus der Schweiz genauer angeschaut, der in Sachen Exklusion in Deutschland klare Worte fand.

Stuttgart (kobinet) „Unbegrenzt reisen – dieses Versprechen macht einem die Deutsche Bahn, wenn man ihre Bahncard 100 kauft. Das Prinzip ist einleuchtend: Ein Ticket, alle Züge. In ganz Deutschland. Fern- und Regionalverkehr, oft ist auch der ÖPNV in Städten inklusive. Doch nicht alle, die Tausende Euro für dieses Ticket-Modell zahlen, können es auch ausschöpfen. Menschen, die mit einem Rollstuhl reisen zum Beispiel. Ist ein Aufzug kaputt, endet die Reise. Fehlt Personal zum Helfen beim Ein- und Ausstieg oder reisen schon andere Menschen mit einem Rollstuhl auf dieser Verbindung, beginnt sie gar nicht erst. Die Deutsche Bahn ist das Paradebeispiel dafür, dass Menschen nicht behindert sind – sondern behindert werden. SWR Aktuell-Reporter Simon Dörr sitzt selbst im Rollstuhl und hat Karin und Frank Kordes auf einer ihrer Reisen begleitet“, heißt es in der Ankündigung des elfminütigen Berichts, der in der ARD-Mediathek angehört werden kann.

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Bremen (kobinet) Die Ergebnisse des Monitoring-Berichts der Medienanstalten zur Barrierefreiheit in den Medien zeigen eine positive Entwicklung: Barrierefreie Angebote sind in den Medienunternehmen schon deutlich mehr verankert als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. Dabei konnte ProSiebenSat.1 Media SE den Anteil an untertiteltem Programm weiter steigern, RTL Deutschland verstetigen. Auch Audiodeskription, Gebärdensprache und Leichte Sprache kommen – wenn auch weiterhin in sehr geringem Maße – zum Einsatz, sind geplant oder werden immerhin geprüft. Die Medienunternehmen setzen dabei vermehrt auf innovative Lösungen, darunter auch den Einsatz von KI-basierten Tools, um Barrierefreiheit weiter zu verbessern. Darauf haben die medienanstalten auf ihrer Internetseite hingewiesen.

Potsdam (kobinet) „Volle Pulle leben mit Behinderung“, so lautet der Titel eines Vortrags der Peer-Beraterin Lea Voitel, der im Rahmen der Potsdamer Inklusionstage am 22. Mai ab 17:00 Uhr im Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, in 14469 Potsdam stattfindet. „Lea Voitel erzählt aus ihrem Leben: Woher kommt Lea? Welche Probleme in ihrem Leben hat sie gut gelöst? Wie hilft sie Menschen mit den gleichen Problemen? Lea Voitel ist nämlich Peer-Beraterin. Und sie hat eine eigene Internet-Seite mit dem Namen: Handicaptation„, heißt es in der Presseinformation zur Veranstaltung der Landeshauptstadt Potsdam.

Bonn (kobinet) „Wie viel weißt du über die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland? Mit unserem Online-Quiz findest du ganz schnell heraus, wie es um dein Wissen zum Thema Inklusion steht. Schaffst du 5 richtige Antworten? Wir wünschen dir viel Erfolg!“ So heißt es im Newsletter der Aktion Mensch mit der Ankündigung des Quiz zur Inklusion.

BERLIN (kobinet) In der Dialogreihe „HU_Körperdiskurse“ des Lehrstuhls Pädagogik bei Beeinträchtigungen der körperlich-motorischen Entwicklung der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Zentrum für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) hat gestern die sechste Veranstaltung stattgefunden.

MÜNCHEN (kobinet) Am 9. Juni 2024 wird in Europa gewählt. Um allen Menschen eine geheime Wahl zu ermöglichen stellt der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) bei Bedarf für ihre geheime Wahl eine Wahlschablonen zur Verfügung. Mit der Schablone werden die Informationen auf dem Stimmzettel tastbar, so dass auch blinde Menschen auf eine sehende Assistenz verzichten können.

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Kassel (kobinet) Ein Blick auf die Tagesordnung der Plenarsitzung der aktuellen Bundestagswoche macht deutlich, dass dort wieder nichts in Sachen behindertenpolitische Reformen zu finden ist. Um den 5. Mai herum haben behinderte Menschen und ihre Unterstützer*innen in hunderten von Städten und Gemeinden Veranstaltungen für die Gleichstellung behinderter Menschen durchgeführt und beispielsweise Barrierefreiheit und Inklusion eingefordert. Verhallt dieser Protest erneut, obwohl im Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Regierungskoalitions auf Bundesebene gerade im Bereich der Barrierefreiheit einiges vorgesehen ist? Oder werden die behindertenpolitischen Versprechen trotz des zunehmenden Zeitdrucks in dieser Legislaturperiode eingelöst. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat hierzu die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme angefragt.

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Berlin (kobinet) „Wer aktuell mit dem Bus in der Hauptstadt unterwegs ist, wird die neuen Durchsagen vielleicht schon einmal gehört haben. ‚Bitte sei achtsam, vielleicht braucht jemand deinen Sitzplatz dringender‘, ‚Bitte stehe auf, wenn jemand deinen Sitzplatz dringender braucht‘ oder ‚Bitte halte dich fest, damit du sicher stehst‘ schalt es derzeit testweise aus den Lautsprechern“, heißt es in einem Bericht von Berlin live auf den Sina Gebhardt von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. In Wien hatte die Rollstuhlnutzerin ähnliche Durchsagen gehört und freut sich nun, dass diese Durchsagen derzeit in den Berliner Bussen getestet werden.

Berlin (kobinet) „Hubert Hüppe, Bundestagsabgeordneter der Union, gilt als streitbarer Vorkämpfer für das Zusammenleben behinderter und nicht-behinderter Menschen. Mit Förderschulen und Werkstätten füttere der Staat dagegen eine kostspielige Wohlfahrtsindustrie für Exklusion.“ So heißt es in der Einführung eines Beitrags auf TABLE Berlin mit einem Interview des CDU-Politikers mit dem Titel: „CDU-Politiker Hüppe zur Inklusion: ‚Wir erleben ein Rollback’“.

Wien (kobinet) Anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tags am 12. Mai 2024 fand eine Protestaktion am Heldenplatz in Wien statt. Es wurden 100 Feldbetten von der Patient:innenorganisation Österreichische Gesellschaft für ME/CFS organisiert, die symbolisch für die vielen zehntausend unversorgten ME/CFS-Kranken standen. Darüber berichtete der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS. „ME/CFS ist eine schwere, chronische Erkrankung mit vielen möglichen Beschwerden, die bei einem Großteil der Betroffenen zu Arbeitsunfähigkeit und bei vielen zu einer umfassenden Pflegebedürftigkeit führt“, heißt es zur Erläuterung in dem Bericht.

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Mainz (kobinet) „INKLUSIVA Call ist eine barrierefreie, DSGVO-konforme und kostenlos nutzbare Open Source-Videokonferenz-Anwendung. Wir, die LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz e.V. haben sie in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen entwickelt. Das Projekt wurde von der Aktion Mensch gefördert. Wir freuen uns, wenn viele Menschen mit Eigenbetroffenheit und Organisationen der Selbsthilfe und Selbstvertretung die Anwendung für ihre Video-Kommunikation nutzen“, heißt es vonseiten der LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz.

KARLSRUHE (kobinet) Mit dem Buch „Fühl mal!“ Grimms Märchen legt der Loeper Literaturverlag ein Buch mit Erlebnisgeschichten in Leichter Sprache für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf der Autorin Frauke Jessen-Narr vor. Das vorliegende Buch widmet sich der Aufgabe, bekannte Märchenfiguren für alle erlebbar zu machen und schafft durch das sogenannte „Fühl mal!“-Konzept mit einem klar strukturierten und bildungsorientierten Ansatz, Geschichten durch sinnliche und sinnhafte Angebote darstellbar, erlebbar und fühlbar zu machen.

BRÜSSEL (kobinet) Die Initiative „AccessibleEU“ ist eine der Leitinitiativen, welche die Europäische Kommission in ihrer Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021-2030 vorgeschlagen hat. Es handelt sich um ein Ressourcenzentrum für Barrierefreiheit, das in Bereichen wie bebaute Umwelt, Verkehr, Informations- und Kommunikationstechnologien arbeitet, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu gewährleisten.

Düsseldorf (kobinet) „Sonderpädagogik: Die Geschichte vom alten Wein in neuen Schläuchen“, so lautet ein aktueller Beitrag der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, der auf der Internetplattform Bildungsklick veröffentlicht wurde. „Die wissenschaftlichen Empfehlungen zu den sonderpädagogischen Feststellungsverfahren in NRW schreiben segregierende Strukturen der Sonderpädagogik fort. Angepasst an Methoden der empirischen Sonderpädagogik sollen sie Wissenschaftlichkeit und grundlegenden Wandel suggerieren. Eine kritische Einordnung“, heißt es in der Einführung des Beitrags.

Newcastle, Großbritannien (kobinet) Auf vibrierende Trikots, die den Jubel für schwerhörige Fußballfans erlebbar machen, hat SWR Kultur in einem Beitrag hingewiesen. „Schwerhörige Fans vom Fußballverein Newcastle sehen die Atmosphäre im Stadion nicht mehr nur, sondern können sie auch hautnah spüren. Der britische Verein testst Trikots, die den Jubel der Fans per Vibration auf die Haut übertragen“, heißt es in der Ankündigung des SWR Kultur Radiobeitrags, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Bern (kobinet) Mit Nationalen Aktionstagen, die heute am 15. Mai 2024 beginnen, feiert die Schweiz 20 Jahre Behindertengleichstellungsgesetz und 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention. Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. „Die Aktionen wurden initiiert und organisiert von Menschen mit Behinderungen und ihren Organisationen sowie von Behörden. Es soll damit ein starkes Zeichen für Gleichstellung, Partizipation und Zugänglichkeit gesetzt werden. Es werden rund 1.000 Aktionen während des Aktionsmonats in der gesamten Schweiz angeboten. Grund zum Feiern bietet das 20-jährige Jubiläum des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie das 10-jährige Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention“, heißt es im BIZEPS-Beitrag.

Frankfurt am Main (kobinet) Zu einer inklusiven Schule ist es aus der Sicht von Ute Blessing noch ein langer Weg, obwohl dies allen Schüler*innen zugute käme. Das schreibt sie in einem Bericht über den Weg zu einem inklusiven Lernen und Leben ihrer Tochter Mara Kapelke, die mit vier Jahren erst 10 Worte sprach und heute als Erzieherin arbeitet. Den Bericht hat sie den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, um zu zeigen, dass Inklusion möglich ist, so schwer dies zuweilen auch ist. Darauf aufbauend haben die kobinet-nachrichten Mara Kapelke für ein Statement angefragt, welches ebenfalls in den Beitrag mit aufgenommen wurde.

Berlin (kobinet) Politik und Gesellschaft mitgestalten? „Ist mir oft verwehrt worden. Mir fehlt der Zugang. Bringt Nichts, meine Perspektive hört niemand.“
Wirksame Selbstvertretung?! Forschungsteam sucht Teilnehmende
Die Kellerkinder und Azize Kasberg forschen wieder – diesmal zum Thema „Wirksame Selbstvertretung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen“. Selbstvertretung bedeutet: dass Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Meinungen selbst sagen.

PFORZHEIM / STUTTGART (kobinet) Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen gibt es bei der digitalen und kommunikativen Teilhabe immer noch erhebliche Barrieren. Mit dem Projekt IRENE (Inklusives Redaktionsnetzwerk) möchte der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg ihre digitale und journalistische Medienkompetenz stärken und fördern. Sie sollen befähigt werden, ihre Themen und Belange in eigenen redaktionellen Beiträgen zu formulieren und damit an öffentlichen Diskussionen und dem digitalen Geschehen in der Gesellschaft gleichberechtigt mitzuwirken.

DÜSSELDORF (kobinet) Mit dem Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen zur Grundsicherung durch das Statistische Landesamt fordert der VdK in Nordrhein-Westfalen eine sofortige Umsetzung des Rentenpakets II. „Insbesondere Frauen sind betroffen, fast 60 Prozent von ihnen beziehen diese Leistungen. So kann es nicht weitergehen“, betont der Vorsitzende dieses Landesverbandes Horst Vöge.

HAMBURG (kobinet) Anlässlich des diesjährigen internationalen Museumstags am 19. Mai wurde „Bei Anruf Kultur“, ein barrierefreies Buchungsportal für Ausstellungen, Stadtrundgänge, Museen, Sammlungen und Co. gestartet. Menschen, die bisher kaum oder gar nicht bei der Vermittlung kultureller Angebote berücksichtigt werden, können über die Website Termine buchen und damit bundesweit Kultur erleben – von zuhause aus. Inzwischen bieten rund 70 Häuser über „Bei Anruf Kultur“ inklusive Telefonführungen an.

Potsdam (kobinet) Das Thema der Reform des Werkstättensystems wird derzeit auf vielen Ebenen heiß diskutiert. So auch bei den Lesungen von Ottmar Miles-Paul zusammen mit dessen Leseassistentin Sabine Lohner aus dem Roman Zündeln an den Strukturen. Allein im Mai 2024 stehen fünf Lesungen auf dem Programm. Nach Marburg, Mainz und Berlin findet am 17. Mai um 18:00 Uhr die nächste Lesung mit Diskussion in der Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam, Am Kanal 47, in 14467 Potsdam statt, bevor es dann am 31. Mai nach Hamburg geht. Mit dabei, bei der von der Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Dr. Tina Denninger, initiierten Lesung ist auch der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Jürgen Dusel, der ein Grußwort sprechen wird. Im Roman geht es u.a. darum, was möglich wäre, wenn es keine Werkstatt mehr gäbe. Eine Übersetzung in Leichter Sprache sowie in Gebärdensprache wird zur Verfügung gestellt.

Mainz (kobinet) Am 9. Juni 2024 sind Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz. Rund 3,2 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind wahlberechtigt, davon sind 310.000 Menschen mit Behinderungen. Mithilfe einer neuen Broschüre des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums können sich Wählerinnen und Wähler in Leichter Sprache über die Kommunalwahl informieren.

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Berlin (kobint)
Berlin (kobint) „Weiterentwicklung der Zwischenergebnisse des Projektes Wirksame Selbstvertretung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in barrierefreien Gremien“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 26. Juni 2024 von 10:00-13:00 Uhr online und im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin stattfindet. Veranstalter sind die Kellerkinder und die Alice Salomon Hochschule Berlin.

Kassel / Potsdam (kobinet) „Von Kassel bis nach Potsdam wird protestiert. In ganz Deutschland wird der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begangen. In diesem Podcast hört ihr Stimmen aus Kassel, Mainz und Ludwigshafen, Berlin und Potsdam“, heißt es in der Ankündigung der aktuellen Ausgabe des Podcast MmB Community. Auch dieses Jahr gab es hunderte Aktionen zurm Protesttag in der Zeit vom 27. April bis 12. Mai in Deutschland. Im Podcast berichten Aktive vor Ort über ihre Eindrücke von den Aktionen.