
Foto: Irina Tischer
Bonn / Berlin (kobinet) Die Ergebnisse des "Atlas digitale Barrierefreiheit“ im Internet sind unter atlasdigitalebarrierefreiheit.de kostenlos einsehbar. Rund 11.000 kommunale Internetseiten in Deutschland wurden erstmals von Menschen mit Behinderungen getestet. Das Ergebnis der Untersuchung ist für das Inclusion tech lab ernüchternd: Nur rund drei Prozent der kommunalen Internetseiten wurden demnach von den Testern als barrierefrei wahrgenommen. Die Vollerhebung zeige zudem überraschende Unterschiede zwischen den Bundesländern. So landet das reiche Bayern nur knapp vor Thüringen und Sachsen-Anhalt auf dem drittletzten Platz.
Kein anderes westliches Bundesland schneide nach Information von Inclusion tech lab so schlecht ab. In einem offenen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder fordert das Inclusion Technology Lab das Land auf, diesen Missstand zu beheben. Um das blau-weiße Bayern zu motivieren, schlägt der Verein vor, die Farbskala im digitalen Barrierefreiheitsatlas zu ändern. Dort, wo derzeit die Kommunen in den Farben von Rot bis Grün dargestellt werden, könnte Bayern eine rein blaue Farbgebung erhalten. Bedingung: Bayern schafft es, sich innerhalb der nächsten 18 Monate an die Spitze der Republik zu setzen. „Wir wissen, dass Bayern das kann und hoffen, dass Ministerpräsident Söder diese Herausforderung annimmt“, schreibt Dr. Raimund Schmolze-Krahn, Vorstand des Inclusion Technology Lab e.V. und Initiator des bundesweiten Tests.





Hier gibt es eine interessante Einschätzung zum Atlas digitale Barrierefreiheit.
Hinweis
Siehe auch Beitrag bei netzpolitik.org https://netzpolitik.org/2024/barrierefreiheit-wie-ein-atlas-in-die-irre-fuehrt
Also barrierefrei ist nach deren Seite, wenn jeder Satz einen Button „Vorlesen“ hat. Wenn das passiert, dann gute Nacht. Ziemlich nervig für Blinde, absolut schwachsinnig für Leute, dnicht lesen können, die sollen jedes Mal auf Vorlesen tippen oder was? Ich würde sagen, da haben sich auch bei der Studien-Design Nicht-Behinderte was überlegt und dann den behinderten in den Mund gelegt. Aber wohl nicht überraschend, dass die Aktion Mensch sowas fördert.
Klingt eher wie eine PR-Maßnahme für dieses Tech Lab. Die Studie ist methodisch nicht gut umgesetzt, wie unter anderem auch die Expertin Casey Krähe auf Linkedin festgestellt hat. Kobinet sollte sich vielleicht überlegen, ob es solche Dinge unkommentiert verbreiten möchte.