Menu Close

Versorgung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Berlin

Catrin Wahlen
Catrin Wahlen
Foto: Catrin Wahlen

Berlin (kobinet) Um die Versorgung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Land Berlin und den Berliner Bezirken geht es in einer Anfrage der Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses Catrin Wahlen und Catherina Pieroth-Manelli von den Grünen. Nun liegt die Antwort des Senats vor, die bei den Grünen-Politikerinnen auf scharfe Kritik gestoßen ist.



Link zur Antwort des Berliner Senats auf die Anfrage

Die Antworten des Senats kommentierte Catherina Pieroth, gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin wir folgt: „Ich bin immer wieder fassungslos angesichts der Vogel-Strauß-Politik des Senats. Die Antworten des Senats auf unsere Anfrage suggerieren, dass die Vertragsverhandlungen mit den Trägern der Eingliederungshilfe zu einem neuen Vergütungsmodell auf Augenhöhe stattfinden. Die fürchten jedoch eine überkomplexe und realitätsferne Neuregelung, die weder die seit Jahrzehnten gewachsenen Berliner Strukturen berücksichtigen, noch anerkennen, dass das bisherige Modell sehr wohl mit dem Bundesteilhabegesetz konform geht. Berlin war lange Zeit Vorreiterin in bedarfsgerechter und personenzentrierter Versorgung, Dank der Rückwärtsrolle der Senatsverwaltung sind es nun die freien Träger, die die Aufgabe der Versorgung psychisch Erkrankter für den Senat sicherstellen sollen, die ungefedert auf den Boden aufprallen. Ich fordere den Senat auf, nicht nur auf Durchzug zu schalten, sondern berechtigte Einwände ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.“

Catrin Wahlen, Sprecherin für Inklusion und Senior*innen von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, kommentierte: „Die Senatsverwaltung stellt die Versorgung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in leuchtenden Farben dar. Wenn ich allerdings mit Menschen spreche, die in diesem Bereich arbeiten, dann erweist sich diese Erzählung von der vorbildlichen Situation in Berlin als Schönfärberei. Genau so geht es mir, wenn ich mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und psychiatrieerfahrenen Menschen spreche. Die Senatsverwaltung soll sich hier an den Menschen orientieren, um die es wirklich geht, und nicht Selbstbeweihräucherung betreiben.“

Lesermeinungen

Bitte beachten Sie unsere Regeln in der Netiquette, unsere Nutzungsbestimmungen und unsere Datenschutzhinweise.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Lesermeinung verfassen zu können. Sie können sich mit einem bereits existierenden Disqus-, Facebook-, Google-, Twitter-, Microsoft- oder Youtube-Account schnell und einfach anmelden. Oder Sie registrieren sich bei uns, dazu können Sie folgende Anleitung lesen: Link
1 Lesermeinung
Neueste
Älteste
Inline Feedbacks
Alle Lesermeinungen ansehen
Marion
05.07.2024 12:17

Kein Wort zum BTHG. Was schließt man daraus? …. Oder doch nur zu links orientiert?