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Projekt: Digitale Unterstützung der beruflichen Eingliederung gehörloser Menschen

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Foto: public domain

Bremen (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe (Ausgleichsfonds) überregionale Maßnahmen zur beruflichen Teilhabe schwerbehinderter Menschen. Dazu gehört auch das Vorhaben "Sign4all“ für die Gruppe der gehörlosen Menschen. Darauf macht Henry Spradau in seinem Beitrag aufmerksam, den er den kobinet-nachrichten zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.



Bericht von Henry Spradau

Projekt „Digitale Unterstützung der beruflichen Eingliederung gehörloser Menschen“

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe (Ausgleichsfonds) überregionale Maßnahmen zur beruflichen Teilhabe schwerbehinderter Menschen. Dazu gehört auch das Vorhaben „Sign4all“ für die Gruppe der gehörlosen Menschen. Es werden damit digitale Hilfen insbesondere in zwei Bereichen bereitgestellt:

• Digitale Hilfen für berufsbegleitenden Unterricht zum Schriftsprachlernen

• Digitale berufliche Fachgebärdenlexika

Wesentliche Elemente des Fachgebärdenlexikons Sign4All sind:

• Niederschwellige Bereitstellung von Fachgebärden verschiedener Berufsfelder

• Reduzierung von Kommunikationsbarrieren

• Stärkung der Arbeitsmarktteilhabe

• Taube, Hörende und Dolmetschende erhalten Zugang zum Lexikon

• Kolleg*innen, Klient*innen und Dolmetscher*innen verbessern ihre Kommunikation

• Gebärdensprachdolmetscher*innen werden unterstützt

Grund für das Vorhaben ist u.a., dass Menschen mit Hörbehinderung auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor stark benachteiligt sind, vor allem wegen ihrer besonderen Kommunikationsbeeinträchtigung in einer hörenden Arbeitswelt. Trotz des Einsatzes von Gebärdensprache fehlen in vielen Berufen, insbesondere mit ausgeprägter Fachsprache, häufig Fachgebärden. Auch die fortschreitende Digitalisierung der Berufswelt erfordert immer mehr Hilfen zur Verbesserung der beruflichen Kommunikation.

Das Fachgebärdenlexikon soll einerseits Betroffenen die Möglichkeit geben, ihr Gebärdenvokabular zu erweitern, andererseits auch die Arbeit und Fortbildung der Gebärdensprachdolmetscher*innen unterstützen. Damit sollen die Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen auch auf einem digital geprägten Arbeitsmarkt erhöht werden.

An der Entwicklung des Fachgebärdenlexikons sind Betroffene maßgeblich beteiligt. Verbundpartner sind u.a. malt|harms–Fachdienst für berufliche Integration GmbH Bremen, Hochschule Landshut, Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) sowie Hamburger IT-Häuser.

Bereits vorhandenes (Vorgänger)Gebärdenlexikon: https://sign2mint.de/

Nähere Beschreibung und weitere Informationen: https://www.sign4all.de/page/about

www.malt-harms.de

https://www.malt-harms.de/downloads/news_FAZ_inklusion-arbeitsmarkt.pdf