
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
NEUSS (kobinet) "Die Politik verursacht schon seit längerer Zeit extreme Unsicherheit in der Bevölkerung und zerstört somit das Vertrauen, vor allem bei den Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen. Wir müssen jetzt zukunftsfest nach innen und außen handeln, um unsere Demokratie zu erhalten bzw. zu schützen", hatte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge auf dem Großen Landesverbandstags in der Neusser Stadthalle betont. Rund 150 Delegierte des Sozialverbands VdK NRW aus ganz Nordrhein-Westfalen darüber debattiert und ihre Forderungen in einem 5-Punkte-Plan festgelegt.
In diesen fünf Punkten fordern die Delegierten des Großen Landesverbandstags:
- Ein niedrigschwellige Angebote für arme Menschen
Die Landesregierung wird aufgefordert, mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote insbesondere zur Altersarmut anzubieten, mit einer Infokampagne für Altersarmut zu sensibilisieren und über die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Sozialleistungen aufzuklären. - Behindertenbeauftragte und -beiräte müssen verpflichtend werden. In ganz NRW sollen die Kommunen Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einführen und diese ständig weiterentwickeln. Dabei sollen sie auf die Beratung von Behindertenbeauftragten und -beiräten zurückgreifen,
- Zu den medizinische Versorgungszentren auf dem Land ist, zusätzlich zur Umsetzung des Krankenhausplans eine flächendeckende fachärztliche Versorgung erforderlich.
- Pflegende Angehörige benötigen Entlastung. Daher fordern die Delegierten die Sicherstellung ausreichender Plätze zur Kurzzeit-, Verhinderungs-, Tages- und Nachtpflege. Damit Angehörigenpflege besser anerkannt wird und nicht zu Armut führt, brauchen wir außerdem die Einführung einer steuerfinanzierten Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige analog zum Elterngeld
- Die Bundesregierung muss das Klimageld zeitnah einführen.




